Entweder alle oder keiner – so die Forderung des Nordwestkurven-Rates. (Bild: Heiko Rhode)

Nordwestkurve gegen Teilbelegung im Stadion: Der Frankfurter Fan-Zusammenschluss „Nordwestkurve“ lehnt das Konzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Eintracht einer Teilbelegung des Waldstadions ab. Die SGE könne sich vorstellen, 20.000 Zuschauer pro Heimspiel ins Stadion zu lassen. „Für uns gilt weiterhin: Entweder dürfen alle oder keiner ins Stadion. Wenn nur ein Teil der Fans ins Stadion darf, machen wir das nicht mit“, berichtete der Sprecher des Norwestkurven-Rates Jugo Jugovic dem „hr-sport“. Vor allem eine gerechte Verteilung der Tickets hält Jugovic für unrealistisch: „Keiner von uns kann sich das Recht herausnehmen, zu entscheiden, welche Fans wann ins Stadion gehen dürfen und welche nicht.“

Hütter würde längere Halbzeitpause begrüßen: In ihrem neuen Konzept schlägt die DFL vor, die Halbzeitpause um fünf Minuten zu verlängern, damit die Spieler zwischen den beiden Durchgängen mehr Zeit zum Verschnaufen haben. SGE-Coach Adi Hütter begrüßt den Vorschlag und sieht für ihn und seine Trainerkollegen Vorteile: „Wenn ich alles betrachte, wie hektisch es manchmal ist, dann möchte man als Trainer ein paar Schlüsselpunkte ansprechen. Daher finde ich die Idee grundsätzlich gut. Das gäbe uns die Möglichkeit, alles ein wenig stressfreier zu bestreiten.“

Holzer will an Steubings Erfolg anknüpfen: Philip Holzer ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG und will „sportlich und finanziell an die vergangenen vier bis fünf Jahre unter Wolfgang Steubing anknüpfen. Alleine, sich im aktuellen Segment zu etablieren, wäre ein Erfolg.“ Der historisch gute 7. Platz im aktuellen TV-Ranking sei ein Beleg für die gute Arbeit bei der SGE. „Eintracht Frankfurt heißt Kämpfen und Siegen. Diese Aussage kommt nicht von ungefähr. Wir haben einen unglaublichen Zusammenhalt in unserer Eintracht-Familie“, erklärte Holzer in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Training in Zweiergruppen: Am Mittwoch hatte SGE-Trainer Adi Hütter signalisiert, dass er vorhat, bis zum Spiel in Basel am kommenden Donnerstag in zwei Gruppen trainieren zu lassen. Folglich bat er am Donnerstagvormittag Trainingsgruppe eins, bestehend aus den Spielern, die gegen Basel spielberechtigt sind, auf den Platz. Ergänzt wurde die Runde mit Neuzugang Ragnar Ache, damit man Elf gegen Elf spielen konnte. Nachmittags trainierten dann die Rückkehrer gemeinsam mit einigen Nachwuchsspielern. 

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56 Kommentare

  1. „Aus Liebe zur Eintracht“… „Der Verein ist größer als jeder von uns“… „Es geht um die SGE und nicht um die Befindlichkeiten der Ultras“!!! Wow.

    Dann will euch mal beim Wort nehmen und habe folgenden ernstgemeinten Vorschlag:

    1). Alle DK-Inhaber zahlen den vollen Preis ihrer Karte für kommende Saison und verzichten auf Rückerstattung. Ich bin der erste, der mitmacht.

    2). Die SGE haut zu jedem Heimspiel 20.000 Tagestickets raus.

    3). Die DK-Inhaber UND die Tagesticket-Käufer verzichten auf einen Besuch.

    Somit ist gewährleistet:
    1). UNSERE Eintracht kann zu jedem Heimspiel „ausverkauftes Haus“ verkünden. Dürfte Deutschlandweit einmalig sein.

    2). ALLE Fans hätten ihre pure und wahre Solidarität mit dem Verein unter Beweis gestellt. Die Eintracht wäre wirtschaftlich top of the list

    3). ALLE Eintrachtler würden ihre Bereitschaft signalisieren, das hohe Risiko einer erneuten fulminanten Ansteckungs-
    kette nicht eingehen zu wollen. Es geht schließlich nicht nur um die 90 Minuten im Stadion sondern vor allem um den Transfer zum und vom Stadion.

    4). Ungleichheiten oder Ungereimtheiten bei der Ticketvergabe würden vollständig entfallen.

    Somit würden wir durch so eine Aktion Eintracht vorleben, regional und sicher auch bundesweit. Die Eintracht hätte zwar weiterhin leere Ränge, dafür aber volle Kassen und ihr würden viele organisatorische Probleme erspart bleiben.
    Und, schließlich, würden WIR gemeinsam in dieser absurden Zeit, da Corona nichts an Wirkung und Potential eingebüßt hat und nach wie vor keinerlei Therapeutikum oder Impfstoff am Horizont ersichtlich ist, ein stählernes Statement für Glaubwürdigkeit und Verantwortung abgeben.
    Vor Wochen schüttelte ganz Deutschland den Kopf, als die DFL ihr Konzept für einige Dutzend vorlegte, um den wirtschaftlich notwendigen Re-Start
    zu ermöglichen. Und heute sollen auf einmal 20.000 in das Stadion. Habe ich in der Zwischenzeit was verpasst??

    Grundsätzlich kann ich behaupten: Wer dieses Konzept ablehnt, ist fern ab jeglicher Solidarität „mit seinem Verein, der größer ist als wir alle“!!

  2. Ich finde der Vorschlag der Ultras geht am Thema vorbei.
    Es geht um Infektionen, nicht um FanGruppen Solidarität.
    Der Vorschlag von SGE1899 klingt fulminant, trifft aber auch nicht ganz den Kern.
    Die DK und Edelfans schicken mal ein paar Versuchskaninchen vor.
    War sicherlich so nicht gemeint, könnte aber so verstanden werden.

    Das Thema ist, wie können wieder möglich viele Fans ins Stadion.
    Und sicherlich ist der Transfer zum und vom Stadion eine der größten Herausforderungen.

    Warum? weil wir es inzwischen gewohnt sind und dabei resigniert haben, dass ein paar Hirnlose Zehntausende in Sippenhaft nehmen können.

    Dabei hat die Eintracht schon bewiesen, dass es auch anders geht.
    Ich erinnere an die Kartenvergabe für die Pokalentspiele. Da waren Fans nach hunderten Kilometer Anfahrt noch stundenlang in Schlangen gestanden, um ihr Ticket abzuholen, um wieder hunderte Kilometer nach Hause zu fahren.
    Das ist Eintracht Frankfurt.
    Es hat funktioniert, weil alle das gleiche wollten und jeder auf den anderen Rücksicht genommen hat.

    Dass die Pandemie zur Einschränkung zwingt sei vorausgesetzt. Dann bin ich aber der Meinung die Aufgabenstellung muss heissen, was muss der Verein machen und wie müssen sich die Fans verhalten, damit mindestens alle DK Fans (weil bereits personifizierte Tickets) ins Stadion dürfen.

    Man könnte die Pandemie auch nutzen wieder das Miteinander für die Eintracht zu stärken.
    Wir brauchen uns nur an die Spielregeln zu halten.
    Der Verein muss aber unmissverständlich von Anfang an klarstellen, die Spielregeln rigoros umzusetzen. Bei Foulspiel gibts Platzverweis. Konsequent wäre dann DK Entzug.

    Ich denke, es sind Kleinigkeiten, wahrscheinlich für die Mehrheit der Fans Selbstverständlichkeiten.
    Die Beispiele reichen vom
    das bereits bestehende Rauchverbot im Stadion, konsequent umsetzen, Begründung: Aerosole
    bis
    Die Ultras halten ihre Pyromanen aussen vor.
    Solche kleingeistigen Egomanen sind wahrscheinlich die, welche den Transfer zum und vom Stadion aufmischen.

    Alkoholverbot, Mundschutz, Gesichtsmaske, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Papp-Fanklatsche, Anfahrt mit Zweirad, Schlange stehen können mich doch nicht wirklich vom Heimspiel im Waldstadion abhalten.

    Vorschlag
    Eintracht macht einen Feldversuch. Im August, rechtzeitig vor BuLi Start zeigen die EintrachtFans wie der Transfer zum und vom Waldstadion funktionieren kann.

    Und sollte dann immer noch ein Wissenschaftler beweisen, dass nur weniger Fans ins Stadion dürfen, als die Eintracht DK verkauft hat, dann kann ich dem Vorschlag von sge1899 etwas abgewinnen.
    Verzichten, allerdings haben die DK und als Erste die Auswärtsfahrer Vorkaufsrecht.

  3. @53
    du hast da glaube ich was falsch verstanden @51 meinte damit, dass niemand ins Stadion geht. Auch nicht die Tageskartenbesitzer.
    Somit wäre der wirtschaftliche Faktor geklärt. Die Einnahmen sind da, zumindest auf Ticketebene und es wäre ein starkes Statement. Keiner geht, niemand kann sich anstecken und dem Verein ist trotzdem geholfen.

    @51
    Erkennst du aber den großen Unterschied zum „alle oder keiner“? Du bringst mal einen wirklich konstruktiven Vorschlag um eben die Teilöffnung auch kreative Art zu umgehen und so zu warten, bis der Stadionbesuch ungefährlich für alle und somit auch für das komplette Stadion möglich ist. Und das ist der Unterschied. Nicht nur gegen das sein was einem nicht gefällt sondern aktiv eine Veränderung herbeiführen. Anstelle eines Protests wird eine Lösung erarbeitet. Genau das ist es was mir bei vielen „Dagegen“-Aktionen fehlt. Hut ab

  4. @SGEStephan

    Vielen Dank für deine Einschätzung.

    @53
    Das hast du tatsächlich missverstanden

  5. Deine Intension hatte ich wirklich nicht erkannt.
    Die Idee ist unbestritten gut,
    da gibts kein nachträgliches Relativieren oder Rechtfertigen.
    kleine Ausrede
    fühl mich total ausgetrocknet, sehe nur noch die Fata Morgana Waldstadion.
    Da ich PayTV Abo, als Wurzel allen Übels ablehne, wirds allmählich ums (Fussball)Hirn rum so leer.
    Ausgerechnet Sport1 als Jungbrunnen,
    ich hab gesündigt.

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