Wie ein Magnet wirkt Amin Younes, wenn er den Ball hat. Meist ist er nur mit einem Foul zu stoppen (Bild: imago images / Hartenfelser)

Der Bann ist endlich gebrochen. Nach knapp 35 Jahren konnte Eintracht Frankfurt erstmals wieder einen Dreier aus Mainz entführen. Dank zweier eiskalt verwandelter Elfmeter von André Silva glückte der historische Sieg in der Nachbarschaft. Dabei verfluchten die Gastgeber sicherlich die diversen Elfmetersituationen hüben wie drüben. Mit nunmehr drei Siegen am Stück ist die SGE wieder in Reichweite zu den internationalen Plätzen. Kurios: Trotz eines Sieges rutschte der Klub von Platz 8 auf Platz 9. Zeitgleich gewann der SC Freiburg mit 5:0 über den 1. FC Köln und rutschte Dank des besseren Torverhältnisses an Frankfurt vorbei.

Nach dem Motto „Never change a winning team“ vertraute Adi Hütter der Startelf, die bereits gegen Leverkusen gewinnen konnte. Für Gelbsünder Sebastian Rode blieb damit nur ein Platz auf der Ersatzbank.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FSV Mainz 05 der elf zensierten Spieler den Wert 2,5. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 500 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Amin Younes: Ja, André Silva schoss beide Tore. Aber Amin Younes war mit seiner Brillianz auf dem Platz der Schlüssel zum Erfolg. Beinahe untrennbar scheint er mit dem Ball verschmolzen zu sein. Klasse Pass vor dem 1:0 auf den Portugiesen, der am Ende nur noch per Foul gestoppt werden konnte. „Ich spiele frei nach Schnauze“, erklärte der ehemalige DFB-Nationalspieler. Und das merkt man ihm auf dem Platz an. Eine Komponente, die der SGE vor seiner Verpflichtung fehlte.

André Silva: Vor dem Punkt ist André Silva eiskalt. Man erwischt sich mittlerweile dabei, dass man bei einem Elfmeterpfiff gar nicht mehr zweifelt, ob es ein Tor oder nicht gibt. Mit aktuell 28 Pflichtspieltreffern für Frankfurt zog er nun auch an Ante Rebic dabei. Und brauchte dafür nur die Hälfte der Spiele. Im Sport1-Doppelpass wurde er als Frankfurts Lewandowski bezeichnet. Denn wenn er ausfällt, gibt es ein mächtiges Problem.

Martin Hinteregger: Intelligent holte Martin Hinteregger den Elfmeter vor dem 2:0 heraus. In Hälfte eins gewann er beinahe jedes Zweikampf. In Hälfte zwei hatte er doch das eine oder andere Mal Probleme mit den Mainzern. Insgesamt aber zuverlässlich und ein Faktor für die aktuell gut zusammenpassende Hintermannschaft.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka ist heuer wieder in der Verfassung, dass ihm neben seriöser Abwehrarbeit auch immer wieder Vorstöße nach vorne gelingen. Selbstvertrauen hat der Mann. Einmal rutschte er unglücklich aus, erkämpfte sich aber zugleich wieder den Ball.

David Abraham: Von seiner Abschiedstournee wollte David Abraham noch nichts wissen. Zweimal wird er noch das Adlertrikot überstreifen, dann ist Schluss. Schade, denn gegen Ende bewegte er sich noch einmal auf einem Höchstniveau.

Kevin Trapp: Endlich wieder ein „Zu-Null“ für Kevin Trapp. Fehlerfrei auf der Linie, stark in der Führung seiner Vorderleute. Mit ihm im Kasten brennt nichts an und wenn er gefordert wird, dann kann man sich auf ihn verlassen.

Djibril Sow: Djibril Sow war nicht ganz der Aktivposten wie zuletzt. Doch erneut eine fehlerfreie und unaufgeregte Darbietung des Schweizers. Er hat das Vertrauen von Hütter bekommen und zahlt es nun Stück für Stück mit Leistung zurück.

Makoto Hasebe: „Wie ein alter Wein“, so beschreibt Fredi Bobic Makoto Hasebe. Egal ob in der Abwehrreihe oder im defensiven Mittelfeld. Der Japaner kann es und wird gebraucht. Vermutlich auch noch über das Jahr hinaus.

Eri Durm: Eine tolle Kopfballverlängerung. Ein Schuss, der knapp über das Toreck flog. Erik Durm versucht sich auch in der Offensive immer wieder mit einzuschalten. Natürlich besitzt er dort nicht die Klasse eines Kostics, aber solange er hinten gut steht, ist das zu verzeihen.

Filip Kostic: Filip Kostic merkt man an, dass er unbedingt einen Treffer erzwingen möchte. Es scheint ihn teilweise auch zu lähmen. Doch Einsatz und Wille kann man ihm nicht absprechen.

Daichi Kamada: Daichi Kamada fiel ihm Offensiv-Ensemble etwas ab. Keine Situationen, die ihn auszeichnen konnten. Oft im Eins-gegen-Eins den Kürzeren gezogen. Da ist wieder Luft nach oben.

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