Der Trainerwechsel hat noch nicht gewirkt bei der Frankfurter Eintracht. Unter Interimstrainer Dennis Schmitt verlor die SGE auch das dritte Spiel. Gegen die Spurs bekamen die Adler zwar nur zwei Gegentore und waren defensiv verbessert, doch zeigten sich offensiv sehr harmlos und machten erneut viele Fehler. Schmitt sieht dennoch das Positive: „Wir haben die Jungs gestern ein wenig regenieren lassen, nachdem wir gegen Tottenham viel investiert haben. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, in der Kompaktheit und der Arbeit gegen den Ball. Wir haben analysiert, wo wir morgen wieder Schritte nach vorne machen wollen.“ Am Samstag wird der Interimstrainer wohl sein letztes Spiel an der Seitenlinie im Deutsche Bank Park stehen. „In den zwei Wochen wurde die Qualität der Einheiten immer besser, das sehe ich als sehr positiv an.“
Gegen Bayer Leverkusen wartet auf die Eintracht die nächste harte Aufgabe. Zudem ist die SGE nahezu zum Siegen verdammt, will man den Anschluss an die Top-Sechs nicht vollends verlieren. „Leverkusen ist eine gute Mannschaft, die in der Champions League jetzt ein gutes Gefühl eingefahren hat“, lobt Schmitt die Werkself. „Sie sind fußballerisch sehr gut und haben gute Spieler im Zentrum. Mit Aleix Garcia durfte ich in Belgien zusammenarbeiten, deswegen kann ich ihn ganz gut. Patrick Schick ist vorne ein Zielspieler, Alejandro Grimaldo hat bei Standards in Europa eine außergewöhnliche Qualität. Darauf haben wir uns vorbereitet und dagegen gilt es dagegen zu halten.“
„Ergebnisse sind das Allerwichtigste“
Trotz der Wichtigkeit des Spieles, wirkte Schmitt auf der Pressekonferenz sehr gelassen und geht die Aufgabe mit kühlem Kopf und nicht überstürtzt an: „Am Ende wollen wir ein Tor mehr schießen als Leverkusen. Deshalb haben wir alle Themen, die wir besser machen können, thematisiert und erwarten morgen aber auch den nächsten Schritt. Es bringt nichts, wenn wir emotional durch die Gegend springen und erzählen, wie wichtig dieses Spiel morgen ist. Wir können mit einem guten Spiel einen großen Schritt nach vorne machen und das steht im Vordergrund.“
Die Stimmung könnte mit einer weiteren Niederlage noch tiefer in den Keller rutschen. „Als Spieler und Trainer sind die Ergebnisse natürlich das Allerwichtigste. Wenn wir nicht das Ergebnis erzielen, was wir uns erhofft haben, dann sind wir natürlich enttäuscht“, erklärt Schmitt und nimmt sich selber in die Pflicht: „Es ist die Aufgabe vom Trainer und vom Staff, die Dinge dann richtig einzuordnen und zu analysieren. Wir haben in jeder Analyse gesehen, dass wir Schritte nach vorne gemacht haben.“
„Unterstützung der Fans hat uns extrem gutgetan“
Vergangene Woche gegen Hoffenheim war der Tiefpunkt der aktuellen Phase. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung ist die SGE nach dem Ausgleich zusammegefallen. „Nach dem Gegentor waren wir mit uns selber beschäftigt und haben nicht weiterhin kompakt als Mannschaft agiert. Das war gegen Tottenham ganz anders. Wir sind kompakt geblieben und hatten eine ganz andere Körpersprache.“ Daran will sich Schmitt orientieren: „Morgen wollen wir dann da anknüpfen, wo wir gegen Tottenham aufgehört haben, mit hoffentlich einem besseren Ausgang.“ Gegen die TSG stellten die Fans nach dem 1:3 den Support ein und verabschiedeten die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine. Nach dem Spiel gegen die Spurs sah das anders aus, als die Kurve die Mannschaft trotz der Niederlage feierte und Mut zusprach. „Die Unterstützung der Fans hat uns extrem gutgetan und hat den Jungs ein gutes Gefühl für morgen gegeben. Deshalb sind wir positiv und freuen uns auf das Spiel.“
Gegen die Hoffenheimer setzte die SGE auf hohes Pressing und kam so zu vielen Ballgewinnen und guten Umschaltmomenten. „Jetzt haben wir den Block ein bisschen tiefer gesetzt“, erklärt Schmitt die Herangehensweise gegen die Spurs. „Da sind wir variabel und werden das auch morgen sein. Wir müssen in allen Phasen kompakt und aggressiv sein und dann wird es schwierig gegen uns sein. Es besteht die Möglichkeit, dass wir es personell offensiver angehen, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass wir es so belassen.“ Generell ist für Schmitt aber wichtig: „Wir sind alle extrem motiviert, die Fehler abzustellen.“
Unterschiedsspieler Kristensen
Wichtig wird für die Eintracht sein, dass Rasmus Kristensen wohl wieder in die Startelf rücken wird. Nachdem er sich in Bremen an der Nase verletzte, saß er am Mittwoch 90 Minuten auf der Bank. Zuvor war der Däne zweimal mit Maske aufgelaufen. Gegen Leverkusen könnte Kristensen trotz Einschränkung den Unterschied machen: „Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Maske stört, weil das Sichtfeld natürlich beeinträchtigt ist und die Atmung bisschen schwerer ist. Er ist in guter Verfassung und ich freue mich drauf, ihn morgen wieder zu sehen, weil er einfach ein wichtiger Spieler für uns ist. Er gibt den Mitspielern, aber auch dem ganzen Stadion das Gefühl, dass jetzt die Post abgeht. Ob mit oder ohne Maske werden wir dann morgen sehen.“






4 Kommentare
Was die großen Ankündigungen angeht, hat er von seinem Vorgänger schonmal viel gelernt.
Dann lasst mal die richtigen Taten folgen.
Schmitt/Meier geben auf jeden Fall ihr bestes, bis zur letzten Minute ihrer Interimstätigkeit. Ob das wenigstens morgen noch zu etwas zählbarem reicht..es wäre ihnen zu gönnen.
Ich wünsche beiden einen gelungenen Abschied verdient hätten sie es. Es ist zurzeit natürlich schwer daran zu glauben, dass es ausgerechnet gegen Leverkusen klappt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Wäre auch ein Balsam für die malertierte Fanseele. Bitte Jungs gebt alles für die Eintracht!
6 Spiele in Folge gegen Leverkusen verloren.
Sieg wäre schön verdammt wichtig für Europa nächstes Jahr.
Ich hoffe das klappt morgen
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