Wenig gefordert aber immer auf der Höhe: Kevin Trapp

Es hatte etwas von einer lockeren Testspiel-Atmosphäre – mit dabei: 48.000 Zuschauer in der Commerzbank-Arena. Eintracht Frankfurt bleibt auch im fünften Pflichtspiel hintereinander ungeschlagen und zog mit dem nie gefährdeten 1:0 gegen FC Vaduz in die Play-Off-Runde ein. Damit steht in den kommenden Wochen nur noch Racing Straßburg zwischen dem Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. Wermutstropfen: Marco Russ zog sich vermutlich einen Achillessehnenriss zu und musste unter Schmerzen den Platz verlassen.

Die große Rotation stand vor der Partie an. Auf insgesamt neun Positionen tauschte Adi Hütter sein Personal in der Startelf um. David Abraham, Danny da Costa, Gelson Fernandes, Martin Hinteregger, Makoto Hasebe, Daichi Kamada, Dominik Kohr, Filip Kostic und Ante Rebic durften ihre Kräfte im Vergleich zum Waldhof Mannheim Spiel sparen. Nur Kevin Trapp und Dejan Joveljic durften sich erneut beweisen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Waldhof Mannheim der vierzehn zensierten Spieler den Wert 2,86. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 280 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Kevin Trapp: In der ersten Halbzeit musste er sich ein- bis zweimal auszeichnen. In den zweiten 45 Minuten durfte er dann die Kapitänsbinde tragen. Kevin Trapp sorgte für Ruhe und zeigte sich sehr unaufgeregt. Auch in den fordernden Szenen als Vaduz doch versuchte mitzuspielen und vor das Tor der Hessen gelang. Spielte zu Null und verdient sich damit die Auszeichnung: Spieler des Spiels.

 

Daichi Kamada: Daichi Kamada kam erst sehr spät in die Partie. Am wohlsten fühlt sich der quirlige Japaner hinter den Spitzen. Dort sucht er die Räume. Gegen Vaduz war allerdings bei seinen Kollegen schon ein wenig die Luft raus. Technische gute Ansätze zeigte er trotzdem.

Marco Russ: Der Pechvogel des Abends. Jeder im Stadion freute sich als er Marco Russ auf dem Spielberichtsbogen in der Startelf erblickte. Diese Freude überwiegte aber nur bis zur 37. Minute. Nach einem Luftzweikampf fiel das Frankfurter-Urgestein unglücklich zu Bogen. Vermutet wird ein Achillessehnenriss.

Goncalo Paciencia: Ähnlich wie Kamada kam Goncalo Paciencia zu einem Zeitpunkt als die Hessen nur noch die Zeit runterspielten. Der Stürmer, der sonst immer vor allem mit seinem Kopf zu überzeugen wusste, zeigte dieses Mal aber auch mit dem Ball am Fuß einige Schmankerl.

Sebastian Rode: Er feierte sein Comeback nach seinem Knorpelschaden – Sebastian Rode. Endlich wieder zurück im Adlerdress wühlte er sich im Mittelfeld auf. Führte viele Zweikämpfe und versuchte sich auch beim Spielaufbau zu beteiligen. Nach gut 70 Minuten war der Arbeitstag für ihn dann beendet.

 

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger musste sich selten auszeichnen. Stand kaum im Mittelpunkt und machte seine Sache sehr ordentlich. Business as usual.

Mijat Gacinovic: Mijat Gacinovic zeigte sich deutlich verbessert. Mit Zug zum Tor, immer anspielbereit und mit einer klugen Idee. Schade, dass sein toller Schuss nur den Querbalken erwischte, dafür legte er mit seinem Schuss den Treffer von Jonathan de Guzman auf.

Jonathan de Guzman: Treffer erzielt, Job erledigt – Jonathan de Guzman spielte zwar nicht das Spiel seines Lebens. Doch zum richtigen Zeitpunkt war er da. Ansonsten eher unauffällig. Ab und zu auch sicherlich nicht gerade gedankenschnell, aber insgesamt befriedigend.

Erik Durm: Gegen Mannheim war er besser. Erik Durm musste vor allem an seinem Passspiel verzweifeln. Der Neuzugang vertändelte leichtsinnig die Bälle, wenngleich er immer wieder auf Angriff schaltete. Mit etwas mehr Ballsicherheit wäre mehr drin gewesen.

Lucas Torró: Auch bei ihm war es in der Gesamtheit eine sehr ordentliche aber wenig berauschende Darbieting. Lucas Torró machte keine Fehler, verteilte viele Bälle und versuchte sich auch lautstark immer wieder einzubringen. Ordentlicher Auftritt.

Almamy Touré: Hinten ausbaufähig, vorne versuchte er zu treffen. Almamy Touré gelang fast ein sehenswerter Fallrückzieher. Der Franzose musste sich aber der Latte geschlagen geben. Defensiv versuchte er dieses Mal vor allem mit dem Faktor „Sicherheit geht vor“ zu glänzen.

Timothy Chandler: Einige schöne Flanken gab es von Timothy Chandler zu bestaunen. Im weiteren Spielverlauf wurde das dann aber immer seltener. Hinten gewohnt sicher. Viel mehr gibt es nicht über seine Leistung zu sagen.

Evan N’Dicka: Noch etwas unsicher auf den Beinen ist Evan N’Dicka. Wo ist der selbstbewusste Innenverteidiger aus der letzten Hinrunde hin? Immer wieder überlegte er zu viel und wirkte dadurch fahrig.

 

Dejan Joveljic: Er hatte es im Adlerdress am schwierigsten. Dejan Joveljic war immer bemüht, ackerte viel. Der Ertrag war ziemlich niedrig. Der frisch gebackene 20-Jährige konnte dem Spiel nicht seinem Stempel aufdrücken und musste sich in vielen Zweikämpfen dem Gegner geschlagen geben. Sicherlich brauch der Serbe noch Spielpraxis und vor allem: viel Zeit.

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7 Kommentare

  1. De Guzman wird sich in dieser Saison mächtig strecken müssen. Sehe Rode, kohr, torro und kamada deutlich vor ihm. Seine Standards waren bis auf den letzten Versuch echt ein Witz. Kann doch eigentlich nicht sein, dass das unser bester Schütze sein soll?

    Chandler hinten gewohnt sicher? Klar, wenn man nicht in den Zweikampf geht, kann man ihn auch nicht verlieren. Einem Bundesliga Stürmer darf man nicht so viel Platz lassen, sonst klingelts. Trapp musste ja schon stark retten. Chandler braucht wohl noch ein paar Wochen (oder einfach ein Spiel in dem es noch um was geht)

  2. Joveljic war der ärmste Teufel auf dem Platz.
    Er ist antrittsschnell und bietet immer wieder Laufwege in die Tiefe
    an. Aber De Guzman, Rode und Gacinovic waren so mit sich selbst
    beschäftigt, dass da kein einziger vernünftiger Pass kam.
    Meistens wurde da irgend etwas in Richtung Spitze „hingehustet“
    und oft auch so ohne Sinn und Verstand, dass der Gegner den kürzeren
    Laufweg hatte. In solchen Situationen hat Jovic auch nicht besser ausgesehen.
    Er bekam einen einzigen gefährlichen Ball, wo er schnell zum kurzen Pfosten
    sprintete, aber leider den Torwart anschoss.
    Ich würde gerne einmal sehen, wie er abschliesst, wenn er so perfekt
    freigespielt wird, wie Rebic bei seinen beiden letzten Toren.

  3. @2. Block17, du hast es auf den Punkt gebracht. Da kann ich mir das Tippen sparen 😉
    Joveljic braucht zuspiele, wie jeder andere auch.
    Kein gescheites zuspiel, so sieht jeder Stürmer schlecht aus. Da kann er Messi, Ronaldo und sonst wie heißen…

  4. Die Kommentare finde ich nicht gut. Zu persönliche Sicht.
    Beispiel Rode mit 2.5 bekommt einen Kommentar wie bei einer 3 oder 4.
    Umgekehrt Gacinovic mit einer 3 wird viel besser kommentiert , wie eine 2
    Ist oft so , das passt nicht.

  5. Das mit Joveljic ist nichts Neues. Ich hatte das schon ein paar mal geschrieben, allerdings war es Goncalo in dem Fall, der in Ungnade fiel. Im Sturm gibt es zwei wesentliche Positionen eine, die „Rebic“ Position, wirbelt viel rum und hat Ballkontakte. Der Zentrumsstürmer jedoch bewegt sich mittig an der Abseitslinie. Wenn der keine Zuspiele kriegt, wirkt er schuldlos wie ein Fremdkörper.

  6. Jeder hat seine Meinung, das ist auch gut so.
    Ich sehe die Analyse und die Einschätzung der Spieler gestern z.T. ganz anders.
    1. Das Spiel war einerseits schon vor Anpfiff gelaufen. Selbst bei bestem Willen kommen da nicht 100% auf den Platz.
    2. Dem Trainer und den Spielern zuhören, es wurde Ballbesitz und das Kurzpassspiel durch die Mitte gefordert.
    3. Vaduz gestern mit einem Viertligisten gleichzusetzen ist schon krass, die haben schon Fussball gespielt, wenn auch lemitiert und nicht wie ein BLClub, aber allemal besser als 4. Liga.
    4. Im Unterschied zu dem Spiel in Vaduz, hat der Torwart mindestens 3 sogenannte 100 prozentige Torchancen verhindert und die Möglichkeit zu mehr Toren war da.
    5. Wir haben gestern eine Mannschaft gesehen, die es in dieser Aufstellung in dieser Saison nicht nochmals geben wird.
    .
    Ich war Waldstadion und wenn man neben den individuellen Leistungen einen Blick auf das Verhalten der gesamten Mannschaft anlegt, Laufwege sehen will, abseits vom Ball und dergleichen mehr, dann macht mir dieser 2. Anzug garnicht so viel Kopfzerbrechen.
    Aber sei es wie es sei, am Sonntag, gegen 17.20 Uhr sind wir schlauer.
    Übrigens, redet nicht nur, es soll noch Karten geben. Jede Meinung hier im Forum ist willkommen, der Support im Waldstadion ist aber allemal mehr wert. Wenn ihr da seid, o.k. , dann eben die Nachbarn oder wen ihr sonst noch kennt.
    Forza SGE !

  7. Ich lehn mich ma weit aus dem Fenster.. Sonntag vor dem Spiel wird der neue Stürmer präsentiert! Des Weiteren wird der Markt noch bis zum Ende der Transferperiode sondiert bei dementsprechenden Möglichkeiten werden noch ein weitere Offensiver und einer für die Abwehr kommen. Abgegeben werden noch Tawata, Müller und Marc Stendera. Der uns heilige Äppler hat zu mir gesprochen… Und nebenbei bemerkt ham die Bauern heute schon zwei Punkte auf uns verloren… In diesem Sinne Forza SGE

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