Die olympischen Winterspiele 2026 sind in vollem Gange! Und wenn in Italien um olympisches Edelmetall gekämpft wird, ist auch Eintracht Frankfurt mittendrin. Die Bob-Brüder Adam Ammour und Issam Ammour wollen gemeinsam mit Anschieber Joshua Tasche bei den Spielen nach Gold greifen. Eintracht-Präsident Mathias Beck ist vor Ort und hat sich im Interview mit der „Bild“ stolz, emotional und sportpolitisch engagiert gezeigt.
Für Beck ist die Teilnahme der Eintracht an den Winterspielen etwas ganz Besonderes. Er sei sehr stolz auf die Bob-Fahrer: „Es ist toll, dass ich auf jeder Veranstaltung sagen kann: Eintracht Frankfurt hat eine Bob-Mannschaft.“ Dass der Verein erstmals überhaupt bei Olympischen Winterspielen vertreten ist, hat für ihn historische Bedeutung: „Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass wir an den Winterspielen teilnehmen. Alleine das ist phänomenal.“ Und Beck geht noch weiter: „Das wird für uns alle ein Riesen-Erlebnis, weil sie auch Medaillenchancen haben.“ Der Eintracht-Präsident ist nur wenige Tage in Italien, doch das Programm steht: „Wir sind insgesamt nur drei Tage in Cortina, und zwar bei den Zweier-Bob-Wettbewerben.“ Grundsätzlich misst Beck den Nicht-Fußball-Sportarten bei der Eintracht einen hohen Stellenwert bei – und das mit spürbarer Leidenschaft: „Mittlerweile bin ich ein totaler Fan von allen unserer Sportarten geworden. Das ist ein bisschen ‚back to the roots‘.“ Auf eine Lieblingssportart will er sich dabei nicht festlegen – er habe immer wieder kleine Highlights: „Nehmen wir zum Beispiel Ultimate Frisbee. Früher habe ich gedacht: ‚Was ist das denn?‘ Dann habe ich mir ein Spiel angeschaut und war begeistert.“ Auch andere Abteilungen hebt er hervor: „Genauso Fechten, Darts und Tischfußball. Oder unsere Rugby-Frauen, die jetzt in die Bundesliga aufgestiegen sind.“
Olympia in Deutschland? Beck sagt klar Ja
Mit Blick auf mögliche Olympische Spiele 2036 oder 2040 in Deutschland positioniert sich Beck klar: „Es wäre total wichtig, dass wir mal wieder die Spiele nach Deutschland holen. Ich glaube, wir brauchen so ein Großereignis, es wäre für unser Land eine enorme Bereicherung und könnte einen echten, positiven Impuls geben. Deshalb bin ich ein klarer Befürworter, egal, in welcher Stadt oder Region.“ Beck ist überzeugt, dass der Profifußball dem olympischen Sport viel geben kann – und nennt konkrete Beispiele aus Frankfurt: „Wir bei Eintracht haben schon seit Jahren in einigen Sportarten außerhalb des Fußballs Spitzensportler. Hauptsächlich in der Leichtathletik.“ Ein Blick auf die jüngste Vergangenheit unterstreicht das: „Bei der WM in Tokio haben fünf Eintracht-Sportler teilgenommen, damit haben wir in Deutschland die meisten abgestellt.“ Dabei sei die Philosophie entscheidend: „Für uns ist wichtig, dass wir keine Sportler beliebig dazukaufen, sondern Talente aus der Region ausbilden.“
Zusammenarbeit statt Konkurrenz
Auch in der Bundesliga sieht Beck großes Potenzial für andere Sportarte oder Großereignisse wie Olympia: „Wir haben einiges an Infrastruktur, die wir nutzen könnten. Zum Beispiel durch die medizinischen Abteilungen oder die Nachwuchsleistungszentren.“ Der Austausch mit anderen Klubs laufe in diesem Bereich bereits. „Wir haben uns mit Bayer Leverkusen getroffen, die ebenfalls eine sehr gute Leichtathletik-Abteilung haben“, so der SGE-Präsident, der auch einen deutlichen Unterschied zum Bundesliga-Alltag ausgemacht hat: „Anders als in der Bundesliga, wo jeder jeden schlagen will, haben wir hier ein gemeinsames Ziel: Wir wollen Spitzensportler formen, die für Deutschland Medaillen holen.“ Sein Appell ist daher eindeutig: „Ich finde es wichtig, dass alle Bundesliga-Vereine miteinander in Kontakt treten und überlegen, wie wir etwas gemeinsam auf die Beine stellen können.“
Hoffnung auf den Zuschlag
Ob Deutschland tatsächlich Olympische Spiele bekommt, bleibt offen – Beck bleibt optimistisch: „Ich hoffe es. Und ich hoffe auch, dass wir uns als Land nicht wieder blockieren, sondern dass wir mit vollem Herzen Ja dazu sagen.“ Sein Schlusswort ist ein leidenschaftliches Plädoyer: „Jeder, der Sport treibt und sich damit identifiziert, muss für Olympia sein!“
Während in Cortina um Hundertstel gekämpft wird, zeigt sich: Für Eintracht Frankfurt endet Sport nicht am Spielfeldrand – sondern reicht bis zur olympischen Eisbahn.




5 Kommentare
Ich weigere mich mehr als diese Überschrift zu lesen. Ich konzentriere mich auf Eintracht Frankfurt ...
Du meinst du konzentrierst dich mehr auf die Eintracht Frankfurt Fußballabteilung.
Mich interessiert auch hauptsächlich die Fußballabteilung aber zu Eintracht Frankfurt gehören eben auch andere Abteilungen für die eben Olympia ein absolutes Highlight wäre.
Also ist es auch Beck seine Aufgabe dazu Stellung zu nehmen.
Wen das Thema nicht interessiert, kann es halt einfach überlesen und wartet auf den nächsten Beitrag.
Hmm wieso denke ich bei Eintracht und Bobfahren immer sofort an Gerre im Bobanzug, der einem fahrenden Bob hinterher läuft?
So isses! Ich bedanke mich für die zutreffende Deutung.
Ich bin auch für Olympia. Aber bitte nicht in Deutschland! Wir haben genug Baustellen wo unser Geld versackt. Es wäre auch nur peinlich, wenn Fremde sehen, was bei uns alles nicht funktioniert.
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