Es war ein wichtiges, sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel“ für die Eintracht aus Frankfurt am heutigen Sonntagabend. Mit 2:0 konnten sich die Hessen gegen den direkten Tabellennachbarn SC Freiburg durchsetzen und somit an den Breisgauern vorbei auf Rang 7 vorrücken. Nachdem Kaua Santos früh verletzt ausgewechselt werden musste und sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, konnte sich die Eintracht im zweiten Abschnitt deutlich steigern. Erst der eingewechselte Farés Chaibi und dann Jean-Matteo Bahoya trafen für die Adlerträger. Dementsprechend glücklich waren die Akteure nach Abpfiff. Nachfolgend, wie immer, die Stimmen des Spiels.
Robin Koch (Kapitän Eintracht Frankfurt): „Das war heute extrem wichtig. Gegen Freiburg erwartet einen immer ein sehr schweres Spiel. Die haben eine Mannschaft, die sehr gut steht und eine enorme Qualität hat. Wir haben es aber sehr gut gemacht heute. Das war eine reife Leistung der Mannschaft. Ich glaube man kann im Spiel schon viele Dinge gut sehen, die wir jetzt unter Trainer Albert Riera anders machen. Es ist noch nicht alles perfekt, aber man sieht schon die Idee, die er hat und die Lösungen, die er uns mitgibt auf dem Platz. Wir müssen das Woche für Woche besser machen. Die offensive Struktur mit Ball, die Passwege, die wir finden. Die Spieler, die sich immer wieder in den Räumen zeigen müssen. Das klappt alles immer besser. Das kommt auch immer auf den Gegner an, wie gut das klappt. In der Defensive ist es genauso: Die Abläufe sind klar und ich glaube, man sieht auch, dass wir uns wohlfühlen. Wir müssen die Intensität auf den Platz bringen und dann gewinnen wir auch Spiele! Die taktischen Lösungen, die er uns gibt sind gut. Er sagt uns klar, dass er uns Lösungen gibt, die wir umsetzen müssen. Und das ist auch so. Das brauchten viele Spieler von uns sehr. Die Mentalität und Intensität sind nicht verhandelbar im Profifußball sagt der Trainer. Und genauso ist es. Die beiden Sachen müssen einfach passen und das tut es jetzt. Der Glaube ist wieder da! Der Glaube, dass du spielen kannst, dass du dominieren kannst. Wir hatten vor dem Trainerwechsel einfach sehr wenig den Ball, die Gegner hatten viel mehr Chancen. Wir mussten nur verteidigen und irgendwann fällt der Ball dann ins Tor.“
Albert Riera (Trainer Eintracht Frankfurt): „Erstmal muss ich den Spielern gratulieren. Du kannst immer gute Ideen haben, aber wenn sie nicht umsetzen, was du ihnen sagst, wird es schwer. Wir hatten eine gute Woche, mit viel Selbstvertrauen. Ich habe mich gut gefühlt vor dem Spiel. Ich habe es euch auf der letzten Pressekonferenz nicht gesagt, aber heute war ein wichtiges Spiel. Ich bin da, um meine Spiele zu beschützen. Sie sollen nicht mitbekommen, was draußen los ist. Ich wollte, dass sie vergessen, dass heute ein wichtiges Spiel ist. Jetzt kann ich sagen, dass es ein sehr wichtiges Spiel war. Aber auch wenn wir gewinnen, machen wir nicht alles gut. Ich will noch mehr und noch bessere Leistungen. Meine Spieler müssen Spaß auf dem Feld haben. In der zweiten Halbzeit habe ich gesehen, dass mein Team Spaß hatte.“
Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt): „Das war ein verdienter Sieg, es hat sehr viel Spaß gemacht. Wenn man gewinnt, dann ist die Stimmung immer gut! Ich glaube wir haben uns in der ersten Halbzeit etwas schwer getan fairerweise. In die zweite Halbzeit sind wir dann super reingestartet. Dann macht Fares (Chaibi, Anm. der. Red) das 1:0. Jean-Matteo Bahoya mit dem 2:0. Dann haben wir das Spiel gemacht. Wir wollten in Durchgang zwei mehr Positionswechsel haben, mehr Bewegung. Wir haben nämlich in der ersten Halbzeit nicht die Läufe gemacht, die wir im Spiel gebraucht hätten. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Das waren die Punkte, die den Unterschied gemacht haben. Es ist für uns super wichtig, dass von draußen, von der Bank, immer der Push kommt. Das tut uns sehr gut. Wir haben einen sehr breiten, sehr guten Kader. Wir wissen, dass auf der Bank Spieler sitzen, die extreme Qualität haben. Das tut uns auf dem Platz extrem gut. Heute hat es wieder geklappt und das freut mich sehr! Wir wollen viel Ballbesitz haben, attraktiven Fußball spielen und den Fans was zurückgeben. Das hat heute gut geklappt, aber wir müssen noch weiterarbeiten.“
…über das Tor von Jean-Matteo Bahoya: „Ich weiß nicht, ob er den so wollte. Wir haben beim Jubel sehr gelacht. Wir konnten es kaum glauben. So einen hat er noch nicht gemacht vorher. Verrückt, aber vielleicht wollte er den auch so! Sehr stark gemacht!“
…über das Sonder-Lob und die neue Rolle unter Albert Riera: „Er pusht mich extrem. Das ist alles sehr schön zu hören, aber ich muss dann auch liefern. Das weiß ich! Aber das ist sehr schön zu hören.“
…über eine potenzielle WM-Teilnahme mit Deutschland: „Es ist auf jeden Fall ein großes Ziel von mir. Es ist ja nicht mehr weit weg. Ich will natürlich bis dahin einfach meine Spiele machen und Leistung zeigen. Das ist von mir ein Kindheitstraum und da bleibe ich dran!“
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Es war schon ein verdienter Sieg, aufgrund der zweiten Halbzeit. Wir haben in der ersten Halbzeit schon ein, zwei Chancen gehabt, dann hatten wir ein bisschen Glück mit dem Pfostentreffer von Igor Matanovic. Für uns galt es erstmal ein bisschen Kontrolle zu haben, keine Umschaltmomente für die Gegner zulassen, das haben wir auch geschafft. Freiburg ist defensiv stark und gut organisiert, von daher war es ein Geduldsspiel und wir hatten die Geduld.“
…über die zuletzt häufigen Joker-Tore: “Entscheidend ist, dass die Jungs, die auf der Bank sitzen, einen Impact auf unser Spiel haben. Dass Farés Chaibi jetzt das Tor macht, zeigt welche Breite wir im Kader haben. Jeder, der vielleicht nicht von Anfang an spielt, akzeptiert seine Rolle und ist extrem wichtig.“
…über Auréle Amenda: „Aurele hat seine Qualität. Er hat sicher keine einfache Zeit bei uns gehabt. Er hatte dann auch ein paar Verletzung, die ihn immer wieder zurückgeworfen haben. Am Ende geht es immer um Spielzeit, um regelmäßig in Übung zu kommen. Daran wachsen Spieler natürlich auch. Aurele ist sehr gut zurückgekommen.“
Michael Zetterer (Eintracht Frankfurt): „Man braucht nur die Tabelle lesen. Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass das ein super wichtiges Spiel für uns war. Die letzten Wochen, vor allem mit vielen Heimspielen, waren auch nicht die Spiele, die wir zeigen wollten. Deshalb ja, vor heimischer Kulisse super Ergebnis.“ Zu seiner Einwechslung sagte er: „In erster Linie wünsche ich mir, dass bei Kauã nichts kaputt ist. Ich glaube, das war auch das Knie, das schon mal verletzt war. Und dann ist es einfach so: Ich bereite mich jede Woche darauf vor, damit, wenn ich da sein muss, ich da sein kann. Heute war das dann relativ schnell der Fall.“
Farès Chaïbi (Eintracht Frankfurt): „Es war natürlich sehr schwer, die letzten Monate und Wochen. Aber der Trainer hat neuen Schwung reingebracht und hat dazu beigetragen, dass wir uns befreien konnten. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann geschafft, das Tor zu machen. Letztendlich sind wir damit auf die Siegerstraße gekommen.“ Seit der Ankunft des neuen Cheftrainers habe sich viel verändert, doch inwiefern änderte sich die Rolle des Algeriers?: „Eher die Anderen haben sich geändert. Sie mussten sich mehr anpassen als ich, weil ich viel auf der Zehner-Position eingesetzt wurde. Und das ist im Endeffekt auch die Position, die ich schon oft gespielt habe.“
Igor Matanović (SC Freiburg): „Es ist schwer, jetzt die richtigen Worte zu finden. Ich glaube, wir sind alle sehr enttäuscht, weil hier auf jeden Fall heute mehr drin war. Vor allem meine Chance ist sehr knapp gewesen. So ist Fußball, manchmal geht der rein.“ Über seinen alten Arbeitgeber fand der Freiburg-Shootingstar ebenfalls ein paar Worte: „Es ist natürlich ein besonderes Spiel, vor allem wenn man gegen alte Mannschaftskollegen und den alten Staff spielt. In der Gästekabine hat man natürlich ein anderes Gefühl. Trotzdem habe ich mich voll fokussiert auf uns und dass wir das einfach konzentriert und souverän herunterspielen. Ich finde, das haben wir auch gemacht, aber am Ende hat vielleicht auch das Quäntchen Glück gefehlt.“ Außerdem respektiere der kroatische Nationalspieler den Verein Eintracht Frankfurt bis heute. Auf die Frage, ob er bei einem eigenen Tor gejubelt hätte, fand er diese Worte: „Soweit habe ich jetzt nicht gedacht. Aber klar, wenn du ein Tor schießt, ist es schwierig, die Emotionen zurückzuhalten. Aber trotzdem respektiere ich den Verein, die Leute, die mir die Chance gegeben haben, hier im Verein zu spielen. Leider konnte ich nicht die Leistung zeigen, die ich zeigen kann. Ich respektiere den Verein riesig und hätte ich ein Tor geschossen, hätte ich wahrscheinlich nicht das Trikot ausgezogen.“
Julian Schuster (Trainer SC Freiburg): „Wir hatten genau die Momente, viele enge Momente, die wir für uns besser nutzen können. Die haben wir leider liegengelassen. Da waren echt zahlreiche Möglichkeiten da, um dann wirklich auch gefährlich zu werden. Das waren so viele Möglichkeiten, da hätte wirklich eine andere Anzahl von Chancen entstehen können. Das müssen wir uns vorwerfen, dass wir diese eben nicht genutzt haben. Wir haben Frankfurt auch immer wieder in solche Situationen gebracht, weshalb dann auch diese Verunsicherung aufkam.“
Matthias Ginter (SC Freiburg): „Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir eigentlich ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Mit ein bisschen Glück gehen wir kurz vor der Halbzeit mit dem Pfostenschuss in Führung. In der zweiten Hälfte hatten wir nicht mehr so die Ballkontrolle.“ Doch Ginter bemerkte, dass sich das Momentum im Laufe des Spiels verschob: „Wir hatten heute die Momente, um in Führung zu gehen. Deshalb ist es natürlich bitter, dass wir aus den Möglichkeiten, die wir hatten, kein Tor gemacht haben. Aber man muss ehrlicherweise sagen, Frankfurt hatte dann nach dem 1:0 und 2:0 noch weitere gute Chancen, Tore zu schießen.“
Quellen: eigene, DAZN
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11 Kommentare
Also ich habe nur 2 Chancen für Freiburg gesehen. Wie Schuster auf viele Möglichkeiten kommt weiss ich nicht.
Ich glaube, die Mannschaft und der Trainer wachsen gerade gut zusammen. Im letzten Winter ist Dino und die Mannschaft irgendwie in eine Sackgasse abgebogen, aus der sie nicht mehr rausgekommen sind. De Albert bringt sie step by step wieder raus, macht die Köpfe frei und die PS wieder uff die Straße.
Hallo liebe Eintracht-Gemeinde,
Die Überschrift sagt alles aus, was mir durch den Kopf geht.
"Der Glaube ist wieder da"
Es war nicht das perfekte Spiel, aber es wurde mit Mut und Glauben konsequent umgesetzt und letztendlich verdient gewonnen.
Es ist geil anzusehen, wie Spieler vor 4 Wochen noch, gezögert und gezaudert hatten, nun trotz eines Fehlers sofort den nächsten offensiven Impuls gesetzt haben.
Und was war den das für Zauberding von Bahoja, ich hoffe das damit die große Aufholjagd startet.
Und damit das Schlusswort gleich der Überschrift:
"Der Glaube ist wieder da "
Und damit, Forza SGE
Dem Anschein nach haben alle DT Kritiker, die sich oft als Hater bezeichnen lassen mussten, wohl doch recht gehabt!
Den Aussagen der Spieler nach zu schließen, muss wohl der Wurm drin gewesen sein. Ärgerlich ist ehrlich gesagt nur die späte Trennung.
Aber lassen wir das Thema ruhen und schauen nach vorne. Aber loswerden musste ich das mal.
Er sprach von Möglichkeiten, gefährlich zu werden. Nicht Tormöglichkeiten.
Es ging darum, diese Chancen besser auszuspielen.
Ist doch jetzt auch mal gut mit diesem Dino Vergleich dauernd. Wir hatten gute Zeiten mit Dino und am Ende wurde es eben schlechter das passiert in nahezu jedem Verein das es einfach irgendwann nicht mehr funktioniert. Lasst uns doch einfach das hier und jetzt genießen das unser neuer Coach das scheinbar so gut und schnell drehen konnte.
Ausserdem ist es Quatsch auf Kaua jetzt rumzuhacken. Einfach mal drüber freuen das Zetti heute rein kam und es sehr souverän gemacht hat. Es war ein Spiel das Spaß gemacht hat. Und es wird von Woche zu Woche besser.
Weiter so !
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S.Pauli.
Freue mich auf das nächste Erlebnis mit Alberts Mannschaft und seinen Ideen und Lösungsansätzen.
1 Woche Training bedeutet mit Albert
den nächsten Quantensprung, so macht es zumindestens den Anschein.
Er meinte wohl viele Chancen auf eine Chance
Wir kommentieren hier im Thread ja ua die Kommentare der Spieler und es ist schon auffällig, wie die sich mMn indirekt auch zum alten Trainer und Taktik äußern. Oder?
Nicht alles was Dino gemacht hatte war schlecht, ich glaube er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht wie sie spielen sollen.
Und wenn die Ergebnisse nicht stimmen ist es halt so.
Ich wünsche ihm alles Gute wenn er einen neuen Job hat.
Ich freue mich mega über den Sieg und auf nächste Woche. Dann stehen mit Uzun und Ebnoutalib zwei weitere tolle Spieler mit nochmal anderen Qualitäten zur Verfügung. Aber Pauli spielt grad auch echt gut, wird kein Selbstläufer, aber wir haben natürlich grundsätzlich die klar bessere Mannschaft und können das hoffentlich auch auf den Rasen bringen.
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