Nachdem das Jahr aus Frankfurter Sicht vielversprechend mit einem Remis gegen Borussia Dortmund begann, setzte es zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde eine ernüchternde 2:3-Niederlage in Stuttgart. Erneut hagelte es drei Gegentreffer. Die SGE kassierte somit nach Heidenheim und Wolfsburg die meisten Gegentore in der Liga. Durch die Niederlage im Ländle wuchs der Abstand auf die anvisierten internationalen Plätze weiter an. Mit Blick auf die aktuelle Top-Sechs konnte die Eintracht in der aktuellen Saison nur gegen die TSG Hoffenheim dreifach punkten. Aktuell scheinen die Adler nicht in der Verfassung, um es mit den Anwärtern auf die internationalen Startplätze aufnehmen zu können. Mit dem SV Werder Bremen wartet zum Auftakt der Rückrunde ein Gegner, der sich ebenfalls in einer sportlichen Krise befindet. Seit sechs Pflichtspielen warten die Werderaner nun auf einen Sieg. Zwar ist die Stimmung in Frankfurt aktuell ebenfalls nicht rosig, häufen sich doch weiterhin angesichts von 36 Liga-Gegentoren die Defensiv-Sorgen. Dennoch gehen die Hessen, die das Spiel in der Hinrunde mit 4:1 gewannen, als Favoriten in den Auftakt der Rückrunde. Will man nicht vollends in den Krisenmodus verfallen und den Anschluss an die Spitzenteams verlieren, sollten die Adlerträger drei Punkte aus dem Norden mitbringen.
Anpfiff der Partie ist am Freitag, 16. Januar 2026 um 20:30 im Bremer Weserstadion. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Benjamin Brand. „Sky“ und „Eintracht FM“ übertragen live.
Das sagen die Trainer
Dino Toppmöller: „Ich habe großes Vertrauen in unsere Qualitäten. Es gibt Dinge, die wir besser machen müssen, aber es gibt auch sehr viele Dinge, die mir Hoffnung machen. Wenn wir unsere offensive Wucht über 90 Minuten auf den Rasen bringen, können wir auch wieder Spiele gewinnen. Freitagabend unter Flutlicht wird es in Bremen heiß her gehen und es wartet eine schwere Aufgabe. Wir freuen uns auf das Spiel und wollen zeigen, dass wir es insgesamt besser machen können.“
Horst Steffen: „Wir brauchen eine gute Leistung. Nichtdestotrotz hat Eintracht Frankfurt auch seine Themen und wir wollen das ausnutzen. Aber egal welcher Gegner kommt – es geht darum, welche Aufgabe haben wir auf welcher Position. Wie spielen wir zusammen? Halten wir uns an den Plan? Da liegt mein Fokus drauf, dass wir gute Lösungen gegen Frankfurt haben.“
Fakten zum Spiel 
An der Weser herrscht echte Ebbe, was Tore angeht. Den letzten Pflichtspieltreffer schossen die Norddeutschen am 7. Dezember im Derby gegen den Hamburger SV. Seitdem blieb der SVW drei Pflichtspiele in Folge ohne Torerfolg. Auch im Testspiel gegen den FC St. Pauli kam man nicht über ein torloses Remis hinaus. So lange war man innerhalb einer Bundesliga-Saison seit Februar 2020 nicht mehr torlos.
In der Bundesliga-Historie hatte die SGE erst einmal mehr Gegentore nach der Hinrunde kassiert, als in der aktuellen Spielzeit. Das war in der Saison 1984/85, als man nach den ersten 17 Spielen bereits 38 Gegentreffer zu beklagen hatte.
Die Sportgemeinde und der Sport-Verein trafen in insgesamt 117 Pflichtspielen aufeinander. Die Fans erwartet also ein echter Traditions-Klassiker. Die Bilanz zwischen beiden Vereinen ist nahezu ausgeglichen. Würden die Bremer das Duell am Freitag gewinnen, wäre die Bilanz ausgeglichen. Bisher verzeichnete die Eintracht 46 und der SVW 45 Siege. 26-mal gab es keinen Gewinner.
Formkurve
Eintracht Frankfurt: N S U U N
Werder Bremen: N N U U N
Wer fällt aus?
Eintracht Frankfurt: Elias Baum (Innenbandverletzung), Timothy Chandler (Sprunggelenksprobleme), Jonathan Burkardt (Wadenverletzung), Michy Batshuayi (Fußverletzung), Hugo Larsson (Erkältung), Younes Ebnoutalib (Innenbandverletzung) und Mario Götze (erkrankt)
Werder Bremen: Maximilian Wöber (muskuläre Probleme), Niklas Stark (Hüftprobleme), Felix Agu (Verletzung des Syndesmosebandes), Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Wesley Adeh (Bänderverletzung) und Victor Boniface (Knieverletzung)
Player to watch
Die Offensive der Hanseaten gehört mit 18 Treffern zu den harmlosesten des deutschen Oberhauses. Einer der wenigen Lichtblicke ist da Jens Stage, der an allein sechs dieser Tore direkt beteiligt war. Fünf eigene Buden erzielte der Däne, ein weiteres leitete er ein. Damit ist der 29-Jährige der torgefährlichste Bremer. Und das als zentraler Mittelfeldspieler. Stage ist unangefochtener Stammspieler im Team von Trainer Steffen und wohl auch deshalb Co-Kapitän. Er ist ein Box-to-Box-Spieler, der immer wieder die Tiefe sucht und mit einer guten Intensität eine absolute Führungsfigur für den SVW ist. So ist er Dreh- und Angelpunkt im System der Grün-Weißen und schaltet sich dazu oft in die Offensive ein. Vor allem seine Schüsse aus der zweiten Reihe sorgten immer wieder für Gefahr. Auch in der Luft hat der 1,87-Meter-Mann Qualitäten.
Aussicht: Brown, Uzun und Chaibi sind zurück
Kaua Santos wird natürlich auch nach seinem Patzer gegen den VfB das Frankfurter Tor hüten. Das bestätigte Torwarttrainer Jan Zimmermann unlängst. Davor dürfte Nathaniel Brown, nach überstandener Erkrankung, zurück in die Viererkette rücken und Auréle Amenda somit auf die Bank verdrängen. Nachdem Farés Chaibi gegen den VfB Stuttgart wegen seines Einsatzes beim Afrika-Cup noch geschont wurde, dürfte er gegen Bremen wieder mit dabei sein. Erst recht, weil Hugo Larsson weiterhin fehlen wird. Für die nötige Kreativität in der Offensive sollte Can Uzun sorgen, der gegen die Schwaben noch wegen einer Fußverletzung passen musste.
Durch die Verletzung von Younes Ebnoutalib wird wohl auch die Rückkehr zur Ein-Mann-Spitze beschlossene Sache sein. In vorderster Front muss sich also Neuzugang Arnaud Kalimuendo gegen die Verteidiger der Hanseaten aufreiben. Sicher kommt die Spielweise von Werder nicht unbedingt dem Spielstil des Franzosen gelegen, großartig andere Optionen bleiben Trainer Toppmöller aber schlicht nicht übrig.
Mögliche Aufstellungen
Eintracht Frankfurt: Kaua Santos – Rasmus Kristensen, Robin Koch, Arthur Theate, Nathaniel Brown – Ellyes Skhiri, Farés Chaibi – Ansgar Knauff, Can Uzun, Ritsu Doan – Arnaud Kalimuendo
Werder Bremen: Mio Backhaus – Amos Pieper, Marco Friedl, Abdoul Coulibaly – Yukinari Sugawara, Senne Lynen, Isaac Schmidt – Romano Schmid, Jens Stage – Justin Njinmah, Marco Grüll






56 Kommentare
Wie wäre es, jetzt erst mal das Spiel abzuwarten und danach die Lage neu zu bewerten ? Im Moment ist doch jedes Wort zu viel. Das heutige Spiel wird einen Trend setzen und nach Abpfiff wird dieser erkennbar sein.
Wieviele Spiele hast du die letzten 2,5 Jahre gesehen die „eine Richtung“ aufwärts gesetzt haben?
Über die Trainer-Qualität brauchen wir nicht diskutieren!
Aber Reibung erzeugt sicher keine Energie, wenn man neben gelegentlich Meinungsverschiedenheiten keine grundsätzliche Einigkeit über die Ausrichtung des Vereins gibt. Und die gibt ja nicht nur Krösche vor.
Ganz einfach, weil eine (schwere) Erkältung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist und der Verein auch eine Fürsorgepflicht gegenüber seinem Spieler hat.
Eine verschleppte Erkältung kann auch mal schnell eine Lungenentzündung auslösen oder sich auf den Herzmuskel auswirken, gerade bei Ausdauersportarten und dann biste am Arsch und womöglich ist die Karriere beendet…..
Ich mache selbst viel Sport und wenn ich erkältet bin setze ich auch aus, weil es nicht förderlich ist und der Körper damit beschäftigt ist den Infekt zu bekämpfen, da ist Sport nur hinderlich.
Die Frage die sich für mich stellt ist eher warum es mal wieder Götze ist, wenn die Muskulatur nicht zumacht ist er anderweitig krank und fällt aus, da würde mich am Saisonende mal interessieren wie viele Spiele er überhaupt gemacht hat bzw. wie viele er verpasst hat, da sollte man sich die Verlängerung noch mal gut überlegen und vor allem am Gehalt schrauben und zwar nach unten, wichtig für die jungen Spieler hin oder her, wer mehr in der Reha ist als auf dem Platz am Spieltag den kann man auf Dauer nicht gebrauchen, nicht im Leistungssport und nicht auf der wichtigen Position die er theoretisch auf dem Platz einnimmt…
Mir egal wer an der Linie steht !
Mir auch egal wer unser Trikot trägt !
Hauptsache derjenige haut sich rein für den Verein !
Mehr haben echte Eintracht Fans nie erwartet !
Niederlagen zu ersehenen um Gesichter unseres Clubs davonjagen zu können ist NICHT Teil unserer Geliebten Fankultur !
Das ist das was uns von den Hoffenheims Wolfsburgs unterscheidet .- und da bin ich verdammt stolz drauf .
Also wenn sich alle für den Verein auf links drehen einschließlich einiger hier im Forum .
Dann läuft es auch .
Mein Wunsch ist einfach nur, dass ich den Fernseher nicht nach 20 Minuten ausschalte.
Ich muss leider sachlich sagen, dass es in der Vergangenheit bei Trainerwechseln häufig so war, dass sie zumindest die Abwehr ziemlich zügig in den Griff bekommen haben.
Ich war lange der Meinung, an DT festzuhalten, aber mir kommen wirklich Zweifel. Es sind massiv zu viele Gegentore, unsere erzielten Tore fallen tatsächlich häufig durch individuelle Klasse ( Doan ).
Er muss nach dieser langen Zeit liefern, die Qualität im Kader haben wir.
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