Mickaël Panos von Pafos FC soll laut „L’Equipe“ das Interesse der SGE geweckt haben. (Foto: imago images / PanoramiC)

Frankreich-Talent im Visier: Wird die SGE bei der Suche nach Neuzugängen für die kommende Saison in Zypern fündig? Laut einem Bericht der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ soll die Eintracht die Fühler nach Mickaël Panos von Pafos FC ausgestreckt haben. Der 23-jährige Franzose war dorthin im vergangenen Sommer von AS Saint Etienne gewechselt und hat einen Vertrag bis 2021. Panos ist ein ehemaliger französischer Juniorennationalspieler und im defensiven Mittelfeld beheimatet. Auch der belgische Verein Zulte Waregem soll Interesse an Panos haben.

Berthold lobt Kamada und hofft auf Ende der Abstiegssorgen: Ex-Eintracht-Spieler Thomas Berthold hat Daichi Kamada in seiner „Bild“-Kolumne in den höchsten Tönen gelobt. „Ich mag ihn als Fußballer wirklich gerne, denn er ist der Einzige im Mittelfeld, der etwas anderes drauf hat als rennen, kämpfen, grätschen. Er kann mit dem Ball was anfangen, mit einer Einzelsituation das Spiel entscheiden, weil er technisch stark ist. So einen musst du immer spielen lassen“, zeigte sich der Weltmeister von 1990 begeistert. Außerdem betonte er, dass er den Wechsel zur Dreier- bzw. Fünferkette richtig hält: „Um erfolgreich mit Vierer-Kette zu spielen, brauchst du gute Außenverteidiger, und die hat Eintracht aktuell nicht. Evan Ndicka und Almamy Touré sind gelernte Innenverteidiger, die auf außen verschenkt sind. Timothy Chandler ist eher Backup als Stammspieler und Danny da Costa spielt ja wohl gar keine Rolle mehr.“ Für Berthold kann sich die SGE schon am morgigen Mittwochabend beim Spiel gegen den SV Werder Bremen der Abstiegssorgen entledigen. Ein Punkt in Bremen, und sie sind durch. Dann können sie die Abstiegssorgen ad acta legen. Wenn du danach noch gegen Mainz gewinnst, kannst du die restliche Spiele völlig ohne Druck bestreiten“, so der ehemalige Defensivmann.

Paciencia trainert wieder: Die Frankfurter Eintracht kann im Schlussspurt der aktuellen Bundesliga-Saison wohl wieder auf Goncalo Paciencia bauen. Der Portugiese trainierte nach seiner Muskelverletzung, die ihn die letzten Spiele außer Gefecht setzte, am Sonntag wieder auf dem Rasen und absolvierte auch Torschüsse. Allerdings wird es in dieser Woche wohl noch nichts mit dem Mannschaftstraining, weshalb ein Einsatz gegen den SV Werder Bremen am Mittwoch oder den FSV Mainz 05 am Samstag wohl noch zu früh kommt.

Trapp in Elf des Tages: Wie nach jedem Spieltag haben auch nach diesem Wochenende verschiedene Sportportale, Seiten usw. ihre „Elf des Tages“ gekürt. In der „Sportschau“-Elf des Tages stand mit Kevin Trapp auch ein Spieler der SGE. Der 29-Jährige war einer der Sieggaranten beim 2:1 beim VfL Wolfsburg, auch wenn er beim Gegentreffer nicht ganz glücklich aussah.

Verletzungssorgen bei Bremen: Der SV Werder Bremen bangt vor dem Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt am Mittwoch um Milos Rashica und Leonado Bittencourt. Der zuletzt formstarke Bittencourt musste beim 1:0-Sieg beim FC Schalke 04 wegen einer Beckenprellung bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden und ist wohl noch angeschlagen. Das Gleiche gilt für Offensivmann Milot Rashica. Der Außenstürmer musste etwas später, in der 60. Minute ausgewechselt werden. Über einen Einsatz beider Akteure wird wohl erst am Mittwoch entschieden.

Mainzer Unterstützung auf der Trainerbank: Rouven Schröder, Sportchef beim FSV Mainz 05, hat angekündigt, dass er beginnende mit der Partie bei der Frankfurter Eintracht am kommenden Samstag wieder auf der Trainerbank der Rheinhessen Platz nehmen will.  „Wir müssen uns alle aktiv einbringen. Vielleicht kann ich meinen Beitrag unten am Spielfeldrand leisten und unterstützend mithelfen“, sagte der 44-Jährige der „Bild“. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte er zuletzt auf der Tribüne Platz genommen. „Frankfurt ist jetzt am Samstag das nächste wichtige Spiel der finalen Endrunde“, betonte er die Wichtigkeit des Spiels gegen die Eintracht für die noch stärker abstiegsbedrohten Mainzer.

Im Privatjet nach Bremen: Die Eintracht wird zum Nachholspiel beim SV Werder Bremen am morgigen Mittwochabend um 20:30 Uhr wieder mit dem eigens gecharterten Privatjet anreisen. Dieser wird auch direkt nach dem Spiel abheben und die Adlerträger nach Mannheim fliegen, von wo es mit dem Bus zurück nach Frankfurt geht. Aufgrund des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen ist eine direkte Rückkehr nach Frankfurt nicht möglich.

Später Bundesliga-Start: Die kommende Bundesliga-Saison 2020/21 wird wohl nicht wie sonst üblich im August, sondern erst mit deutlicher Verspätung beginnen. Laut eines Berichts der „Bild am Sonntag“ kann die neue Saison frühestens am 11. September starten. Allerdings sei auch ein Start erst Ende September im Bereich des Möglichen. Der Grund ist die Champions League, die in einem Final-Turnier ausgetragen werden soll, das nach Möglichkeit Ende August stattfinden soll. Wenn die Bundesliga dann erst so spät startet, ist ein Durchspielen im Winter wohl möglich. Eine offizielle Bestätigung der DFL zu der Meldung ist allerdings noch nicht vorhanden.

Spycher lobt Hütter: Ex-Eintracht-Kapitän Christoph Spycher hat Eintracht-Coach Adi Hütter den Rücken gestärkt. „Er ist eine faszinierende Persönlichkeit, ein Mensch, der sich extrem professionell auf die Spiele vorbereitet. Er hat immer versucht, aus seinen Erfahrungen zu lernen und sich weiterzuentwickeln“, sagte Spycher im hr-heimspiel! „Hütter hat die Qualität, aus Niederlagen zu lernen und ist überhaupt nicht beratungsresistent. Der offensive Fußball, den die Eintracht in der letzten Saison gespielt hat, ist eigentlich der Fußball, der Hütter vorschwebt. Nur ist die jetzige Situation so, dass in der Offensive nicht so eine Auswahl vorhanden ist. Deswegen musste Hütter die Spielweise ein wenig anpassen, aber gerade das Spiel gegen Freiburg hat gezeigt, dass die Eintracht wieder auf einem guten Weg ist“, so der Ex-Adler.

Klopp schwärmt von Ex-Adler: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat sich im neu erschienenen Buch „Made in Africa: The History of African Players in English Football“ als großer Fan des früheren Eintracht-Stürmers Anthony Yeboah geoutet: „Yeboah war neben Gerd Müller einer der großartigsten Stürmer, die je in Deutschland gespielt haben.“ Der Angreifer habe einen „großen Einfluss“ auf die Gesellschaft gehabt, lobte Klopp. Der ehemalige Dortmund-Coach betonte auch, dass Yeboah häufig Opfer rassistischer Attacken geworden sei. „Im Fußball haben wir (damals) nie über Rassismus nachgedacht. Wenn ein paar Idioten etwas gerufen haben, hat man das gehört und gesagt: „Bist du bescheuert? Was soll das?“ Aber es gab keine sozialen Medien, also gab es auch nicht die Aufmerksamkeit, die es heute bekommt. (…) Es ist traurig, dass wir überhaupt noch über solche Dinge reden müssen, aber so ist die Gesellschaft.“

Umstrittene Untersuchungen: Am vergangenen Wochenende machten einige Spieler, unter anderem Gladbachs Marcus Thuram, Dortmunds Jadon Sancho und Achraf Hakimi und Schalkes Weston McKennie mit emotionalen Botschaften auf den Tod des Amerikaners George Floyd aufmerksam, der in der vergangenen Woche beim einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen war. Nach dem Tod des Afroamerikaners gab es in Amerika, aber auch auf der ganzen Welt eine riesige Protestwelle. Nun wurde bekannt, dass der DFB bei Sancho, Hakimi und McKennie gegen diese Botschaften ermittelt, da diese auf der Ausrüstung geschrieben war, was verboten ist. Diese Ermittlungen wurden zum Teil heftig kritisiert, auch viele Verantwortliche der Bundesliga-Klubs stellten sich hinter die Spieler. DFB-Vizepräsident Rainer Koch bemühte sich nun am gestrigen Montagnachmittag, die Wogen zu glätten und verwies auf der Homepage des DFB auf die grundsätzliche Aufgabe des Kontrollausschusses, „die Einhaltung der Satzung und Ordnungen des DFB zu überwachen und bei Verstößen den Sachverhalt zu überprüfen.“ Bei diesen Überprüfungen gehe es auch darum festzustellen, „ob das Spiel und das Spielfeld der richtige Ort für diese Handlungen sind.“ Weiter erklärte Koch: „Ob es in den vorliegenden Fällen zu Sanktionen kommen muss, bleibt abzuwarten.“

„Auf jetzt“-Kampagne voller Erfolg: Die „Auf jetzt“-Kampagne der SGE entwickelt sich zum Erfolgsprojekt. 500.000 Euro sind inzwischen allein über die Rückabwicklung der Tickets für den guten Zweck zusammengekommen. Tageskarten, Dauerkarten- und Fans im Hospitality-Bereich konnten ihre Karten für die letzten fünf Geisterspiele zurückgeben und das Geld an fünf Einrichtungen spenden. Noch nicht berücksichtigt sind die Erlöse aus dem Verkauf der T-Shirts und Masken sowie Einzel- und Sachspenden. Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann dazu: „Wir wollten mit Worten Menschen mobilisieren, mit Taten anpacken und mit materiellen und finanziellen Spenden unterstützen. Wir freuen uns sehr, dass uns das sehr gut gelungen ist. Ich möchte mich dafür ausdrücklich bei der Eintracht-Familie bedanken, die in diesen Krisenzeiten mal wieder gezeigt hat, welche Wucht und Power sie durch ihren großen Zusammenhalt, wenn es drauf ankommt, entfalten kann. Das Engagement, das unsere Anhänger aus allen Bereichen der Gesellschaft und des Stadions eingebracht haben, ist bemerkenswert. Wenn man berücksichtigt, dass es aus der Fanszene zudem noch zahlreiche eigene und sehr erfolgreiche Aktivitäten gibt, ist das ein Frankfurter Alleinstellungsmerkmal.“

 

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12 Kommentare

  1. Ich bin klar gegen die Freigabe von politischen oder gesellschaftlichen Statements durch die Spieler. Wo zieht man die Grenze? Was ist noch okay, was nicht? Gibt man es frei gibt es Woche für Woche Diskussionen über jede Darstellung von Aussagen oder Protesten. Interessant könnte es sicherlich werden, wenn Eintracht-Spieler für Hartz4 protestieren, Bremer für veganes Essen, Schalker für erneuerbare Energien, Gladbacher für Nutzen vom Sparstrumpf, und Bayern für Vodafone……..aber ich wäre es leid diese ständigen Diskussionen immer wieder zu hören.

  2. Ich finde es nicht unsinnig, was @1 schreibt. Es gibt für einen Bundesliga-Profi soooo viele Möglichkeiten was zu tun. Und ein paar Möglichkeiten sind halt im Spielbetrieb eingeschränkt, und zwar aus Gründen, die Mikeaefer aufgezählt hat. In diesem ganz speziellen Fall sollte die DFL zwar mal fünf gerade sein lassen und Handlungsempfehlungen raus geben. Aber so insgesamt wäre es mir lieb, wenn die DFL ihre Satzungen und Ordnungen – wie es so schön heißt – weiterhin in ihrer Anwendung überprüft. Das hält keinen Profi davon ab, in Talkrunden, Interviews, auf social media oder sonstweo Stellung zu beziehen. Macht unsere Eintracht immer und immer wieder, auch durch Fischer und ich bin da großer Freund von. Das geht!

  3. Was haltet ihr von Knoche aus Wolfsburg, wird ja auch mit uns in Verbindung gebracht? Man weiß was man kriegt, würde ihn mir als Backup für N´Dicka vorstellen können als Innenverteidiger. Nur auf Talente zu setzen birgt zu große Gefahren, wie man bei Sow sieht. Gehe dabei davon aus, dass Russ und Abraham nicht bei uns weitermachen. Denke wir brauchen dann einen LV und einen RV + erfahrenen Techniker als Box to Box Spieler, falls es Sow nicht packt.

  4. @rob:
    „und ich bin da großer Freund von.“
    Solange es in die vorgeschriebene, richtige Richtung geht.
    Teilen Mitbürger konträre Ansichten in öffentlichen Medien, werden diese recht schnell diskreditiert.
    Und von dieser Entwicklung bin ich kein Freund.
    Macht, was immer ihr wollt. Aber genau das Gleiche sollte auch Eurem inhaltlich konträren Gegenüber zustehen.

    Zum Thema Talent: Mit 23 ist man im Fussball Profi Sport kein Talent mehr. Nicht einmal, wenn man Miroslav Klose heißt.

  5. @3 rob: Es gibt Regeln, die sich bewährt haben und Sinn machen. Die sind einzuhalten. Es gibt aber auch Ausnahmesituationen. Eine Ausnahmesituation ist nicht dann gegeben, wenn ich mir eine schlaue Begründung dafür einfallen lasse oder wenn Maryland sich für eine andere Situation eine konträre Begründung einfallen lässt. Sondern sie ist dann gegeben, wenn jedem unwillkürlich der Atem stockt und jeder spürt: jetzt geschieht etwas Größeres als die Regel (Seferovic mit dem Tugce T-Shirt). Dann hält man den Mund und spielt nicht den Hausmeister vom Block.
    Anschließend gelten die Regeln wieder.

  6. Wenn jemand sich anmaßt über den Charakter eines anderen aufgrund eines Posts im Fußball Forum zu urteilen , dann ist das derart dumm dreist und peinlich, dass man ihn nicht für voll nehmen kann.
    Geh dein Zimmer aufräumen.

  7. @8: Inhaltlich gebe ich dir recht. Aber die Art und Weise in der du schreibst ist oft wie in diesem Fall unter aller Sau. Wie gesagt, was du sagst sehe ich genauso

  8. …so allgemein gibt es rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen. Das sind zB Rassismus, Chauvinismus, Ausgrenzung und Herrenmenschenträume. Diese Meinungen werden zurecht diskreditiert und bedürfen hier keines Diskurses. Konträre Ansichten sind willkommen, aber in einer Welt in der die konträren Meinungen gelten von denen manch einer träumt, wird es tatsächlich keine konträre Meinung oder Ansicht mehr geben oder geduldet werden. Das ist des Pudels Kern.
    Das ist auch die Linie von unserer Eintracht und darauf können wir zurecht stolz sein. Und bei krasser Überschreitung dieser Linien wie durch die Ermordung oder Tötung eines Menschen haben Spieler sehr wohl ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Zum vorteilhaften Nutzen eines Sparstrumpfes wäre ich jetzt auch im Zweifel…

  9. @6. Grüssmann: Ich stimme absolut zu. Deswegen sage ich, dass in diesem speziellen Fall eine Ausnahme gemacht werden soll, also „fünf gerade sein lassen“. Mir hat vor allem aber nicht gepasst, dass Mikeaefer etwas zu seinem Charakter unstellt wird, nachdem es nur ein paar Zeilen waren und ohne großen Zusammenhang. Daher habe ich mal eine kleine Gegenposition eingenommen. Siehe auch @8, der das ebenfalls bemägelt, wenn auch in überzoger Weise, wie direkt @9 hinterherschiebt 😉

    @5: Ich glaube ich habe hier bisher hier noch niemanden diskreditiert. Außer NRW-Adler vielleicht mal aus Versehen, als es echt nicht mehr anders ging. Man darf aber auch eine Gegenargumentation nicht halt grundsätzlich als Diskreditierung einstufen, wie das unsere lieben AFD Wähler so gerne tun (von wegen Opferrolle und so). Dann dreht sich das ja direkt wieder rum; auch Käse – und so argumentiert ja unser Dr. Hammer in @10 sinngemäß (wenn ich es richtig verstehe).

    Ich denke wir sind uns da aber überwiegend einig und das passt ganz gut.

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