Wow, was war das für ein Spiel? Zum Auftakt des neuen Bundesligajahres 2026 trennten sich die Frankfurter Eintracht und Borussia Dortmund nach spektakulären 99 Minuten 3:3-unentschieden. Besonders die Nachspielzeit entwickelte sich zu einem Wechselbad der Gefühle. Aus neutraler Sicht war die Eröffnungspartie des 16. Spieltags nicht nur ein Genuss, sondern auch Werbung für die Bundesliga. Aus Fan-Perspektive dürfen sich die Gäste aus Dortmund über das bessere Ende freuen, wohingegen die Eintracht am Ende mit zwei verlorenen Punkten hadert. Irgendwie fast schon eine gefühlte Niederlage, Borussia Dortmund hin, Borussia Dortmund her.
Nach dem vermeintlichen Siegtreffer von Mo Dahoud zum zwischenzeitlichen 3:2 sah es nach dem perfekten Jahresstart aus, doch das letzte Wort war noch lange nicht gesprochen. Der Last-Minute-Ausgleichstreffer von Joker Carney Chukwuemeka fühlte sich unmittelbar nach Schlusspfiff nahezu wie ein Stimmungskiller an. „Am Ende kommen wir alle ins Stadion, weil wir Fußballspiele sehen wollen, wo Spektakel draufsteht“, zeigte sich Dino Toppmöller im Anschluss fasziniert. „Was für ein Spiel! Fußballherz, was willst du mehr? Viele Tore, gute Zweikämpfe, gute Intensität von beiden Teams.“ Logisch, dass nach einem so torreichen Spektakel die Emotionen hochkochen, die man auch erstmal sacken lassen muss. Ist dieser Prozess abgeschlossen, stellt man mit einem zeitlich großen Abstand fest, dass nicht nur ein leistungsgerechtes Resultat, sondern auch ein nicht unwichtiger Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten zu Buche stehen. Leistungsgerecht, weil die SGE auf einen ebenbürtigen und couragierten Auftritt zurückblicken kann, der Hoffnung macht. „Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die in den letzten 24 Spielen nur einmal verloren hat“, merkte der Chefcoach der Hessen an, der seiner Mannschaft eine starke Leistung attestierte. „Wir wussten, dass wir gegen diese fußballerische Qualität mit einer guten Intensität, mit einer guten Power und einer gewissen Männlichkeit Fußball spielen müssen und das haben wir getan. Wir waren gut in den Zweikämpfen und gierig.“ Auch Toppmöller haderte zwar mit dem verspielten Sieg: „Wir haben am Ende mit dem 3:2 in der Nachspielzeit das Ding fast schon in unserer Hand“, kann aber das Spiel und das Ergebnis richtig einordnen: „Wir haben eine tolle Moral gezeigt und sind zweimal zurückgekommen, aber wenn man die 90 Minuten sieht, dann ist es ein gerechtes Ergebnis.“ Was sowohl das Spielerische als auch die Einstellung betrifft, hat am vergangenen Freitagabend vieles gestimmt. Auf den gesamtmannschaftlichen Auftritt kann man angesichts der kommenden Aufgaben (am Dienstag wartet bereits der VfB Stuttgart) gut aufbauen. „Dann werden wir uns auch belohnen“, ist sich der Fußballlehrer sicher.
Neues Offensivduo zündet
Abgesehen vom am Schluss eher enttäuschenden Remis stand sowohl im Vorfeld als auch im Nachgang der Partie das Debüt von Winterneuzugang Younes Ebnoutalib im Mittelpunkt. Der für acht Millionen Euro aus Elversberg gekommene Frankfurter Bubb brillierte mit super Laufwegen, war umtriebig unterwegs, beschäftigte die Dortmunder Abwehrreihe gut und krönte seinen ersten Einsatz im Dress seines Heimatsvereins mit seinem Premierentreffer zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. „Younes hat sich heute gut freigeschwommen“, preiste Toppmöller. „Es ist nicht einfach, gegen die drei Hünen dahinten zu spielen. Er hat sich extrem aufgerieben, Gelbe Karten gezogen, ist dahingegangen, wo es wehtut und sich mit einem tollen Tor belohnt.“ Zu verdanken hat Ebnoutalib sein Tor dem zweiten Winterneuzugang, Arnaud Kalimuendo, der das Ganze acht Minuten nach seiner Einwechslung erst möglich machte. „Überragende Vorarbeit von Arnaud!“. Kalimuendo mit seiner ersten Vorlage, Ebnoutalib mit seinem ersten Tor. Einen perfekteren Einstand hätte das Duo wohl kaum feiern können. „Da hat Younes einfach ein gutes Gespür, wann er dem Gegner in den Rücken weggeht, hat ein gutes Timing für Tiefgang. Das macht er top. Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit den beiden vorne ganz andere Möglichkeiten haben als in den letzten Wochen vor der Winterpause.“
„Hat Vertrauen zurückgezahlt“: Santos beeindruckt den Trainer
Nicht nur im Angriff mit Ebnoutalib in der Startelf und Kalimuendo als Einwechselspieler bewies Toppmöller ein goldenes Händchen, auch auf der Position des Torhüters traf der gebürtige Saarländer eine wichtige Personalentscheidung, die er bereits im Vorfeld verkündet und wie ein Paukenschlag gewirkt hatte. Kaua Santos, dessen Durchbruch das gesamte Trainerteam weiterhin zutraut, kehrte wieder zwischen die Pfosten zurück und löste Michael Zetterer, der zuvor den Brasilianer Anfang der Saison abgelöst hatte, ab. „Ich finde, dass Kaua ein sehr ordentliches Spiel gemacht hat.“ Auch wenn Santos den einen oder anderen Wackler im Spiel hatte, in einigen Situationen sich beispielsweise verschätzte oder zu ungestüm aus seinem Kasten eilte, zeigte sich der 1, 96 m große Keeper unterm Strich verbessert. „Wenn man sich die Gegentore anschaut, ist er machtlos. Er hat trotzdem die eine oder andere Situation gut entschärft. Er war sehr präsent bei Flankenverteidigungen. Er ist in einem ganz anderen körperlichen und mentalen Zustand“, zeigte sich Toppmöller von der Entwicklung des 22-Jährigen beeindruckt und gestand, dass es retrospektiv ein Fehler gewesen war, Santos für das damalige Spiel gegen Union Berlin nach seiner Kreuzbandverletzung ins kalte Wasser geworfen zu haben. „Es war nicht der beste Zeitpunkt, den wir gewählt haben, ihn gegen Union Berlin ins Tor zu stellen. Jetzt hat man eine sehr gute Reaktion von ihm gesehen, wie er mit der Situation umgegangen ist, nachdem wir ihn vor dem Liverpool-Spiel rausgenommen haben. Heute hat er das Vertrauen zurückgezahlt.“
Entwarnung bei Theate
Apropos Personal, Arthur Theate musste in der 83. Minute aufgrund von Beschwerden ausgewechselt werden, Nnamdi Collins vertrat den Belgier für die Schlussphase. Doch kein Grund zu Panik. „Nein, Es ist alles okay. Er hat paar Minuten vorher schon (Zusammenprall mit Kaua Santos, Anm. d. Red.) angezeigt, dass er Probleme mit dem Fuß hatte“, erklärte Toppmöller. Mit „Nein, es ist alles okay“ bezog sich der Übungsleiter auf das nächste Spiel bereits am Dienstag beim VfB Stuttgart. Toppmöller kann voraussichtlich auch in zwei Tagen nach Theates Diensten greifen. Schließlich steht seiner Mannschaft ein volles, eng getaktetes Januar-Programm bevor. In derselben Woche steht nach Stuttgart bereits das zweite Freitagabendspiel in Folge auf der Agenda, dann sind die Hessen bei Werder Bremen gefordert. Weiter geht die Reise in der Champions League bei Qarabag Agdam (ohne Zuschauer), ehe sie drei Nächte später die TSG Hoffenheim im Deutsche Bank Park empfangen. Vier Tage später ist Tottenham Hotspur ebenfalls zu Gast im letzten Spiel der Ligaphase, und am Monatsende fordert die Eintracht ebenfalls vor heimischer Kulisse Bayer Leverkusen heraus. Kurzum: sechs Spiele binnen drei Wochen, puh! Für Toppmöller jedenfalls begrüßenswert: „Für uns als Trainer oder frühere Spieler ist eine Vorbereitung nicht ganz so schön. Von daher ist es für uns alle angenehmer.“ Wichtig sei, dass man einen breiten Kader habe, „damit du die eine oder andere Position rotieren kannst. Das haben wir beide (gemeint ist Niko Kovac, Anm. d. Red.). Von daher kannst du im Januar sieben Spiele absolvieren.“ Eins davon ist bereits passé, das 3:3 gegen den BVB war also erst der Beginn, an dem Toppmöller und seine jungen Wilden anknüpfen möchten, anknüpfen sollten, um den Anschluss an die internationalen Plätze nicht zu verlieren. Aus Adler-Sicht kann das das Ganze auch ruhig mit weniger Spektakel, weniger Gegentoren, aber mit souveränen Siegen vonstattengehen.






24 Kommentare
Top Artikel! Danke. Die Kombination aus Interview und eigener Einordnung passt. An dem Spiel sieht man wie nah Gefühle beisammen liegen. Hätten wir das 3:3 in letzter Sekunde gemacht, hätte es sich wie ein Sieg angefühlt und so.... Ich fand es den besten Stadionbesuch seit langem. Das Spiel hat Spaß gemacht und das hat sich auf die Ränge übertragen. So muss es sein. Der Januar wird hart, aber das schaffen wir, wenn der Einsatz wie am Freitag immer wieder auf den Platz gebracht wird. Ich freue mich auf die Rückrunde und bin froh, dass die Stimmung zum Jahresbeginn gleich etwas besser hier ist. Eintracht!
Ich werde den Moment beim 2:2 durch Younes im Stadion nie vergessen, eine Explosion der Gefühle im Stadion, die Torhymne rieß nach einigen Sekunden ab, wahrscheinlich weil der Hausmeister selbst in Ekstase war, vergleichbar ein bisschen mit Alexander Meiers Tor im letzten Spiel gegen HSV zum Abschied, hier die Geburtstunde von Younes.
Das ganze Spiel hat einen angezündet.
Das Team hat viel Qualität auf den Platz gebracht, mit absolutem Einsatz (was selbstverständlich sein sollte). Spieler, die zuletzt schwächelten, fanden zu ihrer eigentlichen Stärke zurück. Die Neuzugänge haben waren von null auf hundert präsent. Jetzt nur nicht abreißen lassen, mit gleichem Elan am Dienstag in Stuttgart weitermachen.
Euch allen einen schönen Sonntag.
Was für ein Spiel!
Jeder hat viel Einsatz gezeigt und so erwarte ich das auch.
Bin immer noch geflasht.. Von Kali bis younes da hat MK viel zu richtig gemacht.
Und Dortmund kannst du auch nicht immer zu 0spielen die haben da auch offensiv Power.
Ich hoffe das wir in Stuttgart auch so eine Leistung zeigen.
@1 den Gedanken hatte ich auch - wenn wir so spät noch Mal ausgeglichen hätten, wären alle happy.
@2 ich hoffe es sehr. Wir hatten ja schon ein paar Stürmer, die im ersten Spiel eingeschlagen haben und das dann nicht halten konnten. Habe bei Younes aber ein gutes Gefühl
@3 Stuttgart wird richtig schwer, aber Dortmund war auch stark
@4 wir haben die beiden auch erst ein spiel bzw ein paar Minuten gesehen, hoffen wir, dass sich die eindrücke bestätigen. Ich glaube das passt.
Mit ein bisschen Abstand muss man resümieren, dass da eine riesen Chance für verpasst wurde. Wenn du in der 92 Minute das 3:2 erzielst darfst du einfach nicht mehr verlieren. Warum wir da einfach nicht mehr gallig genug waren den Sieg heimzufahren können nur DT und die Spieler erklären. Und man muss auch feststellen, dass wir gegen Mannschaften aus den Plätzen 1.-6. nur gegen Hoffenheim gewonnen. Das ist einfach zu wenig um nächstes Jahr wieder international zu spielen. Das wird meiner Meinung nach nicht reichen. Und da ich bei DT auch keine Entwicklung der Mannschaft sehe, werden wir am Ende bei Platz 7-8 landen.
Man kann echt wenig meckern. Ich fand Kaua super. Er hatte es sehr schwer weil die Dortmunder bei Standards den 5er quasi überfüllt haben. So verhindert du natürlich, das Kaua seine Größe für die Strafraum Beherrschung ausspielen kann, weil er beim verlassen der Linie Zwangsläufig Freund und Feind über den Haufen rennen muss um irgendwo hinzukommen. Gut gecoached von Kovac!
Was mich weiterhin betrüblich stimmt ist, dass Knauff auf links spielen musste.
Gut, Bahoya war nicht dabei, aber ich würde mir da wirklich wünschen, dass man das Doan auch mal "auferlegt". Der hat einen linken. Die 2-3 mal wo knauff über rechts kam war das sofort eine andere Gefahrenlage für den BVB.
Das wäre gerate in diesem spiel wichtig gewesen, um Brown zu entlasten und um die Schwachstelle Süle auszunutzen.
Wieder erwarten ist der nach der Pause gelbbelastet auf dem Feld geblieben. Eigentlich hätten wir nur noch über links kommen müssen. Irgendwann hätte er mal halten müssen. Unser Spiel über li ks ist aber relativ tot wenn Knauff, den ich wirklich schätze über li ks kommen muss.
Das wäre das zünglein an der Waage gewesen.
Der Kader ist gut genug für eine sichere EL Quali mit etwas überperformance wieder für die CL.
Moin moin. Mal wieder das Negative hervorheben, mal wieder berichten, das wir gegen die ersten 6 nur 1x gewonnen haben… Warum nur schreibt man das? Die Hinrunde ist noch nicht mal durch, dennoch wird hier der Abschluss der Saison besiegelt… unfasslich.
Zum Spiel. Mega. Wirklich ein tolles Spiel… drei Gurken kassiert, Brown nicht auf der Höhe, Knauff min 2x zu eigensinnig… der Nordi-Man Mega. Unfasslich wie der abgeht, denke in keinem Fall, dass das ein Strohfeuer war, der hat’s drauf. Bei dem Versuch den Ball im zweiten Kontakt mit der Sohle vorzuziehen und direkt in der nächsten Bewegung das Ding einzuschweißen wären glaub 98% aller Leser hier voll auf die Fresse gefallen, das war sensationell. Kalli auch Mega, wenn man den Einsatz zu Wahi vergleicht… unfasslich was Wahi hier eigentlich angeboten hat. Und jetzt noch eins! Wenn Jonny und Nordi auf den Gegner losgehen und Uzun, Kalli dahinter sind, dann brennt es lichterloh. Das ist dann brutal, deshalb, sollten alle fit bleiben, sind wir sicher in 2026/27 international dabei. Das wird noch richtig krass werden.
Kalli hatte aber auch Glück, dass er nicht rot gesehen hat, das war grenzwertig. Zu gute halten muss man hier aber dass er definitiv nicht foulen wollte und nur eine halbe Sekunde zu spät war.
Kaua einige wackler drin, das wird aber mit Spielzeiten besser… Theate brutal… Koch nicht aufgefallen… Götze wirkungslos irgendwie… hojlund stark, gallig bissig… der kann sich festbeißen… Brown mit das schlechteste Spiel aber ryerson ist top und die Kette muss auch in der Mitte eng sein… das haben die auch schon gut gemacht… dennoch war er nicht ganz so auf der Höhe wie man es von ihm erwartet. Was auch ein falscher Anspruch ist, bedenkt man wo er vor kurzem noch war und welche Raketen er schon abgefackelt hat. Also kein Vorwurf… ich bin begeistert vom Spiel… Ergebnis geht neutral gesehen in Ordnung, weiß auch nicht, ob wir noch mal zurückgekommen wären wenn Schlotterbeck vollkommen unbedrängt nicht nur an die Latte geköpft hätte. So gesehen guter Start, Spiel sehr ansehnlich, Pause war dringend nötig.
wir haben das Spiel aber nicht verloren.
Wir hatten eine sehr spannende Transferphase und ich kann mich nicht erinnern, dass wir im Winter so früh, so viel klargemacht haben. Klasse.
Aber jetzt, dieses Eröffnungsspiel, holt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Didi Haman, den ich nicht besonders schätze, hat das Spiel ziemlich zerrissen und als "Jugendfußball" bezeichnet. Da bin ich fast bei ihm. Grausame Abwehrleistungen beidseits und unkreatives Offensivspiel. Und anderenorts wird das Spiel als verheißungsvoller Auftakt der Bundesliga bezeichnet.
Für mich hingegen war das "Spektakel" doch eher ein Ergebnis krasser und vor allem taktischer (Abwehr)Fehler. Warum coacht Toppmöller nicht nach, wenn schon nach kurzer Zeit klar ist, dass der Dortmunder Plan offensichtlich war, immer wieder Überzahl auf nserer linken Abwehrseite herzustellen (nur ein Beispiel).
Ich verstehe immer noch nicht (wiederhole mich, sorry) dass Collins und nicht Amenda reinkommt. Es regt mich einfach so auf! Wie gesagt, Namdi ist derzeit und seit längerem ein Schatten seiner selbst.
Ich sehe, ausdrücklich bezogen auf die mannschaftliche, spielerische und taktische Ausrichtung keine Weiterentwicklung unter Toppmöller.
Ich freu mich sehr über die Einstiege von Younes und Kalimuendo aber ich befürchte, dass uns das nicht wirklich weiterbringen wird.
Zur Rhetorik unseres Trainers (ich weiß, ist nicht ganz so wichtig):
Wenn ich wie Toppmöller in nahezu jeder Nachbetrachtung „Wir wussten, dass ...." mehrfach einbaue, muss ich mich auch fragen lassen, warum ich es wieder mal nicht geschafft habe, das auch umzusetzen.
Die Antwort liegt für mich fast immer auf der Hand: weil Du zwar einen tollen Plan hast, lieber Dino, aber die anderen halt auch. Und dann muss man als Trainer ggf. nachjustieren und ändern, in Form von Anweisungen oder/und Einwechslungen.
Aber solche kritische und auch völlig berechtigte Fragen zu stellen ... das ist bei unserer Medienlandschaft rund um Frankfurt wohl nicht drin.
Dass die Fragen existent sind, zeigt sich ja in den Artikeln und Beiträgen (Fußball2000, FR, ...). Aber sie werden in den PK und Interviews (fast) nicht gestellt.
Spannend, bei Glasner und Hütter fand ich unsere Medien schärfer, im Sinne von kritischer. Oder bilde ich mir das nur ein?
Da gebe ich dir völlig Recht mit den weichgespülten Fragen der Journalisten bei den PKs.
Es wird nie richtig unbequem nachgefragt , gebohrt, richtig kritisch hinterfragt.
Da sitzen wirklich viele Leute die in internen Runden bei ihren Medien vom Leder lassen und hart und berechtigt kritisieren und Finger in die Wunden legen und dann bei den Pks wie Osterlämmchen Kuschelfragen an DT richten.
Warum weiß ich nicht ,ob es Konsequenzen hätte bei Infos, Einladung etc....., aber es ist eine offensichtliche Inkonsequenz zu beobachten, die mich wirklich sprachlos macht.
Ich bin irgendwie hin- und hergerissen bzgl. Knauffs Position.
Manchmal gefällt er mir links besser, manchmal rechts. Er meinte selbst mal, dass er sich links wohler fühlt.
Auch bei Dortmund in der Jugend hat er vorne eigentlich alles gespielt (RA/RM, HS, OM, LA/LM).
Ich habe mir eben mal den Spaß gemacht und seine Overall-Stats durchgerechnet. Er hat als LM/LA pro Spiel 37,18 Scorer, als RM/RA 37,14.
Also quasi exakt gleich viele. Auf rechts sind es etwas mehr Vorlagen, auf links etwas mehr Tore - beides eigentlich logisch, da er von links eher reinzieht und abschließt und von rechts häufiger flankt.
Dass er auf einer der Positionen definitiv besser ist, lässt sich aus den Stats auf jeden Fall nicht schließen.
Vermutlich kommt es auf den Gegner an und die Alternativen in unserem Kader.
Bevor Doan da war, brauchten wir ihn rechts. Da Bahoya Konstanz vermissen lässt, haben wir jetzt eher links eine Lücke.
Knauff ist super schnell, polyvalent und auch torgefährlich, aber ein eiskalter Vollstrecker wird er wohl nie werden.
Trotzdem ein wichtiges Puzzlestücke in unserem Kader.
Hi, wie aind die Zahlen denn gerechnet. 37 scorer pro spiel kann ja nicjt sein. Ich sehe das etwas anders. Schau dir mal an, auf welcher Realposition in dem Spiel er die Scorer gemacht hat. Er schwingt oft mal in die Mitte oder auf rechts. Dann wird es sofort gefährlich.
Unabhängig davon: Er hat keinen linken. Weder im Abschluss, noch in der Ballführung, noch für die Flanke. Das ist gesamtaktisch ein riesen Problem, da er wesentlich leichter vom ball vom Ball zu trennen ist und lange Bälle auf LA extrem einfach zu verteidigen sind. Der Verteidiger weiss: er muss das ding runterpflücken, sich eindrehen und muss dann eigentlich bereits vor dem 16er mit rechts reingeben. Dass Risiko einer schnellen Flanken aus dem Lauf kur vor der Grundlinie ist quasi keine Option. Das bedeutet, sehr wenige vis keine schnellen Spielzüge über links.
Oft spiegelt sich dass dann auch darin, dass der Gegner viel über seine rechte Seite in der Offensive machen kann, da vom ra /rm weniger nach hinten gearbeitet werden muss.
Ich habe ehrlich gesagt kein gutes spiel von Knauff über La im kopf. Lasse mich gerne aber eines besseren belehren.
Man bin ich froh so etwas hier zu lesen. Und ich frage mich, was einige hier wollen. Das Gute ist der Feind des Besseren. Warum sind grosse Klubs und Vereine entstanden, weil sie so zufrieden waren wie viele hier? Hatte Freitag schon geschrieben das reicht nicht. Jetzt mal ganz langsam - geht das in die Koepfe rein - wenn es einen Sieg nach solch einem geilen Spiel geworden waere, was das fuer einen gewaltigen Schub gesorgt haette. Verstehen das echt soviele nicht, so etwas kann eine ganze Runde beeinflussen. Hat der Trainer das realisiert, und was genau will er machen um diese Spiele zu gewinnen. Zuletzt wurde solche Spiele 2022..!! gewonnen.
Solche Spiele gewinnen nicht immer die spielerisch besseren Teams-sondern die Gierigeren. Ist die aktuelle Manschaft gierig genug?
Ach ja..? Nicht verloren? Ihr Anspruch?
Mit besten Neujahrswünschen an alle, melde ich mich nach einiger Zeit mal wieder zu Wort.
Und mache es eher kurz, denn ChrisOfficial hat im FR-Artikel alles Wesentliche gesagt. Zudem kann ich Didi Hamanns Kommentar zum Spiel (diesmal) sehr viel abgewinnen: Das Spiel war zwar spannend, aber fussballerisch z.T. bedenklich, insb. was das Abwehrverhalten beider Teams angeht. Somit bleibt es auch für mich weiterhin dabei: Defensiv haben wir (relativ) akuten Bedarf.
Die Tendenz von MK lt. seiner Bekundung, den Transferwinter jetzt abzuschließen, sehe ich kritisch und glaube ihm auch nicht recht. Er wird jetzt nochmal sorgfältig gucken wie es läuft - und dann nach Bedarf reagieren... sprich: einen erfahrenen 6er und einen IV mit richtig viel Speed holen. [Verstehe nach wie vor die Planung nicht - und weshalb das nicht schon im Sommer geschehen ist.]
Und dann merke ich heute früh, dass der Frohsinn über eine deutlich vitalisierte Truppe, v.a. aber über unsere 2 neuen Buben - insb. Younes, den heftigen Ärger über den versemmelten Sieg in letzter Sekunde trotzdem irgendwie überwiegt. Und dass das nicht zuletzt mit den kackendreisten Auftritten von Elye zu tun hat. Denn ich hatte dann doch Bammel, dass die zwei u.U. erneut enttäuschen. Ist anders gekommen - wohl nicht nur zum Glück, sondern v.a. mit der richtigen Einschätzung der Zuständige.
Trotzdem mal die nächsten 7 Spiele abwarten. Debuts sind bei der Eintracht ja manchmal tricky...
Danke. Endlich einer der mich verstanden hat.
Absolut! Stimme dir vollkommen zu.
Top Artikel und tolle Zusammenfassung.
Der Artikel passt zu dem tollen Spiel😁.
Ich freue mich auf die weiteren erfolgreichen Spiele.
Forza SGE
Ist ja auch schwer zu verstehen wenn hier so oft geschrieben wird z.b. der geilste Klub der Welt usw. usf. Und dann kommen solche "Unruhestifter" wie sie und ich und machen doch glatt alles kaputt. Das tut schon weh.
Das ist nicht so ganz richtig. SGE4EVER in Person von Emre hat DT trotz des tollen Spiels, eventuell gerade deshalb, bezüglich der Abwehrleistung Fragen gestellt. Er hat auf die defensive Leistung mit 3 Gegentreffern hingewiesen. Die Antworten waren leider etwas ausweichend.
Forza SGE
Sorry, ich meinte alle 37 Minuten ein Scorer - ändert aber nichts an der Aussage an sich.
Ich fand ihn gegen Gala und gegen Gladbach stark, vor allem offensiv.
Wenn man LA spielt, braucht man keinen starken linken Abschluss, sondern einen rechten und so hat er ja auch die meisten Tore erzielt. Er zieht von links in die Mitte und zieht ab.
Quasi das Pendant zu Doan, der von rechts ähnlich agiert.
Ich denke wenn man als Linksfuß von rechts und als Rechtsfuß von links kommt, muss man schon ein Ausnahmekönner a la Robben oder mit Abstrichen Doan sein.
Grundlegend ist es jedoch meist anders herum besser, da die gefährlichsten Flanken von und Dribblings entlang der Grundlinie mit dem besseren Fuß kontrollierter sind. Zudem kann auch ein Linksfuß von links gefährlich abschließen, wenn er eine gute Technik hat - siehe Kostic.
Am Ende ist es leistungsgerecht das es 3:3 ausgeht, aber wenn du 3:2 führst in der 93 bei nur noch 2 Minuten musst du dich einfach cleverer anstellen, alle Mann zurück und um den 16er einigeln und nicht weiter offen mitspielen, Zeit schinden, taktische Fouls ziehen, einfach cleverer, abgezockter verhalten…ist leider nicht das erst mal, das wir so noch Punkte aus der Hand geben…
Insgesamt war es aber vielversprechend und wenn die Verletzten nach und nach zurückkommen, Skhiri und Chaibi sind beim Afrika Cup raus, und sich der Rest findet und einspielt, kann es noch eine interessante Rückrunde werden, zumal wir demnächst nur noch die Liga haben (ich glaube nicht an ausreichend Punkte aus den beiden CL Spielen, um da noch länger dabei zu sein), dann wird nur noch einmal pro Woche gespielt, der Kader ist breit genug und qualitativ auch so aufgestellt, dass wir wenigstens die Conference League oder EL erreichen können, das Thema Belastungssteuerung hat sich dann eigentlich auch erledigt, wenn ein Fußballprofi nur einmal pro Woche spielen muss und selbst das bei dem ein oder anderen zu viel ist, er nach jedem zweiten Spiel aussetzen muss, verstehe ich den Begriff Leistungssport nicht oder interpretiere ihn anders…
Wichtig werden sicherlich die Spiele in Stuttgart, gegen Hoffenheim und Leverkusen, verlieren wir die alle 3 sieht’s natürlich nicht gut aus, aber selbst wenn wir die gewinnen würden, darfst du danach keine Punkte gegen Union Berlin oder Heidenheim verschenken wie in der Hinrunde…es bleibt spannend.
Mich würde es schon freuen, wenn wir uns nicht immer in den ersten 10 Minuten einen fangen würden und eigentlich ständig einem Rückstand hinterher rennen müssen, gefühlt beginnen alle unsere Spiele bei 0:1 für den Gegner und das kannst du nicht jede Woche gegen jeden Gegner aufholen dazu die Slapstick Gegentore abstellen und insgesamt defensiv stabiler stehen, offensiv werden wir mit der nachjustierten Offensive immer unsere Tore machen, wenn du aber immer 2-3 Tore kassierst, wird‘s schwierig, du kannst auch nicht jede Woche 3 Tore schießen…
Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir diese Saison damit leben müssen, dass wir defensiv chaotisch unterwegs sind und wir es diese Saison nicht mehr in den Griff bekommen, muss aber auch nicht wie man letztes Jahr an Freiburg gesehen hat, die hätten um ein Haar die CL Qualifikation geholt mit negativer Tordifferenz, sind dann kurz vor knapp an uns gescheitert…
Abwarten und Tee trinken….🤷♂️
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