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Die SGE-Frauen zeigten im Europa-Cup eine überzeugende Leistung. Diese Energie möchte man laut Torschützin Memeti (Mitte) jetzt mitnehmen. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Brauchen diese Energie“: SGE-Frauen wollen Europa-Cup-Sieg bestätigen

Die Frauen der Frankfurter Eintracht gewannen am Mittwoch im UEFA Women’s Europa Cup völlig verdient mit 4:0 gegen den FC Nordsjælland. Sie stehen damit bereits vor dem Rückspiel mit einem Bein im Halbfinale des Wettbewerbs. „Wir haben heute ein tolles Spiel gezeigt und wieder zu Null gewonnen. Wir wollten heute unbedingt mit einer guten Ausgangssituation nach Dänemark fliegen. Das ist uns gelungen“, zeigte sich Cheftrainer Niko Arnautis im Nachgang des Spiels sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Es war nach dem 1:0-Sieg gegen Leverkusen am vergangenen Wochenende der nächste Erfolg, den das Team ohne Gegentor einfahren konnte.

Von Beginn an waren die Hausherrinnen das aktivere Team und erspielten sich beinahe im Minutentakt Chancen. Vor allem das geradlinige Spiel in die Spitze sorgte immer wieder für gefährliche Momente. Von den Gästen aus Dänemark kam nur wenig, und so ging es nach Toren der bärenstarken Nicole Anyomi (an drei der vier Treffer direkt beteiligt) und von Rebecka Blomqvist in die Pause. Dabei hätte die SGE speziell in der ersten Hälfte noch mehr Tore erzielen können. „Wir hätten mit Sicherheit noch das ein oder andere Tor mehr machen müssen“, gab Arnautis zu. Allerdings sorgte man nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff für die endgültige Vorentscheidung, als erst Ereleta Memeti und dann erneut Blomqvist zur deutlichen 4:0-Führung trafen.

Arnautis und Anyomi loben die Fans

Den dominanten Auftritt des Teams sahen trotz des regnerischen Wetters 2.600 Zuschauer im Stadion am Brentanobad – ganz zur Freude von Mannschaft und Trainer: „Kompliment an die Kulisse. Auch bei diesem bescheidenen Wetter. Wieder 2.600 Zuschauer, da freuen wir uns sehr“, sagte Arnautis. Für Anyomi ebenfalls ein Faktor: „Der Support der Fans war riesig. Ich liebe es, hier zu spielen, weil wir so viel Unterstützung bekommen. Das beflügelt!“

Weiter geht es erst am Wochenende in der Liga gegen Jena, dann steht bereits am Mittwoch das Rückspiel in Kopenhagen an. Laut der Torschützin zum zwischenzeitlichen 3:0, Ereleta Memeti, wolle man die Energie aus dem Spiel nun konservieren und mitnehmen: „Heute war eine gute Energie auf dem Platz. Diese Energie und diese Aggressivität in den Zweikämpfen brauchen wir auch in der Liga. Es ist eine richtig ausgeglichene Liga, und wir haben gute Konkurrenten. Deshalb müssen wir diese Energie von Spiel zu Spiel mitnehmen.“ In der Liga-Tabelle steht die Eintracht aktuell mit 27 Punkten nur auf dem sechsten Platz. Das Team habe sich mit Blick auf die gerade erst gestartete Rückrunde vorgenommen, vor allem die direkten Duelle gewinnen zu wollen, kompakter zu stehen und häufiger zu Null zu spielen, berichtete Anyomi.

„Spielen guten, anschaulichen und dynamischen Fußball“

Ein entscheidender Faktor dürfte die Defensive der Hessinnen sein, die sich in den vergangenen zwei Spielen stabiler zeigte. Dabei springt zuerst die Tatsache ins Auge, dass Abwehrspielerin Sara Doorsoun kurz vor Weihnachten überraschend an den Main zurückkehrte. Nur knapp ein halbes Jahr blieb die 34-Jährige beim Angel City FC in Los Angeles, bevor sie den Weg zurück nach Frankfurt antrat. Für Arnautis ebenfalls ein Faktor, aber nicht der einzige: „Sara ist natürlich ein enormer Faktor für uns. War sie letztes Jahr und ist sie jetzt auch. Aber auch darüber hinaus hatten wir in der Vorbereitung mehr Zeit, konnten verschiedene Übungen mit und gegen den Ball durchspielen. Dabei ist es uns gelungen, stabiler zu werden. So einen Automatismus, eine gewisse Widerstandsfähigkeit, kannst du mental entwickeln.“ Zu oft zeigten die Frankfurterinnen in der Hinrunde enttäuschende Leistungen. Spielerinnen wie Laura Freigang hatten mit schwankenden Leistungen zu kämpfen. Nach dem Kaderumbruch im Sommer, als viele erfahrene Spielerinnen den Klub verließen, kam zunehmend Kritik auf.

Für Coach Arnautis war klar, dass der Tabellendritte aus der Vorsaison etwas Zeit brauchen würde, um in die Spur zu finden: „Ich habe immer gesagt, dass wir den Spielerinnen ein bisschen Zeit geben müssen. Es gibt immer wieder Prozesse und Rückschläge. Die gehören dazu.“ Nun besteht also die Hoffnung, dass der überzeugende Auftritt im Europa Cup und der Erfolg gegen Leverkusen den Startschuss für eine erfolgreichere Rückrunde markieren könnten. Für den 45-jährigen Trainer gibt es dennoch Raum zur Verbesserung, mit der aktuellen Spielweise zeigte er sich aber zufrieden: „Insgesamt spielen wir guten, anschaulichen und dynamischen Fußball. Wir schießen Tore und sind stabil. So kann es weitergehen. Trotzdem haben wir noch Arbeit vor uns.“ Die Dauer-Konkurrenten Bayern und Wolfsburg sind an der Spitze der Liga bereits enteilt, aber der dritte Tabellenplatz ist noch in Reichweite. Dieser würde in die Qualifikation für das internationale Geschäft führen. Auf die drittplatzierten Hoffenheimerinnen bestehen bei noch 30 zu vergebenden Punkten aktuell zwei Punkte Abstand. Zudem besteht bekanntlich in beiden Pokalwettbewerben noch die Chance auf einen Titel. In knapp einem Monat steht das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Wolfsburg an. Zuerst gilt aber am Mittwoch das Weiterkommen auch in Europa endgültig klarzumachen.

2 Kommentare

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. Boris 12. Februar 26, 20:08 Uhr

Freigang hat ja echt alle Fähigkeiten, gut am Ball, kann auch 3 ausdribbeln. Sie spielt aber manchmal zu egoistisch. Es immer alleine machen wollen, das geht vielleicht, wenn man ein Killer ist wie Cristiano R. oder Marmoush in seiner Sahnesaison und jeder Schuss scharf aufs Tor geht, sonst ist es einfach nur taktisch falsch, wenn die Nebenfrau eindeutig besser daneben steht oder knapp versetzt hinter ihr. Sowas kannste doch nicht bringen, wenn man gerade ne schlechte Phase hat und jeder Ball nicht ins Eck, sondern lasch halbhoch auf die Torfrau oder in die Wolken geht. Da fehlt mir das Verantwortungsbewusstsein. Wenn einem der Kollege die perfekte Vorlage gibt, anstatt es selbstsüchtig immer alleine machen zu wollen, dann muss man das würdigen und mindestens stramm flach in die Ecke schießen, so dass mindestens ein Abpraller oder ne Ecke raus kommt, insbesondere wenn die Nebenfrau Anxomi super drauf ist.

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Fallback Avatar 2. Sammy94 12. Februar 26, 20:41 Uhr

hallo??? Gestern das Spiel gesehen??? Nein wohl nicht wenn man alleine aufs Tor zu läuft wie gestern dreimal in der 1. Halbzewit und jedes mal niemand mitläuft, was soll man da machen???

Egal, Laura Freigang Fußballgöttin ...

#Laurafreigang

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