Am Ende hatte Walldorf (hier beim 0:1) Grund zum Jubeln. (Bild: IMAGO / Hartenfelser)

Die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht hat das Duell gegen den direkten Tabellennachbarn Rot-Weiß Walldorf am Sonntagmittag mit 3:4 (0:2) verloren und verliert damit den Anschluss an die Spitze in der Hessenliga. Da sich im Parallelspiel der SV Steinbach und FC Gießen Unentschieden trennten und Hanau gestern patzte, behält die SGE zumindest aufgrund des besseren Torverhältnisses den vierten Tabellenplatz.

Walldorf wirkte in den ersten 45 Minuten cleverer

Begonnen hatte die Partie im „Ahorn Camp Sportpark“ – wie das Sportgelände in Dreieich seit heute (nach einem Familienunternehmen benannt) heißt – mit fünfminütiger Verspätung. Dafür ging es auf dem Platz umso rasanter los: Beide Mannschaften legten ein hohes Tempo vor, was kurz nach Anpfiff bereits zu einer ersten sehenswerten Chance für die Gäste führte. Zunächst noch eine ausgeglichene Begegnung, gewann Walldorf jedoch nach der turbulenten Anfangsphase die Oberhand: In der 14. Spielminute stand Laurin Vogt frei vor dem Frankfurter Kasten und traf zur 1:0-Führung für die Rot-Weißen. Auch fünf Minuten später sah die Frankfurter Defensive nicht gut aus: Nach einem Freistoß erhöhte Julian Ludwig auf 2:0 für Walldorf. Die U21 versuchte anschließend, zurück ins Spiel zu finden. Die Chancen für die SGE nahmen gegen Ende der ersten Halbzeit zu – auch, weil die Gäste etwas Tempo rausnahmen. Walldorf stand hinten allerdings stabil und wirkte insgesamt cleverer, sodass es zur Halbzeit beim 2:0 für Rot-Weiß Walldorf blieb.

Die SGE kämpfte sich zurück

Chef-Trainer Kristjan Glibo reagierte in der Pause und brachte für die zweiten 45 Minuten Nacho Ferri für Divaio Bobson und Abassin Alkhil für Gianluca Schäfer. Die Eintracht begann in Halbzeit 2, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatte und setzte immer wieder kleine Nadelstiche; noch fehlte aber das Glück im Abschluss. Vor allem die Einwechslung von Nacho Ferri sorgte für Belebung im offensiven Spiel der U21. Der 17-jährige Mittelstürmer war es dann auch, der in der 54. Spielminute zum inzwischen verdienten 1:2-Anschluss traf. Nach dem Tor blieb die Eintracht am Ball und drängte auf den Ausgleich. Ein Solo von Maximilian Brauburger resultierte in der 62. Spielminute folgerichtig im zwischenzeitlichen 2:2-Unentschieden. Walldorf wirkte überrascht und so konnte Wirbelwind Nacho Ferri in der 74. Minute die SGE sogar in Führung bringen – das Spiel war gedreht.

Fehler der SGE ausgenutzt

Walldorf gab sich dennoch nicht auf, wechselte durch und fand deshalb zurück zur Stabilität. Frischen Mut konnten die Gäste jedoch vor allem deshalb fassen, weil Philipp Velosa einen individuellen Fehler der SGE in der 86. Minute eiskalt ausnutzte – es stand wieder Unentschieden, 3:3. Die Adlerträger wollten den neuen Spielstand nicht auf sich sitzen lassen und mit einem risikohaften Offensivspiel unbedingt die erneute Führung. Diese Ungeduld rächte sich: Diant Ramaj kam (zu) weit aus dem Kasten raus, das Tor stand leer und Walldorf kam in der Nachspielzeit zum Konter; Alexander Vogler musste den Ball nur noch einschieben – Rot-Weiß Walldorf lag abermals vorne. Zwar versuchte die U21 noch einmal alles, um zumindest einen Punkt zu retten, doch einerseits fehlte das Glück (Abseitstor), andererseits ließ Walldorf nichts mehr anbrennen.

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1 Kommentar

  1. Echt ärgerlich, das wären Big Points gewesen. Also wenn das Projekt „direkter Aufstieg“ noch gelingen soll, darf man sich nicht mehr viel leisten. Ein Beinbruch wäre ein verpasster Aufstieg für mich nicht, aber enttäuschend irgendwie schon. Es gibt ja gewisse Pläne im Gesamtkonzept und man verlöre Zeit.

    Aber hey, alles ist da irgendwie neu und die 2. Mannschaft muss wohl ebenfalls ankommen und hier und da Lehrgeld zahlen.

    Aber die Saison ist noch lang, bin zuversichtlich!

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