Eintracht Frankfurt enttäuschte in der vergangenen Spielzeit. Nachdem sich die Adlerträger in der Saison 2024/25 über die Bundesliga für die Champions League qualifizierten, reichte es ein Jahr später lediglich für den achten Tabellenplatz. Damit spielt die SGE in der kommenden Spielzeit in keinem europäischen Wettbewerb mit. Auch individuell verlief das vergangene Fußballjahr nicht für jeden Eintracht-Profi optimal: Führungsspieler Mario Götze glänzte beispielsweise nur selten durch entscheidende Offensivaktionen. Nun ordnete der Weltmeister von 2014 die missglückte Saison im Interview mit „EintrachtTV“ ein und gab zudem einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen:
Götze sammelte in der Bundesliga-Saison 2025/26 keinen einzigen Scorerpunkt. Überhaupt bereitete der 34-jährige Routinier wettbewerbsübergreifend nur zwei Treffer seiner Mitspieler vor. Grund dafür seien laut ihm wiederkehrende muskuläre Probleme gewesen. Demnach habe er nie wirklich 100 Prozent seines Leistungsvermögens abrufen können: „Fairerweise, ich bin jetzt auch keine 20 mehr. Ich bin vor ein paar Wochen 34 geworden. Da ist natürlich Regeneration das A und O. Es ist jetzt meine 17. Saison und natürlich gehören da auch mal kleinere Verletzungen dazu und mal nicht bei 100 Prozent Leistungsbereitschaft zu sein“, sagte er. Derzeit gehe es ihm aber gut: „Aber mir geht es gut, ich fühle mich noch gut. Und solange das der Fall ist, freue ich mich auch immer aufs Training und auf die Spiele und darauf, zu arbeiten.“
„Nicht jeder ist an seine Leistungsgrenze gekommen“
Die vergangene Spielzeit wolle er demgemäß kritisch beäugen: „Am Ende, glaube ich, haben wir uns alle die Saison anders vorgestellt, als wir sie dann beendet haben. Ich glaube, klar, muss man fairerweise sagen, nicht jeder ist an seine Leistungsgrenze gekommen. Gerade jetzt am Ende haben wir einfach nicht das geschafft, auch als Mannschaft und für mich als Einzelperson, da irgendwie das Maximale rauszuholen.“ Besonders in der Champions League sei für Götze mehr drin gewesen. Die SGE sammelte in der Ligaphase des Wettbewerbs nur vier Punkte (5:1-Sieg über Galatasaray Istanbul und 0:0-Unentschieden gegen die SSC Neapel).
„Die Möglichkeit war gut, auch mit der Champions League. Wir sind gut reingestartet, aber hinten raus haben wir einfach nicht die Konstanz gehabt und nicht die nötige Gier und alles, um das eben auch in Ergebnisse umzumünzen“, erklärte Götze. Daher sei er und die Mannschaft fast schon glücklich darüber, dass diese schwierige Saison nun abgeschlossen ist. Das Team wolle nun Kraft tanken, um dann mit neuem Elan in die Vorbereitung zu starten: „Man ist ja auch immer froh, wenn ein bisschen Urlaub ist. Gerade nach so einer Saison. Aber natürlich, auch mit dem Wissen, dass es bald wieder losgeht, man kriegt die WM so ein bisschen mit, da will man natürlich auch wieder kicken. Von daher, wir freuen uns auf das, was kommt.“
Götze über Hütter: „Er macht einen sehr guten Eindruck“
Obwohl er Vorbereitungen stets als äußerst anstrengend empfinde, müsse die Mannschaft im Trainingslager am Chiemsee das Fundament für eine erfolgreiche Saison 2026/27 legen. Für Götze selbst könnte der Sommer wichtig werden, um sich bei Cheftrainer Adi Hütter zu empfehlen. Zuletzt hatte der Eintracht-Star unter Ex-Trainer Albert Riera nämlich einen schweren Stand und kam unter dem Spanier lediglich auf sieben Einsätze. Mit Hütter, der nach seinem Wechsel 2021 zu Borussia Mönchengladbach nun zur Eintracht zurückkehrte, habe er bereits ein Gespräch geführt: „Ich hatte mit Adi telefoniert. Ich kenne ihn ja persönlich nicht. Ich war, als er in Frankfurt war, nicht da. Sehr viel Gutes gehört, wir hatten ein gutes Gespräch. Er macht einen sehr guten Eindruck und ich freue mich auf das, was kommt: aufs Trainingslager, auf die Saison, auf die Zusammenarbeit. Und ich glaube, das passt sehr gut“, sagte Götze über den 56-jährigen Österreicher.
Mannschaftskollege Timothy Chandler habe ihm in persönlichen Gesprächen zudem ausschließlich Positives über den neuen SGE-Trainer erzählt. Götze sei deshalb umso gespannter, wie es fußballerisch für ihn und die Frankfurter Eintracht nun weitergehen könnte: „Ich freue mich darauf, was er in mir sieht, was er in der Mannschaft sieht, was er da auch auf die Beine stellen kann. Was er auch bewegen kann mit Frankfurt, mit den Fans, mit dem ganzen Ökosystem, mit dem Umfeld. Ich glaube, das hat er schon drauf. Und das hat er ja auch schon bewiesen.“ Der ehemalige deutsche Nationalspieler ist sich also sicher, dass die Zusammenarbeit mit Hütter von Erfolg geprägt sein wird.






11 Kommentare
OT
Spiel gegen st. Tönis wird in Krefeld ausgetragen.
und zeitgenau angesetzt....
Freitag, den 21.08.26 / 18:00 Uhr
Und weiß schon jemand, wie das Spiel ausgeht?✌️
Ich denke wir werden bei 32°C. Außentemperatur, leicht bewölkt, 23% Luftfeuchtigkeit vor ausverkauftem Haus (glaube 30.000 oder so passen da rein) mit 7:0 gewinnen. Die Torschützen schreiben ich noch nicht rein. ;-)
Hmm, gab es nicht ebenfalls ein ähnliches Statement bzw. Eindruck zu Albert? Meine so etwas im Gedächtnis zu haben...
Zwei Aussagen sind interessant: Nicht immer 100% Leistungsbereitschaft gezeigt und er hat jetzt " ein bisschen Urlaub".
So ein bisschen Urlaub hätte ich auch gerne 🙃
Wir haben bei den letzten beiden Trainern, denke ich, nicht das Bild gehabt, dass sie ein positiver Faktor sein können, der die Mannschaft stärker werden lässt, als sie normalerweise ist, so wie das beispielsweise bei Hoeneß Stuttgart der Fall ist. In seiner ersten Amtszeit war das bei Hütter in Frankfurt auf jeden Fall so, wenn man daran denkt, wie er reihenweise Stürmer zu ihren besten Leistungen gebracht hat, die sie nie mehr wiederholt haben: Silva, Rebic, Jović, Haller, auch Durm weiter hinten!
Und diesen Plus -Faktor könnten wir wiederhaben, und das mit den ja durchaus vorhandenen Qualitäten in unserem Kader…
Man stellt sich vor, Uzun, Ebnoutalib, Burkardt und Kalimuendo legen auf ihr bisheriges Leistungsniveau noch eine Schippe drauf… Wow!
Das könnte doch gut eine spannende und erfolgreiche Saison werden!
Was soll Mario denn auch anderes sagen? Wenn Ihr einen neuen Chef bekommt wartet Ihr doch auch erstmal ab wie er ist und sagt nicht gleich "was ein Clown", oder?
Ich gebe auf die Spieleraussagen nicht mehr viel wert. Die sind alle medial geschult.
Ihr ganz normales Leistungsvermögen hätte schon für eine gute Saison ausgereicht. Doan und Knauff fehlen noch in der Aufzählung für die Offensive.. Daher weiss ich auch irgendwie nicht, ob ein grosser Umbruch so sinnvoll ist oder reiner Aktionismus. Ein Theate beispielsweise ist ein toller Spieler, man muss ihn nur wieder da hinbringen. Ob man sich ein gutes Mannschaftsgefüge mit so einem drastischen Umbruch erkaufen kann, bin ich mir auch nicht ganz sicher.
@4
In Krefeld werden nur 10000 Zuschauer zugelassen.
Danke für die Info!
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