Sebastian Rode will in die Gruppenphase.

Wir schreiben den 9. Mai 2019 und blicken nach England, an die Stamford Bridge. Hier, im Stadion des ruhmreichen Chelsea FC findet aktuell das Rückespiel des Halbfinals der Europa League zwischen den heimischen Londonern und der Frankfurter Eintracht statt. In der 68. Minute dann der Schock für die Gäste: Der bis dahin starke Mittelfeldspieler Sebastian Rode verletzt sich in einem Zweikampf am rechten Bein, humpelt vom Platz und muss von Jonathan de Guzman ersetzt werden. Direkt nach dem Spiel gehen die Verantwortlichen der SGE von einem Knorpelschaden aus, die Ausfallzeit wird auf mindestens ein halbes Jahr geschätzt.

Doch der 28-Jährige steht heute, nur gut drei Monate später und einen Wechsel zur SGE mehr, wieder auf dem Platz. „Nach der OP hat man mir schnell Hoffnunf gemacht, dass es auch viel schneller gehen kann. Danach habe ich dann alles daran gesetzt, wieder so schnell es geht fit zu werden. Ich kenne das ja von meinen Verletzungen früher, wie die Reha-Zeit ist. Es ist alles hervorragend gelaufen und ich bin jetzt wieder froh, schon so fit zu sein“, erklärte Rode, der wohl großes Glück im Unglück hatte, am gestrigen Dienstagmittag.

„Ich fühle mich gut!“

In der aktuellen Saison stand er nach seinem Transfer vom Borussia Dortmund zur Frankfurter Eintracht bereits zweimal für die Hessen auf dem Platz. Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den FC Vaduz durfte er von Beginn an ran und absolvierte 72 Minuten, beim Bundesligaauftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim waren es dann rund 25 Minuten. „Ich fühle mich ganz gut. Dadurch, dass wir keine Freundschaftsspiele mehr hatten, war das Spiel gegen Vaduz ein guter Einstieg für mich nach der langen Verletzungspause. Und auch gegen Hoffenheim. Jetzt hoffe ich auf weitere Minuten!“, gab der Ex-Dortmunder zu Protokoll. Dabei sei er zwar noch nicht ganz bei einhundert Prozent, er vertraue hier aber auch auf die Einschätzung von Trainer Adi Hütter: „Der Trainer hat das bisher mit meiner Belastungssteuerung hervorragend gemacht. Was die nächsten Spiele angeht, das obliegt dem Trainer. Ich bin einfach heiß aufs Spielen!“

Dieser Wunsch könnte schon am kommenden Donnerstag in Erfüllung gehen, wenn die Eintracht bei Racing Straßburg in den Playoffs zur Europa League antreten muss. Rode betonte, wie heiß die Mannschaft auf das Spiel sei: „Das Spiel gegen Straßburg fühlt sich an wie ein Achtelfinale in der letzten Saison. Es ist ein K.O.-Spiel, es kribbelt und es geht darum, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Wir haben in beiden Spielen die Möglichkeit, in eine hervorragende Europapokalsaison zu kommen. Aber es ist auch möglich, dass wir Ernüchterung erleiden und rausfliegen.“

Mit breiter Brust ins schwere Spiel im Elsass

Dabei erwartet er im Elsass deutlich größere Gegenwehr als in den bisherigen Runden gegen Tallinn und Vaduz. Vor allem auf die starke Physis der Franzosen sei zu achten: „Wir wissen, dass Straßburg eine körperlich sehr gute Mannschaft hat und auch spielerisch sehr gut ist, wenn man ihnen Platz lässt. Sie haben vorne mit Ludovic Ajorque einen 1,97 Meter langen Zielspieler, den sie mit Flanken füttern.“ Allerdings dürfe die Mannschaft – vor allem nach der starken letzten Saison – auch mit breiter Brust in das Duell mit dem aktuellen 13. der Ligue-1-Tabelle gehen: „Wir müssen uns auch nicht verstecken. Wir müssen in dem Hexenkessel dort die Ruhe behalten. Wir haben es in der letzten Saison immer wieder gezeigt, dass wir ruhig bleiben und spielerisch sehr gut auftreten können.“ In Straßburg wird auch – anders als in den ersten beiden Runden – das Publikum zum ersten Mal ein richtiger Gegner für die Fans der Hessen sein. Für den defensiven Mittelfeldspieler kein Problem: „Es macht auf jeden Fall mehr Spaß, wenn ein bisschen Feuer im Kessel ist und es auch von den Zuschauern bisschen heiß hergeht, solange alles im Rahmen bleibt. Ich glaube da gibt es ja auch eine kleine Brisanz. Aber wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und unser Spiel durchziehen.“

Am gestrigen Dienstag machten Gerüchte die Runde, nach denen der Transfer von Bas Dost zur SGE ins Wanken geriet. Rode betonte, dass der Niederländer zwar eine gute Verstärkung wäre, er die Mannschaft aber auch ohne den Rechtsfuß gut aufgestellt sieht: „Bas Dost würde sicher helfen, alleine durch seine körperliche Präsenz, was Standards angeht oder als Zielspieler für uns. Aber auch, wenn er nicht zu uns stoßen wird, haben wir auch eine hervorragende Mannschaft.“

Mit kurzfristigen Zielen starten

Egal ob mit oder ohne Dost: Rode sieht die Mannschaft für die Spielzeit gut gerüstet – betonte aber, dass man zunächste demütig und mit kurzfristigen Zielen an die kommenden Aufgaben gehen müsse: „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir auf jeden Fall wieder das Halbfinale der Europa League erreichen wollen. Da gilt es jetzt erstmal in die Gruppenphase zu kommen. Natürlich wäre es dann auch wieder schön diese zu überstehen. Aber ich sehe das Ganze jetzt eher kurzfristig.“ Auch in der Liga wolle man eine „gute Rolle und um die internationalen Plätze“ spielen: „Ich denke da haben wir auch alle Möglichkeiten zu. Aber ich denke die anderen Bundesligisten haben sich auch sehr gut verstärkt und es ist noch nicht abzusehen, wer wie stark einzuschätzen ist.“ Wenn die SGE eine ähnlich starke Runde spielt wie in der vergangenen Saison, dürfte wohl kein Fan etwas dagegen haben – nur die schwere Verletzung des Mittelfeldmotors darf dann gerne wegbleiben.

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5 Kommentare

  1. Die Trikot Werbung von Sporting ist geil (hatte Porto in 2013 auch, als wir gegen die im AF EC spielten):
    Super Bock
    Dost

    https://www.transfermarkt.de/bobic-geht-auch-nach-vorwurfen-an-dost-von-transfer-aus-bdquo-mit-sporting-ist-es-nie-einfach-ldquo-/view/news/343673
    Wir bekommen also einen Super Bock ;-)))
    Aber im Ernst – ich glaube der Mann passt super bei uns rein.
    Und wegen dem finanziellen ist es ja seit gestern aufgrund der Aussagen Dost/Berater/Fredi offensichtlich klar geworden, daß das von Sporting initiiert wurde.

  2. Was bin ich froh wenn endlich der 3.9. ist. Ist ja kaum auszuhalten. Zum Thema ich hoffe auch dass Rode endlich Verletzungsfrei bleibt. Für ich mich ist er die deutsche Version von N‘Golo Kante.

  3. Zu Seppl bleibt mir auch nur zu sagen, dass ich ihm eine Verletzungsfreie Saison und darüber hinaus wünsche.

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