Mit dem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach hat die Frankfurter Eintracht die Negativserie beendet und den ersten Sieg seit dem 14. Spieltag Mitte Dezember gefeiert. Einer, der im Kader stand aber nicht zum Einsatz kam, war Keita Kosugi. Der Winter-Neuzugang saß zwar die ganze Spielzeit über auf der Bank, zeigte sich nach der Partie im „PwC Players Talk“ auf „eintracht.de“ aber zufrieden und auch erleichtert.
Dass er hiermit nicht alleine war, habe man auch in der Kabine gemerkt, verriet der Japaner: „Die Stimmung war richtig gut! Endlich wieder gewonnen zu haben, war wichtig für die Moral.“ Er betonte, dass die Leistung gegen Mönchengladbach aber erst der Start für etwas Neues sein soll: „Darauf können wir aufbauen und gleichzeitig möchten wir uns weiter verbessern.“
Ein Sonderlob hatte er für Mahmoud Dahoud über. Der gelernte Mittelfeldmann kam nach der Verletzung von Arnaud Kalimuendo in die Partie und spielte lange als falsche Neun. musste umgestellt werden. „Zugegeben, Mo kannte die Position nicht, aber er ist ein sehr anpassungsfähiger und spielintelligenter Mittelfeldspieler“, erklärte der Linksverteidiger, der betonte, dass er eine gute Leistung des Deutschen gesehen habe: „Er hat uns auf seine Weise sehr geholfen.“ Dass diese Variante im Training nicht explizit geprobt wurde, überraschte ihn nicht: „Im Training hatten wir das nicht geübt, aber die Qualitäten meiner Mitspieler sind unbestritten. Das haben wir gezeigt und das hat sich am Ende auch im Ergebnis widergespiegelt.“
Struktur, Ordnung – und Effektivität
Insgesamt sprach Kosugi von einer reifen Teamleistung: „Ich denke, wir haben als Kollektiv überzeugt.“ Besonders die defensive Stabilität hob er hervor, diese sei „geordnet und strukturiert“ gewesen. Dass die Eintracht in den entscheidenden Momenten vorne zuschlug, sei kein Zufall gewesen: „Obendrein haben wir unsere individuellen Qualitäten in den entscheidenden Offensivszenen zur Geltung gebracht.“
Er verriet, dass der Fokus in den letzten Tagen im Training auch auf den Zweikämpfen und deren Intensität gelegen habe. Die Mannschaft habe hier viel und gezielt gearbeitet und sich so „Strukturen eingeübt.“ Gemeinsam mit Trainer Albert Riera sei intensiv an Details gefeilt worden: „Wir haben mit dem Trainer daran gearbeitet, dass wir an den Stellschrauben drehen, die nötig sind. Ich bin froh, dass das gut geklappt hat.“
Riera als Motivator und Impulsgeber
Auch abseits des Platzes spürt Kosugi die Handschrift des neuen Cheftrainers: „Wir sind froh, dass wir ihn als Trainer haben.“ Vor allem dessen Fähigkeit, Spieler individuell zu erreichen, imponiere ihm: „Er hilft uns sehr, dass wir uns unserer Stärken und Schwächen bewusst werden.“ Zudem sei Riera „ein Riesenmotivator und hilft uns dadurch sportlich wie zwischenmenschlich.“
Seit rund sechs Wochen trägt Kosugi den Adler auf der Brust. Der Wechsel aus Schweden von Djurgaerden nach Deutschland sei spürbar: „Grundsätzlich gefällt es mir in Deutschland sehr. In Schweden war es auch schön, aber die Bundesliga ist natürlich eine Nummer für sich.“ Auf seiner Position konkurriert er mit Nathaniel Brown – ein Konkurrenzkampf, den er positiv sieht: „Mit Nene Brown habe ich einen Kollegen und Konkurrenten auf meiner Position, der viel Potenzial hat. Ich habe großen Respekt vor ihm und möchte dem Team so gut es geht helfen.“
Blick nach München
Am kommenden Wochenende wartet auswärts in München die nächste große Aufgabe. Kosugi blickt mit Freude auf das Spiel gegen den deutschen Rekordmeister: „Die Vorfreude ist groß. Natürlich wissen wir um die Stärke des Gegners und werden ihn analysieren.“ Doch im Mittelpunkt steht das eigene Spiel: „Trotzdem konzentrieren wir uns auf unser Spiel.“ Seine klare Marschroute: „Das Wichtigste ist, dass wir immer an unser Maximum kommen; das ist der Mannschaft gegen Mönchengladbach richtig gut gelungen. Wir haben unser Schicksal in den eigenen Händen.“
Ein Satz, der Selbstbewusstsein ausstrahlt – und zeigt, dass der Sieg gegen Gladbach für die Eintracht mehr als nur ein Befreiungsschlag gewesen sein könnte.






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