Dominik Kohr will das Testspiel gegen Sandhausen nutzen, um sich zu zeigen. (Bild: Heiko Rhode)

„Typisch Eintracht“ – diesen Satz hörte man in den letzten zwei Wochen immer wieder, wenn es um die Leistungen der Frankfurter Eintracht ging. Nach dem begeisternden und jetzt schon fast legendären 5:1-Sieg gegen den FC Bayern München am Samstag vor einer Woche folgten anschließend zwei Niederlagen gegen die eigentlich schwächer einzuschätzenden Gegner Standard Lüttich und SC Freiburg.

Eintracht-Mittelfeldspieler Dominik Kohr betonte im Interview auf der Website der SGE, dass die Mannschaft sich noch immer über diese beiden Niederlagen ärgere: „Wir wissen alle, dass wir im Europa-League-Spiel gegen Lüttich durch Filip Kostic die Chance hatten, das Spiel zu gewinnen und haben es dann leider bei der letzten Aktion nicht hinbekommen, wenigstens das Unentschieden zu halten. Auch in Freiburg war mehr möglich. Wir haben es dann auch mit nur zehn Mann super gemacht. Leider waren die Freiburger bei der einen Aktion einfach eiskalt und haben sie direkt ausgenutzt.“

Trotzdem sieht er auch einige positive Aspekte in den Spielen und den beiden Pleiten: „Aber wir haben trotzdem daran geglaubt und bis zur letzten Sekunde versucht, noch den Ausgleich zu schießen. Wir hatten auch einige Chancen dafür, aber leider ist es uns nicht gelungen. Vieles war also auch positiv, trotz der zwei Niederlagen.“ In der derzeitigen Länderspielpause ist es wohl aber auch schwer, sich wieder einzuspielen, da viele Akteure der SGE mit ihren Nationalmannschaften auf Reisen sind. „Es ist schon was anderes, weil wir nicht elf gegen elf auf dem Platz spielen können. Dann müssen wir eher kleinere Spielformen machen, was uns aber nur zugutekommt, da es dann noch intensiver ist“, versucht Kohr dem Ganzen trotzdem etwas positives abzugewinnen.

Sandhausen als Chance aufs Rampenlicht

Eine Möglichkeit, sich wieder Selbstvertrauen zu beschaffen und ein positives Gefühl zu bekommen, ist das heutige Spiel gegen den SV Sandhausen. Obwohl es nur ein Test in der Länderspielpause ist, brennen wohl vor allem die derzeitigen Ersatzspieler auf das Spiel: „Da wollen wir natürlich alle die Chance nutzen, uns zu zeigen. Gerade die Spieler, die in letzter Zeit weniger gespielt haben. Sie wollen sich zeigen und drängen ins Team. Die zwei Niederlagen haben wir abgehakt. Wir besprechen das aber sicherlich noch, wenn alle wieder von den Nationalmannschaften zurück sind.“ Obwohl er zur zweiten Halbzeit der 0:1-Pleite beim SC Freiburg eingewechselt wurde und eine gute Leistung zeigte, muss sich der ehemalige Leverkusener derzeit wohl Sebastian Rode, Gelson Fernandes und Djibril Sow im zentralen Mittelfeld den Vortritt lassen. Er spiele natürlich am liebsten immer, trotzdem zeigte er sich auch als Teamplayer: „Ich möchte immer gewinnen und dem Team helfen. Wenn ich dann mal nicht spiele, versuche ich einfach mehr zu machen, um wieder in die Startelf zu kommen. Wir haben gerade im Mittelfeld sehr großes Potential und viele gute Spieler. Wir müssen alle zusammenhalten und uns gegenseitig pushen.“

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7 Kommentare

  1. Seit 14.00 nicht uninteressant.
    Hardkohr redet nicht nur, er zeigt Leistung.
    Den Rest beurteilen wir nach 90 Minuten
    Forza SGE k

  2. Klasse 2 Halbzeit in Unterzahl gegen Freiburg.
    Kohr ist vorbildlich in seinem Einsatz und spricht nicht nur davon, wie Viele in unserem Team auch vorbildlich sind.
    Mit einem Sieg gegen VW eine Serie starten, das Potential haben wir und Hütter wird gelernt haben, dass zum Erfolg auch die Defensive gehört.

  3. Angeschlagene Boxer sind bekanntlich gefährlich. Von daher sehe ich keinen Grund die Radkappen zu unterschätzen. Die kommen nächste Woche mit vier Niederlagen in Folge zu uns,und werden nicht blindlings ins Verderben laufen.
    Wir haben 90 Minuten Zeit eine Bude zu machen und auch keins zu bekommen.
    Hoffe auf Toure und einen fitten gesunden Rest der eintracht, sowie auf clevernes.

  4. Nach der BL-Pause werden bei allen Mannschaften die Karten wieder neu gemischt und ganz bestimmt wird niemand bei der SGE die Abgasfällscher unterschätzen.
    Insbesondere aber unserer Mannschaft wird die Pause gut tun, sowohl für die körperliche Erholung aber ganz besonders für die mentale Frische.
    In diesem Zusammenhang war der Test heute sehr gut. Obwohl ein Trainingsspiel war es teilweise recht gut anzusehen. Insbesondere Hardkohr hat mir gefallen, er hat sich wirklich angeboten. Man konnte auch sehen, warum Torro im Moment keine Rolle spielt, einfach zu langsam in den Bewegungen und in den Handlungen.
    Die Jungs aus der U19 , gute Ansätze, doch man hat schon gesehen dass es noch nicht reicht. Da fehlt vor allem noch die Handlungsschnelligkeit mit Ball und die Sicherheit mit dem Ball im Kampf mit erwachsenen Männern. Am besten fand ich Finn Otto, links auf der IV, gute Technik, einige selbstbewusste Dribblings, auch gute Versuche im Spielaufbau und einmal ein überragendes Tackling gegen einen durchgebrochen Stürmer. Es reicht noch nicht, doch ich glaube er ist erst 17. Das könnte was werden
    Jetzt sollen sich alle 3 Tage richtig ausruhen !
    Forza SGE !

  5. Genau, unterschätzen sollten wir keine Mannschaften, in der Bl kann man stets verlieren und gewinnen. Trotzdem bevorzuge ich es, optimistisch zu sein und positiv zu denken.
    Mutig ins Spiel gehen und nicht am Sieg zweifeln. Wenns dann anders kommt, analysieren und den nächsten Sieg anstreben.
    Genau dies hat uns in den vergangenen Jahren schrittweise nach vorne gebracht

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