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Bereit für sein neues Kapitel: Keita Kosugi freut sich auf die Eintracht. Foto: Imago / HMB-Media

Eintrachts Winterneuzugang Keita Kosugi will vorangehen: „Will jeden Tag hart arbeiten“

Wie aus heiterem Himmel vermeldete die Frankfurter Eintracht Mitte Dezember letzten Jahres, dass sich Keita Kosugi zum 1. Januar 2026 den Hessen anschließen wird. Nachdem „Sky“ Anfang des Monats berichtete, dass die SGE zu 100 Prozent von einem Abgang von „Nene“ Brown im Sommer ausgeht, kursierten infolgedessen einige Wechselgerüchte um potenzielle Nachfolger. Doch die Personalie Keita Kosugi, der mit Djurgardens IF vor allem in der Conference League für Furore sorgte und sich einen Namen machte, hatte keiner wirklich auf dem Schirm. Hauptverantwortlich ist natürlich Sportvorstand Markus Krösche, der mit diesem Move einmal mehr unterstreicht, wie professionell und seriös die Frankfurter Eintracht vor allem unter seiner Regie arbeitet. Die Verpflichtung des jungen Linksverteidigers aus Japan kann als Vorgriff auf den anstehenden Wechsel von Nene Brown verstanden werden.

„Einer der größten Clubs Europas“

„Gude, ich bin Keita, ich komme aus Japan. Nice to meet you. Danke“, eröffnete der Winterneuzugang die Pressekonferenz anlässlich seiner Vorstellung. Nicht nur dass er schon ein wenig Deutsch spricht, sondern dass er auch das bekannte im Frankfurter Dialekt oft genutzte „Gude“ schon verinnerlicht hat, beweist seine Anpassungsfähigkeit. Mit gerade mal 19 Jahren steht Kosugi nach zwei erfolgreichen Jahren in Schweden vor dem nächsten großen Karriereschritt. Die Frankfurter Eintracht ist bereits seine zweite Station in Europa. „Die Eintracht ist ein wirklich großer Verein, einer der größten in der Bundesliga und europaweit. Sie geht familiär mit den Spielern um. Alle Einrichtungen sind richtig schön. Top Umgebung“, kam der Japaner regelrecht ins Schwärmen mit seinem neuen Arbeitgeber. Landsmann Makoto Hasebe, inzwischen das japanische Aushängeschild der Eintracht, wie man es sicherlich vermuten würde, war nicht für den Wechsel Kosugis an den Main entscheidend. „Hasebe ist eine Legende in Frankfurt und Japan. Aber der erste Kontakt kam durch den Verein zustande, im September oder Oktober, als ich zur U20-Weltmeisterschaft gereist bin.“ Kosugi ist inzwischen mit Keito Kumashiro, der zunächst für die zweite Mannschaft eingeplant ist, der siebte Japaner, der sich das Trikot mit dem Adler überstreift. Die SGE erlangte deshalb mittlerweile auch in der japanischen Community große Bekanntheit, wie der Neuzugang selbst verriet: „Ich glaube, die meisten Japaner, die sich für Fußball interessieren, kennen die Eintracht, weil Spieler wie Hasebe, Takashi Inui und Daichi Kamada für sie gespielt haben. Sie sind auch bekannte Spieler in Japan. Ich kenne die Eintracht auch bereits. Ich habe schon einige Spiele geschaut. Ich bin wirklich glücklich, hier zu sein.“ 

Vorbild Nene Brown

Der U20-Nationalspieler Japans möchte nicht nur in die Fußstapfen seiner Landsleute treten, sondern auch womöglich Nene Brown beerben, den er nicht als Konkurrent sieht, sondern von ihm viel lernen möchte. „Nene ist ein richtig guter Spieler, den ich sehr respektiere. Ich kann viel von ihm lernen. Ich hoffe, ich kann auf das gleiche Level kommen. Er ist paar Schritte über mir, also muss ich ihm folgen.“ Dafür wolle der 19-Jährige jeden Tag hart arbeiten, das sei sein Ziel. Schließlich will sich Kosugi anbieten und selbst zu Einsätzen kommen. „Natürlich, ich möchte mein Debüt in der Bundesliga aber auch in der A-Nationalmannschaft geben.“ Große Schwierigkeiten, sich seiner neuen Umgebung anzupassen, dürfte der Linksfuß aber kaum haben. Nicht nur kennt er aus Schweden bereits die eisige Kälte, wobei es im hohen Norden nochmal deutlich kälter sein dürfte als in Deutschland, auch vom Spielerischen her sieht er zwischen beiden Ligen Ähnlichkeiten. „Die Intensität, wie wir Fußball gespielt haben, ist gleich. Schwedische Fußballer sind ähnlich wie die Deutschen groß gewachsen. Die Profile sind also sehr ähnlich.“ Seine Stärken, die er jedenfalls in Skandinavien erlernt hat, möchte Kosugi nun bei seiner neuen sportlichen Heimat zur Geltung bringen. „Meine Stärken sind, dass ich alles für den Verein gebe, das ist das Wichtigste für mich, und mein linker Fuß.“ Verbesserungspotenzial sehe der Defensivakteur bei seinem rechten schwachen Fuß, aber auch bei der Arbeit gegen den Ball und der Umsetzung von taktischen Anweisungen. „Das ist mein Ziel gemeinsam mit dem Trainer.“ Die anstehende Zeit gemeinsam mit der Eintracht ist für den Spieler nicht nur der nächste Schritt in seiner Karriere und damit eine große Chance, sondern auch ein neues Kapitel, welches er als „Abenteuer“ sieht. „Es liegt an mir, ich muss hart arbeiten. Mal sehen, was passiert“, zeigte er sich verantwortungs- und pflichtbewusst.

Unter Druck muss er sich auf jeden Fall nicht setzen, Dino Toppmöller, der weiß, wie man mit jungen Spielern umgeht, wird seinem neuen Schützling die nötige Zeit geben. „Ich habe mit Dino über taktische Anweisungen gesprochen, wie wir angreifen und wie wir verteidigen im Training. Er gibt mir die Zeit, damit ich mich hier integriere. Deswegen mache ich mir persönlich keinen Stress.“ Die Ruhe vor dem Sturm ist da eine gute und passende Metapher, bezeichnet das junge Talent sich selbst als ruhigen und introvertierten Menschen. „Wenn man mich fragt, ob ich etwas tun kann, dann mache ich es auch.“ Diese Ruhe wird Kosugi auch im Spiel brauchen, wenn er am Ball ist oder einen Angriff des Gegners unterbinden muss. Ob das schon gegen Borussia Dortmund am Freitagabend zum Bundesligauftakt der Fall sein wird, steht in den Sternen. „Wenn es passiert, wäre es gut für mich. Es ist mein Ziel, aber das entscheidet der Trainer, nicht ich.“ 

Klar ist, mit Keita Kosugi hat die Eintracht nicht nur einen bodenständigen, selbstlosen und sympathischen Spieler dazu gewonnen, sondern auch einen mit einem enormen Potenzial, der ein spannendes Profil aufweist und es kaum erwarten kann, für die Eintracht aufzulaufen.

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. culo blanco 08. Januar 26, 19:06 Uhr

Herzlich willkommen, Keita! Ja, alle warten auf Stürmer, Stürmer, Stürmer aber der hier könnte tatsächlich der Königstransfer dieses Winters sein. Mit Japanern machste eh nix falsch und dieser hier ist sehr weit für sein Alter.

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