Adi Hütter hat Bauchschmerzen wegen der anstehenden Länderspielpause. (Bild: Heiko Rhode)

Keine Länderspielreisen für Adler? Werder Bremen will seine Nationalspieler für Länderspielreisen in Risikogebieten nicht abstellen. Folgt die SGE? „Das hängt vom Gesundheitsamt hier in Hessen ab, wie letztlich entschieden wird“, sagte Adi Hütter am Freitag. „Wenn Spieler, nachdem sie zurückkommen, fünf Tage in Qurantäne müssen, dann macht das keinen Sinn. Aber ich denke in Bremen sind die Voraussetzungen ein bisschen anders.“ Doch Hütter betonte auch deutlich, dass er seinen Spielern von Länderspielen abrät. „Was würden Sie tun, wenn Sie Trainer sind und die Spieler kommen am Mittwoch, Donnerstag zurück und würden für das Bundesliga-Spiel ausfallen? Das macht keinen Sinn, wenn wir das noch befürworten würden.“

VfB-Coach nimmt Eintracht als Vorbild: Stuttgarts Cheftrainer Pellegrino Matarazzo bereitet seinen VfB auf ein Duell auf Augenhöhe vor. Immerhin ist der Aufsteiger am 7. Spieltag punktgleich mit der SGE. „Wir stellen uns auf ein intensives Spiel ein. Frankfurt hat eine reife Mannschaft mit einer klaren Spielidee. Sie spielen gradlinigen und mutigen Offensivfußball. Wir werden darauf vorbereitet sein. Wir müssen mit voller Überzeugung auftreten“, sagte der 42-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz der Schwaben. Matarazzo nannte die Frankfurter Eintracht als positives Beispiel, wie man es als Aufsteiger bis in die Europa League schaffen könne. „Frankfurt ist ein schönes Beispiel, wie man sich in der Bundesliga etablieren und irgendwann internationale Ambitionen haben kann. Man sieht eine klare Entwicklung. Ihr Weg ist deutlich zu erkennen. Man kann sich daran orientieren, wie es gehen kann. Man sieht, was möglich ist mit qualitativ hochwertiger Arbeit“, zitiert ihn der „kicker“. 2012/2013 qualifizierten sich die Hessen als Aufsteiger für die Europa League und spielten die letzten beiden Saisons ebenfalls international.

Zuber freut sich auf Wiedersehen mit Ex-Verein: Ein halbes Jahr war Steven Zuber 2018/2019 an den VfB Stuttgart ausgeliehen. In dieser Saison stieg der VfB in die 2. Bundesliga ab. Jetzt ist Stuttgart wieder zurück im Oberhaus, worüber sich Zuber freut: „Ich denke, man sieht aber, dass es der Verein binnen kurzer Zeit geschafft hat, sich umzustrukturieren. Der VfB ist jetzt wieder da, wo er hingehört.“ Der 29-Jährige weiß, was die Hessen im Schwabenland erwartet. „Obwohl sie viele junge Spieler haben, gibt es auch einige erfahrene Akteure im Team. Das ergänzt sich gut. Wenn man Stuttgart in den vergangenen Partien verfolgt hat, hat man gesehen, dass sie ein klares System und eine eindeutige Philosophie haben. Sie werden auch gegen uns wieder versuchen, ihre Spielidee umzusetzen. Aber wir sind darauf gut vorbereitet“, so Zuber im vereinseigenen Interview.

SGE-Keeper nominiert: Joachim Löw hat Kevin Trapp für die nächsten drei DFB-Länderspiele nominiert. Neben dem Frankfurter stehen drei weitere Torhüter im Aufgebot: Manuel Neuer, Oliver Baumann und Bernd Leno. Im November trifft Deutschland auf Tschechien, die Ukraine und Spanien. Markus Schubert steht im Kader der deutschen U21. Die Schalker Leihgabe spielt in den kommenden Länderspielen mit seinen Kollegen gegen Slowenien und Wales.

Nachwuchs nimmt Training auf: Der Spielbetrieb im Junioren-Bereich ist seit November Corona-bedingt vorerst ausgesetzt. Seit Donnerstag trainieren die Nachwuchs-Adler am Riederwald unter strengen Hygienevorschriften aber wieder. „Wir wissen, dass wir ein Privileg genießen, indem wir trainieren dürfen. Wir gehen verantwortungsvoll damit um“, erklärte NLZ-Leiter Andreas Möller auf „bild.de“. Die Jugend-Teams der hessischen Profi-Vereine ab der U15 gelten als Ausbildungsbereich und seien damit vergleichbar mit im Betrieb arbeitenden Lehrlingen, die einen Beruf erlernen.

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Luft nach oben bei Hinteregger: Neun Tore standen für Martin Hinteregger in der vergangenen Saison auf dem Konto – auch sonst spielte der Österreicher eine starke Saison. In der dieser Runde wartet der Verteidiger noch auf einen Treffer und sucht noch die Form der letzten Runde. „Martin ist selbst nicht ganz happy, mit der Verfassung, in der er ist“, erklärte Adi Hütter bei der Pressekonferenz am Freitag. Es sei kein Geheimnis, dass „er nicht auf dem Niveau ist, auf dem er schon war“, so Hütter. „Das ist auch schwierig, weil die Latte schon sehr, sehr hoch war, die er gelegt hat.“ Er gebe immer wieder Phasen, in denen man als Spieler einen „Hänger“ habe, in denen man nicht so gut drauf sei. „Es ist unsere Aufgabe, ihn da wieder hinzuführen“, so der Österreicher über seinen Landsmann. 

Hrustic braucht Geduld: Noch wartet Neuzugang Ajdin Hrustic auf seinen ersten Einsatz im Eintracht-Trikot. Trainer Adi Hütter warb vor dem Spiel gegen Stuttgart für Geduld: „Er muss das Niveau und die Bundesliga kennenlernen. Er macht es im Training sehr gut.“ Der 24-Jährige sei ein Spieler, der etwas habe, was andere nicht hätten, so der Coach. Vor allem Hrustics linken Fuß lobte Hütter explizit. Zugleich betonte er: „Aber Fakt ist auch: Wir haben eine eingespielte Mannschaft und auf seiner Position sind Spieler da, die in einer guten Verfassung sind. Das weiß er auch. Ich möchte ihm die nötige Zeit geben.“

Amanatidis setzt auf Frankfurt: Samstag trifft die Eintracht auf den VfB Stuttgart. Ioannis Amanatidis lief für beide Vereine auf. Bei den Schwaben unterschrieb der 38-Jährige seinen ersten Profi-Vertrag. 2004 wechselte der Grieche dann nach Frankfurt, wo er sieben Jahre später seine Karriere beendete. „Auch wenn der VfB drei, vier technisch starke Akteure in seinen Reihen hat, die dem Gegner wehtun können, sehe ich die Eintracht personell stärker. Sie ist für mich leicht favorisiert, darf und wird den VfB aber nicht unterschätzen. Wenn Frankfurt seine Möglichkeiten ausspielt und Qualitäten abruft, tippe ich auf einen 2:1-Auswärtssieg“, prognostizierte Amanatidis im Interview mit „eintracht.de“. Mittlerweile ist er Co-Trainer beim griechischen Klub PAOK Saloniki.

Dost kassiert die meisten Tunnler: Ein paar Adlerträger stellten sich auf dem YouTube-Kanal der Eintracht der ein oder anderen unangenehmen Frage und sollten diese ehrlich beantworten. So stellte sich heraus, dass Kevin Trapp und André Silva nach dem Spiel am längsten unter Dusche brauchen sollen. Die meisten Beinschüsse im Training muss Bas Dost hinnehmen. Das gab der Niederländer humorvoll zu: „Das könnte ich sein, weil ich so lange Beine habe.“

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7 Kommentare

  1. Ich muss echt sagen, dass ich es völlig absurd finde, dass zurzeit Länderspiele stattfinden. Der DFB und die UEFA haben viel geringere laufende Kosten, als die Vereine. Und die haben Rücklagen bis zum geht nicht mehr.
    Jetzt müssen die Spieler mit kompletter Entourage durch die Weltgeschichte fliegen, während wir in halb Europa einen Shutdown haben, Unterricht wieder mehr und mehr ins digitale verlegt wird und die Kulturschaffenden um ihre Existenz bangen müssen.
    Dass sogar noch Freundschaftsspiele ausgetragen werden, die nun wirklich keine Sau interessieren, wo dann mal der dritte Torhüter und Verteidiger Nr.6 etwas Spielpraxis bekommen, weil selbst die Stammspieler keinen Bock drauf haben – das schlägt echt dem Fass den Boden aus…

  2. Ich schaue seit zwei Jahren keine Länderspiele mehr. Je mehr und schneller sich da Leute anschließen desto eher wird der ganze Schmarn beendet…(keine Zuschauer, kein Interesse, kein Sponsor, kein Geld, Ende).

  3. Nach dem WM-Titel hat man sich nicht neu aufgestellt. Schade, und das nach einem sehr erfolgreichen Confedcup- Man hat diese junge, hungrige Truppe (übrigens mit Younes) einfach wieder gegen die alte Garde ausgetauscht. Nationalmannschaft? Löw? Ich habe fertig!

    Gruß SCOPE

  4. @1 elde
    @2 sge_chris 1980
    @3 Grantler
    @4SGE-SCOPE:

    100 % Zustimmung für euch alle!

    Forza SGE

  5. Länderspiele erinnern mich oft an Stefan raab.

    Anfangs gerne mal gesehen ( war noch bei viva ; vivasion glaube ich)
    Tv total war auch noch ok als es anfangs einmal die Woche kam.

    Als es dann iwie gefühlt täglich kam nicht weiter verfolgt.

    Will damit sagen, es ist mit allem leider so. Es wurde zuviel und dann nervt es meist nur noch.

    Ich glaube das is auch einer der subgründe gegen diese „wir spielen freitag bis montags “ buli.
    Der normale mensch will sich gemütlich am Wochenende (ob Stadion oder tv) gemütlich das event geben und gut ist.
    Iwann wirds einfach zu viel

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