Wo stehen die Eintracht-Frauen nach dem ersten Saisondrittel? (Bild: imago images / Eibner)

Mit großer Aufbruchstimmung und viel Euphorie ging das Frankfurter Frauen-Team unter neuem Namen in die Saison. Seit der Fusion im Sommer tragen die Spielerinnen des ehemaligen 1.FFC Frankfurts nun den Adler auf der Brust. Es soll der Beginn einer neuen Ära sein, den die Eintracht mit drei Siegen und einem Unentschieden souverän einleitete. Doch es war der vorerst letzte Sieg, den die SGE am 4. Oktober in Meppen feierte. Ein 2:2 gegen Leverkusen und Pleiten gegen Sand und Freiburg folgten.

Weniger Punkte, besseres Torverhältnis

Wie ist das erste Saisondrittel der neuen Adlerträgerinnen einzuordnen? Im Vergleich zum Vorjahr ist Frankfurt um ein Pünktchen schlechter in die Saison gestartet als in 2020. Elf Zähler holten die Hessinnen aus den ersten sieben Partien. Im Jahr vor der Fusion waren es zwölf Punkte, dafür hatte das Team von Niko Arnautis eine deutlich schlechtere Tordifferenz. Lautete das Torverhältnis 2019/20 am 7. Spieltag noch 11:14, so steht es zu jetzigem Standpunkt bei 16:8 Toren. In der Offensive als auch in der Defensive hat sich die SGE verbessert. Allerdings traf die Eintracht in dieser Spielzeit noch nicht auf die aktuelle Top drei aus München, Wolfsburg und Potsdam. Im letzten Jahr war dies nach sieben Spieltagen bereits der Fall. Drei Punkte sprangen aus den drei Spielen heraus – gegen München und Wolfsburg war man chancenlos. Dieses Mal kommt es erst in den letzten drei Spielen der Hinrunde zu den direkten Aufeinandertreffen zwischen der Eintracht und dem Top-Trio.

Wohin geht die Reise?

Neun Tore erzielte Frankfurts Laura Freigang in sieben Partien und führt damit die Liste der Top-Torschützinnen in der Frauen-Bundesliga an. Und auch in der Defensive sind erste Leistungssteigerungen zu erkennen. Das torlose Remis gegen die TSG Hoffenheim am 3. Spieltag hat gezeigt, dass, selbst wenn es vorne mal nicht läuft, auf die Abwehrreihen Verlass ist. Jedoch agierte Arnautis‘ Mannschaft zuletzt fahrlässig gegen den Ball. Es passierten Fehler im Aufbauspiel, die zu Gegentoren führten, oft ließ sich die SGE auskontern. Gegen den SC Sand handelte man sich so eine unnötige Niederlage ein.

Platz vier ist ein gutes Zwischenergebnis. Ob die Eintracht besser in die Saison gestartet ist als letztes Jahr, ist nicht zu beantworten. Die „Top-Spiele“ gegen Turbine Potsdam, den VfL Wolfsburg und Bayern München werden zeigen, wie weit der Frankfurter Kader in dieser Saison schon ist. Reicht es bereits dafür, um im Kampf um die internationalen Plätze mitzuspielen? Oder dient die jetzige Spielzeit als Standortbestimmung, um das Team noch besser einzuspielen, sich eventuell nochmal zu verstärken und nächstes Jahr oben anzugreifen? Erstmal steht am 31. Oktober das Pokalspiel beim Karlsruher SC auf dem Spielplan. Ein Sieg ist Pflicht, genau wie im darauffolgenden Ligaspiel in Duisburg.

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1 Kommentar

  1. Interessanter Vergleich zur Vorsaison! Hätte gedacht, dass es eigentlich gut läuft. Dabei läuft es im Vergleich zu vorher höchstens ähnlich. Gegen eine der Top3 Mannschaften wünsche ich mir dann also eine positive Überraschung 🙂

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