Zum Auftakt der Bundesliga musste Eintracht Frankfurt bei Borussia Dortmund eine 0:2 Niederlage hinnehmen. Dabei waren die Gäste gerade in den ersten 30 Minuten die spielbestimmende Mannschaft und waren drauf und dran, in Führung zu gehen. Am Ende bewiesen die von Neu-Trainer Nuri Sahin trainerten Dortmunder allerdings die bessere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und bezwangen die Adlerträger im heimischen Signal Iduna Park. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Frankfurter lange gut mithielten, doch am Ende blieb eine Heimreise ohne Punkte.
Nachdem sich Frankfurt im Pokal unter der Woche gegen Braunschweig keine Blöße gab und in die nächste Runde einzog, gab es für Chefcoach Dino Toppmöller keinen Grund, seine Startelf groß umzubauen. Allerdings bekam Neuzugang Arthur Theate nach drei Trainingseinheiten bereits sein Startelf-Debüt und verdrängte Niels Nkounkou auf die Bank. Nathaniel Brown stand dadurch erst gar nicht im Spieltagskader. Zudem reichte es auch bei Junior Dina Ebimbe nicht für eine Spieltagsnominierung.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Eintracht Braunschweig der elf zensierten Spieler den Wert 3,04. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 720 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
– Spieler des Spiels – Arthur Theate: Als Theate den Platz verließ, kam Dortmund ins Rollen. Der belgische Neuzugang legte ein Debüt hin, wie man es sich wohl vorstellt. Starke Zweikampfführung, toller Antritt nach vorne. Dazu eine ordentliche Portion Selbstvertrauen und Mut. Leider war sein Arbeitstag nach 67 Minuten beendet. Ein Theate mit 90 Minuten im Tank ist eine absolute Bank für Frankfurt.
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Rasmus Kristensen: Ehrlicherweise fällt die Zusammenfassung für Kristensen ziemlich bitter aus. Der Däne machte auf seiner Seite ordentlich Dampf und hatte seine Dortmunder Gegenspieler über die allergrößte Strecke mehr als im Griff. Davor kann ruhig der Hut gezogen werden, dennoch ließ er sich beim 0:1 doch einmal unglücklich von Jamie Gittens vernaschen. Das sind manchmal die kleinen Unterschiede.
Robin Koch: Hinten wie bereits gegen Braunschweig absoluter Führungsspieler und Fels in der Brandung. Stemmte sich gegen die Niederlage und wollte auch selbst ein Tor erzwingen. Im Verbund mit der Verteidigung ist schon eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr zu erkennen. Das liegt auch an Koch – seine Aufwärmphase ist vorbei, das merkt man sehr deutlich.
Hugo Ekitiké: Wenn vorne Gefahr ausgestrahlt wurde, dann in erster Linie durch Ekitiké. Seine 1-gegen-1 Duelle sind ein absoluter Gamechanger, wenn mal nichts geht. Letztendlich waren aber auch seine Chancen vor dem Tor auf ein Minimum begrenz durch die BVB-Abwehr.
Kevin Trapp: Bei beiden Gegentoren schuldfrei. Ging als Kapitän voran. Seine Strafraumbeherrschung war sicher und solide. Und abgesehen von den zwei Treffern gab es auch keine richtigen Möglichkeiten, um sich auszuzeichnen.
Hugo Larsson: Im Vergleich zum Braunschweig Spiel hat er noch einmal eine Schippe draufgelegt. Sollte sich auch im Offensivspiel häufiger vorne einbringen. Seine Ideen sind ordentlich und mutig.
Tuta: Absolut ordentlicher Auftritt von Tuta, den viele schon als absolutes Sicherheitsrisiko ausgemacht haben. Gegen Dortmund war er absolut auf der Höhe und warf alles in die Waagschale.
Mario Götze: An alter Wirkungsstätte ein etwas blasser Auftritt von Götze. Na klar, es kam viel Abwehrarbeit auf ihn zu und er wurde ordentlich ins Visier genommen. Zeit für Entfaltung war bei ihm Mangelware. Dennoch dürfte er auch selbst etwas unzufrieden mit seinem Auftritt gewesen sein.
Omar Marmoush: Ist noch nicht der alte Marmoush aus der letzten Saison. Versuchte es immer wieder mit der Brechstange, anstatt seine besser postierten Mitspieler zu suchen. Eigensinn brauchst du als Stürmer – gegen Dortmund war das aber zu viel des Guten.
Ellyes Skhiri: Etwas erstaunlich ist doch die im Vergleich zu seinen Teamkollegen schlechte Note. Skhiri war hellwach, absoluter Mentalitätsspieler auf dem Rasen. Wenn er sonst immer so ruhig wirkte, war er gegen Dortmund mit seiner Gestik ganz anders eingestellt als sonst.
Fares Chaibi: Chaibi hatte die Riesenchance zur Führung, im Gegenspielzug fällt dann der Rückstand. So einfach und bitter ist manchmal der Fußball. 3 Meter vor dem Tor muss der Ball einfach im Netz untergebracht werden. Darüber hinaus war er nicht wirklich positiv in Erscheinung getreten.






5 Kommentare
Also ich bin immer noch dafür, dass 20 Minuten auf dem Feld für eine Bewertung reichen sollten. Also nur so für's Stimmungsbild 😉
finde ich auch, man könnte ja tatsächlich einen Hattrick erzielen und würde dann nicht bewertet werden. Alles < 10 Minuten ohne Bewertung sollten ausreichen.
@super-adler:
Und was machst du dann mit jmd. der in 9 Minuten Ausgleich und Siegtor schießt? Oder in die andere Richtung Elfmeter und rote Karte, die dann zur Niederlande führen.
Finde man sollte es komplett den Usern überlassen, ob sie bewerten wollen.
Und zudem noch eine Bewertung für Trainer und Schiri wär cool.
Habe ja schon zuvor mehrfach angeregt, die Regeln zur Benotung - zumindest hier in diesem Fanforum - aufzuweichen. Finde die "circa 30 Minuten sollten es mindestens sein" Regel zu rigoros angewendet in den letzten beiden Pflichtspielen. Für das Spiel in Dortmund konnten daher Nkounkou und Matanovic nicht benotet werden. Plädiere daher für eine "circa 20 Minuten sollten es mindestens sein" Regel, wobei ich den Vorschlag von elde auch charmant finde und nichts dagegen hätte.
Genau , den Besten Mann nimmt man raus und brinkt einen Nkounkou, bei dem man nie weiß wie er drauf ist. Danke Dino, so ging dann auch das Spiel aus, die Abwehr ein Hühnerhaufen beim 2:0.
Fehlt ein Abwehrspieler, wackelt die Abwehr, das sollte man bis Samstag beachten.
Ganz abgesehen vom Mittelfeld, auch hier fehlt mir ein Lenker und Denker
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