Eintracht Frankfurt international! Ob bei einem Heimspiel gegen Augsburg, in der Kneipe oder vor einem Ligaspiel in der Champions League. Der Gesang aus der Fankurve wird nicht nur im Stadion bei internationalen Spielen euphorisch angestimmt, sondern auch bei jedem Zusammenkommen von SGE-Fans. Ausgedrückt wird dabei der Stolz, der die vergänglichen harten Zeiten abschließt und die ambitionierte SGE beschreibt. Der Stolz ist auch aktuell da, doch wo ist diese Euphorie bei jüngeren Heimspielen im Europapokal?
Erinnerungen an Barcelona und Chelsea
Die jüngeren Fans der Frankfurter Eintracht werden ihren Enkelkindern wohl von den magischen Nächten aus dem Stadtwald erzählen, als die SGE im Mai 2019 im ersten internationalen Halbfinale seit fast 30 Jahren dem FC Chelsea ordentlich Paroli bieten und das Rückspiel mit einem 1:1 offen halten konnte. Noch viel prägnanter ist der Europa League-Sieg, als man auf dem Weg dorthin im Viertelfinale den großen FC Barcelona nach einem Unentschieden im Heimspiel und einem Sieg im Camp Nou ausschalten konnte. Und das mit einer zugegebenermaßen durchschnittlichen Bundesliga-Mannschaft, was die Endplatzierung auf Rang elf zeigte. Wie konnte sich die SGE gegen eine solche Übermacht, wie es die Katalanen vor über drei Jahren waren, mit deutlich schwächerem Kader und Anlagen durchsetzen?
Als Erfolgsrezept galt das, was man als Eintracht-Anhänger dieser Tage als teilweise vermisst bezeichnen kann. Es war ein unfassbarer Zusammenhalt zwischen Publikum und Mannschaft zu spüren, wie er größer nicht hätte sein können. Spielern wie Martin Hinteregger oder Sebastian Rode war anzumerken, dass sie alles für den Verein geben. Auch ein David Abraham verkörperte diese Einstellung gegen Chelsea. In der Offensive sorgte Filip Kostić für unermüdliche Sturmläufe, nur um in derselben Aktion am eigenen Strafraum eine Flanke zu verhindern. Dem aktuellen Kader ist diese Einstellung gar nicht abzusprechen. Und doch wirkte es damals anders. Gewollter, gezielter, ohne Angst und immer mit breiter Brust.
Galatasaray machte Hoffnung – Liverpool und Bergamo sorgten für Frust
Auch dieses Jahr sorgte der Beginn in der Champions League-Saison für reichlich Furore: Gegen Galatasaray Istanbul konnte die SGE mit 5:1 gewinnen und die Tabellenspitze der Königsklasse übernehmen. Nach der Auslosung – die SGE bekam nach Paris die schwersten Ligagegner zugelost – machte der Sieg Hoffnung. Er erinnerte an alte, magische Nächte, in denen die Kurve ausgelassen feierte und diese Stimmung in den Sechzehner transportierte, wo die Adlerträger aus der Feierlaune ebenfalls nicht rauskamen. Nur zwei Wochen später war diese Furore nach dem 1:5 in Madrid, wo die Eintracht ordentlich ihre Grenzen aufgezeigt bekam, ein wenig erloschen. Mit dem FC Liverpool erwartete die SGE dann ein großes, wenn nicht sogar das größte Spiel der letzten Jahre. Und die Stimmung war gut, der Jubel nach dem Führungstreffer durch Rasmus Kristensen ausgelassen. Doch bereits zur Pause stand es 1:3 und die einzige Frage, die sich stellte, war die nach der Höhe der Niederlage.
Ohne Fans im Rücken rückte in Neapel die Defensive in den Fokus. Die SGE erkämpfte ein 0:0 und die tabellarische Situation war nicht schlecht. Ein Sieg gegen Bergamo sollte den Weg in die Playoffs ebnen, doch am Ende steht nach der 0:3-Pleite eine ernüchternde Stimmung. Innerhalb von fünf Minuten musste Torwart Michael Zetterer dreimal hinter sich greifen und bereits nach dem ersten Gegentreffer war Angst vor dem Verlieren spürbar, wie es auch Dino Toppmöller nach dem Spiel beschrieb. Hätte dieser Abend doch so magisch werden können. Eine tolle Choreo vor Spielbeginn, beide Fanlager mit einer innigen Fanfreundschaft und Wechselgesängen. Magisch wurde es bei weitem nicht. Viel mehr wird dieser Abend als verpasste Chance um die Playoffs in Erinnerung bleiben.
Alles für die SGE – Auch auf dem Platz!
Für die Eintracht geht es als nächstes erneut zum FC Barcelona. Im April 2022 wurde die SGE von über 30.000 Fans nach Spanien begleitet. Dieses Jahr wird der FCB auf die Invasion vorbereitet sein und alles daran setzen, eine erneute Demütigung zu verhindern. So ernüchternd die Auftritte bislang waren, so sehr kann die Eintracht dennoch auf die Unterstützung der Fans zählen, die sie wieder zahlreich nach Spanien und auch im tiefen Winter nach Baku begleiten werden. Eben nach dem Motto, alles für den Verein zu geben. Das sollte sich auch auf die Spieler auf dem Platz übertragen. Für ängstliche Aktionen und Einschüchterungen ohne Selbstvertrauen ist keine Zeit mehr, will die Eintracht europäisch in die Rückrunde gehen.
Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die SGE gegen sechs der acht Gegner marktwerttechnisch unterlegen ist. Liverpool und Barcelona knacken gar die Milliarden-Grenze. Beim Sieg in der Europa League waren die Spanier aber ebenfalls überlegen und auch Halbfinal-Gegner West Ham United hatte einen höheren Marktwert. Trotzdem ist man in jedes Spiel mit der Devise gegangen, dass alles möglich und kein Gegner zu groß ist. Diese Einstellung ließ die SGE bislang vermissen. In Madrid und auch gegen Liverpool wirkte die Mannschaft eingeschüchtert und zollte dem Gegenüber zu großen Respekt.
Endspiel gegen Tottenham? Dafür müssen Siege her!
Für die Eintracht geht es in den nächsten Spielen in Barcelona und Agdam nun um positive Ergebnisse und darum zu zeigen, dass mit den Hessen zu rechnen ist. Am letzten Spieltag der Ligaphase geht es dann zu Hause gegen Tottenham Hotspur. Und wer weiß, vielleicht bekommt ganz Frankfurt eine weitere magische Nacht, bei der der Einzug in die Playoffs gefeiert wird. Zu wünschen wäre es dieser Mannschaft und Trainer Dino Toppmöller gemeinsam mit dem tollen Publikum im Frankfurter Stadtwald allemal.






44 Kommentare
Was ist eure Meinung dazu? Seht ihr es ähnlich?
Gut dargestellt. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass die meisten Europapokalnächte vor allem gegen Teams waren, die sich naturgemäß eher in der Champions League verorten. Schachtar war ein CL Absteiger genau wie Inter, Benfica, Chelsea oder Barcelona. Ich denke, dass wir damals auch massiv unterschätzt wurden und die letzten Prozent beim Gegner nicht abgerufen wurden. Das ist diesmal anders, viel gnadenloser. Und das obwohl das Team sowohl dieses als auch letztes Jahr nominell stärker als 2022 ist.
Magische Nächte, wo seid ihr hin? Mit grossem Bedauern muss ich feststellen, das das Selbstbewusstsein komplett abhanden gekommen ist. Ich habe leider nicht das Gefühl, das man einen Gegner einfach niederkämpfen kann. Wenn die spielerischen Mittel – die zweifelsohne – heute besser sind als vor ein paar Jahren, nicht ausreichen gegen Gegner aus dem Bereich der Champions-League, dann hat man keine Chance ein Spiel zu gewinnen. Indizen gibt es viele dafür; gelbe Karten , Spieler die auf dem Platz auch mal den Mund aufmachen---komplette Fehlanzeige wenn Christensen nicht dabei ist . Dies sieht man auch in anderen Partien, wenn trotz hoher Führung plötzlich keine Gegenwehr mehr erfolgt. Die Statistiker sollten sich mal die Spiele mit Christensen und ohne Christensen zu Gemüte führen, vor allem die Torstatistik... Die Mannschaft ist zwar bemüht aber in grossen Teilen kopflos, wenn es mal nicht läuft. Unsere grösste Baustelle sehe ich im Mittelfeld, da wir überwiegend nur 8 oder 10er Positionsspieler haben. Technisch sehr beschlagen , aber keiner dabei, der die Mannschaft führt und Kommandos gibt. Wie gesagt , technisch haben wir uns stark verbessert und sind dadurch beständiger geworden, aber leider fehlen die Führungsspieler , die über die Schmerzgrenzen hinausgehen und das Selbstbewusstsein verkörpern, gegen jeden Gegner gewinnen zu können.
Kristensen ist ein guter Punkt. Wie viele Spiele haben wir ohne Kristensen, mit 4erketter und keinem gelernten RAV gespielt. Wie sieht da die Statistik aus?
Eine berechtigte Frage die nur der Trainer beantworten kann.
Den unbedingten Willen zu kämpfen , beißen, kratzen kannst du nicht trainieren. Das liegt an der Einstellung der Spieler. Ausser Kristensen hat sonst niemand die Einstellung auch mal einen halben Meter über die Grasnarbe zu fliegen. Nach dem Motto mit mir und uns nicht. Einfach dem Gegner die Lust am Kicken zu nehmen , Fehlanzeige.
In Zeiten der tollen Euronächten lagen wir in der Fairpay Tabelle immer zwischen Rang 12 und 15 . Aktuell sind wir dort zweiter. Uns fehlt im Mittelfeld definitiv ein sogenannter Drecksack der den Rest der Mannschaft mitziehen. Wir sind definitiv viel zu lieb und brav.
Kristensen for Captain!
Wenn wir uns ehrlich machen, sind die magischen Nächte nicht erst seit dieser Saison vorbei und haben m.E. nur bedingt etwas mit der CL zu tun. Liverpool spielt die schlechteste Saison seit über 20 Jahren und Atalanta ist in der Serie A aktuell dem Abstieg näher als der CL Qualifikation. Und beide gewinnen locker, leicht und hoch in der ehemaligen Festung Waldstadion!
Und St. Gilloise hat uns vor 2 Jahren auch spielerisch leicht die (taktischen) Grenzen aufgezeigt, wohlgemerkt zuhause....daher hat das mit der CL nur sehr bedingt etwas zu tun, zumal unsere Leistungen einfach schlecht (teilweise grottenschlecht) waren, da hätte es auch ein EL-Gegner relativ leicht...
Und ganz grundsätzlich wundere ich mich jedes Mal wenn ich dann die Kommentare höre, wie beispielsweise jede Woche:
PK vor dem Spiel:
"Die Jungs sind heiß, wir freuen uns auf das Spiel und wollen zeigen, dass wir gut drauf sind!"
PK nach dem Spiel:
"Das war einfach zu wenig heute, in der X. Halbzeit waren wir dann zu passiv" usw. usw.
Wie passt das zusammen, welche Jungs meint er damit, vor allem wenn es in schöner Regelmäßigkeit passiert?!?
Nächstes Jahr wieder..
Jetzt muss der volle Fokus der Bundesliga gelten. Verletzungsgefährdete Spieler sollten in CL-Spielen besser pausieren und frisch für die Ligaspiele sein. Es wird schwer genug, in dieser Saison ein gutes Ligaergebnis zu erreichen.
Ich mein damit nicht 'Abhaken', aber es sollen sich in diesen Spielen mal die zweite Garde aufdrängen.
Es ist zu miefig. Die derzeitigen Spieler sind sich zu sicher, dass sie spielen. Doch aus der zweiten Reihe kann sich halt auch keiner aufdrängen,wenn die Startelf größtenteils identisch ist.
Nach 60 Minuten waren die Jungs doch platt, die Muskelverletzungen häufen sich und Fehler schleichen sich ein. Ich wiederhole mich halt ständig, wenn ich sag: 'Wir brauchen mehr Rotation in der Startelf.'
Wer ist denn der Star? Doch die Mannschaft. Doch bei uns kommts mir mit wenigen Ausnahmen so vor, als spielten da 11 individuelle Stars und die auf der Bank sind die Deppen.
Götze konnte garantiert noch keine 60 Minuten auf dem Level gehen. Wie er sich vor dem ersten Gegentor verhält.. das ist nicht nur mangelnde Spielpraxis, sondern auch Müdigkeit. Wobei er ja noch einer ist, der sich grad langsam in die Mannschaft zurückkämpft.
Mir geht's nicht um Götze, sondern grundsätzlich das Thema Müdigkeit.
Beispiel Bahoya:
In den ersten sieben BL-Spielen stand er sechs Mal in der Startelf, seitdem ist er Bankspieler. Warum?
Die Unterschiede zwischen Bahoya und Knauff sind doch marginal. Wir haben drei Außenstürmer: Doan, Knauff und Bahoya. Das ist eh schon sehr knapp genäht.
Da kann man es sich doch gar nicht leisten, immer die Gleichen starten zu lassen. Wer da jetzt grad besser trainiert, das interessiert doch keinen. Soo viele Trainingseinheiten gibts der Vielzahl an Spielen eh net, dass man sich da groß aufdrängen kann. Entweder bekommt man das Vertrauen des Trainers und spielt..oder nicht. Und in dieser Mannschaft spürt wahrscheinlich ein Drittel kein Vertrauen in den Trainer, weil halt einfach immer die Gleichen spielen.
Und wenn dann Kristensen ausfällt, dann hammer verloren, weil Kristensen ausfiel, oder was? So klingt das manchmal.
Beim Torwart isses die gleiche Geschichte. Zetterer ist jetzt der Star, Kaua ist raus!
So funktioniert das nicht bei drei Wettbewerben.
Man spürt das doch, dass da keine Mannschaft spielt..gerade im Vgl zur letzten Saison.
Wenn die 'erste Elf' alles gewinnt, dann murren die 'Ersatzspieler' auch nicht. Doch das ist nicht der Fall. Oft spielten Vereinzelte wochenlang scheiße, spielten aber trotzdem. Wegen ihrem Status oder was auch immer..
Mir kommts vor, als ging es hier nur noch um Burkardt und Kristensen. Führungsspieler blabla Burkardt wurde von Dino auf der letzten PK gar als 'absoluter Führungsspieler' geehrt.
Man kann sowas auch lassen und stattdessen die Alternativen starkreden:
'Kein Problem, unser Kader fängt das auf!' könnte man da hören.
Anstatt sich zu beschweren, dass jetzt der nächste Führungsspieler ausfällt müssen jetzt halt Andere mehr Verantwortung übernehmen. So what?
@8 Guter Kommentar.
Danke für diesen Kommentar, der ganz in Richtung meiner Meinung geht!
Die vermissten magischen Nächte haben rein gar nichts mit der CL zu tun! Denn schauen wir uns mal das WIE an, mit denen die Spiele verloren gingen bzw. gespielt worden sind, dann sagt das eig. schon alles aus. Und da brauchen wir nicht nur auf CL-Spiele zu schauen, sondern auf fast jedes BL-Spiel von uns.
An was es fehlt? An Typen mit der richtigen Einstellung! Es ist ja schön und gut, dass wir haufenweise gute Techniker haben, aber keiner davon ist ein Kämpfer, kein Typ, der mal ein Foul zieht, der seine Mitspieler mitreist etc. Hinti, Vadder, Rode, Kostic, Lenz und wie sie alle heißen, haben auch mal einen über die Klinge springen lassen. Da wurde um den letzten Grashalm gekämpft, vorne wie hinten. Das schweißt ein Team zusammen! Und jetzt bzw. seit gut 2 Jahren? Ernüchterung, Schläfrigkeit, stellenweise zu langsam, von zu wenigen zu wenig Biss - weil es andere Spielertypen sind. Aber wenn du diese Galligkeit nicht hast oder dir diese vllt. dein Trainer auch nicht rauslocken kann, dann verlierst du solche großen Spiele bzw. auch vermeintlich leichtere. Und dieses Gelaber von "junger Mannschaft" kann ich auch nicht mehr hören. Das sind alle Fußballer... aber irgendwie kein richtiges Team hat man das Gefühl. Und alleine Kristensen kann es nicht stemmen, sorry. Wir sind zu brav und zu nett, damit gewinnst du nix. Diese Umstände haben natürlich auch was mit der Philosophie des Vereins zu tun: junge Talente holen, weiterentwickeln und Kasse machen. Ich glaube mittlerweile, dass auf diesem Weg einiges auf der Strecke geblieben ist, was wir uns Fans wünschen.
Gute Frage, wo sind sie hin…
Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, aber unter Adi Hütter und Oli Glasner war da einfach ein anderes Feuer drin, jeder ist für jeden gerannt, wir hatten die viel beschriebenen Typen in der Mannschaft, in der aktuellen Mannschaft fällt mir da eigentlich nur Kristensen ein, Theate vielleicht noch und als Leuchtturm Jonny vorne drin der es vielleicht werden kann, aber dann…..🤷♂️
Das alles an Dino Toppmöller festzumachen wäre zu einfach und auch nicht fair, er hat den Kader ja nicht alleine zusammengestellt, hier muss sich die gesamte sportliche Führung fragen, ob sie auch die richtigen Typen verpflichtet hat und nicht nur Schönwetterkicker….
In den Jahren 2019-2022 war die Mannschaft fußballerisch definitiv deutlich schlechter aufgestellt als heute, zumindest was die gesamte Qualität des Kaders betrifft.
Ich kann mich noch gut an Niko Kovacs Worte erinnern als er hier übernommen hatte und auf einer seiner PKs mal sagte wie wir es noch geschafft haben die Punkte zu holen (unter anderem wurde der BVB zu Hause geschlagen) und er meinte „Mentalität schlägt Qualität“….das alleine ist es sicherlich nicht, aber es muss offensichtlich was dran sein an der These…
Auch die Stimmung im Stadion war damals eine andere, regelmäßige Choreo über das ganze Stadion verteilt, die Gegner waren alles andere als glücklich das sie gegen die Eintracht spielen mussten, vor allem nicht in Frankfurt, selbst international erfahrene Mannschaften und Spieler sind hier teilweise mental an die Grenzen gekommen (so wirkte es zumindest) und hatten ungewöhnliche individuelle Patzer und Fehler drin und wurden teilweise überrannt….
Die Stimmung im Stadion kann aber meiner Meinung nach nur die Mannschaft + Trainer ändern, mit Ballgeschiebe und Rasenschach zündest du kein Publikum an (ähnlich wie zum Beispiel auf einem Konzert wo der Sänger/ die Band nach 1-2 Songs die Menge zu Applaus und Standing Ovations animieren will), leiste was, biete eine Show, mache Entertainment dann geht die Menge auch ab und mit, letztendlich ist Fußball auch Entertainment und wenn da wenig oder nix geboten wird dann ist halt eher Stimmung wie auf der Beerdigung…
Volle Zustimmung, auch zu #10.
In den von Dir zitierten Jahren 2019-2022 hatten wir ein TEAM auf dem Platz, das mit Begeisterung, klarer Spielidee und Mut oft begeistert hat, und von echten Anführern in der Mannschaft (Hase, Rode, etc.) und auf der Trainerbank (AH, OG) geführt wurde.
Seit 2023 haben wir viele junge hochtalentierte Individualisten auf dem Platz (die schon in jungen Jahren von der PL träumen), kaum Persönlichkeiten/Anführer in der Mannschaft (Rasmus, und sonst?) und keine Führungsperson auf der Bank, die die Richtung vorgeben.....
Das Ergebnis sehen wir leider Woche für Woche auf dem Platz, einige wenige positive Überraschnungen, der Rest sieht für den Außenstehenden oft leb- und leidenschaftslos aus - das komplette Gegenteil zu früheren Jahren!
… und was haben wir uns manchmal über Kamada aufgeregt.
Ein richtiges Team kann sowas auffangen.
@ 8 - 12
Kann ich alles unterschreiben.
Ist es nicht schlimm, dass wir über solche Dinge sprechen?
Aber, Einsatz und Kampf kann ich nur bieten, wenn ich am
Gegner dran bin.
Die Schlußphasen von Gladbach, Köln und jetzt Bergamo
sind doch kein Zufall.
Der Gegner hat ständig Überzahl, wir decken nur noch im
Raum, wenn überhaupt.
Ich schließe mich einigen Usern an: Die Mannschaft ist nicht
richtig fit.
Hochmut kommt vor dem Fall. Erstaunlich, dass wir alle der Überzeugung sind, dass der 3. Platz mit der Realität nichts zu tun hat. Das Team hatte mehr Glück als Verstand, dass wir auf dem letzten Drücker in die CL gerutscht sind.
Dass die Verantwortlichen so ein Team zusammengestellt haben, ist vollkommen weltfremd.
Die Atmosphäre im Stadion ist schon lange nicht mehr Eintracht-Like. Ich bin jedesmal enttäuscht, denn man kennt es anders. Die Körpersprache sieht so aus, als ob hier 10 Kamada-Klons rumkicken würden.
Wenn ich dann noch die Interviews von Koch anhören muss, bin ich vollkommen bedient.
Für mich ist Wolfsburg das große Endspiel für Topmöller. Bei einer Niederlage muss Krösche endlich aus der Deckung kommen, oder das Stadion ist reagiert.
Was wir alle vergessen: 2022 kam extrem (!) viel zusammen. Die Fan-Seele war nach 2 Jahren Geisterspiele beseelt, dass es wieder losging, mit vollem Haus. Am 2.4. gab es die Rückkehr der Anhänger gegen Fürth, wenige Tage später kommt Barcelona. Ich glaube, dass das Stadion selbst gegen Barfuß Betlehem explodiert wäre.
2019 kam die SGE aus der Pokalsieger-Euphorie, dazu endete eine Durststrecke von 6 Jahren ohne europäischen Fußball. Wenn man es sogar seit 1995 schaut, dann hatten wir in einem Zeitraum von rund 25 Jahren gerade mal vier europäische Teilnahmen.
2022/23 war eben die CL auch noch etwas Besonderes. Aber jetzt haben wir eben Erfahrung in allen Wettbewerben gesammelt. Magische Nächte lassen sich nicht erzwingen, die entwickeln sich eben. Ich fand den Kristensen-Moment gegen Liverpool genial. Oder den Abend gegen Galatasaray.
Daher: Schwere Phasen gehören dazu, sie finden bei der SGE ja inzwischen wirklich auf einem verdammt hohen Niveau statt...
Tja, in der Vergangenheit luden sich selbst Freunde, die keine Eintracht-Fans sind, zum Schauen der europäischen Spiele quasi selbst ein. Jetzt zögere ich, Einladungen auszusprechen - das will man ja keinem antun.
Mich stört jedenfalls in der Rhetorik immer dieses billige Verweisen auf die ach so hochklassige und im Prinzip übermächtige Champions League: „In der CL werden Fehler gnadenlos bestraft“, „Hier trifft Du auf Mannschaften, die wissen, wie man solchen internationalen Spiele bestreitest.“, „absolute Weltklasseteams“. Als würde es einen Unterschied machen, ob ich in der CL gegen Liverpool (eine der formschwächsten Mannschaften Europas) und Bergamo spiele oder in der Europa League gegen Chelsea und Inter Mailand oder im Pokal gegen Dortmund.
Aus meiner Sicht macht man sich schon mit so einer Rhetorik klein - und das setzt sich dann auf dem Spielfeld 1:1 fort. Wer den Gegner erst mal ausreichend für übermächtig erklärt hat, der knickt dann eben auch schnell ein.
Die wurden von Markus Krösche nach England verkauft.
Eine Mannschaft spiegelt immer ihren Trainer wider und so ist es auch bei uns.
Schon bei der allerersten PK von Toppmöller fand ich den Kontrast zu Glasner extrem
krass. Toppmöller erschien mir einfach nicht wie ein Leader sondern eher wie ein Kumpel. Durchaus sympathisch zwar, aber als Trainer? Ich war direkt skeptisch. Leider hat sich da bis heute nichts dran geändert und ich hätte so gerne falsch gelegen.
Die Mannschaft und der Staff kommen offensichtlich gut miteinander klar, aber nach über 2 Jahren sehe Ich noch immer keine klare Struktur, keine Kontrolle. Unsere Mannschaft ist extrem vom Momentum abhängig, positiv wie negativ, hat aber nicht die Souveränität, um ein Momentum selbst zu erzeugen. Weil Toppmöller das selbst auch nicht kann, behaupte ich mal. Vielleicht ist er zögerlich weil sein Vater damals einen rausgehauen hat (Bye Bye Bayern), was dem kurz später um die Ohren flog? Keine Ahnung.
Aber wenn man Toppmöller zuhört, dann sagt er dauernd Sätze à la "Wir wollen dies, wir versuchen jenes, wir freuen uns auf das usw." als wäre er auf einer Klassenfahrt und nimmt gerne die Erfahrung mit, lernt aber nichts draus. Oder wie oft sagt er "In der Halbzeitpause hatten wir das Gefühl, wir könnten gewinnen..." . Defensiv, zurückhaltend, unsicher und genauso spielt die Mannschaft über weite Strecken.
Wie viele Buden haben wir diese Saison in den ersten 5min nach Anpfiff bekommen? Sicher ein halbes Dutzend. Wie tranfunzelig geht es da in der Kabine zu? Am Ende geht es beim Fussball nur um eines: Gewinnen, gewinnen, und nochmal gewinnen. Und diesen Drive, diesen Ehrgeiz und Willen spüre ich null bei Toppmöller und ich glaube, das spüren auch die Spieler und spielen, wie sie nun mal spielen. Toppmöller ist nicht der Typ, der glaubwürdig sagen kann. "Wir gehen da jetzt raus und machen die platt!" Das nimmt ihm keiner ab. Er ist vom Typ eher der Sportlehrer auf Klassenfahrt. Das meine Ich gar nicht böse, aber ich mag nicht wie seine Mannschaft spielt. Dieses Pendeln zwischen Chaos und Koma treibt mich noch in den Wahnsinn. So ist man international selbst in der Conference League nicht wettbewerbsfähig und das, seit Toppmöller unser Trainer ist. Im DFB Pokal war es bisher auch nix.
Wenn die Eintracht sich auf das Modell des Talentveredlers konzentrieren möchte, dann ist Toppmöller mit seiner Kumpelattitüde genau der richtige Mann für den Job. Er kümmert sich um die Kleinen, die toben sich aus und ab und zu sehen wir zufällig was Spektakuläres.
Wenn die Eintracht darüber hinaus aber ein ernstzunehmender Gegner für die Top 4 der BuLi werden und in Europa Feuerwerk abfackeln möchte, dann ist Toppmöller nicht der Richtige. Davon bin ich mittlerweile fest überzeugt. Ich sehe einfach diverse taktisch reifere, kompetitivere Trainer in der Liga, die mehr aus ihrem Spielermaterial machen. International ganz zu schweigen.
Der Verein hat sich schneller entwickelt als der Trainer, müsste Krösche eigtl sagen. Aber wird er das? Toppmöller ist sein pflegeleichter Wunschtrainer, sein Talententwickler. Ich unterstelle Krösche nichts Böses, aber würde schon empfehlen, mehr den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit denn Bilanzzahlen zu legen. Aber da ich noch nie im Stadion war oder je ein Trikot besessen habe, ist meine Kundenmeinung ja auch eher irrelevant. Also mülle ich hier das Forum zu.
Schönes Wochenende an alle!
Ja ich würd forsch behaupten die EL Eintracht würde die heutige CL Eintracht besiegen - Trotz „besserer Mannschaft „
Die hätten uns mit schierem Willen aufgefressen..
Mögliche Ursachen:
Trainer, der das Feier nicht so schüren kann wie AH/OG, zuviele Techniker ohne Feuer im Bauch, vielleicht die Angst sich zu verletzen und dann in der Entwicklung zurück zu bleiben und es nicht in die PL zu schaffen … wahrscheinlich eine Mischung davon
Aber ich beschwere mich nicht, die SGE entwickelt sich und solche „Rückschritte“ gehören dazu - Hauptsache das Management zieht daraus die richtigen Schlüsse
Geht ja nicht nur um die Europacup Spiele.
Generell ist unser Spiel kaum noch zu ertragen. Hab ich anfangs noch das mit dem Ammenmärchen "wir müssen den nächsten Schritt vom Konter und physischen Spiel zur Ballbesitz Mannschaft" geglaubt und geschluckt, umso härter fällt das Urteil eigentlich aus.
Dieses "die Umstellung auf den nächsten Schritt zur Ballbesitz Mannschaft" dauert ist doch absoluter Müll und Augenwischerei.
Wir können immer noch nicht tief stehende Gegner bespielen, die Laufwege stimmen nicht - plus: das kämpferische ist total weg.
Ich will das nicht mehr. Es nimmt mir die Emotionen. Die ach so tollen Ballbesitz Mannschaft kannst du an einer Hand in Europa abzählen, ein Atalanta und wir haben mit physischen Fussball Pokale geholt, selbst ein BVB ist hierdurch erfolgreicher, also all die ach so tollen Konzept Trainer vorher
Eintracht Spiele aktuell zu gucken ist fad, saulangweilig, emotionslos und ermüdend.
Lebbe geht weiter! Jetzt gilt es in Golfsburg einen Sieg einzufahren!
Forza SGE
Die magischen Nächte gibt unsere Struktur doch gar nicht mehr her...unser ganzes Scouting ist komplett neu ausgelegt...die Philosophie und Spielidee ebenfalls
Ironischerweise spiegeln sich die Spielertypen und die dazugehörigen Trainer und Manager total wider
Soll jeder für sich mal überlegen welche Spieler wir unter Bobic, Manga, Kovac // Bobic, Manga, Hütter // Krösche, Manga, Glasner // Krösche, Hardung, Toppmöller hatten...
Rein vom Charakter und Spielertyp her....nicht Qualität..
Das soll keine Bewertung sein...darf jeder für sich entscheiden, was ihm mehr zusagt...mir persönlich fehlen seit gut 2 Jahren die Emotionen und Identifikation
So sehe ich das auch.
Lasst uns bis Weihnachten noch einige Punkte holen, eins zwei Spieler im Winter dazu holen und uns auf Platz 6 oder 5 festsetzen.
Dann läuft die Saison wie sie zu erwarten war.
Das mit den vielen guten Technikern die hier ab und zu erwähnt werden sehe ich noch nicht einmal so , denn sobald es schnell gehen soll oder wird, haben wir eine so fehlerhafte Ballannahme/Mitnahme und die Passqualität nimmt so rapide ab im Vergleich zu allen bisherigen CL Gegnern. Selbst Gala war in diesem Bereich augenfällig die bessere Mannschaft und ich weiß bis heute nicht wie dieses Spiel 5:1 ausgehen konnte, natürlich war ich darüber sehr happy gepaart allerdings mit einer gewissen Ungläubigkeit wegen dem Spielverlauf.
Will sagen in diesem Spiel sind wir nicht auseinander gefallen nach dem 0:1 ( es hätte auch gut und gerne 0:3 stehen können) .
Die Mannschaft hat einfach weiter mutig drauf los gespielt und Gala machte die nötigen Fehler.
Da hat die Mannschaft sich selbst und das Stadion angezündet und zwar nicht mit Hin und Her , Quergeschiebe und zurück.
Wie man diese Mannschaft in die Spur bekommt weiß ich leider nicht, nur so wird es in allen Wettbeweben schwierig, wenn nicht Jeder für Jeden läuft,kratzt, beißt und jede Mannschaft auffressen will, egal wie groß die Namen der Gegner sind.
Mir ist einwenig Bange vor dem Rest der BL-Saison ob es wirklich reichen wird für Platz 5 oder 6 , denn das muss der Anspruch sein an diesen Kader.
Tolle Kommentare und diesem hier stimme ich auch ganz zu.
Ich glaube sogar, dass der Versuch unternommen wurde, Mentalitätsspieler zu holen und ich finde Theate und Kristensen füllen das auch aus. Der Rest, der für diese Funktionen gedacht war, bleibt halt gehörig was schuldig. Götze schätze ich so ein, dass er als Person nicht unbedingt der mitreißende Leader auf dem Platz ist. Bei Skhiri hätt man ja auch denken können, dass er nach Alter und Spielweise ein Leader wird - das ist irgendwie nie eingetreten. Und Koch als Kapitän - tja, auf mich wirkt er von außen auch ein wenig farblos und mit sich selbst beschäftigt. Ist also vielleicht einfach blöd gelaufen und war so nicht zu erwarten Immerhin mit Jonny sieht’s in der Zukunft vielleicht besser aus.
Auch ich finde, dass im Auftreten zwischen Toppmöller und zB Glasner Welten liegen. Schon wenn man sich die Lebensgeschichten anguckt, kann das ja auch kaum verwundern. Bös gesagt: Hier der vom Leben gestählte Kämpfer, der sich hochgearbeitet hat, dort der Millionärssohn. Vorwerfen kann man das Toppmöller natürlich nicht - rein gemessen an den Pressekonferenzen hat er sich ja irgendwie gebessert, vielleicht dann ja auch in der Ansprache ans Team. Auf dem Rasen allerdings sieht man davon leider nichts.
vex, ich empfinde das inzwischen ganz genauso. Völlig emotionsloser Fußball, keine Leidenschaft, kein Kampf. Das will doch keiner sehen, dazu durch die jährlichen Verkäufe kaum noch Identifikation mit der Mannschaft. Wir sind finanziell SEHR erfolgreich mit den Transfers aber man weiß doch schon nicht mehr welchen Namen man sich aufs Trikot drucken lassen soll. Seit vielen Jahren werde ich jetzt meinen Dauerkarten-Platz nicht mehr in der WhatsApp-Gruppe unseres Blocks los sondern muss sie in die Ticketbörse einstellen, das gabs noch nie! Die Eintracht - DNA sehe ich nicht mehr und dieser extrem kommerzielle Weg gefällt mit nicht.... dann lieber wieder wie damals-- Fjörtoft-Übersteiger gegen Lautern ;-)
Kovac, Glasner, Rebic, Kostic, Jovic, Borre und noch soviele mehr... kämpfen, kratzen, beißen, spuken. Die perfekte Symbiose.
Jetzt heisst es Ballbesitzfussball, Ausreden, weichgespültes DFB Vokabular... blabla statt kämpfen, kratzen, beißen, spuken.... sehr langweilig und dennoch die (einzige) Eintracht im Herzen.
Ich hoffe wir besinnen uns schnellstmöglich wieder auf alte Tugenden!
Hinti und Rode können nicht mit "viele mehr " abgespeist werden ;)
Vergesst meinen Hase nicht!!!!
Eigentlich der letzte aus der alten Riege, abgesehen von Timothy aber der spielt sportlich keine Rolle mehr.
Hoffe Doan hat sich da paar Scheiben Angeschnitten
Und um die Überschrift aufzugreifen... magische Europacupnächte... es ist sehr langweilig geworden im Stadion. Die monotonen Gesänge, statt "Europacup in diesen Jahr" Gesänge-gefühlt über komplette 90 Minuten- wie gegen West Ham im Halbfinale oder natürlich auch in Sevilla. Früher war jeder Europacupnacht mit unserer Eintracht ein Festival der Sinne. Nun geht es gefühlt um Selbstbeweihräucherung und Spielervermarktung.
So sorry :) ♡
Mit diesem Trainer wird es das nicht mehr geben, magische Nächte oder K.O.-Spiele, die nicht mit einem K.O. für uns enden.
DT hatte seine Chance, länger als jeder andere und hat sie nicht genutzt.
Feuert DT dann bekommen wir wieder magische Nächte aber mit diesem Trainer ,der nur auf Sicherheitsfußball aus ist ,können wir es vergessen. Aber naja was soll's , jetzt hat er wieder ausreden,warum es nicht klappt. Soviele verletzte bla bla bla. Es gibt um die Einstellung,die sollen Gras fressen ,wie sie unter Adi Hütter und OG gemacht haben und nicht dieses abwarten und Tee trinken .
Wenn es nicht so läuft, könnten auch mal die Fans in der Kurve und generell im Stadion mal Anfeuerung.
Aber das ging genauso verloren, wie die Europapokalnächte. Immer dieser langweilige und eintönige Singsang der nur sich selbst feiert anstelle die Mannschaft zu unterstützen wenn sie es am meisten benötigt....
Leipzig nur 0-0
Morgen ein Sieg und wir sind an den top 3 der Bundesliga dran
Erinnere mich dunkel wie glasner und Hütter hier verflucht worden. Die haben beide die Champions League nicht über die Liga erreicht.
Jetzt erst recht
Ich finde hier sind wirklich viele sehr gute Kommentare, die absolut lesenswert sind und alle Daumen nach oben verdienen.
Aber was sagte DT auf der PK nach Köln angesprochen auf Kritik von außen:
"Die können sagen was sie wollen, das interessiert mich nicht."
Lassen wir einmal die Emotionen raus bei dem Thema. Warum sollte man Dino Toppmöller jetzt feuern?
--> Die SGE hat in der CL nunmal eine Auslosung bekommen, die schmerzhaft war und nicht schlimmer hätte sein können. Die Höhe der Niederlagen ist sch****, ebenso das Auftreten in großen Teilen. Deshalb einen Trainer entlassen?
--> Im DFB-Pokal hat die SGE gegen den BVB eine gute Leistung gezeigt. Im Elfmeterschießen hat sie dann leider den Kürzeren gezogen. Deshalb den Trainer entlassen?
--> Bundesliga läuft doch bislang wieder sehr ordentlich. Die Eintracht ist in der Auswärtstabelle Platz 4. Wenn man sieht, dass sie in Köln, Gladbach, Hoffenheim und Freiburg 10 Punkte geholt hat, dann ist sogar die Heimniederlage gegen Union Berlin damit ausgeglichen. Das 1:1 in Heidenheim nervt, dann hätte man sogar nach 11 Spieltagen den fetten 2-Punkte-Schnitt! Deshalb den Trainer entlassen?
Der Fußball war in dieser Saison gerade zu Beginn begeisternd (Bremen, Hoffenheim, lange Zeit in Gladbach oder gegen Galatasaray). Selbst das Spiel in Köln war doch bis zur Endphase sehr reif. Du möchtest jetzt aus einem insgesamt funktionierenden Gefüge den Trainer rausziehen, in der Hoffnung, dass es auf gut Glück dann kurzfristig mal wieder eine magische Nacht gibt?
Ich finde auch die Tore gegen Köln waren sehr ansehnlich (halt mit Jonny). Technisch sauber und zielstrebig den Angriff gespielt. Kurze Ballkontakte mit Verlagerung auf die Seite zu Doan. Dass dann der FC wieder so ins Spiel kommt und et Trömmlsche noch zweimal ertönt ist eben diese krasse Schwankung im Spiel... einfach unnötig instabil. Die Angriffe kannst du einüben, Mentalität und Kamofgeist eben nicht
Gruß SCOPE
--> Die SGE hat in der CL nunmal eine Auslosung bekommen, die schmerzhaft war und nicht schlimmer hätte sein können. Die Höhe der Niederlagen ist sch****, ebenso das Auftreten in großen Teilen. Deshalb einen Trainer entlassen?
Für das Auftreten einer Mannschaft ist der Trainer verantwortlich. Im Vorfeld spuckt er immer großspurige Töne, auf dem Platz sieht man leider nix davon.
--> Im DFB-Pokal hat die SGE gegen den BVB eine gute Leistung gezeigt. Im Elfmeterschießen hat sie dann leider den Kürzeren gezogen. Deshalb den Trainer entlassen?
Unter Toppmöller haben wir 3x hintereinander nicht im DFB-Pokal überwintert. Hat das ein Trainer vorher schon mal geschafft oder ist das ein weiterer Vereinsnegativrekord? Toppmöller kann einfach keine Cup-Wettbewerbe.
--> Bundesliga läuft doch bislang wieder sehr ordentlich. Die Eintracht ist in der Auswärtstabelle Platz 4. Wenn man sieht, dass sie in Köln, Gladbach, Hoffenheim und Freiburg 10 Punkte geholt hat, dann ist sogar die Heimniederlage gegen Union Berlin damit ausgeglichen. Das 1:1 in Heidenheim nervt, dann hätte man sogar nach 11 Spieltagen den fetten 2-Punkte-Schnitt! Deshalb den Trainer entlassen?
Es läuft nicht ordentlich. Wir kassieren zwei Gegentore pro Spiel. Union Berlin, bekannt als destruktive Mannschaft, schießt 4 Tore bei uns. In Heidenheim wurden ebenfalls Punkte verschenkt. Die Spielweise der letzten Wochen ist zum Abgewöhnen, bestes Beispiel ist das Heimspiel gegen Mainz. Und das alles wohlgemerkt mit dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte, bitte diesen Punkt nicht vergessen. Wir haben die besten Spieler vom 5., 6. und den Stammtorwart vom 8. geholt. RB Leipzig hingegen verliert seine besten Spieler und Ole Werner, der super Arbeit leistet, bekommt es trotzdem hin. Dino Toppmöller holt bei weitem nicht das Maximum aus dem Kader heraus, bei weitem nicht! Nicht umsonst hat fast jeder Experte uns auf Platz 2-3 getippt.
@cmofficial
Hi Chris,
einstweilen teile ich deine Sichtweise absolut.
Aber ich denke, wir sind uns einig, dass DT in den kommenden Spielen Struktur und Stabilität in die Truppe kriegen muss. Andernfalls eröffnet sich die "Baustelle Trainer" nahezu unvermeidlich.
Ergänzung:
Es ist keine Weiterentwicklung erkennbar. Im Gegenteil: ich sehe Stagnation bzw. Rückschritte. Etliche Spieler sind schlechter geworden.
Das Defensivproblem hat Toppmöller bis heute nicht hinbekommen. Im Gegenteil: mit seinem unnötigen und völlig verfrühten Wechsel von Santos statt Zetterer hat er das Problem ausgelöst, indem er eine stabile Defensive auseinandergerissen und verunsichert hat.
„Die SGE hat in der CL nunmal eine Auslosung bekommen, die schmerzhaft war und nicht schlimmer hätte sein können.“
Natürlich hätte die Auslosung schlimmer sein können. Von den Top 9 der aktuellen CL-Tabelle ist kein einziger Gegner unserer SGE dabei! Wir spielen nicht gegen Arsenal, nicht gegen Paris, nicht gegen Real Madrid und auch nicht gegen ManCity.
Unsere Gegner sind nur auf dem Papier stark. Wie viele Spiele hat Liverpool in den letzten 2 Monaten gewonnen? Für 5 Tore bei uns hat‘s immerhin gereicht. Bergamo ist 13. (!) in der Serie A und Atletico hat nicht die Klasse von Real Madrid.
Mir fehlt leider eins in der CL massiv: Das klare Spiel nach vorne und Torchancen, die kreiert werden. Ja, Chaibi und Götze hatten zwei, aber ansonsten....?
Wir vergeuden massenhaft Zeit im Quer- und Zurückgespiele. Leider ist Götze zur Zeit kaum zu ertragen. Selbst in aussichtsreichen Situationen spielt der Mann zurück oder quer. Konsequenz: Es sieht immer so aus, als wären wir spielerisch ungefähr ebenbürtig, dies ist aber ein Trugschluss, weil wir das Spiel nur in den ersten beiden Dritteln kontrollieren und mangels Tiefe und Tempo + Durchsetzungsvermögen gar keine Momente schaffen können, um Spiele für uns zu entscheiden.
Konterfußball fällt auch aus, da alle "Schnellen" die wir haben, einfach keinen Sprint anziehen oder beim ersten kleinen Kontakt den sterbenden Schwan machen.
Gegen Gegner wie Köln geht sich das dann noch aus, wenn es gut läuft, bei allen anderen, die stärker oder schneller sind, gehen wir unter: Es fehlen DURCHSETZUNGSVERMÖGEN, gerade in Sprintsituationen, und vor allem GEWONNENE 1 VS 1 DUELLE, ohne die man keine Räume schaffen und keine Dynamik erzeugen kann. Ich habe heute Fujita von St. Pauli gesehen - Marktwert 6 Millionen und definitiv einer, den man für überschaubares Geld verpflichten könnte, quasi als zweiter 1 gegen 1 Spieler neben Doan. Und davon brauchen wir noch weitere 2.
Thiery Henry hat so schön gesagt, "wenn du schnell bist und es verstehst dich in schnellen Sprintduellen körperlich durchzusetzen, schießt du in der Bundesliga mind. 15 Tore pro Saison.
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