Robin Koch bleibt Kapitän von Eintracht Frankfurt. Cheftrainer Adi Hütter hat sich vor dem Start in die Saison 2026/27 für den 30-jährigen Innenverteidiger entschieden. Damit führt Koch die Hessen auch in seiner zweiten Saison als Spielführer auf den Platz. Die Entscheidung kommt nicht völlig überraschend, war im Vorfeld allerdings keineswegs selbstverständlich.
Hütter entscheidet sich für Koch
„Der Neue ist der Alte“: Mit diesen Worten bestätigte die Eintracht am Donnerstagabend die Entscheidung von Adi Hütter. Koch hatte das Amt bereits in der vergangenen Spielzeit inne und wird auch unter dem neuen Trainer die Mannschaft als Kapitän anführen. Für Hütter ist der Innenverteidiger damit weiterhin eine zentrale Führungspersönlichkeit innerhalb des Teams.
Koch selbst machte bereits während der Vorbereitung keinen Hehl daraus, dass er die Binde behalten möchte. Nun ist sein Wunsch erfüllt. „Für mich hat nie ein Zweifel bestanden, unsere Mannschaft auch in dieser Saison als Kapitän anführen zu wollen“, erklärte der Abwehrchef. Die Aufgabe mache ihn „unglaublich stolz“ und bereite ihm große Freude. Gleichzeitig sei ihm bewusst, welche Verantwortung die Kapitänsbinde bei Eintracht Frankfurt mit sich bringe.
Der gebürtige Kaiserslauterer will dabei nicht nur auf dem Platz vorangehen. Koch betonte, weiterhin jeden Tag alles dafür geben zu wollen, seiner Rolle gerecht zu werden und sowohl auf als auch neben dem Platz als Vorbild voranzugehen. Gemeinsam mit Mannschaft und Fans sollen die Ziele der neuen Saison erreicht werden.
Entscheidung war keineswegs selbstverständlich
Dass Hütter am Ende auf Koch setzt, war im Umfeld der Eintracht durchaus mit Spannung erwartet worden. Nach einer enttäuschenden vergangenen Saison kamen zumindest außerhalb des Vereins Zweifel auf, ob der Innenverteidiger weiterhin der richtige Mann für das Kapitänsamt ist.
Koch selbst hatte im vergangenen Jahr nicht seine beste Saison gespielt. Seine Leistungen waren wechselhaft, zudem verlor er seinen Platz in der deutschen Nationalmannschaft und verpasste dadurch die Weltmeisterschaft. Die „Hessenschau“ hatte deshalb bereits im Juli die Frage aufgeworfen, ob ein anderer Spieler die Mannschaft künftig anführen könnte. Als möglicher Kandidat wurde insbesondere Jonathan Burkardt genannt. Auch die Überlegung, Koch mit einer Abgabe der Kapitänsbinde wieder etwas aus dem Fokus zu nehmen, stand im Raum.
Koch bekommt Möglichkeit seine Leistungen zu korrigieren
Mit Hütters Entscheidung erhält Koch nun die Möglichkeit, die vergangene Saison hinter sich zu lassen und seine Rolle als Führungsspieler neu auszufüllen. Dass der Trainer trotz der Diskussionen an ihm festhält, ist auch ein Vertrauensbeweis. Für ihn ist es zudem die Fortsetzung einer Entwicklung, die im Sommer 2025 begonnen hatte. Damals hatte er die Kapitänsbinde von Kevin Trapp übernommen. Seit seinem Wechsel zur Eintracht im Sommer 2023 absolvierte der Innenverteidiger bereits 127 Pflichtspiele für die Hessen.
Hütter setzt damit bewusst auf einen erfahrenen Spieler, der die Mannschaft und den Verein bereits bestens kennt. Gleichzeitig dürfte Koch wissen, dass das Kapitänsamt nach der vergangenen Spielzeit mit einer besonderen Erwartungshaltung verbunden ist. Seine Leistung wird in der neuen Saison nicht nur sportlich, sondern auch mit Blick auf seine Führungsrolle besonders genau beobachtet werden.
Mehrere Führungsspieler werden wohl Verantwortung übernehmen
Wer Koch als Vize-Kapitän unterstützen wird und wie der neue Mannschaftsrat aussehen soll, hat die Eintracht bislang nicht mitgeteilt. Klar ist jedoch bereits jetzt: Die Verantwortung wird nicht allein auf den Schultern Kochs liegen. Klar ist aber auch, dass der Klub mit Rasmus Kristensen und Nene Brown wieder Spieler verloren hat, die in diese Rolle hätten reinwachsen können. Es wird also spannend zu beobachten sein, welche Spieler im Verlauf der langen Saison diese Positionen ausfüllen können. Koch bleibt dabei der offizielle Anführer. Nun liegt es an ihm, die Entscheidung Hütters mit entsprechenden Leistungen zu bestätigen und nach einer schwierigen vergangenen Saison wieder zum Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, den die Eintracht von ihm kennt.






18 Kommentare
Sehr gut. Ich denke Koch ist jetzt einige Zeit bei uns, wird regelmäßig spielen, hat die nötige Ruhe um mit dem Schiri zu reden und ist in der Mannschaft gut angesehen. Bei ihm halte ich es auch für wahrscheinlich, dass er noch länger bei uns spielen wird. Ich glaube damit können alle sehr gut Leben! Unaufgeregte und gute Entscheidung!
Ich will keine schlechte Stimmung machen, aber für mich ist das die falsche Entscheidung. Ein Kapitän muss mit Mentalität vorangehen und dazwischen hauen wenn es drauf ankommt. Von heute auf morgen kann Koch seinen Charakter nicht ändern und auch seine Führungsqualitäten nicht. Was hätte gegen Jonny gesprochen? In meinen Augen wäre er der perfekte Leader. Den wurmt es gewaltig, wenn etwas nicht läuft und er ist ein Mann klarer Worte, an Trainer, Journalisten und Mitspieler. Und war er nicht auch Kapitän in Mainz?
Ist rum jetzt, aber ich hätte auch Jonny lieber als Kapitän gesehen. Gute Mentalität, ich glaube ihn hätte das nochmals gepusht und RK hatte sein Chance in der letzten Saison und das war dann einfach viel zu wenig...
Ich sehe das auch nicht als gute Lösung. Robin hat in Frankfurt gute Leistungen gezeigt als er dieses Amt noch nicht ausgeübt hat, nachdem er zum Kapitän ernannt wurde war seine Leistung so, dass er aus der Nationalmannschaft geflogen ist. Aus meiner Sicht ist er mit dieser Aufgabe überfordert gewesen.
Das sich das geändert hat wird sich zeigen, ist halt ein Risiko
Ich denke, da überschätzt sich jemand. Letzte Saison hat man kaum etwas vom Kapitän gesehen oder auch gehört. Aber da sich der Trainer für ihn entschieden hat, wird es schon der richtige Mann sein. Zumindest für den Trainer ;-)
Für mich geht das in Ordnung. Ich brauche keinen Kapitän der in Wild-West Manier permanent den Schiri belagert sondern ruhig, besonnen und sachlich agiert, was während eines Fußballspiels schon schwer genug ist.
Jonny hat sich für mich als Kapitän, nach seiner Aktion gegen Riera, disqualifiziert.
Eher hätte ich mir noch Ansgar vorstellen können.
Also vielleicht kann mir bitte nochmal einer diese "Jonny-Riera-Aktion" erklären?? Nach meinem Kenntnisstand kam doch raus, dass er die Geste in Richtung der BVB-Fans gemacht hatte, die ihn beleidigt/ ausgepfiffen hatten und nicht in Richtung Riera (der in einer ganz anderen Blickrichtung stand). Oder täusche ich mich da jetzt? Danke euch!!!
Die Entscheidung ist nachvollziehbar - Koch wird in der Saison höchstwahrscheinlich mehr Spiele als Burkhardt machen, weil Johnny nun mal verletzungsanfällig ist. Im Zweifel nimmt man immer den Abwehrchef!
'Jonny hat sich für mich als Kapitän, nach seiner Aktion gegen Riera, disqualifiziert.
Eher hätte ich mir noch Ansgar vorstellen können.'
Das seh ich ganz genauso.
Bin auch bei dir, dass nur Koch und Knauff Ansprüche an die Binde stellen können. Erstens ist Johnny noch nicht lange genug beim Verein, sein Standing innerhalb des Kaders ist dementsprechend nicht hoch genug und drittens: Johnny hat gerade zum Ende der Rückrunde durch sehr seltsame öffentliche Aussagen für ordentlich Ärger im Verein gesorgt. Sowas sollte man keinesfalls auch noch mit der Binde belohnen.
Und dann muss man viertens erstmal sehen, ob sich Johnny langfristig gegen seine Sturmkonkurrenz durchsetzt, sprich: wird er Stammspieler sein?
Bei Koch ist das ziemlich safe, auch wenn seine Saison gebraucht war. Denke, mit weniger Spielen wird es ihm als Kapitän auch leichter fallen. Das war letztes Jahr schon ziemlich viel Neuland für ihn: Kapitän, CL-Modus mit sehr vielen Spielen/Reisen und auch körperlich kam er an seine Grenzen. Das war von den Belastungen in der Vorrunde nochmal heftiger als in England.
Und fünftens: ein Kapitän muss wie @8 sagt auch verfügbar sein..außer er heißt Rode ;)
Koch war nie der erhofft Führungsspieler, und weiß nicht, ob er noch einer wird.
Trotzdem eine richtige Entscheidung des Trainers.
Eine Änderung auf dieser Position wäre letztlich eine öffentliche Degradierung gewesen und der derzeit guten Stimmung nicht zuträglich gewesen.
Adi macht das vernünftige, er belässt es mit Koch als Kapitän und macht keine neue Baustelle auf. Natürlich muss sich Koch wieder leistungsmäßig steigern, um auch fußballerisch seine Rolle als Kapitän ausfüllen zu können. Jonny wird aus der vergangenen Saison lernen, als er in unpassender Form sein Unbehagen gegenüber Riera zum Ausdruck brachte.
Er wird reifen und dann auch künftig ein Kandidat als Mannschaftsführer sein.
@7:
Riera hat Jonny über seinen Co-Trainer mitteilen lassen, dass seine Körperfettwerte nicht optimal sind und er daran arbeiten muss, dass war wohl auch mit ein Grund warum er zuletzt selten in der Startelf stand und nur eingewechselt wurde.
Statt, wie es sich für einen Profisportler gehört, mit dem Fitnesscoach darüber zu sprechen, hat er sich über seinen Berater (Papa Burkardt) bei Krösche über den Umgang und die fehlenden Einsatzzeiten beschwert, daraufhin musste Krösche vermitteln…, dann gabs ja auch noch eine interne Strafe von 20.000€ für Burkardt.., daher ist er für mich nicht als Kapitän geeignet. Riera mag vieles falsch gemacht haben, er hat wohl aus der Toppmöllerschen Wohlfühloase mit Cumba-Ja Atmosphäre ein Bootcamp gemacht.
Körperfettwerte sind nunmal ein Fakt und wenn die nicht passen, dann ist es vollkommen legitim dies anzusprechen, wenn der Spieler mit dieser Kritik nicht umgehen kann dann eignet er sich nicht für solch ein Amt. Frag mal bei Makoto Hasebe nach.., der hat seinen Werte mehr als im Griff gehabt und dass bis ins Hohe Alter.
Machen wir uns mal ehrlich. Wir haben z. Zt. keinen Spieler, den man als sogenannten Führungsspieler bezeichnen könnte.
Koch und Kontinuität? Lieber nicht.
Johnny B. ist halt noch nicht lange genug dabei. Das hat wohl den Ausschlag zugunsten von Koch gegeben.
Deshalb einen „Wackelkandidaten“ zum Kapitän machen? Adi muß es wissen.
@7 Nachtrag:
Die besagte Geste und Worte nachdem Treffer gegen Dortmund ging eindeutig Richtung Trainer.., das wurde wohl im Nachgang durch Fernsehbilder und die Mikrofone nachvollzogen.., das war dann auch der Hauptgrund für die Geldstrafe.
Hier nochmal nen Nachtrag dazu:
Die Interne Klärung: Trainer Riera konfrontierte den Spieler während einer Videoanalyse vor versammelter Mannschaft.
Die Reaktion: Burkardt zeigte sich einsichtig, verwies auf emotionale Mängel in der Szene und entschuldigte sich sowohl bei der Mannschaft als auch beim Trainer.
Die Strafe: Riera verhängte daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro und erklärte das Thema vor dem Saisonfinale offiziell für erledigt.
Sprich:
'Nach meinem Kenntnisstand kam doch raus, dass er die Geste in Richtung der BVB-Fans gemacht hatte, die ihn beleidigt/ ausgepfiffen hatten und nicht in Richtung Riera (der in einer ganz anderen Blickrichtung stand). Oder täusche ich mich da jetzt? Danke euch!!!'
Burkardt hat zugegeben, dass diese Geste an den Trainer gerichtet war...sich entschuldigt und die Geldstrafe gezahlt.
Das mit den Fitnesswerten, wie hier korrekt aufgeführt, war ne andere Sache.
Und dann kam noch das Abschlussinterview am letzten Spieltag. Das war schon äußerst seltsam. Da meinte er, 'das System des Trainers habe nicht zu Eintracht Frankfurt gepasst'. Da war Riera noch Trainer. Allein das ist schon mal respektlos und ein No-go in diesem Business. Zweitens isses nonsense. Als ob Riera sooo viel anders gespielt hätte als Dino. Das war beides Schlafwagenfußball, doch über Dinos System sagte Burkardt nix.
Dann redete er von 'personellen Veränderungen' etc
Ich will jetzt gar nicht auf Johnny rumhacken, die Sache ist grundsätzlich abgehakt.
Doch: Ich finde, jeder Spieler sollte schon wissen, was seine Rolle im Verein ist. Und wenn ein Spieler weder Kapitän, noch Vizekapitän ist und dann meint, er müsste sich nach seiner ersten(!!!) Saison für den neuen Verein hinstellen und 'personelle Veränderungen' einfordern. 'Drumherum um die Mannschaft gibts auch viele Dinge, die verändert werden müssen' meinte er noch. Wie kann einer von notwendigen Veränderungen sprechen, wenn er grad erst selbst frisch beim Verein ist?
Ein Knauff und auch ein Koch als Kapitän haben die Legitimation, so etwas anzusprechen. Burkardt hat sie nicht, er überschätzt seine Stellung im Verein. Er sagt im gleichen Interview, dass er als Führungsspieler versagt habe und bestätigt das ja praktisch in ebendiesem Interview perfekt..dass er eben nicht für diesen Job geeignet ist.
Dann meinte er noch, dass 'die Führungsspieler, und da zähle ich mich dazu' versagt hätten. Er kann ja gerne sagen, dass er versagt habe. Aber er sagte damit im gleichen Atemzug, dass sein Kapitän und Vize-kapitän, also alle Anderen, die Verantwortung übernehmen, versagt hätten. Und damit, selbst wenn es stimmen mag, macht er sich garantiert nicht beliebt im Mannschaftskreis.
Das ist alles so viel Nonsense. Ich will einfach, dass Johnny sich auf seinen Job konzentriert und Tore schießt. Aber bitte lasst ihn nicht ans Mikro und stellt ihm nicht so Fragen. Das hilft niemand, oft schadet es dem Team.
Eins noch:
Ständig werden hier Spieler in Führungspositionen 'reingeredet' (insbesondere von Medien). Ich erinnere mich an Götze, der ja ein Führungsspieler sein soll.
Einen echten Führungsspieler erkennt doch jeder Fan, selbst mit Blindenbinde.
Nehmen wir Lautaro Martinez von Inter, das ist ein Kapitän. Das ist einer, der vorneweg geht. Keiner der rumschreit, kein Mann, der viel babbelt. Aber wenn er was sagt, hören alle zu. Weil das einer ist, der immer vorneweg geht. Der geht voran, arbeitet defensiv mit und übernimmt in engen Spielen Verantwortung. Er tritt auch nicht nach rechts oder links aus, und zeigt mit dem Finger auf Andere. Schon gar nicht auf den Trainer. Meines Erachtens ist er der perfekte Kapitän und ein gewichtiger Grund, warum Inter in den letzten Jahren der beste italienische Verein ist.
Und an so einem sollte sich m.E. ein Kapitän orientieren.
Diese Frage hätte ich gern mal an Robin Koch gestellt. Es wird ja oft nach Idolen oder Ähnlichem gefragt. Insofern: 'Sie wurden kürzlich erneut zum Kapitän von Eintracht Frankfurt gewählt. Gibt es Spieler, die sie sich in dieser Rolle als Vorbild nehmen? Egal, ob Torwart, MF oder Stürmer. Ein Spieler in der Kapitänsrolle, der sie besonders beeindruckt? In Gegenwart oder Vergangenheit?'
Vielleicht braucht Robin so ne Nachfrage, um als Kapitän den nächsten Step zu gehen.
Gibt er jetzt vor Saisonbeginn jemand anderem die Binde, zeigt er Koch damit, das er in Ihm nicht den "Führungsspieler" sieht.
Was sich negativ auf seine Leistung auswirken kann. Der Adi hat dem Robin mit dem erneuten Kapitänsamt das "Vertrauen" ausgesprochen. Damit nimmt er Ihn in die Pflicht vorwegzugehen, Leistung zu bringen und Verantwortung zu übernehmen. Erfüllt er das nicht, ist es ein leichtes für Adi den Kapitän zu wechseln.
Dem ist glaube ich nichts hinzuzufügen. Ich sehe das ganz genauso wie du. Eine gute Zusammenfassung der Vorkommnisse. Und damit können wir das jetzt auch zu den Akten legen. Das Thema ist geklärt und Jonny hat sich einsichtig gezeigt.
Aber eigentlich schlimm....wir haben kaum Spieler, die als Kapitän infrage kommen...
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