Adi Hütter würde am Sonntag in Hoffenheim gern wieder jubeln. (Bild: Heiko Rhode)

Die Frankfurter Eintracht schwimmt derzeit auf einer absoluten Erfolgswelle. Seit acht Spielen sind die Hessen unbesiegt, davon gewann man sechs und erzielte in diesen Partien 22 Tore. Mittlerweile steht die SGE in der Tabelle sogar auf Platz vier und träumt von der „Königsklasse“, der Champions League – für viele Spieler und Fans ein absoluter Traum!

Am kommenden Sonntag soll diese starke Serie der Hessen fortgeführt werden, wenn die Mannschaft von Trainer Adi Hütter bei der TSG 1899 Hoffenheim gastiert. Die TSG bekam in der letzten Woche beim FC Bayern – trotz zwischenzeitlich ansehenlicher Leistung – mit 1:4 auf die Mütze und will wohl bei der SGE für die 1:2-Niederlage im Oktober Revanche nehmen.

Auf der Pressekonferenz am heutigen Freitag betonte Eintracht-Coach Adi Hütter, dass er ein schweres Spiel erwarte, die Hessen die zuletzt starken Leistungen aber fortführen und in Sinsheim gewinnen wollen: „Wir wollen natürlich oben in der Tabelle anknüpfen und unsere aktuelle Form mitnehmen, um das Spiel in Hoffenheim wieder erfolgreich gestalten zu können.“ Trotz aller Euphorie und den starken Leistungen und Ergebnissen der letzten Wochen, warnt Hütter aber auch vor dem kommenden Gegner. Die TSG habe eine „sehr gute Mannschaft, die gespickt ist mit guten Spielern – vor allem in der Offensive. Sie sind sehr unangenehm“, weiß Hütter. Daher brauche seine Mannschaft wieder einen „besonderen Tag und ein gutes Auswärtsspiel“, um in Sinsheim bestehen zu können. „Das wird sicherlich ein heißer Tanz“, meint Hütter und ergänzt: „Ich erwarte am Sonntag ein sehr intensives Spiel. Es wird eine Partie auf hohem Niveau.“

Durm wohl schneller zurück – Sonderlob für Tuta

Die Eintracht geht jedoch als Favorit in dieses Duell. Auch deshalb, weil Coach Hütter noch eine weiße Weste gegen die TSG hat. In fünf Partien ging er mit seiner Mannschaft fünfmal als Sieger vom Platz. In Hoffenheim sei, räumte Hütter ein, auch ab und an ein wenig Glück dabei gewesen. Für ihn sei es aktuell besonders wichtig, dass sein Team nicht den Boden unter den Füßen verliere. Dennoch ist er mit der derzeitigen Situation natürlich mehr als zufrieden. „Mich stimmt zufrieden, wie wir spielen und dass wir stabil sind. Wir sind schon sehr lange ungeschlagen. Das sind Fakten, die für uns sprechen. So wie wir derzeit spielen, gehören wir zu den Spitzenmannschaften“, betont der Trainer, hebt aber gleichzeitig den mahnenden Finger: „Aber jedes Bundesligaspiel ist wichtig. Und wenn die Leistung nicht passt, kann man jedes Spiel verlieren.“

Das soll am Sonntag natürlich nicht passieren. Daher freut sich der Trainer, dass er aller Voraussicht nach wieder auf die Dienste von Erik Durm zählen kann. Durm habe bereits zwei gute Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert und käme daher vielleicht etwas eher zurück, als gedacht. Wann die Zeit für einen Startelfeinsatz von Luka Jovic gekommen ist, wollte Hütter nach wie vor offenlassen und machte eines ganz deutlich: „Ich lasse mir nicht reinreden, wann der richtige Zeitpunkt ist, Jovic von Anfang an zu bringen. Ich passe weiterhin auf ihn auf.“ Hütter werde dem Serben die Zeit geben, die er braucht. Er würde Jovic nicht zurückhalten, weil Hütter dies so wolle. Das sei auch alles mit dem Stürmer besprochen. „Luka Jovic ist ein Stürmer mit Weltklasseformat, weil er außergewöhnliche Fähigkeiten mitbringt. Wenn wir es uns aktuell erlauben können, ihn und beispielsweise auch Sebastian Rode auf der Bank sitzen zu haben, dann zeigt das, wie stark wir sind“, zeigt Hütter sich selbstbewusst.

Und das kann er auch sein. Schließlich kommen die guten Leistungen seiner Mannschaft nicht von ungefähr. Dabei ist es dem Trainer wichtig, dass nicht ausschließlich auf das Prunkstück der SGE – den Angriff – geschaut wird. „Natürlich sehen wir, dass wir die zweitmeisten Tore der Liga geschossen haben und nach vorne sehr variabel sind. Aber es gibt auch die Arbeit nach hinten. Das Erfreulichste ist, dass Tuta, David Abraham nahtlos ersetzen kann. Ich habe eine riesige Freude darüber, wie schnell das gegangen ist. Die Balance zwischen Offensive und Defensive passt einfach. Es ist eine gemeinsame, eine geschlossene Arbeit, die wir zurzeit sehr gut machen.“

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3 Kommentare

  1. „Aber jedes Bundesligaspiel ist wichtig. Und wenn die Leistung nicht passt, kann man jedes Spiel verlieren.“

    Denke, dass eine hohe Konzentration und eine starke geschlossene Mannschaftsleistung notwendig ist, damit die Serie weiterläuft. Es ist aktuell leicht Hoffenheim zu unterschätzen als zu überschätzen. Bin sehr gespannt auf das Spiel am Sonntag.

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  2. Diese Saison ist die erste, in der AH ruhig arbeiten konnte. 2018 war er neu bei uns und musste erst die richtigen Spieler sowie ein Spielsystem finden. 2019 gab es wegen der EL-Quali keine Vorbereitung.
    Ihm wurde immer nachgesagt, dass seine Mannschaften in der Rückrunde stärker sind, als in der Hinrunde. Ich hoffe, das wird dieses Jahr bei uns auch so sein. Die Mannschaft wirkt sehr viel abgeklärter und reifer als letzte Saison. Darüber hinaus sind wir gut eingespielt und können die einzelnen Positionen variabel und hochklassig besetzen.
    Wenn wir das Level und die Konzentration hoch halten können, werden wir noch viel Spaß haben.

    … und im nächsten Jahr vielleicht in eine neue Dimension vorstoßen.

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