Sebastian Rode streift sich für mindestens ein halbes Jahr wieder das Trikot der SGE über. (Foto: imago/Team 2)

Die Frankfurter Eintracht hat wie erwartet Mittelfeldmann Sebastian Rode verpflichtet. Der 28-Jährige kommt für ein halbes Jahr per Leihe bis Saisonende von Ligakonkurrent Borussia Dortmund an den Main und soll das defensive Mittelfeld der Hessen verstärken. Für Rode ist es die Rückkehr an den Main, wo er von 2010 bis 2014 bereits aktiv war.

“Wir sind überzeugt, die Qualität des Kaders mit Sebastian, einem absoluten Teamplayer, weiter anzuheben. Er hat in den vergangenen vier Jahren beim FC Bayern und in Dortmund viel an Erfahrung gewonnen, die uns nun zu Gute kommen wird“, sagt Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Charakterlich passe Rode „ganz hervorragend“ ins Team. „Wir haben ihn in den letzten Wochen und Monaten genau unter die Lupe genommen und haben feststellen können, dass er seine Verletzung komplett überwunden hat. Wir sind der Überzeugung, dass diese Lösung für alle Parteien ein Gewinn ist“, so Bobic.

„Ich bin sehr glücklich darüber, endlich wieder voll angreifen zu können. Ich habe die Zeit bei der Eintracht und vor allem die Fans in toller Erinnerung und es ist schön wieder hier zu sein. Das Team steht sehr gut da und hat viel vor in den kommenden sechs Monaten. Dazu möchte ich natürlich meinen Beitrag leisten“, sagt Rode, der seine neue Mannschaft im Waldstadion bereits beim letzten Spiel des Jahres gegen den FC Bayern München als Zuschauer verfolgte.

Rode wird bereits am 4. Januar 2019 mit der Mannschaft ins Trainingslager in die USA fliegen.

Rückholaktion mit Ansage

Es ist eine Rückholaktion, die sich lange angekündigt hatte. Bereits im Sommer war Sebastian Rode ein heißes Thema in Frankfurt. Ein Wechsel scheiterte damals aber wohl vor allem aufgrund finanzieller Aspekte des Deals. Nach einer weiteren Halbserie ohne jegliche Spielpraxis bei den Profis dürften sich sowohl Borussia Dortmund als auch Rode selbst ihre Gedanken gemacht haben und der Eintracht entsprechend entgegengekommen sein. In den letzten zwei Jahren sammelte der gebürtige Hessen insgesamt fast gar keine Spielpraxis, fiel mit diversen Verletzungen (zuletzt eine Stressreaktion im Knochen) aus und konnte sich im Dortmunder Starensemble nicht mehr herankämpfen.

Nun also die Rückkehr an alte Wirkungsstätte, wo Rode zwischen 2010 und 2014 108 Pflichtspiele mit dem Adler auf der Brust absolvierte und anschließend ablösefrei zum FC Bayern München wechselte, wo er in zwei Jahren immerhin 52 Pflichtspiele absolvierte und einer der Lieblingsschüler Pep Guardiolas war. 2016 folgte dann der Wechsel zum BVB, den sich die Westfalen immerhin zwölf Millionen Euro kosten ließen. Durchsetzen konnte er sich bei den Schwarz-Gelben allerdings nie so richtig. 22 Pflichtspiele in zweieinhalb Jahren sprechen eine deutliche Sprache.

Kein Risiko für die Eintracht 

Die Eintracht geht mit dem Wechsel kein großes Risiko ein. Vermutlich besteht nach der halbjährigen Leihe die Möglichkeit Rode per Kaufoption wieder fest an Frankfurt zu binden. Bis dahin können die Verantwortlichen prüfen, ob nach der langen fußballerischen Abstinenz auf Profiebene noch Bundesligatauglichkeit besteht. Kann Rode an alte Stärken und seine Leistungsfähigkeiten aus den ersten vier Jahren anknüpfen und bleibt gesund, wäre er ohne Zweifel eine mehr als ordentliche Verstärkung für Adi Hütters Team. Langfristig gesehen könnte er von seinen Anlagen her möglicherweise in die Fußstapfen von Libero Makoto Hasebe treten, der im Januar 35 Jahre alt wird.

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16 Kommentare

  1. Ich denke auch das es eine gute Entscheidung war. Er ist lange genug beobachtet worden, hat den Medizincheck bestanden und Bobic wird finanziell bestimmt kein großes Risiko eingegangen sein. Außerdem bin ich mir sicher, das er nochmal alles reinhauen und Gas geben wird um seinen Kritikern zu zeigen, daß seine Zeit doch noch nicht vorbei ist… Kann ich sehr gut mit leben ! Wünsche ihm das die Knochen halten !!!

  2. Herzlich willkommen und ein erfolgreiches und verletzungsfreies Jahr 2019. Hoffentlich ist die AK nicht zu hoch. Mit 12 Mio hat Dortmund deutlich zu viel ausgegeben. Das soll nicht unser Problem werden.
    Mit einigen CL-Spielen Erfahrung und sogar einem Tor dort hat er beim FCBäh gar keine so schlechte Bilanz.

  3. @muc_adler: sehe ich auch so: Sehr guter Transfer, mit Sicherheit kein finanzielles Risiko und somit Geld gespart für andere Löcher, die gestopft werden sollten. Welche Lücke sehr ihr noch in der Mannschaft? Ich würde noch Backup für
    DaCosta und Innenverteidigung sehen, aber nicht zwingend, da Chandler, Abraham und Hasebe sicher bald zurück sind. Dann lieber das Geld sparen für den Sommer.
    Willkommen zurück, Seb! Häng dich rein, das ist deine beste Chance, wieder als Profi zu spielen!

  4. Was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe, das Transferfenster öffnet doch erst am 2.1. Ist das bei Leihen anders? Denn Bobic hat doch den Wechsel bereis verkündet. Hab ich da was verpasst oder wo stehe ich auf der Leitung? Kann mich mal jemand aufklären.

  5. Die Vereine und er können sich ja vorher einigen . Offiziell kann das erst mit Beginn der Wechselperiode erledigt werden

  6. Herzlich Willkommen Sebastian Rode!

    @6. Gekkz

    Alternativ war Orange und das geht ja gar nicht.

  7. Die Verträge zwischen den Vereinen (und dem Spieler) können jederzeit geschlossen werden, treten aber eben erst am 1.1. in Kraft, weil dort eben erst laut den Transferstatuten eine Spielgenehmigung für den neuen Verein erteilt werden kann.

  8. Herzlich willkommen und viel Erfolg, gib Gas und zeige was noch alles in dir steckt.

    Schnell war er ja eigentlich auch, mal sehen was er noch bringt, ist ja im besten Alter

  9. Zum Ausweichtrikot. Es wurden 2 Farben vorgegeben .Gruselig und ganz Gruselig.Abstimmen konnten die Mitglieder.

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