David Abraham jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 mit Daichi Kamada und Evan N´Dicka. Später rettete der Argentinier auch noch entscheidend auf der Linie. (Bild: imago images / Poolfoto)

Nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin am Wochenende, wollte die Eintracht ihren positiven Trend auch im Heimspiel gegen den angeschlagenen FC Schalke 04 fortsetzen und mit einem Sieg die Mini-Chance auf Platz 7 und somit den Einzug in die Qualifikationsrunde der Europa-League wahren. Die Schalker kamen mit einer Serie von 13 sieglosen Spielen in Folge in das Waldstadion, während die Frankfurter seit der Corona-Pause noch immer auf einen Heimerfolg warteten. Eigentlich eine prädestinierte Ausgangslage für die „Diva vom Main“, die allzu gerne gerade in Spielen mit solchen Voraussetzungen zum Vorschein kommt. Am Ende konnte die SGE 2:1 gewinnen und endlich einen Heimsieg einfahren, auch wenn es im zweiten Durchgang unnötig spannend wurde. SGE4EVER.de hat das Spiel wie immer noch einmal analysiert:

Ein Klassenunterschied

Die Eintracht war mit dem Anpfiff sofort da und sehr präsent. Das Spiel sollte gleich zu Beginn ausschließlich in der Hälfte der Schalker stattfinden. Die Hessen schnürten die Gäste regelrecht in der eigenen Hälfte ein und überzeugten mit einem straffen Passspiel. Immer wieder ergaben sich so Räume zwischen den Ketten der Schalker, in die vor allem Dominik Kohr oder Daichi Kamada gerne eintauchten. Auch auf den Außenbahnen ergaben sich durch geschicktes Kombinationsspiel immer wieder große Lücken und Danny da Costa konnte seine gute Form bestätigen und das Spiel der Frankfurter variabler gestalten, da sonst eigentlich immer alles über die Seite von Filip Kostic läuft. Zwei präsente Außenspieler, ein quirliger Kamada in der Zentrale und Kohr in Spielmacher-Manier stellten die Schalker immer wieder vor große Probleme. Immer wieder ergaben sich so Abschlusschancen für die Adlerträger und eine Führung wäre Mitte der ersten Halbzeit längst verdient gewesen. Einzig die Chancenverwertung ließ bis zu diesem Zeitpunkt zu wünschen übrig, insbesondere Kamada vergab mehrfach in aussichtsreicher Abschlussposition. Ein wenig erinnerte das Spiel an das Heimspiel gegen den SC Freiburg. Klare Überlegenheit, toller Offensivdrang und viele Chancen, aber keine Tore. Dieses Déjà-vu wusste die SGE allerdings zu verhindern und belohnte sich in der 29. Spielminute endlich für ihren Aufwand. Ein Traumkonter über Kostic, der einen Zweikampf tief in der eigenen Hälfte gewann und den Ball zu Kamada spielte, der dann exzellent in die Mitte auf André Silva weitergab und der Portugiese, der diese Chance eiskalt nutzte und seine klasse Form bestätigte. In der ersten Halbzeit war insgesamt ein Klassenunterschied zu erkennen, die Eintracht ließ Schalke überhaupt nicht ins Spiel kommen und hätte bereits zur Pause deutlich höher führen müssen.

Die zweite Halbzeit als Spiegelbild der Saison

Während man kurz nach Wiederanpfiff durch einen Kopfballtreffer von David Abraham nach Freistoß von Kostic die Führung sogar ausbauen konnte, ließ man die am Boden liegenden Schalker doch wieder zurück ins Spiel kommen. Nach einer einzigen Unachtsamkeit nach einem Freistoß gelang den Gästen der Anschlusstreffer und trotz Überzahl wegen einer Gelb-Roten-Karte gegen die Schalker, überließ man den krisengebeutelten Gästen nun das Feld. Während man seine Konter nicht sauber zu Ende spielte oder Einschussmöglichkeiten kläglich vergab, begann man nun hinten immer unsicherer zu werden. Ein sicher geglaubter Sieg stand nun auf der Kippe. Diese fehlende Konstanz ist ein Spiegelbild der gesamten Saison der Hessen. Immer wieder wechseln sich überzeugende Halbzeiten mit katastrophalen Halbzeiten ab und es gelingt nur sehr selten ein Spiel einmal über die vollen 90 Minuten konzentriert und souverän zu Ende zu spielen. Die mangelnde Konstanz ist das wohl größte Manko dieser durchwachsenen Spielzeit gewesen. Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Adi Hütter zeigt immer wieder welches Potential in ihr steckt, um dann leichtfertig in alte Muster zu fallen. Am Ende sollte es aber zum Sieg reichen und es muss schon viele Jahre her sein, dass die Hessen einmal im Schlussspurt der Saison so konstant gepunktet haben. Viele Spieler, die über weite Strecken der Saison enttäuschten, haben nun endlich zu ihrer Form gefunden und gezeigt, welches Potential in ihnen steckt. Exemplarisch dafür sind in jedem Fall André Silva, Danny da Costa und Dominik Kohr zu nennen.

Saison positiv abschließen

Die Marschroute für die beiden letzten Spiele haben die Spieler gestern nach der Partie selbst vorgegeben: zwei weitere Siege und dann schauen, ob es vielleicht doch noch für Europa reicht. Auch wenn man dafür darauf angewiesen ist, dass Freiburg, Hoffenheim und Wolfsburg ihre letzten beiden Spiele weniger erfolgreich gestalten, ist der Anspruch an sich schon einmal das richtige Signal. Das Saisonende wurde in den letzten Jahren immer wieder abgeschenkt, auch wenn es für die späten Einbrüche gute Gründe gab. Unabhängig davon ob es am Ende wirklich noch für den großen Coup reicht oder nicht, ist natürlich jeder Tabellenplatz weiter oben auch gleichbedeutend mit einem möglichen Aufstieg in der TV-Tabelle. Es geht hier also auf jeden Fall um viel Geld für die Eintracht. Hinzu kommt auch die psychologische Komponente: Eine durchwachsene Saison mit vielen Höhen und Tiefen positiv abzuschließen kann Kraft und Selbstvertrauen für die neue Spielzeit geben, auch wenn die aktuell gute Form nicht über die Schwachstellen im Kader hinwegtäuschen darf. Auf Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner kommt in jedem Fall ein spannender Transfersommer zu: Die Mannschaft muss verjüngt werden, da viele Leistungsträger in einem Alter sind, bei dem man nicht mehr für viele Jahre auf diesem Niveau mit ihnen planen kann (u.a. Makoto Hasebe, Abraham). Hier sollten allmählich die potentiellen Nachfolger aufgebaut werden. Falls Kostic bleibt sollte ein entsprechendes Pendant mit Geschwindigkeit für die rechte Seite verpflichtet werden und auch im Mittelfeld braucht es mehr spielerische Klasse. Vielleicht ist eine Saison ohne Europa auch gar nicht schlecht für die weitere Entwicklung des Teams, denn bisher hatte Hütter durch den dauerhaften Spiele-Marathon kaum Gelegenheit seine Spielidee über regelmäßiges Training zu implementieren.

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19 Kommentare

  1. Schade, Kamada hat seine 5.te gelbe Karte gesehen, fehlt somit in Köln.
    Trotzdem sollten wir in Köln etwas holen können…

  2. Finde es persönlich klasse, dass es bei uns noch um etwas geht und das dies auch von der Mannschaft und Verantwortlichen so nach außen getragen wird.
    So ist noch ein gewisser Reiz in den Spielen und kein bloßes müssen.

  3. @EintrachtKafka
    Es sollte in der BL immer so sein, dass es für die Spieler und Mannschaft um etwas geht. Du hast aber recht, in den letzten Jahren haben wir gerade auch von unserer Eintracht gesehen, wie stark der Spannungs- und Motivationsabfall sein kann. So wie gestern in Dortmund, das war schon eine Schande.
    Ich bin bei Dir, es geht noch um viel für die Eintracht, egal ob TV Tabelle, Europa, Ansehen, Moral oder gute Gefühle vor den nächsten Saison. An erster Stelle sollte aber immer der sportliche Wettbewerb und der Ergeiz stehen im nächsten Spiel das Beste herauszuholen.
    Da habe ich ebenfalls ein gutes Gefühl im Unterschied zu Vorjahren auf allen Ebenen unserer Eintracht. Ein Sieg in Köln, dann kommt Paderborn und erst danach ist die Zeit zur „vollständigen“ Analyse.
    Forza SGE !

  4. @Lexi: Ja, das ist schade. Ich fand die Karte unnötig, aber habe mich über Kamadas Körpersprache vor dem Ballwegschlagen sehr gefreut. Er hat an Physis zugelegt, kann mittlerweile dadurch besser den Ball behaupten und stellt seinen Körper auch geschickter zwischen Ball und Gegner. Seine Art, sich zwischen den Abwehrreihen zu bewegen erinnert mich bisschen an Shinji Kagawas besseren Zeiten bei Dortmund. Ich sehe da eine tolle Gelegenheit, unseren Sturm noch unberechenbarer und gefährlicher zu machen. Das schafft auf jeden Fall mehr Raum für die Mitspieler.

    Sehr gut hat mir gestern auch N’Dicka im Offensivspiel gefallen. der hätte das Zeug, noch flexibler eingesetzt zu werden. Insgesamt fand ich in der ersten Hälfte unser flexibles Stellungsspiel hervorragend. Hat mir sehr gut gefallen. Die Bayern hatten uns das vor ein paar Wochen vorgemacht (leider haben wir ihnen auch die zweite Hälfte nachgemacht)

    Abrahams Kopfball auf der Linie – das waren bestimmt 100 km/h, denen er die Stirn geboten hat, Respekt!

  5. also die Saison zieht doch positive Rückschlüsse finde ich ?!
    Auch wenn wir nicht 7 werden .

    Was bleibt ist : 55 Tore zum momentanen Zeitpunkt heißt wir haben die Tormaschine Jovic, Haller Rebic ersetzt –
    ohne es zu merken . Die Last wurde auf andere Schultern gelegt und verteilt . GUT !
    wir konnten auch dieses Jahr Teams schlagen die wir spielerisch stärker eingeschätzt haben – Bayern, Leverkusen Leipzig. GUT !
    Die Mentalität im Team scheint zu stimmen – die Stimmung auch .- selbst in der kritischen Phase ist nix nach außen gelangt . Da träumen Schalke und Co nur von . GUT !
    Hütter scheint kritikfähig und flexibel zu sein – auch die schlechte Phase wurde so überstanden . GUT !

    Natürlich hat jede Medaille eine Kehrseite – wir haben oft zu unkonstant Leistung gebracht. Die Systemumstellungen haben uns Punkte gekostet . Das Defensiv/Offensiv Konstrukt hat taktisch nicht einwandfrei geklappt – daher die vielen Gegentore. Die Spieler waren oft müde , oder haben zumindest diesen Eindruck vermittelt ( manche bezeichneten dies als lustlos )
    Fakt ist aber auch – es fehlt nicht an Stürmern oder Spielmachern . Sondern es fehlt an einem zusätzlichen Leitspieler und an zwei drei Schnittstellenspieler – die Verbindung zwischen Offensive und Defensive hat nicht so gut funktioniert .
    Das wiederum macht mir Hoffnung für nächstes Jahr . – weil es uns sagt das ein sehr sehr gutes Gerüst vorhanden ist … Es ist auch ebenfalls noch ein ordentlicher Manager und Scoutingchef vorhanden . Ich blicke freulich nach vorne … mit oder ohne Europapokal .

  6. Aus meiner Sicht fällt das Fazit nicht so GUT ! aus.
    Sicherlich haben wir manches erreicht und wer hätte dies zu manchem Zeitpunkt gedacht.
    Jedoch bleibt festzuhalten: wir können nur eine gute Halbzeit. Unsere Chancenverwertung in den letzten beiden Heimspielen war katastrophal (ja, wir haben dennoch 4 Punkte geholt…). Ob der Trainer Kritikfähig ist und die Mannschaft gut erreicht und motivieren kann, weiß ich nicht genau. Belastungssteuerung, Rotation, Spieler motivieren, die nicht immer spielen – ich finde, es geht besser. Aufstellungen und Wechsel sind auch nicht so prickelnd.
    Also klar, man kann aus der Saison sehr viele Rückschlüsse ziehen und viel dazu lernen, was man besser machen kann. Die Frage ist, ob und wie es gelingt; was der Kader macht im Sommer und wie das Konzept von AH aussieht mit dem dann neuen Kader. Die persönliche Entwicklung von manchem Spieler ist auf der Strecke geblieben oder aber es gibt keine Weiterentwicklung mehr, dann müsste man aber konsquent sein und entsprechend handeln. Vielleicht ist es am Ende gut, wenn wir nicht 7. werden und uns in Ruhe auf die neue Saison konzentrieren können. Man sieht auch an anderen Mannschaften, dass sie nicht konstant liefern (BVB etc.). Dennoch würde ich mir hier mehr Entwicklung und den nächsten Schritt wünschen – oben mit spielen und sich dort etablieren, weitestgehend konstant spielen und wieder mehr noch als Mannschaft auftreten wie zuletzt. Ich bin gespannt und voller Hoffnung.

  7. Peru, genau so sehe ich das auch. Aber ich glaube auch nicht das wir jetzt alles gewinnen und die Wölfe, Freiburg usw. weiter verlieren. Wobei unsere sge eine Wundertüte ist und jetzt zu allem fähig. Hahaha

  8. dribbelgnom: wir haben unter Adi Hütter mittlerweile 102 Pflichtspiele in nur zwei Saisons – das ist für mich ein entscheidender Faktor für Schwächephasen, die periodisch auftreten. Kostic hat mit nur kleineren Unterbrechungen zwei 3 spurige Saisons durchgespielt.

    Wenn wir diesmal niemanden aus unserem Grundgerüst verlieren und noch den ein oder anderen Spieler hinzugewinnen, dann werden wir viel Spaß haben.

  9. Sich von Russ, de Guzman, Sow, Fernandes, Wiedwald, Durm, Dost, Jovelijc, Toure und Torro trennen und dafür einen gestandenen offensiven Mittelfeldspieler, einen guten Stürmer und 3-4 junge Talente holen. NDicka unbedingt halten.
    So, dass war meine Meinung 🙂

  10. @Meintracht

    Ich respektiere deine Meinung, dennoch wirkt sie wie der Wunsch eines passionierten Fifa-Manager-Spielers.

    Wieso man sich von all diesen Spielern trennen soll, bleibt mir ein Rätsel.
    Zumal du ja da auch einige Spieler auf zählst, die durchaus noch Potenzial nach oben haben (können).

    Naja, aber Hauptsache weg mit ihnen..
    Auf die Bank setzen, sich dann natürlich all die Granaten die wir jetzt holen, welche bei Einwechslung sofort funktionieren.

  11. Auch für @10 gilt: geh doch zu Magath. Oder – mir schwant was – BIST DU VIELLEICHT MAGATH?
    Schalke hat gegen uns gespielt wie wir im Pokal gegen die Bayern, d.h. im Grunde chancenlos, aber am Ende immerhin eine gute Show. Und der Sieg der Mainzer in Dortmund lässt auch auch unser 0:2 in einem milderen Licht erscheinen. Damit will ich sagen: eine schlechte HZ oder ein schlechtes Spiel ist noch kein Anlass, andauernd das Wort „katastrophal“ zu bemühen. Über die ganze Saison betrachtet wird von Adi zutreffend festgestellt, dass die Mannschaft fast so viele Tore geschossen hat wie in der Saison 2018/19. Das hängt damit zusammen, dass wir die torgefährlichste Abwehr der Liga haben. Diesen Vorteil bezahlen wir mit dem Nachteil häufiger Unsicherheiten in der Defensive. Das Problem muss irgendwie gelöst werden.

  12. @ Peru und all die anderen Unzufriedenen. Hatte mir eigentlich vorgenommen erst nach der Saison meine Sicht dieser Saison zu schildern, nun kann es leider nicht mehr warten. Peru, nenne mir bitte außer den Bauern ein Team, dass sich über Jahre konstant weiterentwickelt hat. Selbst Gladbach hatte Jahre, in denen es nicht so lief. Ich sehe keine Mannschaft. „Belastungssteuerung, Rotation, Spieler motivieren geht besser“. Bin gespannt auf deine innovativen Ideen. „ die persönliche Entwicklung mancher Spieler ist auf der Strecke geblieben.“ Warte gespannt auf die Aufzählung in welchem Team sich die meisten Spieler weiterentwickelt Haben. Wie sieht es eigentlich mit der Entwicklung von Silva, Kamada N‘Dicka aus? Mein Wunsch wäre, dass das handelnde Personal kritikfähig bleibt sich jedoch gleichzeitig nicht von den Medien und schon garnicht von Möchtegernbundestrainern ( ich zähle mich dazu ) beeinflussen lässt. Meiner Meinung nach werden einige Fakten nicht berücksichtigt warum wir diese Saison nicht weiter oben stehen: Die letzte Saison hat viel Kraft gekostet, sowohl physisch als auch mental. Der wichtigere Aspekt ist meiner Meinung nach das Halbfinale der Euroleague. Nach dem Gewinn des DFB Pokals der größte Erfolg eines jeden Spielers der SGE. Wahrscheinlich vergleichbar mit dem Gewinn der Championsleague für Spieler des FCB. Sich sofort wieder im darauffolgenden Jahr zu 100% zu motivieren um eine ähnliche Saison zu spielen, dürfte den meisten verbliebenen Spielern sehr schwergefallen sein. Ein Abgang der „besten“ Spieler, die zur Erinnerung alle erst im 2. Jahr oder später eingeschlagen haben und die Integration der Neuen tat sein Übriges. Wir dürfen auch den Anfang der Euroleaguesaison nicht vergessen. Der Sieg in Marseille war sehr schmeichelhaft. Hinzu noch die Dichte der Mannschaften im Mittelfeld der Bundesliga. Für mich Punkte, die man berücksichtigen sollte. Ich möchte dich auf keinen Fall persönlich angreifen bewerte die Arbeit der Handelnden aus meiner Sicht jedoch als gut bis sehr gut. Forza SGE.

  13. Die beiden letzten Spiele sollten auf Sieg gespielt werden. Dafür muß die Einstellung und der Wille stimmen. Das erwarte ich einfach von unseren Jungs.
    Was für eine Platzierung dann am Ende herauskommt, liegt nicht gänzlich in unserer Hand. Erst danach muß die Saison analysiert und in einer offenen und ehrlichen Weise aufgearbeitet werden. Und je nach Ergebnis gehandelt werden. Da gibt es genügend zu tun. Es darf keine Selbstzufriedenheit einkehren, da gibt es nach der „unrunden“ Saison auch keinen Grund.
    Bis dahin zuversichtlich bleiben und hoffen, daß die Eintracht mit positiven Erlebnisen in die Sommerpause geht.

  14. @13
    Es gibt schon Beispiele. Freiburg ist ein Team beispielsweise das auch Spieler von anderen Mannschaften holt, die es dort nicht völlig gepackt haben und die dort neu auftrumpfen. Ein Grifo, Waldschmidt oder auch Schmid seien da nur stellvertretend genannt. Oder auch Leute aus der 2. und 3. Liga wie Koch und Haberer.
    Bei uns kann man schon hinterfragen warum ein N’Dicka mit Marktwert zwischenzeitlich über 20 Millionen oder ein zuvor starker da Costa diese Saison insgesamt eher schlechter als besser geworden sind. Vielleicht auch weil Hütter ( fälschlicherweise) nicht auf sie gezählt hat bzw. erst jetzt auf die zählt.
    Ein zwischenzeitlich guter Gonzo ist auch wieder in der Versenkung verschwunden.
    Für mich hat Hütter zu lange immer wieder an den gleichen Leuten festgehalten und oftmals nicht das Fingerspitzengefühl gehabt die richtigen/ besseren Leute zu bringen. Das macht er jetzt am Ende deutlich besser. Als Beispiel seien hier Sow, Toure und Ilsanker genannt an denen dauernd festgehalten wurde. Nun wird mehr variiert und Leute wie Da Costa, Chandler oder auch N’Dicka zeigen jetzt dass sie vielleicht zu Unrecht so wenig spielten.
    Ich unterstelle Adi Mal etwas provokativ, dass er nicht immer die stärkste Elf auf den Platz geschickt hat, sondern gedacht hat, dass sich „seine Elf “ irgendwann einspielt.
    Dazu kamen auch teilweise unglückliche Wechsel und eine nicht gerade optimale Transferpolitik in der Winterpause. Bestes Beispiel war das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, als wir nach dem 0:1 keinen einzigen Offensivspieler mehr auf der Bank hatten. Durm kam dann als “ Torhoffnung“.
    Man hat es doch auch hier im Forum gemerkt. Die Aufstellungen in den letzten Spielen von Adi waren mutig und variabel und trafen auf große Zustimmung. Da kommt ein Ilsanker halt auch mal von der Bank und macht zwei Dinger oder N‘ Dicka wird Toure vorgezogen und macht gleich ein Tor. Oder Abraham wie vorgestern.
    Das ist das Fingerspitzengefühl was man braucht als erfolgreicher Trainer und das war leider nicht immer da. Trotzdem scheint Adi ( hoffentlich) gelernt zu haben daraus.

  15. @euroadler. Ach ja Freiburg. Ziehe meinen Hut vor der Arbeit in Freiburg, trotzdem muss ich zum Teil widersprechen. So weit ich mich erinnern kann kostete Freiburg der Ausflug nach Europa sogar die Bundesliga. Nach dem Wiederaufstieg dann in der Saison 16/17 siebter Platz, danach 15. dann 13. Platz. Will damit sagen, dass auch dieser Verein nicht alles richtig macht. Sicher haben sich einige Spieler weiterentwickelt, allerdings haben dies auch Jovic, Haller und auch zum Teil Rebic unter einem Trainer Hütter. Und zwar so gut, dass sie für wahnsinnige Summen verkauft werden konnten. Und auch in Sachen Aufstellungen teile ich deine Meinung nicht, denn ich habe z. B. einen DDC vor Augen, speziell in den ersten Spielen, der weder die Durchschlagskraft der letzten Saison hatte noch seine Aufgaben im Defensivbereich alles andere als gut gemacht hatte. Damit meine ich dieses Loch nach dem Fasterreichen des Euroleagueendspiels. Zustimmen muss ich dir, dass man die „schwere“ Saison in Ruhe analysieren muss, was sicherlich die Herren auch wissen. Und sie werden, davon bin ich felsenfest überzeugt, aus dieser Saison lernen. Zum Schluß frage ich provokant: wer wäre denn für dich ein besserer Trainer für die SGE als AH, der auch bezahlbar wäre. Und warum gerade dieser?

  16. @16
    Es macht keiner alles richtig, deswegen soll Freiburg auch nicht unser Vorbild sein, aber es lohnt manchmal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Ich denke, von uns kann man auch einiges lernen , vor allem die letzten Jahre. Von daher gibt es nicht nur richtig und falsch.
    Ich habe jetzt hier nicht aktiv den Rauswurf von Adi gefordert, aber habe mich teilweise schon gefragt, warum wir mehr Zerstörer als kreative Spieler geholt haben und Adi anscheinend von seiner offensiv ausgerichteten Philosophie abgerückt ist. ( Beispiel WP: Stürmer weg- DM/IV geholt) Vor der Saison standen wir für schnelles Umschaltspiel mit hoch stehenden Stürmer die aktiv Pressing spielen. Das System hat auch dazu geführt, dass wir viel dominanter gespielt haben und hinten weniger Chancen zugelassen haben. Solche Spieler für dieses System wurden vorwiegend aberiaber nicht geholt.
    Ich frage mich was ist ist Adi sein Konzept? Ich denke nicht, dass er ein guter Trainer ist, aber ich sehe nicht mehr so den roten Faden über die ganze Saison insgesamt. Wenn es an fehlenden Spielern lag , dann kann man nachrüsten und dann kann ich auch sehr gut mit Adi weiterhin leben, aber ich würde mal gerne sein Konzept für nächste Saison wissen. Und das Konzept muss auch zu den Vorstellungen des Vereins passen. Ein Beispiel hierfür für mich ist Gladbach. Die hatten mit Hecking keinen schlechten Trainer , aber bewusst mit Rose jemand anders geholt der für eine innovative Idee des Fussballspielens steht. Entscheidend ist für mich eine Idee hinter allem-die für modernen vorwärtsgerichteten Fussball steht und zu Eintracht Frankfurt passt . Und dafür sollte ein Trainer da sein der diese Rolle verkörpert. Wenn Adi dafür steht , habe ich kein Problem wenn er Trainer bleibt, aber es muss halt passen und wenn nicht muss man halt notfalls eine andere Lösung finden. Bei der Meinung bleibe ich auch, selbst wenn wir die nächsten beiden Spiele gewinnen.

  17. Ich denke, dass er (Adi) ein guter Trainer ist, sollte es heißen… ( kommt davon wenn man zuviel nachträglich rumbastelt ;-))

  18. @ 13 & 16: zwischen Unzufrieden sein und den Anspruch haben, sich weiter zu verbessern, sind für mich schon Unterschiede. Vielleicht ist es meckern auf hohem Niveau, dennoch sehe ich Verbesserungsbedarf in genannten Punkten. Und da muss ich keine Teams oder Trainer oder irgendwas aufzählen oder mit anderen vergleichen.
    Ich wünsche mir von FB und BH, dass sie im Sommer die Saison mit AH gut analysieren und die Verbesserungspotenziale ansprechen und gemeinsam mit BM Transfers wieder ermöglichen, die uns als Mannschaft einen Schritt weiter bringen. Silva und Kamada sind in der Tat gute Beispiele für erste Saison BL und Eingewöhnung, das stimmt. Das wird besser und bei manchem muss man vielleicht noch Geduld haben und die hab ich nicht wirklich, geb ich zu.
    Dennoch finde ich Kritik angemessen und hier kann ja jeder seine Sichtweise und Perspektive haben, ohne den anderen überzeugen zu müssen oder zu können, von daher wäre eine Aufzählung anderer Mannschaften und Trainer wenig zielführend.
    Und selbst wenn es andere Mannschaften besser hinkriegen, ist das kein Argument. Ich konzentriere mich auf die Eintracht und habe einfach den Wunsch, dass wir uns weiter entwickeln, aus dieser Saison und gerne auch aus der davor und EL sowie Transfers ganz viel lernen und gute Rückschlüsse ziehen. Stetige Verbesserung, das ist das Ziel und der Wunsch. Um sich wieder oben zu etablieren und über ganz andere Themen sich dann auszutauschen als gegen Abstieg etc.

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