Adi Hütter weiß, dass Erfolg Begehrlichkeiten weckt.

Hütter ist auf der Hut: Dass Erfolg Begehrlichkeiten weckt, ist allgemein bekannt. So geschieht es derzeit auch bei der Frankfurter Eintracht. Beim letzten Heimspiel gegen Leverkusen saßen unter anderem Scouts von Borussia Dortmund auf der Tribüne. Objekte der Begierde? Vielzählige, aber vor allem die Frankfurter Offensive hat es den Top-Klubs angetan. „Man muss immer gewarnt sein. Es kann immer was passieren. Frankfurt bietet ein gutes Becken, um hier auch zu fischen“, stellt Eintracht-Trainer Adi Hütter fest. Vorerst habe er nichts gehört und große Winterabgänge seien nicht eingeplant, aber eine Kaderoptimierung steht dennoch im Raum: „Unsere Aufgabe von der sportlichen Seite her, ist, dass wir uns immer ständig um den Kader bemühen und schauen, wer kann den Weg mitgehen, wer kann den Verein verlassen.“ Vieles hänge dabei von den verletzten Spielern wie Timothy Chandler, Lucas Torró und Goncalo Paciencia ab. „Wir müssen immer auf der Hut sein. Wenn sich eine Möglichkeit auftut, müssen wir vorbereitet sein.“

Bobic will Sieg gegen FCB: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic strotzt vor Selbstbewusstsein und will die erfolgreiche Hinrunde am Samstag mit einem Sieg gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München krönen. „Wir gehen gegen Bayern ganz klar auf drei Punkte. Gemeinsam mit unseren fantastischen Fans wollen wir unser Stadion zur Festung machen“, meint Bobic bei „Amazon Music“. Eine besondere Note bekommt die Partie durch die Rückkehre von Bayern-Trainer Niko Kovac an alte Wirkungsstätte. Den Ex-Coach der SGE mit dem aktuellen Trainer Adi Hütter zu vergleichen, davon hält Bobic aber nichts. Das könne man nicht machen. Fakt ist aber: „Niko Kovac hat die Basis gelegt und die Mannschaft entwickelt. Adi Hütter setzt mit seiner Art, Fußball zu denken, jetzt die Spitze drauf“, so Bobic.

Kovac spricht vor Wiedersehen: Für Bayern-Trainer Niko Kovac ist die Rückkehr nach Frankfurt eine ganz besondere: „Ich bin Mitglied auf Lebenszeit, mir ist der Klub schon ans Herz gewachsen“, ließ er vor dem Spiel der Eintracht am Samstag gegen den Rekordmeister verlauten. Auch wurde der Kroate gefragt, ob es einfacher war die Frankfurter zu trainieren als den FC Bayern. „Jede Mannschaft hat seinen eigenen Charakter. Der Unterschied ist, dass die Jungs hier viele Titel gewonnen haben. Das haben die Spieler in Frankfurt nicht. Aber da sind überall super Kerle dabei.“ Gewarnt hat Kovac auch vor der stürmischen Offensive der Hessen um das Trio Sebastién Haller, Luka Jovic und Ante Rebic.

Gegen Schachtar Donezk in Charkiw oder Kiew?: So richtig glücklich über das Los „Schachtar Donezk“ für die Zwischenrunde der Europa League war bei der Frankfurter Eintracht niemand. Auch deswegen nicht, da in der Ostukraine Unruhen und Konflikte mit Russland herrschen und Donezk keinesfalls in seiner eigentlichen Heimstätte spielen wird. Eigentlich trägt Schachtar seit Ausbruch des Krieges daher seine Heimspiele in Charkiw aus. Doch die Großstadt in der Ostukraine steht aktuell unter Kriegsrecht, weshalb Schachtar sein letztes Champions-League-Heimspiel in Kiew austrug. Das Kriegsrecht läuft allerdings am 26. Dezember. Einen Tag darauf soll sich dann klären, wo die Partie gegen die Eintracht stattfindet. SGE-Vorstand Axel Hellmann erklärte, dass man in Charkiw spiele, wenn es dabei bleibe, dass das Kriegsrecht am zweiten Weihnachtsfeiertag ausläuft.

Timothy Chandler fehlt der Eintracht seit August aufgrund eines Knorpelschadens.

Geduld bei Chandler: Wann Rechtsverteidiger Timothy Chandler wieder eine ernsthafte Alternative für den Kader ist, steht derzeit noch nicht fest. Klar ist, dass der US-Amerikaner das Trainingslager in seiner Heimat im Januar bestreiten wird. Bei allem anderen lässt Coach Adi Hütter Ruhe walten: „Ich rechne mit ihm, aber man muss ihm die Zeit geben. Er hat bis jetzt noch nicht mit der Mannschaft trainiert.“ Bis zu seiner Rückkehr müsse Danny da Costa eben weiterhin den Dauerläufer auf der rechten Außenbahn geben.

Hütter freut sich über Verlängerungen: Mijat Gacinovic und Danny da Costa verlängerten in den vergangenen beiden Tagen jeweils ihre Verträge vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2022. Ihren Trainer freut’s: „Ich freue mich für beide. Besonders deswegen, weil sie sich das verdient haben aufgrund ihrer Leistung.“ Er selbst sei natürlich in die Entscheidungen involviert gewesen: „Grundsätzlich sollte man als Trainer mitwirken, wenn es um Vertragsverlängerungen geht.“ Bleibt abzuwarten, wen der Coach demnächst noch alles für einen langfristigen Verbleib gewinnen kann.

Wechsel im Aufsichtsrat: Zum Jahreswechsel kommt es im Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG zu personellen Veränderungen. Vor dem Hintergrund der im Frühjahr erfolgreich durchgeführten Kapitalmaßnahme und dem Einstieg des neuen Aktionärs Freunde des Adlers GmbH scheidet das langjährige Mitglied Frank Behrends absprachegemäß zum 31.12.2018 aus dem Gremium aus. Das 62-jährige Vorstandsmitglied der ODDO BHF AG war als Vertreter des Anteilseigners „Freunde der Eintracht“ seit dem Jahr 2015 Mitglied des Gremiums. Stephen Orenstein tritt zum 1.1.2019 neu in den Aufsichtsrat ein. Der 54-jährige Unternehmer aus Frankfurt am Main vertritt die seit dem 17.4.2018 als neuen Aktionär engagierten „Freunde des Adlers“.

Geschäftsstellenbau stockt: Die Frankfurter Eintracht hatte Anfang des Jahres stolz verkündet, dass nun endlich alles geregelt sei und mit den Planungen beziehungsweise dem Bau der neuen, modernen Geschäftsstelle begonnen werden kann. Doch nun gerät das Projekt ins Stocken. „Seit März gibt es eine Einigung mit dem Erbpachtvertrag. Uns wurde durch den Sportdezernenten zugesagt, dass das bis Ende dieses Jahres unter Dach und Fach ist. Die Sache klemmt aber. Und das liegt an der Stadt Frankfurt“, erklärte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann am Donnerstag. So weit, so ärgerlich. Aber das ist nicht das größte Problem in dem Kontext. Denn durch die Verzögerung könnte es sein, dass die bereits zugesagte Projektfinanzierung ebenfalls ins Wanken gerät. Hellmann ist darüber not amused: „Das ist natürlich kein Beitrag zur Stärkung der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit von Eintracht Frankfurt.“

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9 Kommentare

  1. Ich wünsche schon einmal allen Eintracht-Fans ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr !!

    Auf das wir alle im Jahr 2019 weiterhin diesen großartigen Fussball sehen und genießen können.

    Aber denkt daran (Asche über mein Haupt) das der Sport nicht das einzige ist, wichtiger sind die Familie, die Gesundheit (man hat nur eine) und ein faires Miteinander, auch bei unterschiedlichen Meinungen!

    Liebe Grüße aus Langgöns
    Barth

    P.S.: Drei Punkte werden unter dem Baum liegen… wir gewinnen knapp, aber verdient 2:1 gegen die Bauern!

  2. @Redaktion
    Vielleicht könnt ihr ja mal die einzelnen Gremien, wie den Aufsichtsrat durchleuchten und die jeweiligen Beteiligten vorstellen. Würde mich sehr interessieren, wer da alles mitwirkt.

  3. @ 1
    Danke für Deine guten Worte. Auch Dir und Deiner Familie und allen Eintracht-Freunden ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

  4. @1
    Wie Familie ist wichtiger? Kennst du nicht die Zeile aus der Stadionhymne vom Polizeichor “ Der eine liebt sein Mädchen und der andere liebt den Sport…“ ? 😉
    Natürlich hast du recht und danke für deine aufrichtigen Wünsche die ich hiermit gerne zurück sende. Morgen Abend um halb neun bin ich dann auch in Weihnachtsstimmung am besten mit drei Punkten als Geschenk der Eintracht für uns.Vorher wird es schwierig. Ich glaube selten waren wir so nah an den Bayern gefühlt dran wie diese Saison ( mal das Pokalfinale außer acht gelassen). Wird spannend morgen.

  5. @4: Dankeschön!

    @5: Stimmt da war was 🙂 Naja Ausnahmen bestätigen die Regel…! 🙂 Ab morgen halb neun bin ich auch entspannter und konzentriere mich auf die DART-WM.

    Ich war selten entspannter Eintracht-Fan wie zur Zeit und bin das nun auch schon gut 30 Jahre…

  6. @Barth & alle anderen:
    Dann möchte ich Deine guten Wünsche mal aufgreifen.
    Auch ich wünsche allen ein friedliches, besinnliches, fröhliches und leckeres Weihnachtsfest.
    Auf das wir alle nächstes Jahr wieder „einträchtlich“ zusammenstehen werden.
    Unterschiedliche Meinungen werden uns nicht am Ziel vorbeiführen und das heißt Eintracht Frankfurt auf Erfolgskurs.

  7. @Adlersieg:
    Genau so ist es, wenn auch einfach gesagt, aber wir können es doch.
    Spielen als wäre es ein Endspiel oder ein Pokalfinale.
    Noch mal alles reinwerfen.
    Dann sind wir nicht chancenlos.

  8. Im November 1971 wurde ich mit dem Eintracht-Virus infiziert. Parits, Hölzenbein und Lutz schossen die Tore (Gerd Müller 2 x für Bayern.) Ich war extrem begeistert. Möge man mich heute ebenso begeistern. Sonst brauche ich eigentlich keine Geschenke…

    Ante schlag den Ball rein!!!

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