Halbzeitfazit: Wie beim VfB Stuttgart erwischte die Eintracht einen Traumstart und ging bereits mit der ersten Aktion des Spiels in Führung. Vorausgegangen war ein langer Ball von Arthur Theate, der Ritsu Doan fand. Der Japaner behauptete die Kugel gut, hielt sie lange und schlug eine scharfe Flanke auf Nene Brown, der per Kopf am zweiten Pfosten auf Arnaud Kalimuendo auflegte. Der Winterneuzugang aus Nottingham spitzelte das Leder an den verdutzten Mio Backhaus vorbei in die lange Ecke. Das war aber gefühlt die einzige nennenswerte Offensivaktion der SGE. Mit der Schock-Verletzung von Rasmus Kristensen, der lange behandelt werden musste, war die Luft bei den Hessen raus. Fortan bestimmte Werder Bremen mit zunehmender Spieldauer das Spielgeschehen und belohnte sich folgerichtig mit dem verdienten Ausgleich in persona Justin Njinmah. Ein Pass in die Schnittstelle fand den Torschützen, der freistehend vor Kaua Santos flach ins linke Eck vollendete. Wieder einmal gab die gesamte Hintermannschaft der Adler keine gute Figur ab. Gegentor Nummer 37 inzwischen. Mit dem Remis ist die Mannschaft von Dino Toppmöller noch gut bedient, denn die Hausherren drückten auf das zweite Tor, aber ohne zwingend gefährlich zu werden. Für die zweiten 45 Minuten muss eine klare Leistungssteigerung her, will man hier etwas mitnehmen.
Nach einem wechselhaften Halbjahr setzte sich die Frankfurter Eintracht zum Ziel, mit einer neuen Euphorie und einem anderen Gesicht ins neue Fußballjahr 2026 zu starten. „Neues Jahr, neues Glück“ sagte Stadionsprecher Daniel Wolf beim Eröffnungsspiel am vergangenen Freitagabend gegen Borussia Dortmund und peitsche damit sowohl die Mannschaft als auch das ganze Stadion an. Was blieb, war ein spektakuläres 3:3 gegen den Tabellenzweiten, ja einerseits stark. Andererseits offenbarte dieses Spiel aber die altbekannten Probleme, die sich wie ein Kaugummi über die gesamte Saison ziehen. Schon wieder wirkte die Abwehr instabil, schon wieder waren es drei Gegentreffer, wodurch sich die SGE wiederholt um den Lohn brachte. Gegen den VfB Stuttgart vier Tage später peilten die Hessen den ersten Sieg an, doch die beiden Tore von Rasmus Kristensen und Winterneuzugang Ayoube-Amaimouni-Echghouyab reichten diesmal nicht, um wenigstens einen Zähler aus dem Schwabenland zu entführen. Wieder fing sich Kaua Santos drei Gegentore, wovon das erste auf seine Kappe geht. Individuelle Fehler, Unstimmigkeiten in der Hintermannschaft, gegenseitige Schuldzuweisungen und schnelles Abwinken. Die Nerven liegen blank. Das sind keine guten Voraussetzungen, um erfolgreich ins neue Jahr zu starten. Nach Abschluss der Hinrunde steht für die Hessen ein etwas trister siebter Platz (26 Punkte) mit der zweitschlechtesten Defensive (36 Gegentreffer) zu Buche.
Alles oder nichts an der Weser
Vor dem heutigen Rückrundenstart beim ebenfalls kriselnden SV Werder Bremen wählte Dino Toppmöller auf der gestrigen Pressekonferenz einen deutlich schärferen Ton. Er stellte provokant eine Gegenfrage, echauffierte sich über den erneuten Ausfall von Hugo Larsson oder beteuerte, dass man die Spieler nicht immer mit Samthandschuhen anpacken könne, schließlich müsse sich auch der Fußballlehrer Kritik gefallen lassen. Verständlich, denn man stellt fest, dass die anwachsende Kritik sowohl am Cheftrainer selbst als auch an seiner Mannschaft nicht spurlos an ihm vorbeigeht. Vor dem 18. Spieltag steht er und sein Team gewaltig unter Druck. Drei Punkte sind Pflicht, alles andere wäre ein weiterer schwerwiegender Rückschlag. Gleiches gilt auch für Gegner Bremen, beide strotzen gerade nicht vor Selbstvertrauen. Während die Adler nur eines der letzten acht Pflichtspiele für sich entscheiden konnten (1:0 gegen Augsburg), holten die Hanseaten nur zwei Punkte aus den letzten sechs Bundesligapartien, zudem blieb das Team von Horst Steffen zuletzt dreimal in Folge ohne einen eigenen Treffer. Es ist somit ein klassisches Krisenduell, wo beide Chefcoaches unter Zugzwang stehen und beide Kontrahenten zum Siegen verdammt sind. Die SGE möchte den Kontakt zu den internationalen Rängen aufrechterhalten, wohingegen die Norddeutschen nicht tiefer in den Abstiegskampf hineinrutschen wollen. „Ich freue mich einfach auf das Spiel“, sagte Toppmöller und warnte zugleich: „Wir sollten sie nicht daran messen, dass sie in den letzten Wochen wenig Tore geschossen haben.“ Bei Horst Steffen geht es schon eher in Richtung Kampfansage: „Eintracht Frankfurt hat auch seine Themen. Wir wollen das ausnutzen.“ Aus hessischer Sicht bleibt zu hoffen, dass Steffens Spieler den Worten keine Taten folgen lassen.
Brown und Chaibi zurück – Uzun auf der Bank
Mit Mario Götze, Hugo Larsson und Younes Ebnoutalib hat Toppmöller einerseits schwerwiegende Ausfälle zu beklagen, andererseits kehren dafür Nene Brown und Can Uzun in den Kader zurück, nachdem das Duo aufgrund einer Erkältung bzw. von Schmerzen am Zeh in Stuttgart nicht zu Verfügung stand. Uzun muss zunächst auf der Bank Platz nehmen, Brown steht hingegen in der Startelf und agiert als Schienenspieler. Auch Fares Chaibi, der mit Algerien kläglich aus dem Afrika-Cup ausgeschieden ist, ist als Zehner hinter der alleinigen Spitze, Arnaud Kalimuendo, Teil der Startaufstellung. Auf der Doppelzehn agiert neben dem Algierer Ritsu Doan. Ansgar Knauff muss dagegen zunächst zuschauen. Dahinter besetzen Ellyes Skhiri und Mo Dahoud das zentrale Mittelfeld. Für Dahoud ist es der erste Einsatz von Beginn an seit dem Jahreswechsel. Die Dreier-Abwehrkette besteht aus Arthur Theate, Robin Koch und überraschend Nnamdi Collins. Auch Collins feiert damit seinen ersten Startelfeinsatz im Jahr 2026. Aurèle Amenda rückt damit wieder auf die Ersatzbank. Rasmus Kristensen übernimmt wie gewohnt die rechte Schienenposition. Mit dabei ist auch Alexander Staff, der ebenfalls auf der Bank sitzt genau wie der Torschütze vom Stuttgart-Spiel, Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Toppmöller nimmt damit Veränderungen auf vier Positionen vor und stellt auf Dreier- respektive Fünferkette um.
So spielt Werder: Backhaus – Coulibaly, Friedl, Pieper – Schmidt, Lynen, Sugawara, Stage, Schmid – Grüll, Njinmah
Auf der Bank sitzen: Hein, Malatini, Deman, Alvero, Covic, Puertas, Milosevic, Topp, Mbangula






216 Kommentare
Du hast sachliche Kritik geübt. Daumen hoch.
Nur glaube ich nicht, dass 1 Jahr ohne Europa uns zerstören würde. Natürlich hoffe ich auf Platz 6, allerdings würde mir persönlich 1 Jahr ohne Doppelbelastung nicht weh tun.
Jap, man nimmt es irgendwie nur noch hin, selbst zum Aufregen fehlen einem die Emotionen, man ist es ja mittlerweile gewöhnt und kennt es diese Saison nicht anders, grausig, entweder fangen wir uns früh einen und rennen hinterher, wenn wir schon mal in Führung gehen stellen wir anschließend das Fußballspielen ein…
1 Sieg aus den letzten 8 Spielen…man man man….
Und gewechselt wurde auch nicht, worauf wartet der den?
Keine Wechsel?!
Der Top Trainer ist top zufrieden. Erst mal in aller Ruhe das zweite Tor fangen.
Bitte Oscar für Shkiri, Uzun für Chaibi und Jupp bringen.
…WIEDER EINMAL EINE SEHR ÄNGSTLICHE AUFSTELLUNG!
ZWEIEINHALB STÜRMER GEGEN EINE MANNSCHAFT IM UNTEREN DRITTEL.
FÜR MICH IST DAS ANGSTHASEN FUSSBALL UND DAS ZEICHNET LEIDER TOPPMÖLLER
AUS.
ER LÄSST NICHT WIRKLICH MUTIG FUSSBALL SPIELEN.
DAS MITTELFELD, WIE SCHON MEHR ODER WENIGER DIE GANZE SAISON KAUM MIT ZUG NACH VORNE. BESTENFALLS DURCHSCHNITTLICH.
Ich empfehle dem Trainerteam einen Workshop zum Thema Konterabsicherung. Da haben die wohl alle bei der Trainerausbildung gefehlt.
Immer wieder das gleiche Muster. Das hatte in der letzten Saison schon angefangen.
Ich verstehe es nicht !Warum wechselt man nicht aus?
Kristensen hat sich bestimmt das Nasenbein gebrochen , so wie das blutet
Toppmöller heißt der Troublemaker!
Unfassbar - kein Ball kommt an den Mann und die lassen sich von den Bremer Stümpern ausspielen wie Slalomstangen.
Man kann echt kaum hinschauen, so verunsichert unsere Truppe
Chaibi spielt völlig positionsfremd, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, seine Leistung sollte daher keine Überraschung sein.
Ich weiß nicht wie man Skhiri nach wochenlanger Abwesenheit schon gegen Stuttgart bringen konnte , zumal Oscar ordentlich gespielt hatte und nun noch Chaibi ebenso.
Zum Glück habe ich keine Ahnung.
TOOOOOOOOORRRRR Collins :-)
Jetzt verstehe ich es , er ist gar nicht Verteidiger :-)
HUI.....Collins hat seinen Fehler wieder gut gemacht.
Geht doch - bitte jetzt nicht wieder den Spielbetrieb einstellen!!!
Ist klar das ausgerechnet Collins trifft :-)
There you go
Nnamdiiiii yesss
Ok Chaibi gibt die Vorlage , Asche über mein Haupt.
Hahahah alter Collins. Was ein absurder spielverlauf. Jetzt wieder schön hintenreindrücken lassen.
Jaaaaaa 2:1 ! Collins !
Ich hoffe das pusht den jungen !
Bitte bitte bitte einmal die 1 halten !!!
Stark von Collins, auch die Balleroberung
Mal schauen ob die Führung hält...
Wir machen das 2:1 und sind hinten gleich wieder komplett offen und Werder macht weiter das Spiel. Junge Junge
Kämpfen !!!
Dieser Che Guevara von Werder ist gut - am besten gleich verpflichten!
Trotz Führung überlässt man erneut den Bremern das Spiel. Wie diese dann mit einfachen Bällen unsere ganze Abwehr aushebeln, das kann es nicht sein.
Am besten jetzt 2x Wechsel.......Jupp für Doan, Oscar für Skhiri.
Freut mich sehr für Collins. Und dennoch täuscht die Führung oder ein möglicher Sieg nicht über die maue spielerische Leistung hinweg! Das ist weiterhin viel zu wenig zumal Werder weiter am Drücker ist.
Skhiri einfach schwach
Man lässt sich hinten wieder reindrücken und bettelt nach dem Gegentor
Junge nimm den shkiri runter, was soll denn noch passieren?!!!!!!
Das ganze Spiel ist leider echt schwach. Sehr schmeichelhaft die Führung. Irgendwie fehlt einfach die Selbstverständlichkeit, der Flow, die Struktur.
Bremen ist doch unfassbar harmlos. Das MUSST du gewinnen.
Was macht theate da? Unfassbar.
Nur die Schlechtheit der Bremer ist die Führung noch zu verdanken. Ich kotze gleich!
Mein Gott. Das tut sowas von weh, wenn man sich diese Leistung anschaut
Die lernen es einfach nicht, Tor geschossen und anschließend wieder das Fußballspielen einstellen und nur am Zugucken, die betteln schon wieder um den Ausgleich…
Die C~Jugend kriegt gegen Hoffenheim 5 Stück, dann ist Toppmöller nicht mehr zu halten. Ob dies gut oder schlecht ist oder gar gerechtfertigt, möchte ich nicht bewerten. Qurabaq interessiert dabei nicht mehr, weil ein Spiel ohne Wert
Ich freu mich ja über das 1:2 - aber meine Güte, hinten ist das eine einzige Katastrophe. Bremen hatte jetzt schon einige gute Szenen, zum Glück sind die nicht in der Lage, die Chancen zu nutzen. Ehrlich, so kann es nicht weitergehen.
Harmlos? Die haben besser Chancen als wir. Man muss eher uns als harmlos bezeichnen.
Nach dem Tor ist das ganze spielerisch nochmal sehr abgeflacht. Kein Ballhalten, kein gezielter guter Pass, einfach nur Langholz ohne Sinn und Verstand.
Doan muss man heute auch mal wieder als Geist abstempeln......sehr blass, mit keiner guten Entscheidung (außer der Vor-Vorlage zum Tor).
Nur Befreiungsschläge gegen Bremen, unglaublich!
Selbst wenn wir gewinnen, wieder ein Spiel nur zum ärgern.
Und dir Scheiß Mätzchen von uns, die Nur Stimmung für Bremen bringen. Der Schiri hat jetzt schon keinen Bock mehr auf uns.
Wird wieder ein Spiel wo wir in den Schlussminuten das Gegentor bekommen.
Hab’s irgendwie im Gefühl… wir betteln ja förmlich drum. Selbst schuld wenn es so kommt.
Die Mannschaft wirkt selbst bei Führung total verunsichert.
Offiziell letzte Viertelstunde. Ich könnte wetten, dass noch etwas passieren wird und so, wie wir spielen, leider gegen uns.
Wie kann man den vorbei machen Chaibi
Und im Gegenzug das 2:2
Ich Fass es nicht
Wenn man in fröhlich lächelnde Fussballer Gesichter schaut,dann weiß man das deren Gegner die ,,Eintracht ,, ist....
Mit Ansage!
Was willst du damit sagen ?dann lieber DT behalten bevor der Blender kommt . Ja und das ist das 2:2 absolut verdient Wahnsinn
Sauber Eintracht , toll gemacht.Habe echt kein Bock mehr
Da isses ja schon das 2:2 !
Unfassbar und noch schlimmer sooo verdient !
Das war ja so klar - was für ein Dreck
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