Hier im Einsatz: Ellyes Skhiri besitzt bei der Eintracht einen Vertrag bis 2027. (Foto: Heiko Rhode)

Ein Sorgenkind, dass auch Sportvorstand Markus Krösche offen kommunizierte, ist das Zentrum der SGE. Mit Sebastian Rode fehlt mit Sicherheit nicht nur eine Identifikationsfigur, sondern auch ein absolut klassischer Sechser im System der Hessen. Hugo Larsson bekleidet eher eine offensivere Rolle, sowie auch Mario Götze. Einer, der am Main mit vielen Vorschusslorbeeren ankam, war Ellyes Skhiri. Der Tunesier, der im Trikot des 1. FC Köln nicht nur ein spielstarker Sechser war, sondern sich auch in der Offensive vehement einschalten konnte, war als direkte Verstärkung eingeplant. Seine Leistungen auf dem Rasen? Passabel. In den SGE4EVER.de-Saisonnoten erhielt Skhiri für seine Auftritte eine Durchschnittsnote von 3,19.

Für das kommende Jahr wünschen sich die Verantwortlichen der Eintracht in jedem Fall eine weitere Option für die Mitte. Mit Pascal Groß hatten die Frankfurter einen interessanten Mann an der Angel, doch ein Transfer scheint noch nicht sicher zu sein. Auch der BVB buhlt mit um die Dienste des EM-Fahrers. Wäre ein geplatzter Transfer von Groß ein Gewinn für Skhiri, der dadurch die Chance erhalten würde sein Können erneut als Stammspieler unter Beweis zu stellen. Immerhin müsste die Eingewöhnungszeit in eine neue Mannschaft, eine neue Stadt und ein neues Trainerteam mittlerweile vorbei sein.

Durchwachsene Saison mit Afrika-Cup-Enttäuschung

Für Skhiri ist die Saison zusammengefasst nicht zufriedenstellend. Der Sechser kommt wettbewerbsübergreifend auf 38 Einsätze mit dem Adler auf der Brust in denen er fünf Tore und drei Vorlagen beisteuerte. In der Bundesliga waren es nur zwei Tore und zwei Vorlagen. Zudem war seine erste Spielzeit von Verletzungen geprägt. Sicherlich hatte sich der 29-Jährige das letzte Jahr anders vorgestellt. In seiner Vorsaison konnte er beim 1. FC Köln für mehr Torgefahr sorgen und steuerte sieben Treffer in der Domstadt bei. Einige Anhänger der Eintracht wünschen sich den „alten Skhiri“ in Frankfurt. Das könnte die Saison sein, in der er an diese Form anknüpft. In der vergangenen Saison war er kaum im gegnerischen Sechzehner vorzufinden.

Doch defensiv machte er einen guten Job. 84 Prozent seiner Pässe kamen beim Mitspieler an. In der eigenen Hälfte waren es sogar 92 Prozent, die bei einem Teamkameraden landeten. Demnach hat die Eintracht immerhin einen Spielstarken Sechser in den eigenen Reihen, der den Ball sichern kann. Vielleicht wollte Dino Toppmöller Skhiri auch in dieser Rolle sehen.

Verantwortung als Rückenwind?

Jetzt, vor allem mit dem Abgang von Rode, wird noch mehr Verantwortung auf die Schultern von Skhiri verteilt werden. Er gehört mit seinem Alter und seinen 304 Pflichtspielen zu den erfahrenen Akteuren auf dem Feld. Das muss sich auch widerspiegeln, dann wird es schwer sein, ihn aus der Startformation des Trainers zu verdrängen. Hierbei spielt aber auch ein möglicher Neuzugang, den Sportvorstand Markus Krösche verpflichten möchte, eine tragende Rolle. Immerhin fällt ein derzeitiger SGE-Spieler, sollte ein Mittelfeldakteur vom Format Groß kommen, hinten vom Laster. Vielleicht kann die Rolle der Verantwortung, den nötigen Rückenwind geben.

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9 Kommentare

  1. Bin sehr optimistisch, dass wir sehr zufrieden sein werden mit ihm. Er ist kein Schauspieler auf dem Platz, deshalb hat er es schwieriger Pluspunkte zu sammeln, wenn er nur seine Arbeit macht. Insbesondere die Rückrunde war natürlich nichts, aber das hatte ja auch Gründe.

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  2. @Bernemer

    Wer nicht zur Eintracht will, der will eben nicht. Ich bin super fein mit seiner Absage und bin mir sicher, das wir einen guten Fußballer finden werden, der eben nicht Pascal Groß heißt.

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  3. Wird nicht leicht, einen spielstarken erfahrenen DM zu bekommen. Typische Abräumer (a la Jakic) passen nicht zu unserem Spielstil und welche, die sowohl defensiv stark als auch spielerisch auf einem guten Level sind, kosten häufig 20 Mio.

    Wenn Groß nicht kommt, müsste es aber ein ähnliches Kaliber sein. Idealerweise mit Buli-Erfahrung. Falls der BVB Groß holt, wäre eventuell Özcan zu bekommen. Sonst könnte ich mir noch Grillitsch vorstellen.
    Wahrscheinlicher ist wohl ein Spieler aus dem Ausland, aber da weiß man dann noch weniger ob und wie lange er braucht hier anzukommen.

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  4. Ich versteh gar nicht, warum @5 so viele Dislikes kriegt.

    Özcan war bei Köln immer ein Mittelfeldmotor und hat super mit Skhiri harmoniert. Er ist erst 26, erfahrrn in der Bundesliga und keineswegs alt. Zudem spricht er fließend deutsch, er ist Kölner.

    Beim BVB hat er nicht den gleichen Stand und wird jetzt wegen Groß noch weniger Chancen kriegen. Als er mal von Köln in die zweite Liga verliehen war, haben die ihn offensiver aufgestellt und da hatte er dann auch viele Torbeteiligungen. Generell ist das aber gar nicht zwangsläufig die Aufgabe eines DM/ZM, die sollte man eigentlich nicht an ein paar schönen Torbeteteiligungen in der Glotze auf YouTube bewerten. Zumeist sind die Torbeteligungen eher indirekt, mit dem Pass vor dem Pass oder dem vorvorletzten. Passsicherheit und Grätschen ist viel wichtiger als eigene Tore für einen DM, das kann er. Er hat generell eine große Ruhe am Ball und würde dem Mittelfeld Stabilität verleihen.

    Einige haben ja über Emre Can fantasiert, aber warum sollte der BVB ausgerechnet seinen Kapitän abgeben und warum sollte er wechseln, wenn sie im letzten Jahr das CL Finale erreicht haben und wieder in der CL sind?

    Die Überlegung von eldelabeha finde ich gar nicht so verkehrt, Salih Özcan hatte auch schon Einsätze in der Nationalmannschaft und wenn er jetzt noch weniger spielt, kann er das vergessen. Also wäre er vielleicht für einen Wechsel offen.

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  5. Hallo liebe Eintracht-Gemeinde,

    Ich kann #5 nur recht geben, ein Spieler der keine Buli Erfahrung hat braucht immer eine gewisse Zeit bis er sich an Härte, Geschwindigkeit und Intensität gewöhnt hat. Besser wäre es wahrscheinlich einen gestandenen Buli-Profi zu holen, da man bereit war 20 Mio für einen Groß zu bezahlen, sollte da eine adäquate Lösung zu finden sein.
    Wichtig dabei ist, das dieser ins Gefüge passt, menschlich als auch Spieltechnisch.

    Ich bin auf diese Position äußerst gespannt.

    Also auf geht’s Forza SGE

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  6. Hallo Boris,

    als jemand der den FC über Jahre recht intensiv verfolgt kann ich von Salih Özcan nur abraten.

    Er war beim FC weder Mittelfeldmotor, noch verlässlicher Abräumer oder torgefährlicher Mittelfeldakteur.

    Er ist nicht sonderlich schnell und hat auch sonst keinerlei erwähnenswerte Fähigkeiten, die diesen Malus ausgleichen könnten.

    Was er macht, er wirft sich voll rein, haut alles raus. Damit hatte er eine ordentliche Saison, die übrigen waren mehr schlecht als recht, da er zudem auch immer wieder größere Schlampereien im Spiel hat.

    Ein verlässlicher Anführer, den wir brauchen (das ist der Bedarf) ist er schonmal gar nicht.

    Wir haben (für) diesen Sommer bislang sehr viel Geld ausgegeben und damit viele Talente gekauft.

    Ich gehe davon aus, dass dennoch genug Geld für die Position und den Spielertypen, den wir brauchen (Typ Groß) vorhanden ist. Denn der Bedarf war und ist lange klar, da jeder wusste, dass Rode nicht mehr mit in die Saison gehen würde.

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