25 Spiele, zwei Tore, eine Torvorlage – das ist die Statistik von Stürmer Igor Matanovic aus der Saison 2024/2025, die der Kroate bei der Frankfurter Eintracht spielte. Nachdem es vor allem zu Beginn der Saison gut beim Angreifer lief, war vor allem die Rückrunde nicht nach dem Geschmack des 22-Jährigen. Er verletzte sich, verpasste viele Spiele und kam nicht auf die gewünschten Einsatzzeiten. Die Folge: In der Sommerpause verließ er die SGE und wechselte zum Ligakonkurrenten SC Freiburg. Am Sonntag treffen beide Klubs nun im Frankfurter Waldstadion aufeinander – und der Angreifer nahm sich vor dem Spiel für ein Interview mit SGE4EVER.de Zeit. Dabei blickte er auf seine Frankfurter Zeit zurück, analysierte die derzeitige Situation von sich persönlich, der Eintracht und des SC Freiburg und betonte, warum er ein schwieriges Spiel auf seinen aktuellen Klub zukommen sieht.
SGE4EVER.de: Igor, du hast während deiner Zeit in Frankfurt nie einen Hehl daraus gemacht, wie gerne du für die SGE gespielt hast. Wie blickst du heute auf deine Frankfurter Zeit zurück?
Igor Matanovic: „Für mich persönlich war es ein sehr lehrreiches Jahr mit vielen Up and Downs, in dem ich einfach sehr, sehr viel gelernt habe. Ich habe viele besondere Menschen kennengelernt, Mitspieler, auch Leute vom Staff, mit denen ich immer noch in Kontakt bin. Es war einfach eine besondere Saison, es war meine erste in der Bundesliga und der Europa League. Es waren einfach sehr, sehr viel neue Erfahrungen für mich, mit denen ich auch erstmal lernen musste, umzugehen.“
Bleibt dir ein Spiel oder ein Moment besonders in Erinnerung?
„Wenn ich jetzt einen besonderen Moment raussuchen müsste, wäre es wahrscheinlich der Sieg bei Besiktas Istanbul. Weil das ist ein besonderes Stadion, ein besonderer Verein und ich glaube, das war auch ein Auswärtsspiel, was wirklich einen sehr großen Eindruck bei mir hinterlassen hat.“
Du bist im Sommer nach Freiburg gewechselt und spielst hier eine wichtige Rolle. Wie bewertest du den Wechsel nach Freiburg?
„Das war ein sehr wichtiger Schritt für mich persönlich. Ich konnte leider nicht viel Spielzeit sammeln in Frankfurt und diesbezüglich habe ich mich dann auch für einen Wechsel entschieden, dann hat sich die Option mit dem SC ergeben. Ich bin sehr glücklich über die Entscheidung. Der Verein hat mich sehr gut aufgenommen, hat mich von Anfang an sehr, sehr gut empfangen und mich gut in das Team integriert. Die Mannschaft ist wirklich sehr, sehr familiär und auch sehr ambitioniert. Die wollen oben in der Bundesliga angreifen und so möchte ich das auch.“
Wie bewertest du deine Rolle beim SC?
„Ich habe die gleichen Ziele und meine aktuelle Rolle ist so, wie ich sie mir am Anfang der Saison gewünscht habe. Das hat auch ein bisschen gebraucht, ich musste auch ein bisschen adaptieren, musste ein paar wichtige Punkte dazulernen. Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Defensivarbeit, die ich hier auch entwickelt habe. Jetzt bin ich einfach auch sehr glücklich über meine aktuelle Situation.“
Die Eintracht und der SC Freiburg sind direkte Konkurrenten, die jetzt am Sonntag aufeinandertreffen. Wie siehst du die Tabellensituation und das Spiel am Sonntag?
„Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Teams. Ich weiß, dass es für Auswärtsteams in Frankfurt sehr, sehr schwer ist. Ich habe die Energie, die das Stadion entwickeln kann, letztes Jahr gespürt. Aber wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir sind gut drauf. Wir sind im Halbfinale des DFB-Pokals, im Achtelfinale der Europa League und sehr zufrieden mit der Saison, aber wollen auch noch mehr. Wir geben im Training immer mehr Gas, wollen noch ein paar Punkte aufarbeiten und dann wird es ein Spiel auf Augenhöhe. Aber wir gehen natürlich mit voller Energie rein, vollem Fokus und dann versuchen wir natürlich die Eintracht zu schlagen.“
Was erwartest du für ein Spiel?
„Es wird auf jeden Fall sehr schwer in Frankfurt. Wir müssen einfach Frankfurt zu Fehlern zwingen, vor allem mit unserer Defensivarbeit. Wir müssen aggressiv sein, wir müssen voll auf die zweiten Bälle gehen und dann müssen wir einfach griffiger und bissiger sein als die Eintracht und dann werden wir die SGE auf jeden Fall vor Probleme stellen. Klar, wir wissen auch, dass die SGE sehr, sehr hohe Qualität hat und sehr gut im Ballbesitz ist. Aber da werden wir einfach eklig und unangenehm sein, Wir können aus wenig viel machen. Das haben wir auch jetzt gegen Gladbach gezeigt.“
Jetzt spielen wir noch eine Runde, wünsch dir was: Am Ende spielen beide europäisch und Igor Matanovic ist glücklich?
„Das Wichtigste ist, dass wir europäisch spielen (lacht). Und wenn es die Eintracht dazu auch noch schafft, freut es mich für die Jungs und für den Staff, die ich alle noch kenne und die noch da sind.“
Vielen Dank für das Interview!

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