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Younes Ebnoutalib musste verletzt ausgewechselt werden. Foto: IMAGO / Beautiful Sports

Besorgter Toppmöller: „Bei Ebnoutalib sieht es nicht so gut aus“

Nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart zeigte sich Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller sichtlich angefressen, aber auch reflektiert. Der 43-Jährige analysierte ein intensives Bundesliga-Spiel mit klaren Phasen – und sprach offen über Fehler, Moral und Entwicklungspotenziale seiner Mannschaft. „Es war ein packendes, spannendes Fußballspiel, wo wir die ersten 25 Minuten richtig gut verteidigt und kaum etwas zugelassen haben“, begann Toppmöller seine Analyse. Doch ein individueller Fehler von Keeper Kaua Santos brachte die Hessen aus dem Tritt: „Wir haben den Gegner dann mit einem individuellen Fehler zurück ins Spiel geholt, dann war der VfB bis zur Halbzeit die klar bessere Mannschaft.“

Gerade im Spiel mit Ball fehlte es der Eintracht laut dem Coach an Mut und Struktur: „Da haben wir viel zu viel lange Lösungen gesucht und nicht mehr versucht, uns spielerisch zu befreien.“ Folgerichtig sei Stuttgart „mit einer verdienten Pausenführung“ in die Kabine gegangen. In der Halbzeitpause fand Toppmöller deutliche Worte. „Wenn wir etwas mitnehmen wollen, müssen wir definitiv mutiger sein mit Ball, eine andere Aktivität im Freilaufverhalten zeigen, mehr Mut haben, über die beiden Spitzen, über die Sechser zu spielen und das Spiel zu verlagern.“ Diese Anpassungen seien in Durchgang zwei sichtbar gewesen: „Das war in der zweiten Halbzeit definitiv deutlich besser, das Spiel war offener.“

Der späte Ausgleich durch Neuzugang Ayoube Amaimouni-Echghouyab ließ die Hoffnung auf einen Punkt aufkeimen – inklusive der großen Chance von Rasmus Kristensen. „Ob das dann verdient oder unverdient ist, spielt in so einem Moment keine Rolle“, so Toppmöller. Umso größer war der Frust über den erneuten Rückschlag: „Dann ist es extrem ärgerlich – das hat mich brutal aufgeregt –, dass wir hinten raus so ein billiges Gegentor bekommen.“ Besonders die Defensivarbeit beim entscheidenden Treffer missfiel dem Trainer: „Wir schließen die Innenbahn nicht, da reicht ein Pass in die Gasse, ein weiterer vor das Tor – und wir schließen den ersten Pfosten nicht.“ Sein Fazit fiel entsprechend hart aus: „Dann gehen wir definitiv auch als verdienter Verlierer vom Platz.“ Deutliche Worte fand der Chefcoach daher zur Fehleranfälligkeit in der Defensive: „So einfache Bälle hinter die Kette dürfen nicht reichen. Wenn der Außenverteidiger den Ball bekommt und ihn hinter die Kette spielt, sodass der Stürmer allein aufs Tor läuft – das darf nicht passieren.“

Trotzdem habe die Mannschaft noch einmal Moral bewiesen, betonte der Coach: „Wir hatten nochmal die zwei Chancen von Kalimuendo, wo Nübel zweimal gut hält, dann die letzte Situation mit dem Steckpass auf Arthur Theate, der einen Tick zu lang war.“ Dennoch bleibe die Bilanz ernüchternd: „Es ist ärgerlich, dass wir aus den ersten beiden Spielen gegen zwei Top-Teams nur einen Punkt mitgenommen haben.“

Kalimuendo als Lichtblick – schwere Verletzung bei Ebnoutalib?

Trotzdem gab es auch positive Aspekte. Vor allem Arnaud Kalimuendo hob Toppmöller hervor: „Er hat sich vorne aufgerieben, musste alleine ohne Younes kämpfen – das ist gegen diese Innenverteidiger nicht einfach.“ Dennoch habe der Stürmer überzeugt: „Er hat sich in die Dynamik gedreht, Situationen eingeleitet, selbst den Abschluss gesucht. Er hat ein super Spiel gemacht und wird ein Faktor für die Rückrunde sein.“ Dass der Franzose überhaupt alleine in der Spitze spielen musste, lag an der verletzungsbedingten Auswechslung von Younes Ebnoutalib. Hier zeigte sich Toppmöller besorgt: „Bei Younes sieht es nicht so gut aus. Er geht morgen zum MRT, dann wissen wir genau, was die Thematik ist.“ Der Stürmer habe „einen Schlag auf Oberschenkel und Knie bekommen und ist dann weggeknickt“. Die „Bild“ berichtet sogar, dass ein Kreuzbandriss oder eine andere schwere Knieverletzung im Bereich des Möglichen liege.

Trainervertrauen in Kaua Santos: dann „musst du durch solche Momente durch“

Rückendeckung gab es für Torhüter Kaua Santos, der beim 1:1 gar nicht erst aus dem Tor kommen muss. Wenn er dies aber tut, dann muss er den Ball sicher haben: „Es war wichtig, dass er in der Halbzeit den Zuspruch der Jungs bekommen hat. Das zeigt unseren Teamgeist.“ Fehler gehörten dazu: „Wenn du Schritte machen willst in deiner Karriere, musst du durch solche Momente durch.“ Nach dem Ausgleich sei er zwar „ein bisschen wackelig“ gewesen, habe sich aber gefangen und in der zweiten Halbzeit mehrfach stark pariert: „Das sollte ihm Mut geben für die nächsten Wochen.“

Abschließend wurde Toppmöller noch einmal deutlich: „Die Rückschläge sind aktuell die größte Herausforderung für uns. Wir müssen diese Nackenschläge wegstecken – da geht es um Wachstum.“ Die Reaktion seiner Mannschaft stimme ihn jedoch positiv: „Wenn man den Start hier sieht, hat die Mannschaft das sehr, sehr gut weggesteckt.“ Jetzt gehe es darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen: „Die Dinge, die mir nicht gepasst haben, habe ich in der Kabine sehr laut angesprochen. Jetzt müssen wir uns schütteln, eine gute Reaktion zeigen und uns endlich mit Ergebnissen belohnen.“

10 Kommentare

Avatar 1. super-adler 14. Januar 26, 09:25 Uhr

Ich drücke sowas von die Daumen, dass er sich nicht schwer verletzt hat

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Fallback Avatar 2. imherzenvoneuropa 14. Januar 26, 09:39 Uhr

Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß. Echt mies, aber egal wer alles ausfällt: In Bremen müssen drei Punkte her.
Danach geht’s gegen SAP Hoppelheim und Bayer Kopfweh. Da wird es mit unsere aktuellen Form viele Gegentore und wenig Punkte geben fürchte ich.

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Avatar 3. francoforte1899 14. Januar 26, 09:47 Uhr

Mach dir mal lieber Sorgen um dich Floppi ähm Toppi, den Younes kriegen wir schon wieder hin. Er ist jetzt wieder daheim in seiner Stadt und will ganz schnell wieder in sein Stadion auf den Rasen! Mehr Motivation geht nicht! Gute Besserung und eine ganz ganz schnelle Genesung Adler! 🦅💪🏻

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Fallback Avatar 4. elber 14. Januar 26, 09:56 Uhr

Didi Hamann hatte es schon im Vorbericht gesagt, Chabot wird dem neuen Stürmer bei der Eintracht heute zeigen wo der Hammer hängt. Und genau so ist es gekommen, er hat in einem unübersichtlichen Zweikampf dem Junus versucht weh zu tun. Und das ist ihm gelungen.
In meinen Augen ist der Chabot ( ich muss es leider so hart sagen ) ein fauler Hund . Bei uns gibt es aber auch keinen der solchen Leuten auch mal im Zweikampf um den Ball mal richtig auf den Fuß tritt. Wir haben jetzt wieder einen Verletzten.
Sorry für die harte Aussage.,

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Fallback Avatar 5. tommy89w 14. Januar 26, 10:10 Uhr

Die Formtabelle der letzten 5 Spiele besagt, dass wir 14. sind und Bremen 18. mit 3:11 Toren. Wenn wir in Bremen nicht gewinnen, dann habe ich die Hoffnung auf eine gute Saison komplett verloren.

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Avatar 6. francoforte1899 14. Januar 26, 10:15 Uhr Zitat - elber Didi Hamann hatte es schon im Vorbericht gesagt, Chabot wird dem neuen Stürmer bei der Eintracht heute zeigen wo der Hammer hängt. Und genau so ist es gekommen, er hat in einem unübersichtlichen Zweikampf dem Junus versucht weh zu tun. Und das ist ihm gelungen. In meinen Augen ist der Chabot ( ich muss es leider so hart sagen ) ein fauler Hund . Bei uns gibt es aber auch keinen der solchen Leuten auch mal im Zweikampf um den Ball mal richtig auf den Fuß tritt. Wir haben jetzt wieder einen Verletzten. Sorry für die harte Aussage., Path

Den Chabot hätte ich trotzdem gerne bei uns gesehen hat sich nur leider damals als er in Köln gekickt hat für den VfB entschieden- leider. Ist auch einer aus unserer Ecke wenn ich nicht irre, glaube Hanau. Harter Hund und net so’ne Koch Ballerina…

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Avatar 7. 1899international 14. Januar 26, 10:22 Uhr Zitat - francoforte1899 Den Chabot hätte ich trotzdem gerne bei uns gesehen hat sich nur leider damals als er in Köln gekickt hat für den VfB entschieden- leider. Ist auch einer aus unserer Ecke wenn ich nicht irre, glaube Hanau. Harter Hund und net so’ne Koch Ballerina… Path

Das ist halt auch so ein Typ Spieler, den man bei seiner eigenen Mannschaft froh ist zu haben, aber die anderen fluchen halt über ihn. Hatten wir auch schon (Abraham, Franz).
Ich hätte auch gerne so einen in der Innenverteidigung, gerade aktuell.

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Fallback Avatar 8. frankfurter jung 14. Januar 26, 10:59 Uhr

Guten Morgen in die Runde.
Für unseren jungen Spieler Younes wäre eine schwere Verletzung ein großer Rückschlag. Die persönliche Tragik steht hier erstmal hinter den auch gravierenden sportlichen Auswirkungen.
Die Leistung der Mannschaft gestern wieder einmal sehr unausgewogen. An Einsatz und Willen fehlte es nicht. Auch die Neuzugänge haben Potenzial. Aber unser Spiel in langen Phasen strukturlos, die Defensive macht dem Gegner ein Angebot nach dem anderen zum Tore schießen. Wir verfügen jedoch über durchaus gutes Personal im Kader, mit etlichen Nationalspielern. Wenn und wie Krösche dies jetzt erneut und diesmal sehr heftig kritisiert (auch im Kicker nachlesbar), geht diese Kritik über die Mannschaft hinaus. Und das wirft Fragen auf, objektiv betrachtet und ohne persönliche Häme gegenüber verantwortlichen Personen. Mit seiner öffentlichen Beurteilung der Situation hat MK sich jetzt als der positioniert, der Fragen stellen, aber auch Fragen beantworten muss und ggf. auch handeln muss. Warten wir's ab. Auswärts in Bremen, Zuhause gegen Hoffenheim, durchaus lösbare Aufgaben. Falls hier nicht gut gepunktet wird, wird ein weiter so kaum möglich sein.

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Avatar 9. Hooliganverachter 14. Januar 26, 11:00 Uhr

Alles Gute Younes!

Alles Gute Santos!

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Avatar 10. bluntman3000 14. Januar 26, 11:03 Uhr Zitat - 1899international Das ist halt auch so ein Typ Spieler, den man bei seiner eigenen Mannschaft froh ist zu haben, aber die anderen fluchen halt über ihn. Hatten wir auch schon (Abraham, Franz). Ich hätte auch gerne so einen in der Innenverteidigung, gerade aktuell. Path

Carlos Zambrano.

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