Die allermeisten Fans dürften vom jüngsten Transfer der Frankfurter Eintracht überrascht worden sein: Mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab gab die SGE am gestrigen Freitagmorgen die Verpflichtung eines weiteren Offensivspielers bekannt. Während der 21-Jährige in der obersten deutschen Spielklasse ein völlig unbeschriebenes Blatt ist, so sind seine Qualitäten unter den Zuschauern der dritten Liga längst kein Geheimnis mehr. Mit neun Treffer und sechs Vorlagen war der in Spanien geborene Außenstürmer in seinem ersten halben Jahr auf Profiniveau direkt der fünftbeste Scorer der Liga. Dazu steigerte sich sein Marktwert bei der TSG Hoffenheim auf „transfermarkt.de“ auf zwei Millionen Euro, womit er der wertvollste Spieler der dritthöchsten deutschen Spielklasse war. Laut „Absolut Fussball“ sollen daher zahlreiche Bundesliga-Vereine hinter Amaimouni-Echghouyab her gewesen sein. Die SGE soll sich seine Dienste für eine Ablöse von etwa 200.000 Euro gesichert haben. Damit gilt das Risiko bei diesem Transfer als überschaubar. Branchenintern soll der ehemalige Hoffenheimer sogar schon mit Kölns Saïd El Mala verglichen werden, der ebenfalls erst vor der Saison aus Liga drei kam. Dieser Vergleich kommt freilich noch viel zu früh und ist für den Spieler auch nicht gerecht, dennoch gibt sich der Frankfurter Neuzugang direkt selbstbewusst: „Es fühlt sich sehr gut an. Ich kann es kaum erwarten, im Stadion vor allen Zuschauern zu spielen“, schwärmt Amaimouni-Echghouyab auf „EintrachtTV“. „Die Fans, der Klub. Alles ist überragend. Ich freue mich eigentlich auf alles. Ich freue mich auf das erste Training und das erste Spiel.“ Seine Ziele mit der SGE sind klar formuliert. „Ich will Vollgas geben, mich weiterentwickeln und mit Frankfurt so gut wie möglich abschneiden.“
„Zeitpunkt für Verpflichtung war bewusst gewählt“
Dass die Eintracht-Verantwortlichen den Spieler schon seit längerer Zeit auf dem Zettel haben, wurde ebenfalls bei der Verpflichtung deutlich. „Er hat ein total spannendes Profil und einen spannenden Werdegang hinter sich“, freut sich SGE-Sportdirektor Timmo Hardung. „Oberliga, Regionalliga, dritte Liga. Egal auf welcher Stufe er gespielt hat, er hat seine Qualitäten immer aufblitzen lassen.“ Amaimouni-Echghouyab wurde in den Nachwuchsmannschaften von Rot-Weiss Essen und Arminia Bielefeld ausgebildet. Nachdem ihm dort der Sprung in den Profibereich nicht gelang, wechselte er in die fünfte Liga nach Erkenschwick. Nach einem sehr überzeugenden Jahr im nördlichen Ruhrgebiet zog es den Flügelspieler weiter nach Sinsheim, wo im Sommer die Regionalliga-Meisterschaft und der Aufstieg glückte. „Wir sind davon überzeugt, dass er uns mit den Stärken, die er mitbringt, offensive Flexibilität geben kann.“ Bei der Eintracht hat man dem 21-Jährigen einen klaren Plan aufgezeigt, um den Drittliga-Durchstarter von der Mainmetropole zu überzeugen. „Sein und unser großes Ziel ist, dass er für uns im Deutsche Bank Park aufläuft. Das trauen wir ihm auch absolut zu.“ Hardung mahnt aber auch zur Geduld: „Der Schritt über zwei Ligen hinweg ist groß. Das wissen wir. Aber deswegen haben wir diesen Zeitpunkt auch sehr bewusst gewählt, sodass er sich da adaptieren kann. Wir freuen uns sehr, wenn er diese Herausforderung dann annimmt und wir ihn auf dem Rasen in unserem Stadion sehen werden.“ Die SGE ist von Ayoube Amaimouni-Echghouyabs Potential überzeugt, wird dem Spieler aber genügend Zeit geben, um sich an das neue Niveau zu gewöhnen.






11 Kommentare
Willkommen!
Ich frage mich nur, warum es nicht für die erste Mannschaft Hoffenheims gereicht hat...
Wer sagt denn, dass es nicht gereicht hat?
Der Text lässt das vermuten: "Während der 21-Jährige in der obersten deutschen Spielklasse ein völlig unbeschriebenes Blatt ist, so sind seine Qualitäten unter den Zuschauern der dritten Liga längst kein Geheimnis mehr. "
Gruß SCOPE
Ich hatte den Bericht im Kicker gesehen.
"Im Kraichgau ist man derweil enttäuscht über den Abgang: "Er hat sich nun gegen die ihm aufgezeigte langfristige Perspektive bei der TSG entschieden und uns nach dem Ende der Hinrunde mitgeteilt, dass er spätestens im Sommer einen anderen als den TSG-Weg einschlagen möchte", wird Direktor Sport Frank Kramer auf der Hoffenheimer Homepage zitiert."
"Stolz auf die Entwicklung ist man dennoch: "Ayoube hat in seinen anderthalb Jahren bei der TSG Hoffenheim eine starke Entwicklung genommen: Er kam von einem Fünftligisten zu uns und hat sich in unserer U 23 zum aufstrebenden Jungprofi entwickelt", sagt Kramer."
Klingt für mich eher so, dass sie sich über den Abgang ärgern, als dass es nicht gereicht hätte.
Timmo Hardung sagte im HR: "Seine rasante Entwicklung ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international aufgefallen. Umso mehr freut es uns, dass er sich für unseren Weg und klaren Plan, den wir ihm aufgezeigt haben, entschieden hat."
Ich würde sagen, die aufgezeigte Perspektive von Markus Krösche war besser und er wollte einfach bei einem geileren Verein spielen. 🖤🤍❤️
War nicht gestern Trainingsauftakt?
Finde ich gut das du es fragst, wollte ich auch schon schreiben. Gibt es Infos zu Burkardt ?
War keiner von SGE4EVER beim Training weil es keinen Bericht gibt ?
Oder war generell keine Presse zugelassen ?
Ja, gestern war Trainingsauftakt. Auf den wenigen Bildern auf Instagram ist Jonny nicht zu sehen.
Hat wohl individuelle Übungen gemacht, ebenso ein paar andere, bei den Temperaturen sicherlich im Proficamp im Kraftraum etc…
Spätestens zur PK zum BVB Spiel wird es ein Update zu den Verletzten geben, dann wissen wir ggf. mehr…
Krösche raus !
Der macht das mit den Namen nur um uns zu ärgern.
Wie soll man denn da vernünftig haten ?
Ich habe aus zuverlässiger Quelle gehört, dass noch ein afrikanischer IV
mit 3 Mal ngk im Nachnamen kommt 😉
Also ich hab irgendwo gelesen, weiß nicht mehr wo, dass Jonny erst Ende Januar zurückerwartet wird
Hoffenheim hat auf Amaimouni-Echghouyabs Position durchaus starke Konkurrenz, allen voran Toure.
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