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Laut Sportdirektor Timmo Hardung ist der Kader der SGE qualitativ gut bestückt. Manchmal müsse man zwischen Spielleistung und Qualität unterscheiden. Foto: IMAGO / Noah Wedel

Hardung über Sechser-Thematik bei der SGE: „Ausreichend Qualität im Kader“

Der „Deadline-Day“ des Winter-Transferfensters verlief in Frankfurt ruhig. Kein Spieler verließ die Eintracht und auch kein Neuer kam zu Unterschrift und Medizincheck in die Bankenstadt. Dabei tauchten im Vorfeld immer wieder, insbesondere für die Positionen im defensiven Mittelfeld, Gerüchte über Neuzugänge auf. Im Umfeld des Vereins sehnt man sich schon länger nach Verstärkung für die Sechserposition: Im Idealfall ein defensivstarker Spieler, der auch Qualitäten in der Spieleröffnung besitzt. Sportdirektor Timmo Hardung erklärte im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“ warum man für diese Position nicht mehr auf dem Markt aktiv wurde: „Am Ende des Tages haben wir, meiner Meinung nach, ausreichend Qualität im Kader. Wir haben mit Albert [Riera; Anm. d. Red.] gesprochen, dass wir das in dieser Konstellation genauso umsetzen können, wie wir das wollen. Auch, wenn es momentan im Umfeld vielleicht nicht so aussieht.“

Durch den Trainerwechsel zu Albert Riera verändert sich natürlich die Spielweise der Eintracht. Gerade deshalb und wegen zuletzt schwankenden Leistungen der Akteure im defensiven Mittelfeld, kochten Gerüchte über eine mögliche Verstärkung auf der Sechserposition hoch. Man habe im Vorfeld der Bekanntmachung bereits viel mit Riera über den Kader gesprochen und sich „nach reiflicher Überlegung und unter Anbetracht der Rahmenbedingungen“ dafür entschieden, mit dem aktuellen Kader in die Rückrunde zu gehen, erklärte Hardung. Dass die SGE in den letzten Tagen des Transferfensters keinen Spieler des durchaus zahlenmäßig üppigen Kaders abgab, dürfte ebenso in die Entscheidung reingespielt haben, wie der finanzielle Spielraum.

Hardung unterscheidet zwischen Spielleistung und Qualität

Die Philosophie bei den Hessen sei ohnehin, dass man Spielern mit Leistungsproblemen helfen wolle, wieder zur alten Stärke zurückzufinden. Hardung gab zu, dass man in den letzten Spielen selten die bessere Mannschaft gewesen sei, aber die Qualität sei grundsätzlich dennoch da: „Manchmal muss man zwischen Spielleistung und Qualität unterscheiden. Natürlich hätten wir beides gerne, aber da sind vielleicht ein paar Leistungsdellen dabei gewesen. Die bügeln wir jetzt wieder aus.“ Hier muss Riera und sein Team ansetzen und den Spielern zur alten Stärke verhelfen. Unlängst war bei allen öffentlichen Auftritten des Spaniers zu erkennen, mit welchem Feuer er bei der Sache ist und wie wichtig es ihm ist, seinen Spielern das nötige Selbstvertrauen zu verleihen. Etwas, das der 43-Jährige zweifellos ausstrahlt.

Riera „zeichnet Bilder“ und bringt neue Art der Ansprache mit

Allein Ausdrucksweise und Stil des Coaches, der von NK Celje aus Slowenien kam, sorgt für Aufsehen. Nicht zuletzt das eingeführte „Strafenroulette“ und ein Zitat aus der Vorstellungspressekonferenz, seine Spieler würden vom Balkon springen, wenn er es sage, sorgten online für Aufmerksamkeit. „Er zeichnet Bilder. Das macht er neben und auf dem Platz. Das ist auch in der Arbeit mit der Mannschaft so. Er hat eine klare Vision in seinem Kopf. Diese Bilder versucht er zu transportieren“, beschrieb Hardung den Stil des neuen Cheftrainers. Durch die Art seiner Ansprache, seiner Gestik und Mimik würden die Spieler förmlich an den Lippen des neuen Chefs kleben, fuhr der 36-jährige Manager fort.

Jetzt zu Beginn wollen Mannschaft und Trainerteam einen besonderen Fokus auf die Handlungsebene legen. Hardung führte aus: „Durch Handlungen werden Spiele entschieden. Im Fußball geht es oft um Zentimeter, die das ganze Resultat beeinflussen. Wenn wir die Mehrzahl dieser Handlungen so gestalten, wie wir das wollen, erhöht das die Chance am Ende ein Spiel zu gewinnen.“ Riera bringe Elan für die Sportart und die Gruppe mit, was dem kriselnden Klub bereits kurzfristig guttun könne.

Dass innerhalb von drei Tagen alle Probleme wie weggeblasen sind, davon kann wahrlich nicht ausgegangen werden. Wünschenswert wäre es allemal: Am Freitag steht das schwierige Auswärtsspiel bei Union Berlin an. Richtigerweise stellte Hardung fest, dass es nirgends in der Bundesliga einfach ist und fügte an: „Es ist wieder die Chance einen Schritt nach vorne zu machen, in all den Punkten, die wir aktuell auf unserer Arbeitsliste haben.“ Themen einstudieren und in automatisierte Abläufe reinkommen, das wird die Hauptaufgabe in der kommenden Zeit sein. Das erste Ergebnis davon folgt dann am Freitag an der Alten Försterei.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. Block17 04. Februar 26, 16:08 Uhr

Hardung meint, wir haben speziell für die"sechs" ausreichend
Qualität im Kader.
Er hat recht, wir haben Qualität. Ob das für unsere Ziele ausreicht,
wird Riera aber erst noch herausfinden müssen.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 250 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. Dr. Hammer 04. Februar 26, 16:12 Uhr

Ich gebe meine Meinung hier noch mal wieder passt besser und ist neu
Vielleicht verstehe ich was nicht aber Spieler wie Skhiri oder Højlund werden doch wohl in der Lage sein klare taktische Anweisungen zu befolgen. Heißt wenn ein 6er nicht zu offensiv spielen soll dann muss ihm das der Trainer erklären, die rennen doch nicht ferngesteuert nach vorne weil sie ein sogenannter Box to Box Spieler sind. Das ist doch Unsinn. Ich denke mal mit klaren taktischen Vorgaben wird das wieder was

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Fallback Avatar 3. Adlermacht 04. Februar 26, 16:35 Uhr

Er scheint ja ein 4-3-3- gerne zu spielen. Das könnte schon gut klappen mit unseren Spielern.

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Fallback Avatar 4. PeKa 04. Februar 26, 16:35 Uhr Zitat - Dr. Hammer Ich gebe meine Meinung hier noch mal wieder passt besser und ist neu Vielleicht verstehe ich was nicht aber Spieler wie Skhiri oder Højlund werden doch wohl in der Lage sein klare taktische Anweisungen zu befolgen. Heißt wenn ein 6er nicht zu offensiv spielen soll dann muss ihm das der Trainer erklären, die rennen doch nicht ferngesteuert nach vorne weil sie ein sogenannter Box to Box Spieler sind. Das ist doch Unsinn. Ich denke mal mit klaren taktischen Vorgaben wird das wieder was Path

Vollkommen richtig, dieses Schubladendenken ist in der Tat Unsinn.
Wenn ein Spieler auf diesem Niveau gesagt bekommt, was er machen soll, dann macht er das auch.
Ich denke, wir werden am Freitag eine ganz andere Mannschaft sehen.

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