Waldstadion_NWKNicht mehr lange und die Rechte um den Stadionnamen werden in Frankfurt neu ausgeschrieben. Der Nordwestkurve e.V. will dann 2015 in die Verhandlungen einsteigen und das Stadion wieder in Waldstadion zurückbenennen. Dafür fehlt bekanntlich nur noch ein Lottogewinn, um das nötige Geld auftreiben zu können. Dominik Ziegra, Nordwestkurve Sprecher, spricht auf faszination-fankurve.de über die morgige „reclaim the name“-Aktion. „Wir treffen uns ab 16 Uhr an der Bockenheimer Warte, um gemeinsam Lotto zu spielen. Es gibt dort einen Kiosk mit einer Lottoannahmestelle, der Besitzer ist informiert und vorbereitet und wir werden bis zur Auslosung versuchen möglichst viele Lottoscheine einzusammeln. Dabei geht es natürlich darum auch dort ein Zeichen zu setzen, dass wir weiterhin Sponsorennamen für unser Stadion ablehnen„, beschreibt Ziegra den konkreten Plan. Die Wahrscheinlichkeit dabei den Jackpot zu knacken, ist natürlich sehr, sehr niedrig aber allein der Wille zählt. Denn nicht die Resignation ist entscheidend, sondern die Hoffnung es vielleicht doch zu schaffen. Denn nicht nur die höchste Gewinnklasse (Der Jackpot steht übrigens bei 7 Millionen Euro) ist rentabel und könnte zumindest einen Teilgewinn erhoffen lassen, der dann laut Ziegra in eine verbesserte Jugendarbeit der Eintracht fließen soll.

Denn in Zeiten von Kommerzvereinen wie Red Bull Leipzig wird es für Vereine wie die Eintracht immer schwieriger ihre Talente in der Stadt zu behalten: „Jeder Spieler läuft mit seinem Berater durch die Landschaft und beharrt bei Mittelfeldmannschaften wie unserer auf Ausstiegsklauseln. Die Chance auf einen Schlag weiter nach oben vorzustoßen geht eigentlich fast nur noch über Talente, wenn sie einem nicht schon mit gefühlten elf Jahren von irgendeinem Plastikverein weggekauft werden, weil der Vater des Spielers dort dann zwei Stunden in der Woche hoch bezahlt Rasenmähen darf.“ Dennoch ist es im bezahlten Fußball fast Usus, dass sich Clubs den Verkauf des Stadionnamens und den damit verbundenen Geldsegen nicht entgehen lassen. Eine Ausnahme stellt dabei aber ausgerechnet der 1.FC Kaiserslautern dar. Seinen heutigen Namen erhielt das Stadion am 2. November 1985 anlässlich des 65. Geburtstags von Fritz Walter, Kapitän der FCK-Meistermannschaften von 1951 und 1953 und Ehrenspielführer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, weshalb man dies auch in Frankfurt achtungsvoll zur Kenntnis genommen hat: „Wenn ich öffentlich äußere, dass ich neidisch auf den 1.FC Kaiserslautern blicke, werde ich in Frankfurt wahrscheinlich schief angeschaut, wir sind ja nicht gerade gut befreundet. Aber natürlich ist es begrüßenswert, wenn eine Stadt oder ein Verein den möglichen Geldbetrag unbeachtet lässt und den traditionellen Stadionnamen auch als wertvolles Markenzeichen begreift.

Es bleiben also nur noch wenige spannende Stunden, bis die Lottoziehung am Samstag um 19:25 Uhr Gewissheit schafft. Für die Nordwestkurve e.V. ist es jedenfalls, ganz gleich ob Gewinn oder nicht, ein wichtiges Ausrufezeichen. „Für uns ist es wichtig mit der Aktion RECLAIM THE NAME zu zeigen, dass es eben das Waldstadion ist und bleibt. Wir wollen – ironischerweise durch Lottospielen – zeigen, dass ein Stadionname eben keine beliebige Handelsware und auch kein Lotteriespiel ist„, so Ziegra.

Wer das komplette Interview mit Dominik Ziegra lesen möchte, kann dies unter folgendem Link tun!

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1 Kommentar

  1. … unn? Ham´ mer was gewonne?
    Wieviiiieeeel?????
    Also ich hab´ 2 Richtige beigesteuert!

    Vielleicht sollten wir jede Woche spielen? Bedarf ist doch permanent da.
    Heute kaufen wir die Namensrechte auf´s Stadion. Morgen kaufen wir dem Spieler XY die Ausstiegsklausel ab.
    Übermorgen kaufen wir den Hochkaräter, der angekündigt war. (oder ist der etwas schon da?)

    Vor vielen vielen Jahren (Die Älteren erinnern sich.) haben wir mal beim Pokal-Heimspiel gegen 04 (so ging das Spiel auch glaube ich auch aus) für den „Heiligen Heinz“ 1 Mark extra bezahlt.
    Das war auch eine gelungene Aktion.

    Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

    PS Bin übrigens echt beruhigt, dass der Artikel nicht am 01. April plaziert wurde. 🙂

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