Für Guillermo Varela hat sich das Finale erledigt – Die Eintracht scheint den Verteidiger suspendiert zu haben.

Eintracht Frankfurt hat Guillermo Varela suspendiert. Das gab der Verein am Mittwochmittag bekannt. Der Grund: Varela ließ sich entgegen einer klaren Anweisung von Trainer Niko Kovac am Montagabend in einer längeren Abendsitzung in einem Studio in Bad Vilbel ein Tattooauf den rechten Unteram stechen. Dieses hat sich nun entzündet.

Jeder, der sich mit Tattoos und sportlicher Betätigung auskennt, weiß, dass frisch gestochene Tätowierungen nicht nur einer besonderen Pflege, sondern auch Schonung unterliegen. Körperliche Höchstleistungen sollten in jedem Fall vermieden werden, weshalb sich Profis normalerweise nur während längerer Spielpause oder Verletzungen Tattoos stechen lassen. Für Varela scheint dies kein wesentlicher Grund dafür gewesen sein auf diese Sache zu verzichten. In prominenter Begleitung in Form von Andersson Ordonez, postete er anschließend über den Social-Media-Account von Skull Tattoostudio Bad Vilbel das Werk:

Eintracht Frankfurt hat sich mittlerweile in Form einer Pressemitteilung dazu geäußert. Sportvorstand Fredi Bobic erklärte in dieser: „Dieses Verhalten ist grob fahrlässig und schadet der ganzen Mannschaft. Guillermos Weg bei der Eintracht ist mit dieser Aktion beendet. Der Club kann es nicht dulden, dass sich ein Spieler vor so einem wichtigen Spiel den Anweisungen des Trainers und der Ärzte widersetzt.“ Sein Tattoo, so erklärt man, habe sich mittlerweile entzündet.

Damit steht fest, dass Varela über das Pokalfinale hinaus keine Zukunft mehr bei Eintracht Frankfurt hat. Der Spieler ist bis zum 30.6. von Manchester United ausgeliehen. Lange Zeit stand in der Schwebe, ob Varela darüber hinaus weiter bei der SGE bleibt. Das hat sich mit dieser Situation nun erledigt. „Wir hatten uns bereits Gedanken zu einer möglichen Verlängerung der Leihe gemacht. Das ist jetzt natürlich kein Thema mehr. Guillermo wird mit sofortiger Wirkung suspendiert, außerdem wird er eine persönliche, sehr empfindliche Strafe bekommen. Dem Team mit einem derart egoistischen Verhalten und dessen Veröffentlichung zu schaden, zwingt uns leider zu diesen Maßnahmen“, so Bobic weiter.

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36 Kommentare

  1. Unbegreiflich solch eine Aktion.
    Da muss man tatsächlich an den Verstand des jungen Spielers zweifeln.
    Das Finale hat er sich selbst genommen.
    Schade auch für uns, da Kovac sicher mit ihm plante. Sei es als Starteinsatz oder Einwechslung.
    Damit auch die Chance verspielt von der Eintracht über den Sommer hinaus verpflichtet zu sein.
    Auch bei Ordonez, der ja zum Händchenhalten mitkam, wirft es kein gutes Licht.

  2. Auch Pokalfinals können weit über 2 extrem anstrengende Stunden dauern. Insofern unfassbar, dass sich ein Spieler dafür selbst disqualifiziert. Ich würde wetten, dieses Tattoo dürfte ihn noch nachhaltig schmerzen.

  3. Das ist alles korrekt was Ihr schreibt und das Verhalten ist sicher irgendwie auch vereinsschädigend.
    Nichts destotrotz nehme ich auch den Tättowierer bzw. das Tatto-Studio in die Pflicht, die garantiert wussten wer der Mann ist und ihn (Varela) im Vornherein beim Vorbereitungs-und Aufklärungsgespräch auf die körperlichen und sportlichen Besonderheiten-und Einschränkungen hinweisen müssen. Toll gemacht von allen Beteiligten 🙁

  4. @g-block
    Du bist mir zuvor gekommen, dass wollte ich auch gerade schreiben. Viellleicht kann die Eintracht auch den Tättowierer in Haftung nehmen. Unsagbar blöde Situation. So schwächt man sich selber.

  5. Ich hatte gedacht, dass das Ganze mit dem Verein abgesprochen und er wieder verletzt sei oder so.
    Das war natürlich ein klassisches Eigentor und mit dem Blick auf eine eventuelle Verlängerung hat er auch nicht gerade bessere Karten nach der Aktion…

  6. Nun ja, wenn das Dadashov gewesen wäre, dann könnte ich es nachvollziehen, aber der Kerl ist 24 und sollte da etwas reflektierter sein. Mir wäre es egal, wenn ich Tätowierer wäre, muss ja nicht zwingend was mit Fußball am Hut haben und falls doch, wäre Varela ein Fall für die VIP-Fotowand 🙂

  7. Ein seriöser Tattooprofi legt dem Kunden ein Schriftstück vor, auf dem die einschlägigen ‚Risiken u. Nebenwirkungen‘ vermerkt sind. Wenn der ‚Patient‘ das entsprechend unterzeichnet hat, ist der Stechmeister nicht zu belangen – selbst wenn man ihm zurecht vorwerfen könnte, dass er angesichts des bevorstehenden Finales dem jungen Mann nicht strikt von einer Behandlung abgeraten hat.
    Aber bei dem offenkundigen Intelligenzgrad des Spielers hätte der wohl auch noch einen gefunden, der ihm die Gliedmaßen verunstaltet.

  8. Hätte der Bub nicht mal bei Marco Russ oder Marco Reus (irgendwie ist´s ja einerlei) nachfragen können?

  9. Dann gibt es wohl wieder Experimente im ZDM.
    Das ist nicht sein erstes Tattoo, der Kerl wusste was Sache ist. Den Tätowierer in Haftung nehmen? Der einzige Verantwortliche ist Varela selbst.

  10. Wenn man nichts in der Birne hat dann muss man halt anderweitig (Tattoo) auf sich aufmerksam machen. Gilt nicht nur bei Fußballern

  11. Oh man wie bescheuert ist das denn.

    Völlig sinnfreie Aktion, die unnötig der Mannschaft schadet und Unruhe ins Team bringt.

    Naja, ein gutes hat es ja. Varela kann nicht noch einen Elfmeter verballern. Ordonez müsste auch gleich noch was abbekommen, das er ihn nicht davon abhält. In wenigen Tagen ist doch die Saison beendet, da hätten sie das alles machen können.

  12. Das Tattoo-Studio kann da in meinen Augen gar nichts dafür. Vermutlich hat er nen Wisch unterschreiben müssen aber er spricht eh kein Deutsch. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass der „Stecher“ Varela kennt. Ist ja jetzt kein Megastar – der könnte auch an mir unbemerkt vorbeilaufen – er hatte ja vermutlich kein Trikot an. Da es nicht Varelas erstes Tattoo ist, kennt er wohl den Ablauf und die Risiken für einen Profi-Sportler – also ist es alleine seine Schuld. Aber sind wir ehrlich – mag sein, dass er eine brauchbare Alternative für Samstag gewesen wäre wobei ich Russ jetzt auch nicht die schlechtere Wahl fände (wobei ich irgendwie fast Medojevic befürchte)….aber was wäre danach geschehen. Er hat nur noch ein Jahr Vertrag bei ManU und kann somit nicht mehr verliehen werden. Für 1,5 Mio. hätten die ihn nicht gehen lassen und viel mehr ist er in meinen Augen nicht wert. Ich denke also, dass er ab Sonntag ohnehin arbeitslos gewesen wäre – jetzt mit ein wenig Trubel eine Woche früher. Sich das entgehen zu lassen ist äußerst dämlich aber wenn er meint…

  13. Alsoooooooooo, ich glaube schon, dass sich Profis während der Saison auch stechen lassen, aber der Hauptgrund scheint doch die Entzündung sein. Trotzdem sau dämlich

  14. das studio in die pflicht nehmen ist aus meiner sicht blödsinn. der mann ist fußballprofi und muss einfach wissen was er tut und welche diensleistung er wann in anspruch nehmen kann – ist auch nicht sein erstes tattoo also wird es wohl wisen welche folgen nen tattoo hat.

  15. Würde gerne wissen, wer das Foto geschossen hat. Evtl. noch einer unseres Teams, der Bescheid wusste und das mit getragen hat.

    Einfach unprofessionell.

    Und vor allem schade, weil ich dachte, er könnte bei uns Stammspieler werden.

  16. Eine Angst für nächste Saison weniger!!! Denn offensiv ist bei ihm mit seinen schon 24 Jahren nichts los. Ein RV muss dies aber bringen. Im defensiven Mittelfeld hoffnungslos verloren und noch weniger nach vorne los. Auf dem Tattoo steht wohl „Pokalsieger 2017“! 🙂 Hoffentlich verletzt sich nicht noch einer beim aussteigen aus dem Bus, wäre ja typisch nach den ganzen Meldungen zum Thema „aus dem vollen schöpfen“!

  17. Lächerlich es dem Tattoo-Studio vorzuwerfen, gar die Professionalität infrage zustellen. Die Professionalität Varelas ist infrage zustellen, erst Recht da es nicht sein erstes Tattoo ist. Sportlich tendenziell eher kein Verlust.

  18. Klar ist Varela als erstes für das Fehlverhalten in die Pflicht zu nehmen! Das ist unbestritten.
    Ob eine Haftungsforderung gegen das Studio Sinn macht, wage ich auch zu bezweifeln.
    Dennoch bleibt im Bezug auf das Tättowierstudio ein Geschmäckle, denn 1. glaube ich kaum das die nicht mitbekommen haben, was für zwei Personen da gerade im Laden stehen (man unterhält sich ja auch) und 2. wissen wir alle nicht, ob hier seriös aufgeklärt und die Einverständnis gegengezeichnet wurde.
    Naja….das Kind ist in den Brunnen gefallen und ertrunken. Nichts zu machen……

  19. Herr Bobic hat wohl vergessen das er bei der SGE ist und nicht bei Real Madrid. Aber bitte….

  20. @ G-Block

    Die wussten genau wer da war, schließlich hat das Studio noch einen Post mit Varela auf der Liege und Ordonez nebendran gemacht, mit den Namen der beiden und der Bildunterschrift „Am Samstag wird der Pokal geholt“…

    @ Alpi

    Also ich finde es absolut richtig was Bobic gemacht hat. Früher hätte es ne kurze Standpauke mit dem erhobenen Zeigefinger gegeben und en Hunni in die Mannschaftskasse – zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Jetzt weht ein anderer Wind, nix mehr mit Wohlfühloase…;-)

    War halt ne absolut selten dämliche Aktion von Varela, als ob das Tattoo net auch noch ne Woche hätte warten können. Das Schlimme – für ihn – ist ja dabei, dass ihn besagtes Tattoo ein Leben lang an diese Dummheit erinnern wird…;-)

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  21. Ich denke das kann sich jeder selbst denken wie ich das meinte.
    Eine Suspendierung wie bei Aubameyang hätte ausgerecht + eine saftige Geldstrafe. Strafen sind gut. Aber man sollte die Strafe nicht so krass ausfallen lassen das mal sich längerfristig selbst schwächt.

  22. „Gott sei Dank“, da ist sie, die vermisste, allwöchentliche „Spielerausfallmeldung“.
    Für das Finale vielleicht eine kleine Schwächung, aber den 19. Mann im 22’er Kader wird es freuen, „Aufrücker!!!“
    Im übrigen trauere ich den vergebenen 8 Punkten, die zu Platz 5 gereicht hätten, mehr nach …
    Jetzt aber endgültig Liga ‚OFF‘ und Pokal ‚ON‘!

  23. @6: Grandiose Idee, der Tätowierer haftet für die hirnlosogkeit eines Fußballspielers. Geil. Ich glaube nicht, dass der Vertrag mit dem Tätowierer eine schutzwirkung für Dritte entftet…

  24. Wo sind denn die Berater wenn man sie mal braucht? Nur wenn Verträge ausgehandelt werden, dann mischen sie sich ein. Hier hätte es einen gebraucht. NEIN, junger Mann. Das geht gegen deinen Arbeitgeber. Lass es.

    Gruß SCOPE

  25. Selten dämliche Aktion, die keine andere Reaktion des Vereins zulässt. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte er wirklich nicht wählen können. Hätte er mal lieber noch ein paar Tage gewartet.

    So ist es nur ein zu teures Tattoo, dass ihn sicher noch öfter an das verpasste Finale und das unschöne Ende bei der SGE erinnern wird.

  26. Wie blöd muß man eigentlich sein, sich fünf Tage vor dem Pokalendspiel noch ein Tattoo stechen zu lassen?

  27. Mancheiner wird sich bereits gefragt haben, was das wohl für ein bedeutungsvolles Tattoo sein muss, für das ein junger Fussballer ein Pokalfinale in die Tonne tritt und seine Reputation als Vollprofi nachhaltig aufs Spiel setzt.
    Das vom Bad Vilbeler „Totenkopf“-Studio gepostete Foto lässt ja deutlich das Konterfei eines Damenantlitzes erkennen, welches als Motivvorlage auf dem Oberarm des Patienten platziert wurde.
    Nun also, wenn das nicht die Schwester, die Oma oder irgendein angebetetes Popsternchen ist, dann kann es doch eigentlich nur die Mutti sein… …
    Wie sagt man auf spanisch noch gleich: „Komm Du mir mal nach Hause!“ ?

  28. Alle Kicker, die Tattoos tragen, aus dem Bezahlfußball entfernen!!!
    Beim Damen-Beach-Volleyball gibt es ja auch ganz klare Regeln, wie knapp der Bikini sein muss.
    FiFA/UEFA bitte tätig werden. Das geht so nicht weiter. 🙂

  29. Darum geht es ja gar nicht. Von mir aus kann er sich ein rosa Einhorn stechen lassen, ist ja sein Körper. Nur eben nicht innerhalb der Spielzeit, sondern wenn er verletzt oder gesperrt ist bzw. eben Winter- oder Sommerpause ist. Aber um dein Beispiel aufzugreifen: Eine Beachvolleyballerin würde sich auch nicht 4 Tage vor einem Wettbewerb die Brüste operieren lassen dürfen.

    Gruß SCOPE

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