Zeigte bei seinem Comeback eine starke Leistung: Sebastian Rode. (Bild: Heiko Rhode)

Es war alles angerichtet im Waldstadion für den nächsten Feiertag in Frankfurt: Europapokal, angenehme 20 Grad und ein mit 48.000 Zuschauern erneut ausverkauftes Waldstadion in rot. Nach dem 5:0-Hinspielsieg vor genau einer Woche war die Ausgangssituation klar: Alles andere als ein Weiterkommen der Hessen wäre eine faustdicke Überraschung.

SGE-Coach Adi Hütter schickte eine im Vergleich zum Pokalspiel in Mannheim auf neun Positionen veränderte Elf aufs Grün. Vom 5:3-Pokalsieg in Mannheim blieben nur Keeper Kevin Trapp und Stürmer Dejan Joveljic in der Startelf. Dagegen feierte Sebastian Rode seine Rückkehr zur SGE und durfte sofort von Anfang an starten.

Die Eintracht tat sich gegen defensiv recht sicher stehende Liechtensteiner aus Vaduz lange schwer. Zwar kamen die Hessen immer wieder zu Halbchancen, wirklich gefährlich wurde es allerdings nicht. Das Gegenteil war dann sogar in der 22. Minute der Fall: Keeper Kevin Trapp musste gegen Pius Dorn sein ganzes Können zeigen, um den Rückstand zu verhindern.

Eintracht verdient sich Führung nachträglich

Der Warnschuss kam aber wohl zur rechten Zeit: Anschließend kam die SGE wieder zielstrebiger daher und erzielte durch Jonathan de Guzman den 1:0-Führungstreffer, der nach einem Lattentreffer von Mijat Gacinovic abstaubte. Kurz darauf ein Schockmoment, als sich Marco Russ ohne Gegnerkontakt verletzte und mit Verdacht auf eine schwere Verletzung ausgewechselt werden musste – Hinteregger kam für den Routinier. Der umtriebige Gacinovic hätte anschließend fast noch für das 2:0 gesorgt, er zielte aber zu hoch – ebenso Jonathan de Guzman, der völlig frei an Vaduz-Keeper Bücher scheiterte. Ebenso Almamt Toure, der einen Fallrückzieher an die Latte setzte. Mit der knappen 1:0-Führung ging es anschließend in die Pause.

SGE hat alles im Griff

Auch nach der Pause war das Niveau der Partie überschaubar – ob der klaren Ausgangslage aber auch verständlich. Die SGE tat nicht mehr als sie musste, die Liechtensteiner bemühten sich zwar, es fehlte jedoch erkennbar die Qualität. In der 58. Minute wurde es das erste Mal gefährlich, der starke Gacinovic scheiterte aber erneut am Keeper des FC Vaduz, Benjamin Büchel. Zehn Minuten später kam die Eintracht erneut gefährlich vor das Tor der Gäste, nach einer guten Flanke von Timothy Chandler konnte Dejan Joveljic das Spielgerät aber nicht unter Kontrolle bringen, auch der Nachschuss des in der Zwischenzeit eingewechselten Gonzalo Pacienca streifte knapp am Gehäuse vorbei.

Elf Minuten vor dem Ende dann die Riesenchance für die Eintracht, Dejan Joveljic scheiterte aber nach starkem Zuspiel des eingewechselten Daichi Kamada ( für den ebenfalls starken Rode) erneut an Keeper Büchel, der sich immer mehr zum besten Liechtensteiner entwickelte.

- Werbung -

7 Kommentare

  1. Marko Russ:

    Achillessehnenriss? „Die Zeichen verdichten sich“, so Sportdirektor Bruno Hübner bei Nitro. Dem Innenverteidiger, einem der Fan-Lieblinge in Frankfurt, droht das Karriere-Ende.
    🙁 🙁

    Gute Besserung Maggo !

  2. Fredi gerade bei Nitro: bis zum Play-off Hinspiel soll der neue Stürmer auf dem Platz stehen

  3. Gepflegte Langeweile, wie nicht anders zu erwarten. So müssen sich Bayern Fans ständig fühlen, wenn Sie schon vorher wissen dass sie siegen oder Meister werden. Kann keinerlei Erkenntnisse dem Spiel abgewinnen.

    Wäre ein tragisches Ende für Russ.

  4. Maggo… . Alles GUDE!!!! BLEIB STARK!!!!! Einer meiner lieblingsspieler….komm gestärkt zurück!

  5. @4
    Gepflegte Langeweile ?
    Ja z.T., wenn man es auf das sportliche im Waldstadion beschränkt, aber mal ehrlich, das war doch zu erwarten.
    Aber wir Fans, die Stimmung und die ganze Atmosphäre in unserem Wohnzimmer. Das hatte Nichts mit gepflegter Langeweile zu tun.
    Im Gegenteil, das war wieder grosse Werbung für den Sport und für den sportlich fairen Support von Eintracht Frankfurt.
    Ausverkaufte Hütte, Alle in Rot, super Stimmung und das alles trotz der Gefahr von 0,01%, wo gibt es das in Deutschland?
    Wenn man dann nochmals liest:https://www.hessenschau.de/sport/fussball/gewalt-beim-fussball-hessens-stadien-sicher-wie-nie,stadien-sicherheit-100.html, was gibt’s dann noch zu sagen ? Für mich nur
    Forza SGE !

  6. Der Kommentar von Russ ( “ ich habe schon schlimmeres erlebt „) gegenüber Bobic passt zu ihm. Ich drücke ihm die Daumen.

    Bobic sagt also zum Jovic-Gerücht weder ja noch nein. Mal schauen

Kommentiere den Artikel

- Werbung -