Ante Rebic zählt bei der Eintracht inzwischen zu den Leistungsträgern.
Ante Rebic zählt bei der Eintracht inzwischen zu den Leistungsträgern.

Im Wintertrainingslager der Frankfurter Eintracht in Abu Dhabi hat es bei einem ganz laut Klick gemacht. Ante Rebic konnte den Schalter umgelegen und hat nach Aussage von Niko Kovac „eine sensationelle Vorbereitung“ gespielt. Der 23-Jährige fühlt sich wohl bei den Hessen und ist am Main endgültig angekommen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Verantwortlichen die Kaufoption ziehen und ihn für rund drei Millionen Euro (wobei Sportdirektor Bruno Hübner diese Summe gerne noch drücken würde) vom AC Florenz abkaufen. „Es ist mein Ziel, hier einen Vertrag zu bekommen, dass ich länger bei der Eintracht spielen kann“, sagt Rebic ganz konkret im Gespräch mit der „Frankfurter Rundschau“.

Davon war Mitte der Hinrunde nicht unbedingt auszugehen. Der Kroate wurde von Kovac öffentlich abgewatscht, zudem kämpfte er mit diversen Krankheiten und Verletzungen. Dank der guten Arbeit der Ärzte und Physios wurde der Offensivmann wieder fit und ruft seitdem beständig ordentliche bis gute Leistungen ab. Rebic ist jedoch noch nicht ganz zufrieden und der Meinung, „dass ich noch Luft nach oben habe, dass ich noch mehr kann, als ich bisher gezeigt habe.“ Kovac erkannte bereits in seiner Zeit, als er die kroatischen Jugendnationalmannschaften betreute, welch großes Potenzial in seinem pfeilschnellen Landsmann schlummert. Der Trainer war ein wichtiger Faktor in den Überlegungen von Rebic, zur Eintracht zu wechseln: „Er hatte mit mir gesprochen und mir erklärt, was er hier in Frankfurt aufbauen möchte. Für mich gab es keine Überlegungen, das hier nicht zu machen.“

Der Fußball, der in der 1. Bundesliga gespielt wird, kommt dem bulligen Angreifer entgegen. Mit seiner Dynamik, dem Draufgängertum und den technischen Fähigkeiten weiß er zu überzeugen und die gegnerischen Verteidiger vor große Probleme zu stellen. In der zweiten Liga bei RB Leipzig tat er sich deutlich schwerer. Nach der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, bei der er in der Vorrunde dreimal eingewechselt wurde, kam Sportdirektor Ralf Rangnick auf ihn zu und holte ihn zum damaligen Aufsteiger. Rebic bekam von Beginn an das Gefühl vermittelt, „als käme ich vom Mars. Ich bin dort nicht richtig akzeptiert worden.“ Mit Trainer Alexander Zorniger passte es nicht, „er hatte schon eine Mannschaft beisammen.“ Natürlich habe er sich dann zurückgezogen. „Ich bin aber bestimmt kein schwieriger Spieler, das sieht man hier, glaube ich“, wehrt er sich gegen den Ruf, der ihm anfangs anhaftete.

Bei der Eintracht ist es ihm erstmals seit seinem 2013 vollzogenem Wechsel aus der Heimat in die großen europäischen Ligen gelungen, sich durchzusetzen und Konstanz in die Leistung zu bringen. Die SGE4EVER.de-User überzeugt er regelmäßig, mit einer Durchschnittsnote von 2,6 ist er zusammen mit Jesús Vallejo der am besten bewertete Feldspieler. Umso überraschter waren alle, als der flexibel einsetzbare Angreifer gegen Bayer 04 Leverkusen (0:3) am vergangenen Samstag zunächst auf der Bank saß. „Ich hätte eigentlich spielen können, hatte aber auch leichte Leistenprobleme. Und dann haben wir entschieden, besser nichts zu riskieren, ehe noch etwas Schlimmeres passiert“, erklärt Rebic und belegt somit die Aussage seines Trainers, der nach der Partie bei der Werkself sagte: „Bei ihm ging es einfach nicht!“ Aktuell hat er keine Probleme mehr an der Leiste, auch die Einwechslung Mitte des zweiten Durchgangs „war verabredet.“

Gegen den FC Ingolstadt wird ein Spielertyp à la Rebic von Beginn an benötigt. Die Schanzer sind laut Kovac ein „eklig zu bespielender Gegner“. Die Wucht und Geschwindigkeit des Rechtsfußes können da ein entscheidendes Element werden, wie bereits vor zwei Wochen gegen den SV Darmstadt 98 (2:0) gesehen. Ihm ist es inzwischen gelungen, sich in den Zweikämpfen geschickter zu verhalten und nicht sofort eine Verwarnung zu riskieren. „Ich muss mich auch erst daran gewöhnen, dass die Schiedsrichter hier schneller Gelb zeigen und muss ein bisschen aufpassen, wie ich mich auf dem Platz gebe und auftrete“, gibt er offen zu. Rebic wird sein Spiel dennoch nicht umstellen und weiterhin körperbetonte und intensive Duelle führen, allerdings „steckt niemals die Absicht dahinter, meinen Gegenspieler zu verletzen.“

Der Nationalspieler a.D., der sich über einen Anruf freuen und gerne wieder für sein Heimatland auflaufen würde, lernt schnell und nimmt Kritik an. So startete er nach einem persönlichen Gespräch mit dem Coach durch und agiert seitdem deutlich verbessert im defensiven Umschaltspiel. „Mir macht das sowieso nichts aus, mir ist es sogar lieber, mir den Ball von hinten zu holen, anstatt vorne nur auf den Ball zu warten“, beschreibt er sein Spiel und beweist seitdem, dass er verstanden hat, worum es Kovac geht. In den kommenden Monaten will Rebic zusammen mit der Mannschaft daran arbeiten, den Platz in der Spitzengruppe zu verteidigen. Ob tatsächlich Rang drei oder ein Europacuprang rausspringen kann? „Wir glauben daran, dass wir es schaffen können“, drückte Rebic seine Überzeugung aus, um dann anzufügen: „Aber davon zu sprechen bringt ja nichts – wir müssen es auf dem Platz zeigen!“ Es sind Worte, die vor allem sein Trainer Niko Kovac gerne hören wird.

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8 Kommentare

  1. Rebic fängt an eine unserer Säulen im Team und der Offensive zu werden, wenn er es nicht sogar schon ist. Ich finde er passt gut zur SGE.
    Heute ist eine weitere Gelegenheit die Kaufempfehlung zu forcieren. Auf jetzt!

  2. man hat das Gefühl er hat es gecheckt und Niko hat ihn hin bekommen wir werden noch viel freude an Ihm haben, fußballerisch und finanziell 😉 ! Ich würde Ante einen richtig üblen Vertrag vorlegen mit gutem Geld und einer richtig langen Laufzeit und wenn überhaupt eine richtig richtig hohe Ausstiegsklausel so ab 20 Mil. 😉
    Ich muss auch sagen Lukas ist echt ein geiler Typ und ich liebe unseren Tormann wie ich auch unseren Fußballgott liebe weil er eben unser Fußballgott ist aber Ante wir immer mehr zu meinem Lieblingsspieler ! Glaube der kommt für die kommende Saison auf mein Trikot 🙂

  3. Unbedingt fest verpflichten. Der Typ wird immer mehr zu meinem Lieblingsspieler und wenn er ein Vertrag bekommt kommt er auf jeden Fall auf mein Trikot nächste Saison.
    Der Kerl ist einfach klasse mit seiner enormen körperlichen Präsenz, Schnelligkeit und Technik

  4. Ja unbedingt holen. Neben seiner Schnelligkeit und Dribbelkunst hat er bei seinen letzten beiden Einsätzen auch gezeigt, daß er mannschaftsdienlich spielen kann. Für mich das wichtigste Element bei einem Offensivspieler. Daher bitte Vertrag abschließen.
    Heute gewinnen wir 2:1, beide Tore unter Beteiligung von Rebic. Das wäre es doch!

  5. Rebic ist schon ein guter Fussballer, der kämpferisch und spielerisch zu überzeugen weis. Ich denke auch, dass man die KO ziehen sollte. Bin gespannt ob er heute von Anfang an dabei ist.
    Einziges Manko bei ihm ist das fehlende Auge für die Mitspieler, das muß er noch lernen.

  6. Das klingt gut und das Ziehen der Kaufoption könnte er sich bald verdient haben. Weiter so, Ante!:)

  7. Er hat bisher in einigen Spielen überzeugt. Jedoch auch häufiger Chancen ausgelassen. Zudem noch keine Halbserie bei uns durch gespielt (Verletzung ). Daher würde ich ihm kein Top Vertrag wie es adlerherb schrieb, geben. Er hat es drauf ja, aber das muss er auch dauerhaft bringen. Zudem seine vielen unnötigen Fouls.

  8. @Kafka
    Deshalb schrieb ich auch könnte, es liegt alleine an ihm zu überzeugen und das Stichwort lautet Konstanz zu zeigen. Ich stimme Dir zu, ein Topvertrag oder zu den Topverdienern zu gehören, wäre zu früh.

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