Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Kein Bekenntnis zum Trainer: Eintracht-Boss lässt aufhorchen. Foto: Imago / DeFodi Images

Krösche vermeidet Bekenntnis zu Toppmöller: „Dürfen so eine Leistung nie wieder zeigen“

, und

Die Eintracht spielte in Bremen gegen den SV Werder 3:3. Am Ende rettete Ansgar Knauff in der letzten Minute der Nachspielzeit den glücklichen Auswärtspunkt. Der Treffer stand kurz auf der Kippe, weil der Linienrichter zuerst die Fahne hob, weil der Ball von Ayoube Amaimouni-Echghouyab vor seinem Pass auf Knauff vermeintlich im Toraus war. Insgesamt zeigte sich die Defensive der Hessen mal wieder sehr anfällig: Ganze drei Gegentreffer kassierte das Team von Cheftrainer Dino Toppmöller. Und das gegen ein Bremen, das in den letzten drei Pflichtspielen kein einziges Tor erzielen konnte. Über weite Strecken war der SVW die aktivere Mannschaft auf dem Platz, auch wenn die Adler durch ein Blitztor-Debüt von Arnaud Kalimuendo (1.) in Führung gingen. Nach Toren von Justin Njinmah und Nnamdi Collins, schockten die Gastgeber die Hessen durch einen Doppelschlag in der 78. und 80. Minute vollends. Die Frankfurter schienen das Spiel hergeschenkt zu haben, die Blamage drohte, bis Knauff zum Ausgleich traf. Die SGE findet aktuell keine Lösungen für die Gegentorflut, auch nicht gegen harmlose Bremer. Das sind die Stimmen zum Spiel im hohen Norden.

Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „So können wir nicht weitermachen.“

…ob Dino Toppmöller Trainer bleibt: „Wir besprechen das jetzt. Wir dürfen so eine Leistung nie wieder zeigen.“

Dino Toppmöller (Trainer Eintracht Frankfurt): „Wir kriegen die Gegentore zu einfach. Das geht nicht. So können wir das nicht verteidigen. Wir schießen hier in einem Auswärtsspiel wieder drei Tore und das sollte reichen, definitiv, um ein Fußballspiel zu gewinnen. Wenn man in die Analyse reingeht, sich die Tore anschaut, dann gehen wir beim ersten Tor mit Rasmus (Kristensen) raus, weil wir 25 Minuten eine sehr gute Struktur haben. Wir machen dann einen taktischen Fehler, weil beide Außenverteidiger auf dem Sprung sind und dann muss die ganze Viererkette die Breite verteidigen, dann ist eine Schnittstelle da. Die Situation müssen wir bisschen vorher starten. Das ist viel zu einfach für den Gegner, dass der Spieler mit dem Ball alleine auf den Torwart zugeht. Grundsätzlich wollen sich die Spieler an den Plan halten. Wir haben gesagt, dass die beiden Außenverteidiger immer auf die Joker gehen sollen. Allerdings ist es nach einer Spielverlagerung nicht immer ganz so einfach. Arthur (Theate) reagiert da neben dem Ball auf Nene (Brown). Nene muss einen Tick geduldiger sein, weil wir nach einer Spielverlagerung nicht mit beiden Außenverteidigern auf die beiden Joker des Gegners gehen können und so entstehen Schnittstellen. Das dritte Tor ist eins zu eins genauso. Wir haben es in der Halbzeit angesprochen und haben gesagt, dass wir nach einer Spielverlagerung nicht mehr rausgehen dürfen.“

Über den Last-Minute-Ausgleich: „Das ist wieder eine tolle Einzelleistung, in dem Fall von Ayoube (Amaimouni-Echghouyab), der diesen Mut hat, immer das Eins-gegen-eins zu suchen. Man hat jetzt auch gesehen, dass er über die Außen mit seinem Tempo vorbeigehen kann. Er bringt den Ball über den Rückraum. Ansgar Knauff) hat natürlich technisch anspruchsvoll den Ball reingeschossen. So machst du hier das 3:3, trotzdem freuen kann sich keiner so richtig.“

Über das dritte Gegentor: „Ritsu (Doan) kann nicht nach vorne gehen, wenn er sieht, dass Nnamdi (Collins) nicht dabei ist. Da ist die Distanz für Nnamdi zu groß. Da muss Ritsu einen Tick geduldiger sein. Er zwingt ihn jetzt zu diesem Pass, Nnamdi geht raus. Das ist sehr schlecht verteidigt. Es ist die gute Absicht. Wir wollten weiter vorne draufgehen und den Druck hochhalten. Wir wollen das Spiel gewinnen. Es war gerade 2:2. Wir wollen nach vorne gehen, aber wir müssen das im Verbund machen. Das machen wir einfach nicht im Verbund. Das ist das Problem.“

Über Rasmus Kristensen: „Wir müssen schauen. Es ist die nächste Hiobsbotschaft, aber am Ende müssen wir das auch schlucken und irgendwie kompensieren. Das ist halt so. Er fehlte leider beim 2:2, bei der Standardsituation genau vorne in dieser Position, wo der Ball reinkommt. Da war er eingeteilt. Aber Ende hilft es nicht. Es ist so, wie es ist.“

Über die große Chance von Fares Chaibi beim Stand von 2:1: „Überragender Ball von Can (Uzun). Ich weiß nicht, ob du den querlegen musst. Den musst du einfach reinschießen. Das ist schon möglich in so einer Situation im Eins-gegen-eins gegen den Torwart. Das muss ein klares Tor sein. Dann steht es 3:1. Dann gewinnst du das Spiel, was wir unbedingt wollten und so steht es fünf Minuten später 2:3. Es ist schwer zu akzeptieren, aber wir müssen es eben akzeptieren. Wir müssen in die Analyse gehen und die richtige Entscheidungen treffen.“

Über die nächsten Spiele: „Grundsätzlich ist uns allen bewusst, dass wir besser verteidigen müssen. Dann werden wir auch Spiele gewinnen. Wir schießen im neuen Jahr acht Tore und holen damit zwei Punkte. Das ist nicht zufriedenstellend.“

Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt): „Wenn man die Chancen und die drei Gegentore sieht, kann man natürlich nicht sagen, dass unsere Defensivleistung gut war. Wir sind stets bemüht, trainieren hart und versuchen Probleme anzugehen. Umso ärgerlicher ist es, dass wir wieder drei Gegentore kassieren und wir so viele Chancen zulassen. Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen. Natürlich sichern wir jetzt den Punkt in letzter Minute, aber am Ende beißen wir uns alle in den Arsch. Es sind auf jeden Fall zwei verlorene Punkte. Am Ende kann man vielleicht auch sagen, dass wir Glück gehabt haben, weil wir noch einen Punkt mitgenommen haben, aber in der Kabine werden alle unzufrieden sein.“

… über das eigene Tor: „Das Tor ist mir gut gelungen. Ich renne einfach durch und dann war es auch ein super Ball von Farés. So war auch der Matchplan, dass wir früh draufgehen und Bremen stressen. Das ist uns dort gut gelungen, aber das hätte es öfter tun sollen.“

… über die nächsten Spiele: „Wir müssen an unserer Defensivleistung arbeiten. Die Moral ist nach wie vor sehr gut und positiv. Wir wissen, was wir können und trainieren jeden Tag hart, um die Probleme anzugehen. Ich vertraue da voll der Mannschaft und dem Trainerteam. Wir sind alle stärker denn je zusammen und werden das gemeinsam bewältigen.“

Justin Njinmah (Werder Bremen): „Wenn man sich die letzten Wochen anguckt und dann sieht, wie wir das Spiel aus der Hand geben, ist das sehr bitter. Nach dem Abpfiff war es pure Enttäuschung, bei uns und bei den Fans. Frankfurt hatte heute nicht so einen guten Tag. Und dann machen wir drei Tore und gewinnen trotzdem nicht. Als Stürmer ist es das Ekligste, wenn du weißt, dass du es hättest entscheiden müssen. Wenn ich heute drei Tore gemacht hätte, hätten wir definitiv gewonnen.“

Jovan Milosevic (Werder Bremen): „Es ist wirklich schön, mein erstes Tor vor diesen herausragenden Fans erzielt zu haben. Es ist wirklich hart, diese Pille am Ende zu schlucken. Wir haben alles gegeben, aber hatten leider am Ende kein Glück.“

Horst Steffen (Trainer Werder Bremen): „Wenn man den Spielverlauf sieht, dann darf man es gewinnen. Wir hätten zwei Punkte mehr haben können, das hätten wir erzielen müssen und nicht noch ein 3:3 kassieren dürfen. Sie spüren, dass ich nicht gut gelaunt bin. Wir haben uns den Sieg verdient, wir nehmen ihn nicht, er lag da und das ist schade.“

Quellen: „Sky“, „Bild“

Tor: K. Santos40
Abwehr: A. Theate3
Abwehr: N. Collins34
Abwehr: R. Kristensen13
Mittelfeld: N. Brown21
Mittelfeld: E. Skhiri15
Mittelfeld: M. Dahoud18
Mittelfeld: R. Doan20
Sturm: A. Kalimuendo25
Sturm: F. Chaibi8
BANK
: M. Zetterer23
: A. Amenda5
: A. Knauff7
: O. Hojlund6
: J. Bahoya19
: A. Buta24
: A. Amaimouni-Echghouyab29
: C. Uzun42
: A. Staff53
logo copy

Gib hier deine Benotung zum aktuellen Spiel ab:

Wir haben deine Noten bereits erhalten, hier seht ihr ab 19.01.2026 18:00 Uhr das Ergebnis.

Weitere Artikel

3 Kommentare

Fallback Avatar 1. moenchi 17. Januar 26, 00:17 Uhr

Ach Collins :"stets bemüht" selten so treffend analysiert.chapeau .

2
Fallback Avatar 2. Jay-Jay83 17. Januar 26, 00:26 Uhr

39 Gegentore und diverse gegnerische Dreierpacks später wird halt immer noch davon geredet, dass man "einfach besser verteidigen muss" und dann auch wieder "Spiele gewinnt".

1
Fallback Avatar 3. stadtwaldadler528 17. Januar 26, 07:18 Uhr Zitat - moenchi Ach Collins :"stets bemüht" selten so treffend analysiert.chapeau . Path

Jeder weiß was es bedeutet wenn sowas in seinem Zeugnis steht…die nette Formulierung von der kann nichts…

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.