Rechtzeitig wieder zurück: Abwehrchef David Abraham.

Spitzenspiel vor Minus-Kulisse. Erstmals seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1963 findet eine Partie aus kommerziellen Gründen an einem Montag statt. Die Eintracht empfängt dabei die in der Fanszene umstrittenen und ungeliebten Rasenballsportler aus Leipzig. Oder besser gesagt: Der Tabellensechste trifft auf den Tabellenvierten. Während die Hessen darauf bedacht sind, die restlichen vier Punkte bis zur „magischen 40“ einzufahren, wollen die Sachsen ihre diesjährigen Champions League-Ambitionen weiter untermauern. Die Eintracht würde sich mit einem Heimsieg ganz oben festsetzen und dann wohl bis zum Saisonende um einen europäischen Startplatz kämpfen. Schiedsrichter der Begegnung – für welche bisher 43.000 Tickets verkauft wurden – ist Felix Zwayer. Anpiff zu ungewohnter später Stunde ist am heutigen Montag, den 19.02.2018 um 20:30 Uhr.

DIE AKTUELLE FORM

Momentan könnte es für die Eintracht kaum besser laufen. Nach dem torreichen 4:2 gegen Köln am vergangenen Samstag steht nun fest, dass die Klatsche von Augsburg nur ein Ausrutscher war und sich die SGE völlig zurecht im erlauchten Kreise der potentiellen Europa-Teilnehmer für nächste Saison befindet. Die Frankfurter könnten sich mit einem weiteren Punktgewinn weiter oben festsetzen und ein deutliches Zeichen an die unmittelbare Konkurrenz senden. Bisher hat es in jeder Saison eine Art Überraschungsmannschaft gegeben – dies ist bisher eindeutig die Eintracht. Da der siebte Tabellenrang wohl auch diesmal wieder für die Europäische Bühne reichen wird, könnte der Vorsprung der Adlerträger nach diesem Spieltag auf sieben Punkte anwachsen. Rosige Aussichten also für die Kovac-Elf. Jedoch: die Fanszene der Westkurve plant einen Stimmungsboykott. Dies könnte sich in diesem Spitzenspiel durchaus auch auf die Erfolgself auswirken. Hintergrund ist die zunehmende Kommerzialisierung der Liga, insbesondere die Premiere eines offiziellen Montagsspiels. Ob es angebracht und aussichtsreich ist oder sein wird, bleibt jedem in seiner Meinung selbst überlassen. Es ist zu hoffen, dass sich dies nicht negativ auf die Mannschaft auswirkt, welche absolut nichts für die Ansetzung kann und eigentlich auf Unterstützung angewiesen wäre.

Das war großes Tennis, was die Hasenhüttl-Elf am vergangenen Donnerstag in Neapel abgeliefert hat. Der italienische Spitzenreiter wurde im Rahmen des Europa League-Achtelfinales vor einer Minus-Kulisse (ca. 9000 Zuschauer) mit 3:1 aus dem eigenen Stadion geschossen. Die Leipziger, im Liga-Betrieb auf Rang vier platziert, zeigen auch in dieser Saison wieder, dass die Vergabe der Plätze hinter den davongeeilten Münchenern nicht ohne sie stattfinden wird. Trainer Ralph Hasenhüttl hat wieder einmal eine starke Elf beisammen und dieser seine Handschrift verpasst. Wer gedacht hat, dass der überragende zweite Platz in der Endabrechnung der letzten Saison nur Zufall war, wird nun eines Besseren belehrt. Die Leipziger verfügen über pfeilschnelle Spieler und überfordern in schöner Regelmäßigkeit die Abwehrreien der Gegner. Beispielhaft sei hier Timo Werner genannt, welcher allein durch seine Schnelligkeit dazu in der Lage ist, Partien alleine zu entscheiden. Die Eintracht muss enorm aufpassen und darf sich defensiv keine Ausrutscher erlauben.

STATISTIK

Auf ihn wird es ankommen: Torhüter Lukas Hradecky.

Bislang gab es nur drei Vergleiche zwischen beiden Teams. Einen Sieg konnte die Eintracht bisher noch nicht einfahren, ein Unentschieden war das Größte aller Gefühle. Ansonsten setzte es zwei Niederlagen gegen die Leipziger. Das Hinspiel gewannen die Sachsen mit 2:1, in der Spielzeit davor ging die Hasenhüttl-Elf mit 3:0 als Sieger vom Platz. Den einzigen Punktgewinn feierten die Frankfurter beim 2:2 vor heimischer Kulisse im letzten Spiel der Saison 2016/17. Die Gesamttorbilanz beträgt 3:7 Tore gegen die SGE.

Wissenswertes rund ums Spiel:

  • In der Historie ist die Eintracht nur gegen RB Leipzig und Blau Weiß Berlin sieglos.
  • Das 1:2 in Leipzig war für die SGE die einzige Auswärtsniederlage in der Hinrunde.
  • Leipzi lag gegen die Hessen noch nie in Rückstand.
  • Trainer Ralph Hasenhüttl ist gegen die Eintracht bis her noch ungeschlagen: drei Heimsiege und zwei Auswärtsremis stehen zu Buche.

Sperren: 

DIE AUFSTELLUNGEN

Eintracht Frankfurt

Die Eintracht zittert um Mittelfeld-As Omar Mascarell. Der Spanier hat im Trainigsbetrieb einen Schlag auf den Spann abbekommen und droht auszufallen. Abwehrchef David Abraham ist zurück und könnte entweder Marco Russ oder Simon Falette aus der Startelf verdrängen. Aber auch Makoto Hasebe könnte trotz solider Leistungen für den Argentinier weichen.

Die voraussichtliche Aufstellung der SGE
Hradecky – Abraham, Hasebe, Russ – Wolf, Mascarell, Boateng, Chandler – Boateng, Gacinovic – Haller, Rebic

Rasenballsport Leipzig

Trotz des kräftezehrenden 3:1-Erfolges über Neapel in der vergangenen Woche, wird es voraussichtlich zu keinen größeren Wechseln in der Startelf kommen.

Die voraussichtliche Aufstellung der Leipziger
Gulàcsi – Laimer, Orban, Upamecano, Klostermann – Kampl, Demme, Keita – Sabitzer, Bruma – Werner

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51 Kommentare

  1. Eine Nachfrage an die werte Dame (hüstel):
    Was hätte der Verein, dem Peter Fischer vorsteht, bei der Umsetzung des gestrigen Spieltages und der Zusammenarbeit mit den Fans besser machen können?

    Die Blocktore vor Spielbeginn geöffnet, was für ein Vertrauensbeweis an die Kurve und die hat‘s zurückbezahlt. Auf vielfachen Wunsch des Publikums Tell me why I don‘t like Mondays aus den Boxen, slap in the face an DFB/DFL. Von diesem Abend wird man noch lange hören und seine Vorbereitung lief ganz diskret im Hintergrund.

    Wir brauchen keinen Zappelphilipp, der ‚Nun Volk steh auf und Wurm brich los‘ schreit, nicht wir als Eintracht Frankfurt!

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