Das waren 90 Minuten ziemlich hartes Brot gegen den 1. FSV Mainz 05. Die Eintracht war über lange Strecken zu harmlos und biss sich an der Mainzer Abwehr die Zähne aus. Defensiv standen die Hessen sehr gut und ließen keine wirkliche Chance der Gäste zu. Am Ende entschied eine Einzelaktion von Ritsu Doan das Spiel: Der Japaner ließ insgesamt drei Mainzer stehen und legte den Ball gefühlvoll an Robin Zentner vorbei in die Maschen. Diese drei enorm wichtigen Punkte sorgen dafür, dass die Eintracht den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga nicht vollständig aus den Augen verliert. Mit 17 Punkten steht die SGE auf Platz 7. Am Ende der Partie zeigten sich die Akteure erschöpft, aber – auf hessischer Seite – überglücklich. Wie gewohnt, die Stimmen der Akteure beider Teams nach dem Spiel.
Rasmus Kristensen (Eintracht Frankfurt): „Es war ein schwieriges Spiel, ein intensives Spiel, viel Kampf. Viele zweite Bälle. Es war ein ekliges Spiel, wir haben aber in der zweiten Hälfte unseren Weg gefunden und am Ende verdient drei Punkte geholt. Es war von Anfang an die Ansage, dass ich heute vielleicht nur 60 Minuten mache, weil ich aus der Verletzung kam und alles durchgespielt habe. Ich war dann am Ende am Limit. Das Tor von Ritsu Doan war wichtig für ihn und für die Mannschaft. Und es war auch ein wunderschönes Tor, wo er alle seine Qualitäten zeigt.“
…über die Kabinenansprache: „Es wurde nicht lauter in der Kabine. Es ging nur um die Energie, den Kampf um die zweiten Bälle, wir waren unsauber mit dem Ball. Es war einfach keine gute erste Halbzeit von uns insgesamt. Auch in unserem. In der zweiten Halbzeit wollten wir ein anderes Signal zeigen. Wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht, nicht so fußballerisch schön, aber trotzdem ein richtiger Kampfsieg.“
…über Pfiffe zur Halbzeit: „Es ist immer so, dass die Fans von Eintracht Frankfurt mehr verdienen. Das hätten wir heute zeigen sollen, weil sie in Neapel nicht dabei waren. Ich habe auch keine Pfiffe gehört. Wir können alle mit den drei Punkten zufrieden sein.“
…über verbesserte Leistungen in den letzten Wochen: „Der Fokus ist besser auf dem Trainingsplatz. Wir haben auch defensiv ein bisschen die Formation umgestellt. Ein bisschen defensiver, mit einem Mann extra. Jetzt haben wir auch noch ein bisschen Glück und spielen öfter zu Null.“
Dino Toppmöller (Eintracht Frankfurt): „Es war in der ersten Halbzeit ein bisschen zäh. Auf der anderen Seite kann man auch sagen, dass es beide Defensivreihen sehr gut gemacht haben. Wir haben Mainz bis zum Ende bei drei Torschüssen gehalten. Das war auch ein bisschen der Fokus in den letzten Wochen, diese Stabilität zu erlangen. In der Halbzeit haben wir ein paar Dinge angepasst und die Wechsel haben uns auch gut getan. In der zweiten Hälfte wollten wir den Sieg mehr und dann ist es am Ende eine tolle Einzelleistung von Ritsu Doan. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist es ein verdienter Sieg.“
Robin Koch (Eintracht Frankfurt): „Wichtig ist, dass wir das Spiel heute gewonnen haben. Wir wussten, dass Mainz alles reinwerfen wird und mit langen Bällen kommt. Erste Halbzeit waren wir nicht bei 100 Prozent, aber zweite Hälfte war dann in Ordnung und dann haben wir auch verdient gewonnen. Wir wollen weiter nach oben und weiter Gas geben. Es war wichtig, dass wir in den letzten Wochen fast keine Gegentore bekommen haben. Da haben wir uns stabilisiert.“
..zur Nicht-Nominierung bei der Nationalmannschaft: „Ja, es gab ein Gespräch mit Julian Nagelsmann. Natürlich ist man da enttäuscht, aber für mich geht es jetzt weiter nach vorne. Ich werde bei der Eintracht Gas geben und dann komme ich über gute Leistungen auch wieder zurück.“
Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt): „Das war ein komisches Gefühl, gegen meinen Ex-Verein zu spielen. Es war ein sehr, sehr enges und unangenehmes Spiel, das über eine Einzelaktion entschieden wurde. Darüber bin ich sehr glücklich. Es war total komisch und auch ein bisschen unangenehm, gegen meine Ex-Kollegen zu spielen. Es war schön die Jungs alle wieder zu sehen und ich habe es versucht, auszublenden, aber komplett ausgeblendet bekommt man das glaube ich nicht. Es war extrem intensiv. Viele lange Bälle, viele Zweikämpfe. Man muss echt arbeiten, um so ein Spiel zu gewinnen gegen Mainz. Da bin ich glücklich, dass wir das geschafft haben. Es war brutal heute, das war nicht wirklich spaßig, da bin ich ganz ehrlich. Ich hatte das Gefühl: ‚Wie soll hier ein Tor fallen?‘ So viele Aktionen im Mittelfeld, so viel Kampf. Es ist bezeichnend, dass eine Einzelaktion entscheidend ist. Unsere Entwicklung war in Ordnung. Es sind genau solche Spiele, am Ende von englischen Wochen, wo die Null stehen muss und wo man den Kampf annehmen muss. Das haben wir jetzt mehrfach getan. Gegen St. Pauli schon hier und jetzt auch heute. Das ist extrem wichtig und dann sieht man auch, dass wir belohnt werden. Die Jungs und ich haben etwas gebraucht, um mich ins Spiel zu integrieren. Mario Götze kam aus einer Verletzungspause, Ritsu kam erst spät aus Freiburg. Das hat Zeit gebraucht, zu schauen: Wie laufe ich? Wie laufen die Jungs? Deswegen hat es ein bisschen gedauert, bis es bei mir besser lief.“
Michael Zetterer (Eintracht Frankfurt): „Das war kein schönes Spiel zum Gucken. Ich glaube dass Mainz derzeit einfach diesen Fußball spielen lässt. Wir müssen dann eben Mittel und Wege finden, selbst offensiv zum Zug zu kommen. Das war bestimmt kein Leckerbissen, aber auch solche Spiele gilt es, zu gewinnen. Mainz hatte nicht einen Torschuss, daher war das defensiv für mich, als Torwart, eine Topleistung.“
Markus Krösche (Sport-Vorstand Eintracht Frankfurt): „Das war ein schwieriges Spiel von beiden Mannschaften. Das hatte relativ wenig mit Fußball zu tun. Viele lange Bälle, viele Zweikämpfe wenig Spielkultur. Zweite Halbzeit war es dann besser von uns und wir hatten mehr Kontrolle und haben mehr etwas schneller gespielt. Solche Spiele musst du am Ende einfach gewinnen. Da gibt es dann auch keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Diese Punkte musst du holen und das haben wir heute gemacht. Wir haben sehr harte Wochen hinter uns, auch in der Champions League. Wir haben ein paar Mal auf die Mütze bekommen, dann scheiden wir unglücklich gegen Dortmund aus. Dass man dann nicht immer die Leichtigkeit hat, ist auch irgendwo klar. Mainz hat es auch gut gemacht heute. Wir haben noch Entwicklungsfelder, schneller und besser Fußball zu spielen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit auch besser gemacht und verdient gewonnen. Wir standen heute wieder defensiv sehr sicher. Wir haben gegen Neapel einen Punkt geholt, gegen Heidenheim waren es zwei zu wenig, da muss man nicht drum herum reden. Heute haben wir unseren Pflichtsieg eingefahren, auch wenn es kein gutes Fußballspiel war. Aber da gehören am Ende auch immer zwei Mannschaften zu. Am Ende steht der Sieg: 1:0 und das ist das Entscheidende. Die Jungs laufen alle auf der letzten Rille, auch mental. Das ist nicht dramatisch, aber durch die Champions League hast du einfach eine andere Belastung. Viele Jungs spielen ihr erstes Mal Königsklasse. Dann kriegst du gegen Atletico fünf Gegentore, gegen Liverpool auch. Das ist alles nicht so einfach, für die Jungs das zu verarbeiten. Dann der Druck in der Liga, wo die anderen Teams punkten. Erfahrene Mannschaften können damit etwas besser umgehen als unsere Jungs manchmal. Aber in dieser Situation dann so eine zweite Halbzeit zu spielen wie heute ist gut und zeigt auch, dass ein Lernprozess stattfindet. Sie wachsen an diesen Dingen. Dass das dann nicht immer fußballerisch auf Top-Level sein kann, das müssen wir dann auch manchmal einfach akzeptieren.“
…über die Leistung von Mo Dahoud: „Er hat es richtig gut gemacht. Kaum Spielpraxis und dennoch hat man gesehen, was er uns bringen kann im Ballbesitz und dagegen. Es freut mich persönlich für ihn, denn er hatte keine leichten Wochen bei uns. Es freut mich, dass er aus dem Stand so eine gute Leistung zeigen konnte. Im Endeffekt sind es immer Entscheidungen vom Trainerteam, welche Spieler wo eingesetzt werden. Jeder muss sich im Training anbieten. Ich kann die Entscheidungen des Trainers da nicht immer bewerten.“
…zur Nicht-Nominierung von Koch zur Nationalmannschaft: „Es ist die Entscheidung von Julian Nagelsmann am Ende. Er ist der Nationaltrainer und entscheidet, wen er nominiert und wen nicht. Ich denke trotzdem, dass er zur Nationalmannschaft gehört und es ist in meinen Augen nicht gerechtfertigt, dass er zu hause bleibt. Aber das ist die Entscheidung des Bundestrainers und jetzt kann Robin zwei Wochen etwas ruhiger machen.“
Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): „Wir haben allen Grund dazu, frustriert zu sein. Beim 0:1 war das nicht optimal verteidigt in der Box. Man muss schon schauen, dass man Doan irgendwie außen stellt, vielleicht auch über ein Foul. In der Box ist es dann natürlich sehr schwer, weil er eine enorme Qualität hat. Wir stehen etwas zu parallel. Wenn wir etwas gestaffelter stehen, ist es leichter zu verteidigen. Das ist extrem bitter, dass wir durch so ein spätes Tor einen Punkt verlieren. Am Ende hatten wir aber auch nicht so eine Chance, selbst das Spiel zu gewinnen. Wir müssen jetzt Punkte holen. Wir haben hier heute über weite Strecken ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir haben es der Eintracht sehr schwer gemacht. Wir müssen in der ersten Halbzeit das Tor selbst machen und dann mit Selbstvertrauen in die Zweite gehen. So waren wir nur noch am Verteidigen. In der zweiten Halbzeit hatten wir weniger Chancen. Wir müssen jetzt punkten. Ohne wenn und ohne aber.“
Niko Bungert (Sportdirektor 1. FSV Mainz 05): „Das ist sehr bitter für uns. Es hat nicht daran gehapert, dass wir zu wenig in das Spiel reingeworfen haben. Die Mannschaft hat sich aufgeopfert. Das war kein Fußball-Leckerbissen über die gesamte Spielzeit. Das muss man nach 90 Minuten sagen. Wenig Chancen. Auch von uns war das einfach ein bisschen zu wenig. Trotzdem haben wir die Möglichkeit, hier mit einem Punkt wegzufahren. Wir sind sehr unzufrieden mit unserer Situation. Die Mannschaft investiert enorm viel, aber in den entscheidenden Situationen fehlt es am gewissen Etwas.“
Bo Henriksen (Trainer 1. FSV Mainz 05): „Wir haben alles gegeben, Power gehabt. Wir waren aber nicht gefährlich genug, kaum in letzten Drittel. Der letzte Ball hatte nie die nötige Qualität. Meine Spieler versuchen ihr Bestes, aber es hat heute einfach nicht gereicht.“
Quellen: Eigene, „DAZN“, „ESPN+“
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18 Kommentare
Krösche kritisiert Eintracht nach 1:0 Sieg gegen Mainz. "Hatte streckenweise mit Fußball relativ wenig zu tun". Wen nicht er, wer sonst, ist berechtigt für eine klare Analyse.
Der sah auch extrem angepisst aus.
Komische Situation gerade.
Die erste Halbzeit war totaler Murks, kann mich nicht erinnern, jemals so eine chancearmes Spiel gesehen zu haben.
Defensiv stehen wir inzwischen gut, aber nach vorne geht wenig. Einerseits der neuen Ausrichtung geschuldet, die so nicht in der Vorbereitung trainiert worden ist und aufgrund der vielen englischen Wochen auch kaum trainiert werden kann. Zudem fehlt uns ohne Uzun und einen fitten Götze die Kreativität in der Offensive. Doan ist auf der zurückgezogenen Position verschenkt. Chaibi gefällt mir in den letzten Wochen auch nicht.
Viele Fehlpässe, zweikampfschwach, technisch unsauber. Der bräuchte dringend mal eine Pause, aber durch die Verletzung von Uzun und den Rückstand von Götze ist das kaum machbar.
Punktetechnisch stehen wir mit 1,7 P. pro Spiel gar nicht so schlecht da. Das hätte letzte Saison für die CL gereicht und in den Jahren zuvor für die EL.
Aktuell fünf Punkte Abstand auf Platz 11 und auf Platz 2.
....und unsere Eckbälle sind weiterhin eine absolute Katastrophe .
Ich finde Krösche hat das gut analysiert und zusammengefasst. Braucht man nicht mehr zu sagen.
Wo kritisiert denn Krösche in seinem Kommentar die Eintracht?
Lies dir mal bitte die gesamte Passage durch...
Du sagst es, unsere nach wie vor (zu) hohen Erwartungen sind (auch) der großzügigen Punkteverteilung der vergangenen 2 Spielzeiten geschuldet. Die neue defensive Grundordung wird zur Folge haben, dass wir einstweilen noch mehr derartige Spiele abliefern werden, wenn auch wohl nicht so extrem wie HZ1. Solange Jonny da vorne mehr oder weniger alleine sein Bestes tut und dabei wie gestern streckenweise komplett aus dem Spiel genommen wird, werden wir wohl öfters offensive Magerkost sehen.
Krösches Statements werden deutlicher. Auch seine Stellungnahme zu Mo finde ich interessant. Bin gespannt, ob Mo sich jetzt noch mal in die Stammelf spielt. Er war zumindest einer der Auffälligsten im Positiven. Ne bessere Gelegenheit als Cans Ausfall und Fares' sehr schwache Form wird er definitiv nicht mehr kriegen.
Mit Siegen gg. den FC und Atlanta könnte der derzeitige Kurs korrigiert werden - dazu müsste an die Leistung gg. den BVB angeknüpft werden.
Guten Morgen, es ist doch klar, dass er mit unserem Spiel nicht zufrieden war. Da gibt es auch nichts schön zu reden. Möchtest du nicht auch, wie alle Eintrachtfans, wieder die Eintracht sehen, die begeisternd Fußball spielen kann? Dass es in einer Saison Downs and Ups gibt, klar. Aber, dann muss es auch benannt werden dürfen, müssen. Sorry, wenn du Krösche's Statement nicht kritisch verstanden haben solltest, hast du halt eine andere Wahrnehmung. Es ist schon bemerkenswert, dass sich Krösche so geäußert hat.
Habe mich seit gestern ein wenig beruhigt.
Sehr schönes Tor von Doan.
3 wichtige Punkte.
Aber zu sagen das das das wichtigste ist, werde ich mal bezweifeln.
Wir haben ein tollen Kader mit einer Menge spannender Spieler.
Immer am Trainer zu meckern, das verbiete ich mir aus Prinzip.
Er ist und bleibt das schwächste Glied in der Kette.
Dino's gesamt Bilanz ist eher positiv zu bewerten.
Was wir jedoch gestern wieder geboten bekommen haben ist beängstigend
und nimmt vielen von uns die Freude am Fussball.
Ich habe Krösches Aussage schon kritisch verstanden, allerdings nicht ausschließlich gegenüber der Eintracht – wie Du es anhand des isolierten Satzes vielleicht suggerieren/verstehen möchtest –, sondern als Kritik an beiden Mannschaften am Grotten-Spiel.
Sein vollständiges Zitat im Kontext lautet ja:
„Das war ein schwieriges Spiel von BEIDEN Mannschaften. Das hatte relativ wenig mit Fußball zu tun. (…)“.
Im weiteren Verlauf liefert er dann ja auch gleich die Erklärung, warum es von Eintracht-Seite so zäh lief: harte Niederlagen, fehlendes Selbstvertrauen, mentale und physische Erschöpfung, weil junge Mannschaft, destruktiver Gegner – das volle Programm eben.
Ich höre da ehrlich gesagt eher Verständnis für die Situation raus als Kritik an der Eintracht.
Und Ja, ich finde auch, dass die Eintracht die Kritik an den vielen Gegentoren im Moment zu hyperkompensiert, in dem sie viel zu defensiv spielt und würde mir wünschen, dass die Balance wieder Richtung offensiver - oder in deinen Worten "begeisternden Fußball" - ausschlägt. Ich denke aber, dass das auch nicht einfach auf Knopfdruck geht, aber durch eine gewisse Ergebnissicherheit hoffentlich wieder kommt.
Genau, grundsätzlich und stets "am Trainer zu meckern", das verbietet sich von selbst.
Dass der Trainer natürlich aufgrund seiner (Entscheidungs) Kompetenz mit als Erster im Wind steht, gehört zum Geschäft, auch wenn nicht solo, sondern mit seinem Trainerteam agiert. Kritik sollte jedoch ausschließlich auf der Sachebene erfolgen.
Gestern hat sich Toppi's Vorgesetzter Krösche schnell und öffentlich zum Spiel geäußert und Krösche hat damit seine/unsere Mannschaft gemeint, für Mainz ist er nicht zuständig.
Dino sollte mal diese komischen Experimente lassen und die Spieler da einsetzen, wo sie am stärksten sind.
Krösche muss doch schon Schmerzen haben, um sich immer so zu
verbiegen, die Mannschaft zu schonen und noch einen Krümel Positives
zu finden.
Es sieht doch jeder objektive Beobachter, dass wir spielerisch eines der
ärmsten Teams der Liga sind.
Wenn Skhiri oder Chaibi in Ballnähe waren, hatte ich regelmäßig das
Gefühl die Zeitlupenautomatik meines Beamers springt an.
Und ich habe noch nie in einem Spiel einen Spieler so oft stehen und
gehen sehen, wie Dahood.
Witzig, dass manche ihn sogar gut fanden.
Bei allen positiven Dingen, die Toppmöller zugeschrieben werden, er
wird uns nicht weiterbringen.
Krösche ist natürlich auch in seiner Wortwahl Diplomat genug. Sein Arbeitgeber ist Eintracht Frankfurt und nicht Mainz und somit liegt sein Fokus auf seiner/unserer Mannschaft. Ich fand seine Kritik, wie viele ebenso, durchaus realistisch. Es ist uns gestern nicht gelungen, spielerische Möglichkeiten gegen, wie erwartet, destruktive Mainzer zu finden. Leider ist auch Jonny, ein toller Spieler mit vorbildlichem Einsatz, noch zu wenig in unser Spiel eingebunden. Natürlich ist es eine Riesenherausforderung, immer wieder Topstürmer verkaufen zu müssen und adäquate Nachfolger zu finden. Da muss auch akzeptiert werden, dass manche Prozesse länger dauern, als erhofft.
Aber, wenn die Eintracht gestern eine sehr durchwachsene Leistung gezeigt hat, dann sollte das auch so bewertet werden, ohne Wortklaubereien zu betreiben.
Eine schwache Leistung bleibt halt trotzdem eine schwache Leistung.
Ich war gestern im Stadion, wie meistens seit über 2 Jahrzehnten. Aber das war gestern wirklich der Höhepunkt der Langeweile den ich gesehen habe. Da sind so viele gute Fußballer drin, aber seit 2,5 Jahren hat man das Gefühl, dass da immer eine Bremse drin ist sobald es ums nach vorne spielen geht. Das ist aktuell so eine seelenlose Truppe, Wahnsinn. Selbst unter Funkel oder Skibbe hatte ich mehr Emotionen als aktuell obwohl wir in der CL spielen.
Ich kann das Ballgeschiebe nicht mehr sehen.
Deine kompetente Analyse ist durchaus angebracht. Natürlich gibt es auch in diesem Forum Teilnehmer, die Kritik grundsätzlich als etwas negatives sehen.
Das ändert natürlich nichts an der Realität und deiner fachlich gerechtfertigten Beschreibung des Geschehens.
3 Punkte, nicht mehr und nicht weniger - ist der Sieg gerecht, ja - also Mund abputzen und weiter
#deutschermeisterwirdnurdiesge
Hauptsache 3 Punkte, in einigen Tagen frägt keiner mehr nach dem wie.
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