Goncalo Paciencia wechselt vom FC Porto zur Frankfurter Eintracht und soll die Offensive verstärken. (Foto: imago/MIS)

Die Eintracht hat wieder auf dem Transfermarkt zugeschlagen und nach zuletzt zwei Transfers für die Defensive etwas für ganz vorne getan. Mit Goncalo Paciencia wechselt ein klassischer Mittelstürmer vom FC Porto an den Main und erhält einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2022.

“Wir bekommen mit ihm einen echten Mittelstürmer dazu, der unseren Kader noch variabler macht“, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. „Gonçalo ist ein beweglicher Spieler, der aber auch den Ball in der Spitze halten kann.“ Der Spieler wird zunächst noch Tests in Frankfurt absolvieren und deshalb nicht ins Trainingslager in die USA reisen.

Paciencia, der Sohn von FC Porto-Legende Domingos Paciencia, stammt aus der Jugend des portugiesischen Topvereins, wurde aber bisher viermal verliehen (Coimbra, Olympiakos Piräus, Rio Ave FC und zuletzt Vitoria Setubal). Das letzte Halbjahr allerdings bestritt er wieder bei seinem Stammverein und konnte in der Rückrunde dort neun Liga- und zwei Champions League-Einsätze, im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten FC Liverpool, verbuchen, allerdings allesamt ohne Torerfolg. Insgesamt macht er in der vergagenen Runde wettbewerbsübergreifend 36 Spiele (zehn Tore, sieben Vorlagen) und wurde mit Porto Meister und Torschützenkönig im nationalen Pokal (fünf Treffer). Von seinen 70 Erstligaspielen in Portugal (neun Tore, sieben Vorlagen), konnte der Rechtsfuß nur in 16 für seinen Heimatverein auflaufen. Alle anderen Spiele machte er bei seinen Leihstationen. In der zweiten Mannschaft des portugiesischen Meisters hingegen machte er mit 14 Toren in 35 Spielen auf sich aufmerksam.

Für die portugiesische Nationalmannschaft lief Paciencia bereits einmal auf und in der U21 war er zuvor Leistungsträger (17 Spiele, sechs Tore) und durchlief seit der U15 alle Jugendteams der Iberer (insgesamt 71 Spiele, 25 Tore). Mit der U21 wurde er im Jahr 2015 Vizeeuropameister.

Vertraglich war Paciencia bis 2019 an die Portugiesen gebunden. Die Eintracht soll sich seine Verpflichtung dem Vernehmen nach rund drei Millionen Euro kosten lassen haben. In Frankfurt dürfte der 1,84 Meter große Stürmer als Ergänzung zum Sturmduo Luka Jovic und Sebastién Haller gesehen werden und möglicherweise als Vorgriff auf einen Abgang des potenziellen Streichkandidaten Branimir Hrgota gesehen weden. Oder gar schon als Vorgriff eines Rebic-Abgangs?

 

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31 Kommentare

  1. Na dann mal herzlich Willkommen und eine weitere Nationalität/Sprache im Kader 🙂

  2. Bei einem 4-4-2 System noch einen dritten Stürmer im Kader zu haben, der das Potential hat, Konkurrenz zu Haller und Jovic aufzubauen, macht schon sicherlich Sinn! Jetzt hoffe ich auf 1-2 gute Spieler für Außen und einen Leader, der Boateng ersetzen kann.

  3. Herzlich willkommen in Frankfurt am Main bei der SGE.
    Die Vorfreude ist schon riesig.
    Viel Glück und Erfolg!!

  4. Falls Hütter mit 2 Spitzen spielen will, ist das eine gute Verpflichtung (Hrgota kann ich nicht mehr mitzählen).
    Falls Rebic wechseln will, brauchen wir noch einen Außenspieler. Sonst sind wir doch schon recht gut aufgestellt, da ich glaube, dass Blum unter Hütter seine Chance bekommt. Bei einem 4-4-2 wäre auch Tawata plötzlich eine Option auf links. Sah beim Test nicht schlecht aus. Wobei ich sagen muss, das 4-1-4-1 vom Testspiel sah in der 2. Hälfte auch gut aus. Torro könnte ein Kracher werden. Bislang ein sehr guter Job von Manga, Bobic und Hübner.

  5. Aber was Bobic vor Wochen meinte, was für top Spieler zur Eintracht kommen wollen…Verstehe ich noch nicht! Wir holen viele aber ob die Bundesliga stemmen ist offen!
    Bin total gespannt……

  6. @6
    Jesús, Omar, Ante, Wolfi… allein in den letzten 2 Jahren allesamt Spieler, deren Vita keinerlei Garantien für das „Stemmen“ der BuLi gab. Ergebnis ist bekannt.
    Abwarten und Tee trinken…

  7. Das mit den Topspielern ist eine Frage der Definition. Da sind uns bezüglich des Gehalts Grenzen gesetzt.

    N’DICKA und Paciencia sind von ihrer Vita bei U-Nationalmanschaften auf jeden Fall interessant. N’DICKA sicherlich ein Top-Talent, Paciencia wurde in der Presse als Top-Spieler bezeichnet….

    Ansichtssache

  8. Ich möchte nicht sagen, daß ich „unserem“ Transfergeschick blind vertraue, aber bin sehr, sehr nahe dran!
    Ich hab bei N’Dicka ein sehr gutes Gefühl.
    Pacienca und Torro stehen voll im Saft.
    Rönnow und Wiedwald sind erstklassige Torhüter.
    Nicolai wird auch nochmal mächtig Gas geben, wenn er hoffentlich gesund bleibt.

    Sicherlich wird es dauern, bis die Truppe nicht nur menschlich sondern auch spielerich zusammengewachsen ist. Aber ich glaube an eine subba Saison!

    Ach ja, Hütter scheint auch was von seinem Job zu verstehen. Ziemlich erfolgreich gewesen bisher.

  9. Ehrlich gesagt gerade weil man die Jungs nicht kennt ,um so spannender ist die nächste Saison. Aber ich denke es kommen noch paar Kicker und wahrscheinlich wieder erst sehr spät zum Saisonstart,die Qualität und Erfahrung haben. Weil egal wie grossartig und spannend die neuen sind ,wir brauchen auf jeden Fall paar die uns vor Abstieg bewahren.
    Sind im Moment wirklich erst Mal Wundertüten. Obwohl ich wirklich da dran glaube das die uns auch weiter helfen werden.
    Aber sofort von zweite Liga und gleich in die dreifach Belastung, wird sehr schwer für die Jungs. Alleine schon Bundesliga zu spielen.

  10. @7 gibt aber auch genug Gegenbeispiele
    Kamada, Beschuskow, Barkok, Ordonnez etc.

    Als Ergänzung okay, kein Thema. So langsam könnten mal paar gestandene Leute kommen.

  11. Die neue Eintracht wird erst wieder zu Weihnachten gelesen sein, dann haben wir schon 40 Punkte 🙂 Dann holen wir weitere 5 Neue und bleiben ungelesen, CL wir kommen! Oder halt 2. Liga 😉

    Willkommen!

  12. Wenn die Zahlen stimmen und durch neue Verträge damit 10 Mio p.a. generiert werden wäre das die Chance bei einem guten Management sich im vorderen Drittel der Tabelle zu etablieren.

  13. @13: Danke für den Artikel. Erstaunlich was für eine Transparenz hat, wirklich tief ins Zahlenwerk geguckt. Ich bin mir da nur nicht immer so sicher, ob das so clever ist. Erfolgsmeldungen sind gut, Erfolg macht sexy, aber weckt bei Beratern und Spielern auch das Interesse, am Kuchen zu partizipieren. Die Zahlen sind natürlich auch durch Einmaleffekte nach oben verzerrt, aber die Tendenz ist super. Wir sind ein schlafender Riese, wenn man Fanpotential und Wirtschaftskraft des Einzugsgebiets sieht. Da liegen wir Welten vor Hannover, Bremen, Freiburg, etc., aber gleichsam Welten hinter Schalke, Dortmund und den Herren der Säbener Straße. Deren Fanbasis und Sponsorenattraktivität ist eine andere Liga. Dann gibt es leider noch die Firmenanteilungen von Red Bull, SAP und Volkswagen. Wir sind aber auf einem guten Weg, das zählt für mich unterm Stich.

  14. Die Glaskugel kreist, die Sch……..parolen kursieren … es muss Sommerzeit sein.

    1. Das Scouting unter Ben Manga hat bislang sehr gut funktioniert.
    2. Ob ein Kamada oder ein Beschuskow funktionieren werden, weiß keiner. Hier arbeiten Menschen mit und an Menschen. Da gibt es subjektive Gründe, warum etwas funktioniert und warum eben nicht. Das beste Beispiel ist Ante Rebic. In Florenz hat der kein Land gesehen – bei der von NK trainierten SGE ist aus ihm ein potentieller Millionseller geworden. Warum sollte es nicht möglich sein, dass der neue Trainer aus vorgenannten Spielern deren eigentlichen Potential herausholt ?
    3. Was sind gestandene Spieler überhaupt ? Sind das Spieler, die schon fünf Jahre länger gegen den Ball getreten haben als andere ? Ein Omar Mascarell war oder ist ein gestandener Spieler, … nur kannte den vorher auch kein Mensch.
    4. Negativpolemik hilft keinem !

  15. Muss man gestandene Spieler kennen?
    Gestandene Spieler sind für mich Spieler, die mal mindestens 1 Jahr Erstligaerfahrung in einer normalen oder guten europäischen oder (süd)amerikanischen Liga haben und dort zuletzt regelmäßig gespielt haben bzw Stammspieler waren. Mascarell , Abraham, Hasebe, Hradecky, Willems , Haller etc. waren bzw. sind solche Spieler. Bei den anderen klappt es mal super und mal nicht. Man kann doch nicht von jedem Jungtalent erwarten, dass er sofort den Sprung aus irgendeiner zweiten Mannschaft oder zweiten Liga in die Bundesliga packt. Vielleicht langfristig, aber ein Rebic, Gacinovic etc.haben auch Zeit gebraucht. Wir brauchen aber auch Spieler die sofort Boateng, Rebic etc. ersetzen können. Als Torwart hat man ja auch kein “ Frischling “ geholt. Also die Mischung machts, aber nur junge Talente zu holen, kann auch bös in die Hose gehen.

  16. @11
    Alle Spieler die neu sind kann man Ergänzungsspieler nennen. Die von dir genannten gestandenen Leute müssen auch erst mal zeigen was sie Leisten können.

  17. Als Ersatz für Boateng oder Rebic könnte ich mir zB Namen wie Gregoritsch oder Finnbogason vorstellen. Das wäre mal ein Kaliber, wo ich sage die bringen uns sofort weiter und wo man auch mal die Schatulle aufmachen müsste.

  18. @ 17 + 19:

    Hätte, hätte … Fahrradsattel.

    Oder wie es der große Fußball-Philosoph Andy Möller sagte: „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“

    Die Kaffeesatzleserei hier nimmt in der fussballfreien Zeit überhand. Wer sagt denn, dass ein neu verpflichteter Jungspund die Liga nicht rocken wird ?

    Du bist recht freizügig mit dem Geld der SGE – u. U. solltest Du das den Spezialisten überlassen.

  19. @19
    Das wären dann wirklich Ergänzungsspieler.
    Wen sollten die denn aus der aktuellen Mannschaft verdrängen ?

  20. @21
    Der war gut, alles Spezialisten hier 😉
    Von der aktuellen Pokalfinalmannschaft ist , wenn Rebic auch noch geht die Hälfte weg,vor allem die die entscheidend waren. Aber Bruda N’Dicka schlägt einfach Ball lang auf Bruda Pacienca und fertig ist die Laube…die Welt ist so einfach…

  21. @1
    Nur eine weitere Nationalität. Portugiesisch ist durch Gelson, der gebürtiger Kapverde ist, bereits (mindestens) einmal vertreten …
    Inzwischen muss man aber schon darauf achten, dass sich da kein 7-köpfiges Hispano-Latino-Grüppchen bildet.

  22. Die Saison muss gut werden. Gestandene Spieler, multi kulti , die gleichen Argumente wie jedes Jahr . Als Jesus kam wurde auch nach gestandenen Spielern gerufen und es fiel der Name Madlung . Ich vertraue der Leitung

  23. @22
    Tut mir leid, aber einen Moment habe ich wirklich geglaubt Du meinst
    Deinen Vorschlag ernst.
    Jetzt haben wir beide was zu lachen. Ist doch schön so.

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  24. Ich möchte den WM-Hazard den Eden, ach nee der ist zu klein, dribbelt zu viel und ist nicht Weltmeister geworden, lieber lassen und auf einen gestandenen Spieler warten, vielleicht zwei, drei Spieler vom neuen Weltmeister, aber vielleicht haben wir ja da schon einen von.

  25. @ 23. zizou Dein Grüppchen kannst Du wohl erweitern! Sieht so aus als wenn Chico Geraldes ebenfalls kommt.

  26. @14

    „Und doch reiche das immense Wachstum auf allen Ebenen nicht aus, um in die Phalanx der Topklubs einzubrechen. Mit ihrer derzeitigen Wirtschaftskraft liege die Eintracht zwischen „Rang acht und zwölf“, bekundet Frankenbach, der intern auf den Namen „ZDF“ (Zahlen, Daten, Fakten) hört. Doch die Spitzenvereine „haben andere Möglichkeiten“, selbst mit dem VfB Stuttgart, erst vor einem Jahr in die Beletage zurückgekehrt, könne man nur mühsam Schritt halten, „weil der VfB deutlich höhere Zuflüsse von außen hat“. Die Schwaben werden mit ungeheuer vielen Daimler-Millionen gepampert.“

    Oberes Drittel wird eine Ausnahmeerscheinung bleiben, wenn wir eine Ausnahmesaison spielen. Letztes Jahr waren wir wirtschaftlich gesehen 14. (meine ich). Das heißt, wir haben da 2-6 Plätze gut gemacht, eine tolle Leistung. Aber es bringt nichts, wenn wir jetzt völlig überzogene Erwartungen schüren. Wenn wir drei, vier Ausnahmesaisons hintereinander spielen, dann könnten wir vielleicht an die oft extern gesponsorten Top 6 herankommen. Ist aber realistisch betrachtet nicht gerade das wahrscheinlichste Szenario. Ich wäre ehrlich gesagt nächste Saison voll zufrieden, wenn wir uns aus dem Abstiegskampf raushalten und am unteren Ende der angegebenen Zone (Platz 12) landen.

  27. @29.
    Derzeit scheint mir bei Eintracht Frankfurt mehr denn je nur eine einzige Figur wirklich unersetzbar zu sein – und nicht erst letzte Saison hab‘ ich mich gefragt, ob Stèphane Gödde bei Klubs wie Bayern, Dortmund, Schalke, Leipzig oder Leverkusen nicht längst ganz oben auf der Transferwunschliste steht und wie lange er demnach noch auf die Option eines x-fach multiplizierten Honorars verzichten will – wobei er damit rechnen dürfte, dass er bei den o.g. Vereinen auch noch weniger gefordert wäre. Um so dringlicher könnte man sich in diesen Tagen fragen, ob die aktuelle Personalpolitik ohne einen Verständigungsmagier dieser Güteklasse überhaupt verantwortbar wäre oder andersherum: würde man so ‚einkaufen‘, wenn man nicht zu 150% auf Gödde bauen würde?

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