Dreh- und Angelpunkt in der Offensive – André Silva (Bild: imago images / Sven Simon)

Es war das erwartet schwere und holprige Auftakt-Pflichtspiel – doch am Ende zählt das Weiter kommen und das realisierte Eintracht Frankfurt mit dem 2:1-Erfolg beim TSV 1860 München. Die Hessen profitierten beim Pokal vor allem von der Qualität ihrer beider Stürmer André Silva und Bas Dost, die mit einem Doppelschlag die Gastgeber trafen. Und hinten war es der Qualität von Martin Hinteregger zuzuschreiben, dass die SGE nicht vor ab bereits in Rückstand geriet.

Mit Steven Zuber stand bei Adi Hütter ein Neuzugang in der Startelf. Ragnar Ache musste kurzfristig aufgrund von Rückenproblemen aussetzen. Ansonsten vertraute das Trainer-Team dem Doppelsturm Silva und Dost, während Hinteregger in der Abwehrmitte vor Makoto Hasebe den Vorzug erhielt.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen TSV 1860 München der 15 zensierten Spieler den Wert 3,06. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorieneingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 230 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – André Silva: -Ein Spieler der Qualität von André Silva sucht seinesgleichen im Team der Eintracht. Der Portugiese war spritzig, fädelte viele erfolgsversprechende Angriffe ein und weiß einfach, wo er beim Tor zu stehen hat. Ein Tor und eine Vorlage – und die Auszeichnung Spieler des Spiels.

Bas Dost: Zwar traf auch Bas Dost einmal und bereitete einen Treffer vor, doch in den restlichen Spielszenen wirkte der Niederländer etwas unglücklich. Konnte sich nur selten wirklich freispielen oder mit klugen Ballab- und weitergaben auf sich aufmerksam machen. Das soll seine Leistung im Gesamten allerdings nicht schmälern.

Aymen Barkok: Aymen Barkok kam spät in die Partie und ist nicht mehr in Erscheinung getreten. Seine Arbeit beschränkte sich komplett auf das Verteidigen, offensive Aktionen waren nicht drin.

Stefan Ilsanker: Gleiches gilt für Stefan Ilsanker, der zu spät für eine objektive Bewertung reinkam. Rettete die Führung über die Zeit, mehr war nicht zu sehen.

Dominik Kohr: Dominik Kohr entwickelt sich immer mehr zum Dreh und Angelpunkt in der Zentrale. Wirkt nicht mehr ziel- und planlos, wenn er die Kugel hat. Versuchte es auch mit zahlreichen Distanzschussen – einmal musste das Aluminium für die Gastgeber retten.

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger war als persönlicher Wachhunf für Sascha Mölders eingeteilt. Und da musste er einige harte Duelle führen. Einmal mit einem Stockfehler, den er selbstständig wieder ausbügelte. Ansonsten biss sich der Löwen-Sturm an ihm die Zähne aus.

Timothy Chandler: Timothy Chandler war nach seiner Hereinnahme nicht wirklich ins Offensivspiel eingebunden. Selten konnte er sich mit einer Flanke durchsetzen. In der Abwehr aber ohne Fehl und Tadel.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka zeigte eine stabile Leistung ohne großartig aufzufallen. Machte seinen Job, könnte sich aber wieder mehr zutrauen.

Sebastian Rode: Sebastian Rode war in typischer Mission unterwegs: Ackern, kämpfen, Gegner nerven. Das macht er gut, das zeichnet ihn aus.

Djibril Sow: Djibril Sow scheint im internen Duell gegen Kohr aktuell den Kürzeren zu ziehen. Ohne wirkliche Akzente im Spiel, wird sich das auch erstmal nicht ändern.

David Abraham: Beinahe wäre David Abraham um ein Eigentor reicher gewesen. Der Kapitän kann aber von Glück sagen, dass Kevin Trapp auf Zack war und seinen Kopfball ausbügelte. War gegen die Sechziger noch nicht auf Betriebstemperatur.

Kevin Trapp: Außer der Parade gegen den eigenen Mann, war der Arbeitsnachweis von Kevin Trapp eher mau. Viele ungenaue Zuspiele und Abschläge. Ein verschuldeter Elfmeter, bei dem er am Ende chancenlos war. Das ist ausbaufähig.

Steven Zuber: Steven Zuber merkte man in seinem erstem Pflichtspiel an, dass er sich viel vorgenommen hat. Ist ein anderer Spielertyp als Filip Kostic, so viel ist klar. Ansätze waren zu erkennen, Laufwerge mit Teamkollegen müssen sich noch entwickeln.

Danny da Costa: Danny da Costa war dort deutlich häufiger in gefährlichen Szenen zu begutachten. Doch der Außenspieler spielte zu hastig und unpräzige, um wirklich für Gefahr zu sorgen.

Daichi Kamada: Es war nicht das Spiel von Daichi Kamada. Sicherlich kann nicht immer alles klappen, beim Japaner ging aber gar nichts zusammen. Das ist steigerungswürdig, vor allem, wenn man in Vertragsverhandlungen steckt.

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3 Kommentare

  1. Mit Kamada alleine werden wir im OM nicht glücklich. Es reicht nicht, dass er alle drei Spiele mal gut spielt.

  2. Kamada ist entweder Spieler des Spiels, oder einer der schlechtesten.
    Immer ein auf und ab und einfach nicht konstant.

    @ 1: seh ich auch so. Würde Kamada eher als Backup aufstellen und nochmal einen 10er für die Startelf holen.
    Aber woher soll der kommen und was soll der kosten ? Schwierig.

    Ist mir einfach zu gefährlich mit dem aktuellen Kader in die Saison zu gehen.

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