Gelson Fernandes möchte mit einem guten Gefühl aufhören. (Foto: Heiko Rhode)

Fernandes deutet Karriereende an: Im Sommer läuft der Vertrag von Eintracht-Mittelfeldmann Gelson Fernandes aus. Die Zukunft des Schweizers ist offen. Aktuell laboriert der 33-Jährige an einem Sehnenriss. „Das war ein Signal von Gott. Ich glaube an sowas. Vielleicht braucht man manchmal so einen Hinweis“, deutete Fernandes im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ ein mögliches Karriereende an. „Ich möchte mit einem guten Gefühl aufhören. Hier in Frankfurt, das ist unglaublich, ich würde nicht einfach irgendwo hingehen, nur um noch weiterzuspielen“, so Fernandes.

Virtuelle Bundesliga: Trotz Corona rollt am Wochenende endlich wieder der Ball. Zumindest virtuell. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte, duellieren sich 26 der 36 Profiteams am Wochenende in der Fußball-Simulation FIFA 20. Unter dem Motto „Bundesliga Home Challenge“ spielen pro Team mindestens ein Lizenzspieler und „eine Person aus dem entsprechenden Club oder dessen Umfeld“.

Steubing hofft auf „Brot und Spiele“: Eintracht Frankfurts Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Steubing macht sich Gedanken über mögliche Geisterspiele. „Brot und Spiele ist gerade in Krisenzeiten von hoher Bedeutung. Deshalb ist es nicht nur legitim, sondern absolut notwendig, dass sich die Liga Gedanken macht um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Form von Geisterspielen“, so Steubing im „kicker“. „Ob Meisterschaften erst im Sommer oder Anfang Herbst entschieden werden, ist dabei sekundär. Ich bin mir sicher, dass alle Verantwortlichen der Klubs und die DFL mit ihrem klugen Geschäftsführer Christian Seifert an ihrer Spitze Lösungen finden und der Worst Case verhindert werden kann“, erklärt Steubung und hofft auf die Politik. „Wohl wissend, dass die Politiker aktuell andere Probleme als ‚die Rettung des Profifußballs‘ bewältigen müssen, ist gleichwohl auch ihr Engagement vonnöten, um dem als ‚größtes Bindeglied der Gesellschaft‘ bezeichneten Fußball Hilfestellung zu gewähren.“

Solidaritätsaktion von Bundesligisten: Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champions-League-Klubs finanziell notleidende Teams der ersten und zweiten Liga unterstützen. Einen „Bild“-Bericht bestätigten die Vereine am Donnerstag. „Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können“, so BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Neben Dortmund wollen auch Bayern München, RB Leipzig und Bayer Leverkusen auf 12,5 Millionen Euro verzichten, die ihnen aus dem aktuellen TV-Vertrag zu stünden. Das Geld soll in einen Solidartopf fließen.

DFL fordert Trainingsstopp: Die Deutsche Fußball Liga hat die Vereine aufgefordert bis zum 5. April individuell und nicht in der Gruppe auf dem Platz trainieren zu lassen. Ein entsprechendes Schreiben ging laut „Bild“ an die 36 Profiteams raus. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung, mit der die DFL für Wettbewerbsgleichheit sorgen will. In Augsburg und Wolfsburg wird derzeit in Kleingruppen trainiert, alle anderen Teams trainieren individuell. Die SGE-Spieler befinden sich nach zwei Corona-Fällen in häuslicher Quarantäne.

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7 Kommentare

  1. Ich habe wirklich keine Vorstellung, wie mit halbwegs vernünftigen Regelungen diese Saison zu einem Ende mit einem Meister und mit Absteigern, mit Qualifikationen für Europa usw. kommen soll.
    Über das Problem sportliche Chancengleichheit haben wir hier schon diskutiert und die finanziellen Auswirkungen sind auch viel zu unterschiedlich.
    Was passiert denn, der „Spielbetrieb“ läuft wieder und nur Einer einer Mannschaft erkrankt ? Was wird dann aus der 14 tägigen Quarantäne ohne Training für die ganze Mannschaft ?
    Bleibt noch das Problem Geisterspiele. Die wenigen, die es bisher gab haben doch eindeutig gezeigt : Nein Danke ! Das ist doch schlimmer als Testspiele in der Vorbereitung.
    Einzig die Notwendigkeit für die Finanzierung rechtfertigt das, aber warum um eine Meisterschaft zu ermitteln ?
    Für mich entstehen mehr Probleme, Ungerechtigkeiten und in der Konsequenz Klagen und Unzufriedenheit. Mir fehlt die Phantasie.
    Forza SGE !

  2. @1. dieter:
    Da habe ich auch so meine Bedenken!!
    Dieses „Durchpeitschen“ halte ich für kontraproduktiv und fürsorgelos.

    Zum Thema Solidaritätsaktion von Bundesligisten:

    Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champions-League-Klubs finanziell notleidende Teams der ersten und zweiten Liga unterstützen.

    So weit so gut, wenn gleich natürlich 5 Mille pro Verein (speziell bei diesen Geldvereinen) wohl aus der Portokasse gezahlt werden können.

    Was mich aber an dem Artikel irritiert, ist der folgende Satz und vielleicht kann mir hier jemand diese Diskrepanz erklären:
    Neben Dortmund wollen auch Bayern München, RB Leipzig und Bayer Leverkusen auf 12,5 Millionen Euro verzichten, die ihnen aus dem aktuellen TV-Vertrag zu stünden.

    Geht es jetzt hierbei um noch eine gesonderte Aktion oder sind damit die 20 Mille gemeint, was ja dann rechnerisch Nonsense wäre.
    Wir unterhielten uns dann ja über 50 Mille.

    Zu Fernandes:
    Das wäre zwar aus meiner Sicht extrem schade, da ich den Kerl auch sehr mag, aber wenn er selber schon so spricht, ist es vielleicht das Beste für ihn und sicher besser als ihm mit „hängen und würgen“ noch mal den Vertrag zu verlängern, den er dann von der Couch oder der Tribüne aus erfüllt.
    Weiterhin alles Gute für ihn.

  3. Ich finde es auch legitim, dass sich die DFL wie jeder andere Wirtschaftszweig mit einigen Tausend Arbeitsplätzen Gedanken macht, wie man mit möglichst wenig Schaden da raus kommt. Wie das klappen soll da warte ich mal ab, Bin ebenfalls skeptisch.

    Ja auf jeden Fall wäre das schade mit Ferndandes, ist ein cooler Typ! Alleine die Zitate hier zeigen schon, dass er ein richtig klarer Vollprofi ist. Auch wenn ich persönlich jetzt nicht an Zeichen von irgendwelchen Göttern glaube, ist seine Verletzung und die aktuelle Krise zusammen nun einfach vielleicht ein guter Punkt, um das auch vom Kopf her ideal abzuschließen. Der wird bestimmt ein richtig guter Sport-Manager! Vielleicht was um unsere Scouting-Abteilung zu erweitern?

    Vier Vereine mit 12,5 Millionen: da dachte ich auch, dass das rechnerisch zumindest mal nicht stimmen kann. Im zweiten Gedanken schätze ich aber, dass diese 20 Millionen von den vier Vereinen zusammen aufgebracht werden und davon 12,5 aus den TV-Geldern kommen (insgesamt) und noch 7,5 aus den (Porto-)Kassen der Vereine (insgesamt).

  4. @all
    Zur virtuellen Bundesliga.
    Kann man das irgentwo mitverfolgen?
    TV / Stream?
    Ich zock auch ab und an FIFA 20, und es würde mich interessieren?
    Wir sind ja eh alle zuhause.

  5. in der FNP gibt es einen Artikel bzgl. potentieller Neuzugänge. Ganz interessant, wenn auch alles sehr spekulativ.
    Folgende Positionen sollte unser Scouting im Blick haben:
    -LV Back up für Ndicka.
    -IV wenn Abraham geht.
    -unbedingt einen spielstarken, kreativen offensiven Mittelfeldspieler, in dessen Rücken Kamada sich ohne zu viel Druck entwickeln kann. Fehlt uns seit Jahren.
    -noch dringender einen offensiven für die rechte Seite.
    -Kostic Nachfolger wenn er geht.
    -Stürmer mit Tempo.

    Viel Arbeit für Fredi und Ben Manga, wenn es denn jemals wieder weitergehen sollte.

  6. Nettes Artikelchen in der FNP. Marius Wolf als Kostic Nachfolger in den Raum zu stellen dokumentiert die geballte sportjournalistische Kompetenz der FNP deutlich.
    Wenn Gelson aufhören will / muss, bitte unbedingt bei der Eintracht eine Stelle im Stuff für ihn finden, Danke.

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