Große Enttäuschung nach dem Spiel bei David Abraham. Lange sah es so aus, als könnte man vielleicht doch einen Punkt aus Dortmund entführen. (Foto: imago/osnapix)

Nach der enttäuschenden Last-Minute-Niederlage im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen ging es in den letzten zwei Wochen für Eintracht-Trainer Adi Hütter vor allem darum, die Spieler wieder aufzurichten und die Mannschaft mental auf die bevorstehenden schweren Wochen vorzubereiten. Die SGE hat in den kommenden Wochen ein straffes Programm: Borussia Dortmund, Olympique Marseille, Leipzig, Borussia Mönchengladbach. Den Auftakt dieser schweren und zugleich wegweisenden Wochen sollte die Auswärtspartie bei den Dortmundern sein und auch wenn die wenigsten mit einem Punktgewinn gerechnet hätten, waren die Hessen doch nah dran und haben dem starken BVB lange Paroli geboten. Dass das Spiel am Ende mit 1:3 verloren gegangen ist, täuscht fälschlicherweise auch über die teilweise starke Darbietung hinweg. SGE4EVER.de hat das Spiel wie immer noch einmal analysiert:

Dortmunder am Rande der Verzweiflung

Frankfurt-Trainer Adi Hütter überraschte in der Startformation mit zwei Spielern, die vor kurzem noch der umstrittenen „Trainingsgruppe 2“ angehörten: Simon Falette und Marco Fabian. Falette sollte auf der linken Abwehrseite aushelfen, nachdem Jetro Willems für 3 Spiele gesperrt wurde und Taleb Tawatha verletzt von einem Länderspiel heimkehrte. Mit dem Youngster Deji Beyreuther hätte Hütter noch einen gelernten Linksverteidiger im Kader gehabt, entschied sich wohl aber bewusst für den erfahrenen Franzosen, der vor allem in der Defensive durch seine Zweikampf- und Kopfballstärke die sichere Variante darstellte. Dies bewahrheitete sich zumindest in der ersten Halbzeit, in der man den BVB mit einer geschickten Spielweise vor große Probleme stellte. Die Eintracht presste wie inzwischen unter Hütter typisch früh und rückte auch mit der Viererkette weit raus. Mijat Gacinovic und Sebastien Haller stellten die beiden defensiven Mittelfeldakteure der Dortmunder, Mo Dahoud und Thomas Delaney konsequent zu, sodass der BVB im Mittelfeld kaum Zugriff hatte. Immer wieder mussten sie hinten rum spielen und so war es wenig verwunderlich, dass Innenverteidiger Abdou Diallo die meisten Ballkontakte hatte. Gefährlich wurde es selten und wenn dann nur, wenn es den Dortmundern gelang mit einem langen Ball über die gut sortierten Frankfurter Ketten zu spielen. Ungewohnte Fehler im Spielaufbau waren das Ergebnis einer aufopferungsvollen und konsequenten defensiven Leistung der Frankfurter. Und genau in dieser Phase, in der man das Spiel des BVB im eigenen Stadion eigentlich weitestgehend und überraschend gut im Griff hatte, fiel das 1:0 für die Dortmunder – ausgerechnet nach einer Standardsituation, denn aus dem Spiel heraus gelang dem BVB nur sehr wenig.

Die Moral stimmt erneut

Wer nun mit einem Einbruch der Hessen rechnete, sah sich getäuscht. Die Eintracht kam trotz des unglücklichen Rückstands hochmotiviert aus der Kabine und startete konzentriert in die zweite Halbzeit. Defensiv machte man genau so weiter wie zuvor. Und mit viel Leidenschaft und Einsatz konnte man das Spiel weiter ausgeglichen gestalten. SGE-Trainer Adi Hütter setzte dann nach einer Stunde alles auf eine Karte und brachte mit Luka Jovic und Jonathan de Guzman zwei weitere Offensivspieler. Auch wenn das Zusammenspiel in der Offensive nicht immer gelang, konnte man so doch eine erste Druckphase aufbauen und belohnte sich durch den Ausgleichstreffer von Sebastien Haller, der nun im dritten Spiel hintereinander traf und mit seinem ersten Torschuss erneut seine Effizienz und tolle Form unterstrich. Der Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt aufgrund der kämpferischen Leistung auch verdient war, sollte allerdings nicht lange halten. Ausgerechnet auf der linken Abwehrseite ließ sich Falette viel zu leicht ausspielen und Jadon Sancho konnte ungehindert zum völlig frei stehenden Marius Wolf flanken, der seinem Ex-Verein mit seinem Treffer den K.O. versetzte. Auch wenn Hütter mit der Einwechslung von Nicolai Müller noch einmal zur Schlussoffensive ausrief, waren es am Ende dann die Dortmunder, die die sich bietenden Räume zu nutzen wussten und mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung sorgten.

Leistung, die Mut macht

Auch wenn am Ende eine Niederlage steht und es sicherlich gerade in der Offensive noch Verbesserungsbedarf gibt, bleibt auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft das System Hütters mehr und mehr verinnerlicht und auch umsetzen kann. Insbesondere das Pressing, das Zustellen des Gegners und das konsequente Verschieben der Ketten funktioniert immer besser. In der Vergangenheit ist man in Dortmund häufig sehr defensiv aufgelaufen und auch unter Ex-Trainer Niko Kovac ging es in solchen Spielen einzig und allein darum, dass man nichts riskiert und möglichst auf 0:0 spielt. Dies macht Hütter anders und auch wenn es bedeutet, dass man das ein oder andere Spiel verliert, so ist sein Mut, der Wille immer auch mitspielen zu wollen, aktiv am Spiel teilzunehmen, ganz egal wie der Gegner heißt, doch auch ein Fortschritt. Wenn es der Eintracht gelingt, trotz der Enttäuschung über die Niederlage, all das Positive mit zum ersten Europa-League-Spiel nach Marseille zu nehmen, dann braucht man auch dort keine Angst haben. Zudem ist in dieser Partie auch Willems wieder dabei, denn in diesem Wettbewerb ist er nicht gesperrt und man hat doch deutlich gesehen, dass ein gelernter Linksverteidiger sehr gefehlt hat. Falette hat sich zwar tapfer geschlagen und in die Zweikämpfe geworfen, aber sein Stellungsspiel ist eben nicht das eines Linksverteidigers. Zudem konnte er erwartungsgemäß eben nicht die Akzente setzen und die Außenbahn beackern, wie man es von Willems oder Tawatha kennt. Hier wird man für die weitere Zeit von Willems Sperre noch eine andere Lösung finden müssen.

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37 Kommentare

  1. Hab mir die Gegentor nochmal angesehen. Beim zweiten und dritten Tor konnte Trapper nichts machen. Wolfis Treffer war n Aufsetzer und Alcacers Schuss von Haller unglücklich abgefälscht…Dafür hätte er den ersten Treffer eventuell verhindern können…, oder? War er nicht mal schneller auf der Linie? Eine Katze bevor er nach Paris wechselte? Wer ist da anderer Meinung? Gaci hätte, hätte Fahradkette ihn rausschiessen können, NDicka hat schlecht zu Diallo gestanden. Aber er ist ja noch jung. Ich hoffe er lernt daraus, er könnte ein großer werden. Wo war er beim zweiten Treffer des BVB? Ein anderer 19jähriger hat Vadder und Fatalle sehr schlecht aussehen lassen. Und könnte unbedrängt zu Wolfis Flanken. Das zu den negativen Aspekten. Unsere Abwehr wird hoffentlich besser. Fabian war einfach schlecht, ich denke er schöpft sein Potential nicht aus. Er kann das viel besser. Gaci trat offensiv zu wenig in Erscheinung, was wahrscheinlich seiner Laufleistung im defensiven Mittelfeld zugrunde liegt. Kostic…Ein ordentlicher Schuss nach 6min, danach gar nichts mehr von ihm zu sehen…. Danny leider ohne Sahne, dafür mit Einsatz gespielt. Fernandes und Torró im defensiven Bereich die ersten 70min solide, nach den Dortmunder Einwechslungen aber den Faden verloren. Fernandes wurde ja bereits in der 63. ausgewechselt, also vor dem 1:1. Unsere Einwechslungen konnten keine Akzente mehr setzen.
    Positiv: Haller im 3.Spiel nacheinander das dritte Tor. Der Junge ist klasse und hat Klasse. Allein seine Ballführung ist super! Das Mittelfeld defensiv mit toller Leistung von Gaci in der ersten Halbzeit. Unsere Einstellung und Moral war gut, bis das 2:1 fiel. Wir haben eine Mannschaft, in der viele für den anderen kämpften.
    Fazit: Hütte wollte in einer kritischen Phase mit den Einwechslungen mehr erreichen, das mißlang aber nachdem Fahre seinerseits etwas später mit Sancho und Alcacer die spielentscheidenden Akteure aufs Feld brachte.
    Man hätte es vielleicht mal mit Deji in der Anfangsformation versuchen können. Im Nachhinein ist man immer schlauer…Fabian konnte sein Potential nicht bringen, Gegner war aber auch der BVB, wo wir letztes Jahr unglücklich 2:3 verloren. Mit der vierten Niederlage im fünften Spiel haben wir einen schlechten Start erwischt. Unser offensives Mittelfeld hat keine Ideen, war aber auch mit defensiven Aufgaben beschäftigt. Unsere Abwehr muss besser stehen und darf sich zukünftig nicht austanzen lassen. Trotz einer guten Leistung in 70 min hat es nicht gereicht. Das wir keine besseren offensiven Spieler haben kann ich Hütter nicht ankreiden. Ihm wurden die Spieler von FB und Co hingestellt und dann eventuell gesagt: „Mach mal!“. Eine total bescheidene Einkaufspolitik, die mit unserem Trainer wohl nicht abgesprochen war. Wenn ich mir alleine diesen lustlosen Chico in den Vorbereitungsspielen ansehen, könnte ich….Pacienca ist ein guter Stürmer. Aber trotz 9 oder 11 Mittelfeldspieler haben wir aktuell keinen oder vielleicht nur einen, der Ideen bringt…Rönnow mit einer Knieverletzung zu holen…Stendera auszusortieren, der sich gerade in der Vorbereitung meiner Meinung nach gut ins Zeug gelegt hat. Seit dem Pokalsieg ging etliches schief, angefangen mit AMFG14 l, Tg II, über die Verletzungen, last Minute Gegentor bis jetzt. Ich hoffe diese (auch selbstverschuldete) Pechsträhne ist irgendwann zu Ende…
    Gerade deswegen: FORZA SGE! Und jetzt hör ich mit dem Gelaber auf und wünsche allen SGE Freunden ein schönes Wochenende

  2. Leute, wir sind nicht so weit weg davon, die Spiele auch erfolgreich zu gestalten. Defensiv ist das solide, die Gegentore waren unglücklich. Wenn wir es die nächsten Wochen schaffen unseren Sturm in Szene zu setzen, werden die Punkte purzeln. Unser Sturm ist auf einem europäischen Topniveau; wenn der in unserem Spiel angedockt wird, klingelts!

  3. Ich habe wenig Bock auf vermeidbare, haltbare oder unglückliche Gegentore. Mir sind Sch ….spiele lieber, bei denen wir mit Dusel oder was auch immer nicht verlieren.

  4. ein offensives system mit bestimmten prinzipien einzuüben und dieses zu stabilisieren dauert meist mindestens 6 monate, ausser die spieler kennen die gewünschten prinzipien schon und haben sie verinnerlicht, also ist der wunsch danach mehr als naiv.
    wir werden uns beim pressen sehr oft weiterhin falsch verhalten weil die automatismen fehlen und sobald es mehr negative ergebnisse gibt, wird auch der glaube der spieler an diesen weg schwinden.
    es ist von anfang an falsch angegangen worden.
    wir haben gute 2 jahre ein ordentliches vernünftig strukturiertes system verinnerlicht, zu meinen man kann einfach zügig umschwenken und den umbruch schaffen ist naiv.
    deshalb bin ich damals fast durchgedreht als ich hörte das man jetzt lieber 5:3 spielen will als 1:0 , so einen naiven bullshit … aber gut
    nur weil wir einen trainer haben der ein gut gedachtes offensiv konzept bevorzugt heisst das noch lange nicht das das für unsere umstände auch passt und sinn macht, macht es nähmlich überhaupt nicht.

    aber gut einige brauchen wieder die knallharte realität die sie eines besseren belehrt.

  5. @5 Ich mag dieses Oberlehrerhafte, von wegen das einige, sicherlich Unwissende, die knallharte Realität benötigen ! Gut das es in diesem Forum auch Leute gibt, die das schon immer alles wußten !
    Zum Thema Spielstil einüben nur soviel: Fast jeder Trainer läßt „sein“ favorisiertes System spielen. Keine Frage das bestimmte Systeme und Taktiken auch, sagen wir mal, einübungsintensiver sind. Aber meiner Meinung nach ist das was in Frankfurt gerade passiert eher das, was wir seit vielen Jahren beobachten können. Mittelklasseteams, die nach einer erfolgreichen Saison auseinandergekauft werden, Spieler die sich plötzlich „bereit für den nächsten Schritt“ sehen und final kommt dann noch Verletzungspech hinzu.
    Beispiele gibt es genug….. So geht es dann immer wieder von vorne los, weil auf ein bestehendes Konstrukt aufzubauen gelingt dann oftmals nur Teams, die eher weniger geliefert haben. Beispiel Bremen aktuell. Die hat keiner in den letzten Jahren so richtig wahrgenommen und man hat deshalb auch nicht ständig die halbe Mannschaft erneuern und eingliedern müssen. Konnten sich eher in Ruhe verstärken und jetzt haben sie eine gute Mannschaft. Nur, im Falle des Erfolges wird es Ihnen nächste Saison ähnlich gehen ! Frage man mal in Köln, Freiburg, Stuttgart usw. nach.
    Eine durchaus bedauerliche Entwicklung die der Fußball da nimmt, aber es hilft wenig da zu klagen. Das beste draus machen und ein bisserl Glück, dann sieht man was, wie bei uns, doch noch Möglich sein kann.

  6. @5. Wäre es dann aber nicht leichter auf dem Spielstil aufzubauen der auch in der letzten Saison praktiziert wurde. Denn nun haben wir 2 Umstellungen zu meistern. Umbau in der Mannschaft und im Spielstil. Das ist noch nicht mal Dortmund unter Bosz gelungen mit ganz anderer Spielerqualität. Unter Schaaf leider auch nur sehr bedingt, auch wenn die Heimspiele echt genial spektakulär waren. Wenn man ehrlich ist, war der Sieg gegen Freiburg sehr glücklich, das Spiel gegen Bremen kann man wegen der roten Karte nicht richtig bewerten und die Niederlage gestern war „normal“. Insofern ist alles noch sehr schwer einzuschätzen. Ich bleibe aber dabei: Ein richtiger Plan ist nicht erkennbar. Es scheint uns aber dieses Jahr entgegenzukommen, dass doch einige Mannschaften Probleme haben.

  7. @5
    Du hast völlig Recht, ein erfolgreiches Offensivspielsystem aufzubauen braucht monatelange harte Trainingsarbeit. Das ist die hohe Kunst des Fussballs, zumal man gleichzeitig eine stabile Defensive braucht.Wenn man sich weiterentwickeln will hin zu einem Team dass regelmäßig europäisch spielt, muss man diesen Schritt aber gehen.

    Das Gros der Liga ist auf einem Niveau. Die Beispiele Köln, Hamburg, Hannover, Stuttgart zeigen wie schmal der Pfad zwischen EL und Abstieg ist. Ich bin der Meinung, dass Hütter da auf dem richtigen Weg ist. Die relative defensive Stabilität die noch aus der Arbeit von Kovac resultiert ist eine gute Basis auf der Hütter aufbauen kann und die Mannschaft weiterentwickeln muss. Die Umstellung von 5er auf 4er Abwehrkette muss erst einmal sicher stehen. Dann muss die nächste Umstellung sein, dass entweder Torro oder (eher) Fernandez gegen ein Spieler ausgetauscht werden muss, der das Offensivspiel vorantreibt.

    Entscheidend dafür, dass dieser Umbruch gelingt wird sicherlich sein wie erfolgreich die nächsten Spiele sind. Psychologie spielt eine große Rolle. Im positiven wie im negativen……

    Ich bin optimistisch! Aber nicht naiv 😉

  8. @7 Da hast Du natürlich unter Umständen recht, aber ich glaube das es am Ende des Tages bei den Teams in der Mitte auf die Kleinigkeiten oder auch das entsprechende Quäntchen Glück ankommt. Müßig drüber zu diskutieren was wäre wenn, allerdings ist es sicherlich nicht sonderlich vermessen, wenn ich glaube das ohne die rote Karte das Spiel gegen Bremen zumindest nicht verloren gegangen wäre. In Ulm muß nur einer der Alutreffer sitzen und dann wäre die Bilanz eine ganz andere. Mit Boateng, Wolf, Mascarell und Hradecky ist auch ein ziemliches Gerüst rausgerissen worden. Angedacht war sicher auch eine wesentlich entspanntere Vorbereitung in der sich nicht wöchentlich ein Leistungsträger langzeitverletzt ausfällt. Wie auch immer, die Eintracht ist sicher nicht das einzigste Team was einen Trainer mit anderer Spielidee eingestellt hat. Aber, keine Frage, es ist deutlich Luft nach oben und entspanntes, nachhaltiges Arbeiten sieht, stand jetzt, sicherlich anders aus.

  9. @6
    schön das du das magst 😉 …. keine sorge hab schon verstanden…

    @7
    ja natürlich ist es das, zumal wir eben auch nicht defensivqualität haben die im eins gegen eins stark genug ist und wir keine offensiv qualität haben die genug tore garantiert.
    ebenso haben wir in der schaltzentrale keinen spieler , der die offensive gut genug einsetzt und das spiel effektiv steuert. tempowechsel usw.
    alles in allem ist es in unserem fall besser frühestens im mittelfeldbereich ins pressing zu gehen und darauf zu achten das wir hinten weniger räume hergeben.
    pressen wir aber zu oft zu hoch, gehen die räume hinten automatisch auf und eine halbwegs vorbereitete mannschaft nutzt das dann gnadenlos aus. sie muss nur etwas geduld aufbringen.
    freiburg hatte gegen uns soviel räume und chancen das wir froh sein können dort trotzdem 3 punkte geholt zu haben, aber dieses glück haben wir wohl in einem von 10 spielen.

    @9
    wir können nicht von weiterentwickeln sprechen, wenn die grundlage die uns stark gemacht hat nicht mehr entsprechend umgesetzt wird, weil durch hohes pressen zuviele räume geöffnet werden und wie schonmal gesagt von der definsivqualität nich tkompensiert wird.
    regelmässig europäisch mit dieser spielerqualität/spielerzusammensetzung und einer für unsere verhältnisse übermütigen spielidee, welche zu viele schwachstellen bietet, keine chance.

    ich denke das hütter eine gut durchdachte spielidee hat aber er mit dieser nicht zu unserer ausgangsituation passt.
    sein wunsch hier entertainment fussball spielen zu lassen weil das ja so toll und aufregend sei, geht meiner meinung nach klar nach hinten los und wird keine positiven aufreger erzeugen, sondern viel frust verursachen auf dauer.

    um richtig offensiv zu spielen mit hohem pressing und nach ballverlust direktem gegenpressing dazu benötigt es spieler qualität die unter den top 5 der liga gehört min.
    man brauch aussergewöhnliche passqualität spielintelligenz und mentalität + abschlusstärke.
    hat man dass nicht wird man mit dem vorgehen auf dauer in der bundesliga sehr alt aus sehen.

    opimismus und naivität liegen nciht weit auseinander.
    realismus ist im bundesligageschäft aber wesentlich sinnvoller und realistisch gesehen gehört unsere derzeitige spielerqualität eher ins mittelfeld. dazu eine zu riskante spielweise, bedeutet eher tendenz ins letzte drittel.

  10. @ball99
    Du kannst dich, wenn du willst, echt gut ausdrücken und durchaus eloquente Sachen von dir geben (von deinem Ausrutscher gestern Abend mal abgesehen..), wenn du jetzt noch ein paar Kommas mehr setzt, muss ich deinen Text nicht immer drei mal lesen! *grins* Ich meine das nicht böse.

    —-
    Und es stimmt schon, wir hatten bisher viel Pech, aber es spricht vieles dafür, dass es in den nächsten Spielen besser werden wird. Dreh- und Angelpunkt sind unsere Außenspieler. Wenn es Kostic und Müller endlich auf die Ketten kriegen, sich mal ins 1v1 zu trauen und sich dort durchsetzen dann ist schon ganz viel erreicht. Da wir die genannte Schaltzentrale im Mittelfeld eben de facto einfach nicht haben (und das obwohl unser halber Kader aus Spielern besteht, die diese Position innehaben… Über diese Transferpolitik könnte ich mich immer noch Tag und Nacht aufregen), muss unser Offensivspiel über bissige Außenspieler kommen. Über die Mitte werden wir mittelfristig nichts erreichen. Wenn man Gacinovic im offensiven Mittelfeld lässt, so hat man theoretisch eine flinke und relativ ballsichere Anspielstation, mit denen die Außen sich nach vorne durcharbeiten können.
    Demnächst werden auch Willems und Rebic dazustoßen. Zwei Spieler, die sich dadurch definieren, das 1v1 zu suchen und sich durchzusetzen. Wenn beide wieder da sind, dann bin ich mir sicher, dass wir offensiv auch mehr erreichen werden.
    Unsere Defensive hat gut funktioniert, bis man mit dem Pressen übertrieben hat und Räume entstanden sind. Es fehlt jemand, der das Pressing koordiniert. Mit Trapp mag man einen Leader geholt haben, aber der kann sich ja schlecht die Seele aus dem Leib schreien, um das Team zu dirigieren.
    Hütter hat nun zwei bis drei wesentliche Aufgaben:

    Zum einen muss er Standarts trainieren lassen und zwar beide Varianten, sowohl offensiv als auch defensiv. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Eintracht in den letzten 15 Jahren gefährlich bei Standarts gewesen ist. Ohne einen AMFG erst recht nicht. Zum anderen ist die andere riesen Schwäche ist das Verteidigen von Standarts. Der Freistoß von Bremen, und zwei der drei Gegentore gestern fielen durch Standartsituationen. Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, hilft uns unsere sonst stabile Abwehr kein bisschen.

    Die andere große Aufgabe ist es, das Umschaltspiel zu trainieren. Es kann nicht wahr sein, dass nach einem klasse Ballgewinn erst einmal ein Schoppen getrunken, der Müll rausgebracht und die Wäsche gewaschen wird, ehe man sich mal dazu entscheidet den Ball in Richtung des gegnerischen Tores zu treiben. Absolut ideenlos und peinlich war das, was gestern nach einer erfolgreichen Pressingsituiation passiert ist. Da helfen uns auch unsere schnellen Außen nichts, wenn die einfach nicht in die Räume sprinten! Es gab keinerlei Anspielstationen. Also musste nach hinten der Sicherheitspass gespielt werden oder es wurde solange überlegt, dass der Ball schon wieder weg war. Also: Umschaltspiel, Umschaltspiel, Umschaltspiel! Das muss besser funktionieren gegen Leipzig und Marseille, auch wenn das innerhalb dieser kurzen Zeit eher Wunschdenken bleiben wird.

    Dennoch, wenn Hütter jetzt endlich an den richtigen Punkten ansetzt, kann und wird das was werden! Und dazu gehört auch, Fabian auf der Bank zu lassen und Jovic statt ihm zu bringen 😉

  11. Ich finde den Weg, welchen die SGE mit einem Trainer wie Hütter geht absolut richtig. Wir haben uns in den 2,5 Jahren unter Kovac sehr erfolgreich stabilisiert, die Qualität im Kader erhöht und durch unsere Erfolge mehr Geld akquiriert. Ich mochte Niko Kovac und denke er ist im persönlichen Umgang mit Spielern wahrscheinlich auf Weltklasse-Niveau.
    Nun gehört zur ganzen Wahrheit aber auch, dass wir zum Saisonende 2x eingebrochen sind und das trotz zumindest letztem Jahr relativ wenig Pech mit Verletzungen.
    Die Bundesliga ist taktisch recht unspektakulär, seit Tuchel das „Spiegeln“ in Mainz eingeführt hat versuchen Mannschaften durch nahezu Manndeckung Offensive Bemühungen im Mittelfeldzentrum im Keim zu ersticken.
    Unter Kovac sind wir diesem Trend gefolgt und haben den Gegnern oft erfolgreich den Schneid abgekauft, aber große taktische Weiterentwicklung ist in diesem System nicht möglich. Hütter versucht nun durch mehr Raumdeckung und sehr direktes Passsspiel alles offensiver zu gestalten.
    Das ist jetzt alles sehr theoretisch, aber wichtig ist das durch diese Art zu spielen es schwieriger wird Mittel gegen unser Spiel zu finden und es immer viel Raum zur Weiterentwicklung gibt. Ein gutes Beispiel für dieses System ist Hoffenheim, welches mit weniger aggresivem Pressing ähnlich spielt.

  12. Wo ist denn der immer wieder herbeigezogene große personelle Umbruch in der Mannschaft, der erst verkraftet werden muss??? Es spielen doch fast nur die vom letzten Jahr. In Freiburg waren es glaube ich 9 von 11 in der Anfangsformation, am Freitag waren neun von 13 eingesetzten Feldspielern die von der letzten Saison.

  13. Ich habe das Spiel leider erst gestern Abend sehen können und fand es gar nicht so schlecht, wie es teilweise gemacht wird. Natürlich war Dortmund spielerisch stärker. Man muss ja nur sehen, wer dort auf dem Platz steht. Aber ich denke, wir haben es ganz gut gemacht und es war wieder eine kleine Steigerung zu erkennen. Eine Systemumstellung von Kovac Beton auf Hütters Offensivpressing dauert halt auch etwas. Sehen wir uns doch mal die Rückrunde der letzten Saison an, da gab es außer dem Finale kein einziges GUTES Spiel. Da gefällt mir der mutige Ansatz von Hütter schon besser. Ich finde auch ein 4:3 besser, als ein 1:0. Das macht den Fußball doch erst schön und nicht das Ergebnis orientierte Ballgeschiebe. Die Mannschaft wird sich steigern, davon bin ich überzeugt. Bis zum Ende der Hinrunde werden wir bestimmt 20-22 Punkte haben und das wäre ein Erfolg, aber im Gegensatz zur letzten Saison denke ich, dass wir in der Rückrunde noch besser werden und den Klassenerhalt sicher schaffen. Wir dürfen nicht nach jedem Spiel den Weltuntergang heraufbeschwören. Wo stehen denn die „Topklubs“ aus Hoffenheim, Schalke und Leverkusen, oder auch die im Vorfeld hoch gelobten Stuttgarter zur Zeit? Die Tabelle ist nur an der Spitze wie erwartet, der Rest wird sich noch drehen.

  14. Mir gefällt die Mannschaft RICHTIG gut! Leider ist das Programm die nächsten Wochen brutal – das wird eine schwere Vorrunde. Ich hoffe, dass wenigstens die Kurve hinter dieser Mannschaft bleibt. Hier kann man ja nichts mehr erwarten. Unerträglich – wenigstens die Mannschaft zeigt Kampfgeist und Zusammenhalt.

  15. Endlich mal Leute die wie ich ein gutes Spiel unsere Eintracht gesehen haben. Na klar fehlt im Mittelfeld definitiv die Schaltzentrale auch wenn unser Gaci zur Zeit super drauf ist doch seine häufigen unnötigen Ballverluste und Fehlpässe ärgern mich schon. Müller und Kostic werden sich bald eingewöhnt haben. Das der Wille da ist hat man ja bei der gelben Karte von Kostic gesehen. Auch sonst hat es an Einsatz und Willen wirklich nicht gefehlt. Dortmund kann nun wirklich nicht der Gradmesser sein. Unsere Punkte müssen wir gegen andere holen und das werden wir auch. Vor Beginn der Saison habe ich für mich 8 Punkte aus den ersten 5 Spielen als ok ausgerufen und das ist noch zu erreichen. Meiner Meinung nach sind wir besser als viele hier glauben. Auf geht’s……….

  16. Sollten wir aus den nächsten 3 Ligaspielen 4 Punkte holen, kann man sehr zufrieden sein. Bislang sind wir in keinem Spiel eingebrochen sondern haben recht ansehnlichen Fussball geboten. Die Verletztenliste ist lang, aber dafür präsentiert sich unsere Mannschaft gut, dank Hütter.

  17. Puh, ich gehöre ja normal eher der Fraktion der Optimisten mit Blick nach vorne an, aber wenn ich die letzten Einträge so lese, dann frag ich mich ob ich andere Spiele gesehen habe … Fragmente, die durchaus funktionieren, aber in vielen Punkten noch stellenweise viel Luft nach oben. Keine Frage, da ist Potential und es wird sicher besser werden, aber wenn ich dann teilweise sehe wie wir z.B. Standarts treten, dann bin ich echt fassungslos. Um mal mit den einfachen Dingen anzufangen. Einer der wenigen Punkte wo ich mir deGuzmann ins Team wünsche 🙂

  18. @19. Muc-Adler.

    Ich habe mir das Spiel eben nochmal in Ruhe angesehen. Grundsätzlich stimme ich dir zu. Ich sehe jedoch im Vergleich zum Start der letzten Saison eine Verbesserung. Die „Not“-Defensive hat mich positiv überrascht, die Offensive hat mehr Potential. Der Einsatzwille stimmt sowiedo. Was mich ein bißchen störtt, sind mangelhafte Basics wie Standards, einfaches genaues sicheres Passspiel, schnelles Umschalten bei Ballgewinn, zwingende Chancen ab dem 16er herauszuspielen. Trotzdem bleibe ich sehr positiv gestimmt. Ich glaube, dass sich in 1-2 Monaten das festigen wird.

  19. Schaut sich gerade einer das Spiel von Marseille gegen den Tabellenletzten der Ligue 1 an?
    Kann derjenige vielleicht mal sein Eindruck schreiben

  20. OM gehört zum besten, was der französische Vereinsfussball aktuell zu bieten hat und darf sich wohl zu den 5-6 Top-Finalkandidaten zählen. Inwiefern das 4:0 gg. Guingamp ein echter Maßstab ist, mag dahin stehen. Spätestens in HZ 2 war zu sehen, dass die Mannschaft (z.B. im Ggs. zum BVB) bereits bestens eingespielt und aufgelegt ist. Tempo, Spielweise und technisches Niveau sind das, was man sich in absehbarer Zeit eigentlich bei uns wünschen würde – das gilt auch für eine Reihe von deren Spielern.
    Mit einer stabilen Defensive ist eine (hohe) Niederlage vielleicht vermeidbar. Um dort aber Tore zu schießen und womöglich mehr zu holen als ein Remis, muss sich unsere Offensive und deren Chancenquote jedenfalls erheblich verbessern. Wenn wir es wie gegen die Zecken angehen, braucht es außer Powerpressing auch Ballsicherheit bzw. -besitz sowie Vorstöße in den 16er. Deren Abwehr ist durchaus anfällig.

  21. @22. zizou:
    Vielen Dank für Deine Schilderung und Einschätzung!
    Hoffen wir mal, dass wir dieses dicke Brett am Donnerstag bohren können.
    Ich bin positiv gespannt, was Hütter sich einfallen lässt.

  22. @22 Chancenquote ist genau richtig, weil Trefferquote ist eigentlich recht ordentlich…
    Ansonsten gefällt schon mal das Willems mit im Kader ist und Rebic scheinbar langsam ins rollen kommt.
    Ansonsten, wenn wir noch bei „Wünsch Dir was“ sind: Bitte gefährliche Standards, auch wenn ich grad nicht weiß wie das plötzlich kommen soll. Das war einer der wenigen Punkte, die gegen Ende der letzten Saison plötzlich liefen. Die Ecken und Freistöße von deGuzmann in den 16er waren teilweise perfekt. Da konnte man sehen, wie im gegnerischen Strafraum plötzlich Alarm ist. Abnehmer im Strafraum auf unserer Seite gibt es auch. Bevor wir uns über 4:3:1:5:3:2:3 und sonstwas Gedanken machen, bitte hier zunächst ansetzen. Kleines Fußball 1×1

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  23. Ich frage mich, ob AH z.B. auf die international erfahrenen Hasebe oder De Guzmán auch gg. Olympique nicht von Beginn an setzt. Auf drei Spieler jedenfalls müssen wir besonders aufpassen: Payet, Thauvin und Radonjic (den unsere serbischen Legionäre gut kennen und den ich übrigens – mal abgesehen von 12 Mio Ablöse – anstelle von Kostic sofort geholt hätte…) Zudem haben die mit Gustavo und Sakai (langjähriger NM-Mannschaftskumpel von Makoto) zwei sehr BL-erfahrene Spieler in ihren Reihen.
    Wäre ich der Adi, würde das dann wahrscheinlich so aussehen:

    ______________Trapp______________
    Da Costa__Abraham__N’Dicka__Willems
    _____________Hasebe______________
    _____De Guzmán___Fernandes_______
    _____________Haller_______________
    __Gacinovic______________Rebic_____

    ++Zimmermann, Falette, Torró, Fabián, Müller, Kostic, Jovic

  24. @26. Aufstellung find ich gut. Vielleicht sollten wir mit Kostic beginnen statt Rebic, außer er ist jetzt wirklich schon 100%ig fit.

    Dann später Rebic und Jovic und ggf. Fabian (Stendera?) rein, falls Offensivdruck erhöht werden muss.

  25. PS @26
    Wie gut, dass ich – als Adi – dann auch meinen Armin an der Seite hätte, der mich sofort darauf hinweist, dass Marco Fabián, ääh… ja gar nicht zum EL-Kader gehört. Dann würden wir sicherlich zunächst mal eingehend beraten, wen wir stattdessen mitnehmen. Und würden uns konsequenterweise für noch einen aus der Sondertrainingseinheit, die es gar nicht gab, entscheiden: z.B. für Marc Stendera.

  26. dann muss man eben als Trainer bei Standards auch mal von außen einwirken oder als Mitspieler oder Kapitän. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass wie in der zweiten Halbzeit gegen Bremen, Kostic 2 mal den Eckball von links so kurz tritt, dass der Ball gar nicht richtig in den 16er kommt und vom ersten Bremer ganz locker rausgeschossen wird und Kostic dann zum dritten, zum Eckball gehen kann und die gleiche scheiße wieder macht. Da komm ich mir als Zuschauer verarscht vor über solche Eckbälle!

  27. @30. Adlerherb:
    Warum ein großer Außenbahn-Stürmer überhaupt die Ecken treten muss, ist mir ohnehin ein Rätsel.
    M.m.n. beraupt man sich hierbei, bei einem gut getretenen Eckball einer weiteren Möglichkeit.

  28. es gibt Mannschaften, die nur durch defensive und Standardsituationen Erfolg haben / hatten. Griechenland hat über Standardsituationen und einer starken Defensive, die Europameisterschaft gewonnen. Es sind bei unserer SGE ja nicht nur die Eckbälle. Kann mich gar nicht erinnern, wann die SGE das letzte mal ein Freistoßtor geschossen hat oder ein Weitschuss aus der zweiten Reihe (wie es Stender oder Schwegler ab und zu machten). Ich finde allgemeint ist das in der Bundesliga zurück gegangen, gerade bei unserer Eintracht. Ich wünschte mir einfach mehr Torschüsse auch aus der zweiten Reihe. Aber dazu braucht man eben auch die Spieler.

  29. @Adlerherb
    Gar nicht solange her. Die Hacke Gottes DFB-Halbfinale gegen Schalke 04. 1:0 von Jovic. 🙂

  30. ja wie das schon zuvor geschrieben wurde, haben wir in der Rückrunde 17/18 das ein oder andere Tor über Ecken gemacht. Das Stimmt und das lag vor allem an de Guzmann, der Standards hervorragend tritt. Allgemein, ist mir aber unsere SGE zu ungefährlich bei Freistößen, direkten Freistößen und Schüssen aus der zweiten Reihe und dieses Jahr auch wieder bei Ecken. Da muss man einfach mehr draus machen, gerade wenn man wie aktuell spielerisch Defizite hat. Das Eckballtor auf Schalke wird wohl fast so unvergessen bleiben wie das Finaltor 1988 🙂 Dieses Tor im Halbfinale beweist, was alles über Standards möglich ist, bzw. wie man doch über Standards auch als Underdog Erfolg haben kann (Griechenland). Es sollte viel mehr Gewicht haben.

  31. @Bobic und J.A.F. bei „Voll auf die 12“
    Fredi zeigt sich insgesamt als coole Sau – und es ist durchaus beeindruckend wie überzeugt und mit sich im Reinen er insbesondere nach dem Vollzug dieser furiosen Kaderplanungsagenda auftritt.
    Lediglich bei den Themen TGII und AMFG verliert er – wohl nicht zufällig – etwas die Contenance und lässt keine andere Sichtweise zu – so als wäre seine Argumentation apodiktisch. (Jan Arge hat vergeblich versucht dagegen zu halten, hat dann aber aufgesteckt.) Als ob jemand bezweifelt hätte, dass den TGII-Angehörigen ein professionelles Training angeboten wurde – es war in der Tat nirgends zu hören, dass jemand geklagt hätte oder etwa – womöglich nicht ohne gewisse Erfolgsaussichten – juristisch gegen die Eintracht vorgegangen ist. Leider hat keiner der Anwesenden z.B. auf das so notorische wie läppische Argument: „Schließlich kann man im Training ja nicht 16 gg. 16 spielen…“ nachgefragt, ob nach der traulichen Wiederkehr der „sowieso nie Ausgestoßenen“ in den Kreis der relevanten Trainingsgruppe, es jetzt auf einmal möglich ist mit 14 gg. 14 zu spielen…
    Und zur Causa AM: Erneut behauptet Bobic, dass mit der Vertragsverlängerung und den Zugeständnissen an AM bereits vor 2 Jahren alles besprochen und abgemacht gewesen sei: Für Meier ist 2018 endgültig Schluss bei der Eintracht. Dass es auch hierzu andere Fakten bzw. Behauptungen gibt, wird nicht thematisiert und bleibt unwidersprochen. „Unsere sportliche Bewertung war so, dass es bei ihm nicht mehr reicht.“ Mal abgesehen, davon, dass es sogar intern diesbezüglich ganz andere fachliche Einschätzungen gab, frage ich mich, wenn schon vor 2 Jahren klar war, dass eine Verlängerung ausgeschlossen ist, wozu denn überhaupt noch eine „sportliche Bewertung“?
    Nein, just im Moment vermisse ich Alex gar nicht und hoffe eigentlich, dass das auch so bleibt.
    Das kann sich aber schlagartig ändern, sobald unserer voraussichtlichen Lebensversicherung Sebastièn Haller etwas zustößt oder/und Luka Jovic ausfallen sollte. Und auch als Integrator und Motivator in der Truppe wäre AM nach dem Princenabschied gerade auch für die bevorstehende EL-Aufgabe wichtig und wertvoll gewesen.
    Vor allem aber kann ich gar nicht sagen wie ich die Werderaner für ihren Pizarro beneide und für all das, was der für die Mannschaft und das Umfeld gerade jetzt in seiner wohl definitiv letzten Spielzeit darstellt und ausstrahlt. Für mich ist das etwas, was den Fussball und überhaupt Mannschaftssport wesentlich ausmacht.

  32. @zizou
    Das ist richtig. Man muss in der Frage AM, sicher auch nicht nur sportlich und rationell denken.
    AM ist einfach mehr für die EIntracht!

  33. Mal wieder ein super Fingerspitzengefühl seitens des DFB, für ne Backpfeife gibt es 3 Spiele Sperre und für eine kaputte Sehne 4!

    Da fällt mir nix mehr zu ein…!

    Forza SGE

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