Eintracht Frankfurt hat das Rhein-Main-Duell gegen den FSV Mainz 05 knapp, aber verdient mit 1:0 gewonnen. In einem intensiven und kampfbetonten Spiel setzte sich die Mannschaft von Dino Toppmöller dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung durch. Defensiv stand die Eintracht stabil, offensiv war das Gezeigte über weite Strecken mehr als ideenlos. Eine Einzelaktion von Ritsu Doan sorgte am Ende für große Erleichterung und einen Arbeitssieg, der die Mannschaft weiter auf Tuchfühlung mit dem oberen Tabellendrittel stehen lässt.
Mit der Hereinnahme von Mo Dahoud in der Startelf waren die meisten Experten komplett überrascht. Der eigentlich ausgebootete Mittelfeldspieler hat sich über die letzten Wochen aber immer mehr anbieten können und wurde vom Trainerteam mit der Startaufstellung belohnt. Hugo Larsson ging für ihn auf die Bank. Darüber hinaus rotierten Ansgar Knauff, Fares Chaibi und Matchwinner Doan in die Startelf. Mario Götze und Nnamdi Collins mussten ebenfalls auf die Bank.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FSV Mainz 05 der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,19. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 380 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
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– Spieler des Spiels – Ritsu Doan: Es war an diesem Sonntagabend typisch, dass eine Einzelaktion den Unterschied machen musste. Zu sehr haben sich beide Mannschaften über weite Strecken neutralisiert. In jener ließ er zwei Mainzer wie Fahnenstangen stehen und guckte Robin Zentner perfekt aus. Frankfurt gewinnt und die drei Punkte bleiben zu Hause. Ohne diese Pointe wäre die Stimmungslage wohl deutlich schlechter und auch Doan hätte nicht gerade euphorisch auf dieses Spiel zurückgeblickt. Denn abseits dieses zweifelsfrei genialen Tores war seine Leistung über viele Momente hinweg auch nur schwere Kost.
Nathaniel Brown: Da hatte Brown ingesamt ein paar mehr Aha-Effekte, blieb aber auf seine Seite eben ohne Geistesblitz vor dem gegnerischen Tor. Hinten absolut stabil, vorne immer wieder mit starken Zweikämpfen und Finten. Dieser Junge wird ohne Zweifel immer besser.
Michael Zetterer: Blieb wieder ohne Gegentor, absoluter Ruhepol der Defensive. Der Torwartwechsel ist ein elementarer Bestandteil der aktuell gefestigen Defensive. Freilich musste er auch nicht sonderlich oft bei Offensivaktionen der Gegner eingreifen.
Arthur Theate: Wieder mal mit starken Zweikämpfen unterwegs, in welchen er absolut alles reinwarf. Ist sich nicht dafür zu schade, wenn es auch mal schmerzt.
Rasmus Kristensen: Auf der rechten Seite mit enormer Laufleistung und viel Präsenz. Doch gerade in der ersten Hälfte reihten sich auch viele Passfehler ein, die vermeidbar gewesen wären. Abstimmungen, vor allem im Spiel nach vorne, gingen reihenweise schief.
Hugo Larsson: Nach seiner Hereinnahme gab es deutlich mehr Drive nach vorne. Klug, schnelles Spiel nach vorne. Interpretiert die Rolle im Zentrum deutlich offensiver als Skhiri. Dieses Mal auch mit deutlich mehr Ruhe am Ball. Der Schalter, der in der Pause umgelegt wurde, ist eindeutig auch mit seiner Präsenz verknüpft.
Jean-Matteo Bahoya: Mit seiner Dynamik und seinem Drang in die Tiefe sorgte Bahoya immer wieder für Unruhe in der Mainzer Abwehr. Er suchte mutig die Eins-gegen-eins-Duelle und brachte frische Impulse über den Flügel. Zwar fehlte ihm im Abschluss die letzte Präzision, doch sein Einsatz und seine Energie machten ihn zu einem ständigen Unruheherd.
Jonathan Burkardt: Gegen seinen Ex-Klub zeigte Burkardt eine engagierte Leistung, auch wenn ihm der Treffer verwehrt blieb. Er arbeitete viel gegen den Ball, lief unermüdlich an und zog immer wieder Verteidiger auf sich. In einigen Szenen fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, doch sein Einsatz und seine Laufbereitschaft waren vorbildlich.
Robin Koch: Ruhe und Autorität strahlte er wieder aus. Jetzt muss gesagt werden, dass es schon ein arg schwaches Mainz war, das am Sonntag zu Gast war. Aber solche Spiele helfen ihm wieder auf sein konstant hohes Niveau zu kommen.
Mo Dahoud: Wie Phönix aus der Asche kommt Dahoud zurück. Sicherlich war ihm anzumerken, dass er lange ohne Spielpraxis und Rhythmus war. Doch mit jeder Minute fuchste er sich mehr rein, traute sich sogar Standardsituationen zu. Wird da jemand doch wichtiger als alle dachten?
Ansgar Knauff: Leider ein Spiel, in welchem Knauffs Stärken nicht zum Tragen kamen. Das ist ohnehin sein großes Problem. Wenn der Faktor Geschwindigkeit von ihm eleminiert wird, dann wird es potenziell immer dünner bei ihm. Vergab zwei Chancen nach dem Pausentee, da fehlte im Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit.
Ellyes Skhiri: Ein Spiel mit ganz großen Fragezeichen. In einem Spiel gegen den Tabellenvorletzten, traut sich das Mittelfeld der SGE kaum aus der Deckung raus und verschleppt das Spiel von einer Seite auf die andere. Der Tunesier besitzt deutlich mehr Skills als er sich vermutlich im SGE-Trikot immer wieder zutraut.
Fares Chaibi: Seine besseren Spiele machte er auf der Sechs. Gegen Mainz dann mal wieder eine Reihe weiter vorne ausprobiert. Und was soll man sagen? Da war er wieder, der Chaibi aus der letzten Saison. Keine Impulse, zahlreiche Ballverluste, extrem schlechte Standardsituationen.






13 Kommentare
War schon ein ganz schön gruseliger Kick gestern, selbst mein Sohn ist Mitte der 1. HZ mit den Worten, da geh ich lieber duschen, da passiert eh nix mehr, ins Bad gestiefelt.
Erst einmal egal. Die Punkte zählen.., die Dinger musst du irgendwie ziehen.., das ist schwer genug. Gerade für die Clubs die intern. Unter der Woche ran müssen.
Schaut euch Mainz und Freiburg an.., glaube nicht das die bisher sagen.., wir sind total zufrieden, mit der Saison. Intern. noch gut unterwegs, aber sie zollen am Wochenende dafür Tribut und stehen deutlich schlechter da als letztes Jahr. Bundesliga ist das Kerngeschäft, Europa ist Bonus.., selbst die Bayern mühen sich knapp zu nem Remis und beim BVB rumort es auch schon wieder. Dieses Jahr könnte Leipzig wieder eine bessere Rolle spielen, keine Mehrfachbelastung, ruhige Trainingswochen, keine Reisestrapazen und schon sind die wieder bei der Musik dabei.
Euroleauge - Quali für die SGE dieses Jahr wäre TOP.
Mehr erwarte ich gar nicht.
Schon witzig. Kommentare gestern waren noch Weltuntergang, Noten heute sind eher Mittelfeld. Internetforen sind halt eine eigene Welt. Egal, nur die SGE!
(Ich hab die 1. HZ nicht gesehen (hab wohl nix verpaßt) und nicht mit abgestimmt.)
Freu mich wahnsinnig für Lits,
Bei Koch und Dahiud muss ich aber ehrlich sagen, werden mir ein wenig zu hoch bewertet:
- Koch hatte 2 riesige Fehler drin, nur weil Mainz schwach war, bleibt es ungestraft
- Mo hatte mindestens 3 Fouls gezogen die recht plump war, da wünsche ich mir mehr Raffinese, zeigt aber auch warum er bisher nicht Stamm war. Trotzdem Riesen Kompliment es wieder in die 11 geschafft zu haben
Ansonsten bin ich glücklich über den Arbeits-Sieg.
In einem Monat sieht man nur noch das 1:0
Hab gehört chaibi ist verletzt und fällt unbekannte Zeit aus .weiß da jemand was ? Würde die gestrige Leistung und Auswechslung erklären .
PS: wo kann man den benoten ?bei mir steht nicht möglich ,Dahoud 3,5???? Wtf der wird nie wieder eine Chance bekommen. Das hätte ich auch noch geschafft,was der da abgeliefert hat. Unfassbar bekommst du eine Chance und dann spielst du Lustlos,keine Körpersprache und Spannung. Und als ich dann das Mittelfeld gesehen habe aus Dahoud/skhiri/Götze/Larsson boahhhhh defensiver geht es kaum Krise bin immer noch auf 180 wegen der Aufstellung
Jetzt absoluter Fokus auf Köln.
Wieder viele auf Reisen. Nationalspieler bei uns zu haben, toll aber die fehlen dann halt auch im Eintrachttraining. In Köln erneut hinten die Null zu halten, schwierig genug.
Wir werden also mindestens einen Treffer erzielen müssen, um etwas mitzunehmen.
Ich erwarte Köln sehr offensiv, für Konter haben wir die schnellen Spieler.
Aber, in der Umschaltzentrale mangelt es an Wachsamkeit und Tempo. Das muss sich ändern. Dann wird's auch aus einer jetzt wieder stabileren Deckung in der Offensive wieder besser.
Sagen wir mal so: Du hast es verpasst, einer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga historischen Halbzeit beizuwohnen.
Wenn ich das nämlich richtig mitbekommen habe, war es seit Beginn der Spieldaten-Erfassung vor rund 30 Jahren(!) die erste Halbzeit, in der kein einziger(!) Schuss auf ein Tor abgegeben wurde.
Wenn man großzügig sei, hieß es im HR - Bericht, könne der geblockte Weitschuss von Dahoud als Torschussversuch gewertet werden - das war's aber auch.
knauff mit der 3,5 aber wirklich sehr gut bedient! ich bin da eher bei seiner im kicker 4,5. der junge kann so viel aber zeigt es viel zu selten und zu wenig konstant. gestern auch wieder die schlechteste passquote aller feldspieler (nur 53%)
Ich war in der Halbzeit nicht im Block. Haben sie Highlights gezeigt und wenn ja, welche?
Gruß SCOPE
Das liegt daran, dass hier meist die ewige gestrigen nörgler und Heckenschützen getarnt als möchtegernkritiker nur darauf aus sind toppi zu bashen. Egal was er macht, wie er es macht, egal welches Ergebnis. Toppi wird dumm und lächerlich angegangen von immer den selben. Warum such immer. Er spielt mit die beste Phase der Eintracht ever. Das bleibt so und ist auch gut so, denn er wird es diese dummschwätzern weiterhin zeigen. Und die werden sich noch weiter aufregen nur um hier Drink machen zu können
Monchichi… immer noch das gleiche Geschwätz von dir… keine Entwicklung zu sehen, außer gebashe keine Struktur… Du bist das Paradebeispiel für deine möchtegernkritik an toppi. Einfach keine Entwicklung zu sehen, so wie du es toppi vorwirfst. Was soll da auch sonst kommen von dir
Das stimmt was du sagst. Und nun? Egal. Das war von beiden Seiten ein Krampf. Halbzeit zwei wurde es besser bei uns, bei Mainz nicht. Tja, folgerichtig haben wir gewonnen. Punkte verbuchen ab in die eistonne und weiter geht’s. Trotz der gesamt schlechten Leistung haben wir gewonnen. Da müssen wir durch.
´beim K I C K E R sind die Noten nicht so rosig. Da gibt es auch einige 5 er. bzw 4.5
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