Darf Adi Hüter am Samstag gegen Leipzig wieder jubeln? (Bild: Heiko Rhode)

RB Leipzig konnte in Frankfurt noch nie gewinnen. Und das soll natürlich, wenn es nach Eintracht-Trainer Adi Hütter geht, auch so bleiben. Am morgigen Samstag um 18.30 Uhr kommt es nämlich zum nächsten Aufeinandertreffen der Sachsen und der Frankfurter auf hessischem Boden. Und auch, wenn die Heimbilanz der SGE gegen Leipzig sehr gut ist, gibt es keinen Grund zur Leichtsinnigkeit, wie Hütter weiß: „Es ist außergewöhnlich, dass sie hier noch nie gewinnen konnten. Sie tun sich gegen uns schwer. Wir haben Qualität und es ist nicht einfach gegen uns. Aber wir brauchen am Samstag einen guten Tag. Wir müssen schnell umschalten und viel über die Zweikämpfe gehen. Wir müssen uns aber auch aufs Spielerische konzentrieren und mutig sein. Das muss alles in die Waagschale geworfen werden.“ Denn gegen Teams wie Leipzig müsse man noch viel konzentrierter auftreten als sonst. Und: „Man darf sich viel weniger Fehler erlauben“, weiß der Trainer. Seine Mannschaft sei hochmotiviert. Dennoch verlange er von, ihr das sie nicht nur „drauf losrennt“, sondern auch den Kopf einschaltet. Wenn man die beiden Heimpartien gegen RB in der vergangenen Saison (Bundesliga und Pokal) betrachte, dann habe die Eintracht dort jeweils auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Dass will sie dieses Mal natürlich auch wieder abrufen. Aufgrund der Spielanlage beider Mannschaften, erwartet Hütter außerdem ein „flottes Spiel“.

Anschluss an Top Sechs halten – Rode fällt weiter aus

Ein flottes Spiel, in dem trotz der guten Statistiken Leipzig der Favorit ist. Hütter weiß, dass jetzt die Gegner kommen, die „eine höhere Qualität haben als die Mannschaften, gegen die wir bereits gespielt haben. Wir hoffen, dass wir morgen schon mit dem Gegner mitwachsen können. Wir haben zuletzt Punkte liegenlassen, aber wir wollen den Anschluss an die Europa-League-Plätze halten.“ Helfen würde es, wenn die SGE in Führung gehen könnte. „In Berlin ist dieser Plan aufgegangen“, erinnert sich Hütter.

Die Frankfurter Nationalspieler sind zum Glück alle gesund und munter von ihren internationalen Reisen zurückgekehrt. Hütter ist froh, dass die Länderspiele für dieses Jahr nun Geschichte sind. Denn: „Als Klubtrainer ist man natürlich nicht immer so happy, wenn dann auch noch Freundschaftsspiele eingeschoben werden.“ Verzichten muss die SGE gegen Leipzig auf den Langzeitverletzten Ragnar Ache, den sich in Corona-Isolation befindende Amin Younes und Sebastian Rode. Der Mittelfeldspieler laboriert noch immer an einer muskulären Verletzung. Hütter hofft allerdings, dass er bis zum Auswärtsspiel bei Union Berlin kommende Woche wieder fit ist.

Die Qual der Wahl auf der rechten Seite

Ansonsten hat der Trainer auf einigen Positionen ein wahres Luxusproblem. Vor allem auf der rechten Seite. Dort habe es Aymen Barkok zuletzt zweimal gut gemacht. Mit Almamy Touré, Danny da Costa und Timothy Chandler hat Hütter zudem „drei wuchtigere Typen“ als Alternative auf der rechten Außenbahn. Und Erik Durm gibt es ja auch noch. Wie beziehungsweise wen er gegen RB spielen lässt, verriet der Österreicher natürlich nicht. Fakt ist jedoch, dass Leipzig „in der Offensive sehr stark bestückt ist und eher linkslastig spielt. Das müssen wir in den Griff bekommen. Ich muss mich morgen für einen oder vielleicht für zwei Spieler auf rechts entscheiden, die das hinbekommen können“, so Hütter.

Einer, der bei seinem letzten Verein auch hauptsächlich auf rechts gespielt hat, ist Aydin Hrustic. Der Sommerneuzugang der Frankfurter wartet noch auf seine Chance, sich zu beweisen. Und Hütter gesteht ihm noch Zeit zu, sieht ihn aber nicht zwingend auf der rechten Außenbahn. „Wenn ich ihn da jetzt auch noch hinstellen würde, hätten wir auf der Position sieben Spieler. Daher ist er für mich eher ein zentraler Spieler, wie Daichi Kamada. Es dauert noch ein bisschen, bis er die Bundesliga adaptiert hat. Er zeigt aber, dass er spielintelligent und kreativ ist. Und er hat einen guten linken Fuß – vor allem bei Standards. Es ist bei uns aber auch nicht so leicht, in die Mannschaft zu kommen. Er braucht noch ein wenig Geduld“, so der Coach.

Djibril Sow könnte hingegen eine Chance haben, gegen Leipzig mal wieder von Beginn an ran zu dürfen. Auch, wenn die Eintracht in der Zentrale ebenfalls gut besetzt ist. Aber: „Sow hat in letzter Zeit im Training absolut überzeugt. Er ist fürs morgige Spiel eine Alternative – vielleicht sogar eine Überraschung. Er kratzt auf jeden Fall and er Startelf“, verrät Hütter.

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12 Kommentare

  1. Ich hoffe auf kein flottes Spiel, AH. Die einzigen die flott spielen ist nämlich Leipzig und wenn die flott spielen dann geht es ziemlich flott deutlich aus. Gerade mit AH exklusiven und fast berenteten Schlafelf für die erste Halbzeit: Trapp – Vadder, Hasebe, Hinti – Kohr, Ilse – Zuber, Toure – Kamada – Dost, Silva

    +++ Ironie an: Vielleicht ringt sich AH dazu Kostic für Zuber reinzunehmen, aber mehr Veränderungen gehen nicht. Dann müsste man nämlich alle PP-Präsentationen ändern (Was für ein Aufwand). Vor allem müsste man ja die Bank mit Spielern besetzen, die man kennt. O Gott, wer spielt denn dann auf dem Platz. Wer sind die Menschen, die da auf dem Platz stehen. Nach nie gesehen, noch nie mit gesprochen. Ironie aus +++ Sarkasmus an….Trainingsgruppe 2…ach, die haben wir noch? Wahnsinn. Veränderungen? Nein…das ist zu viel. Das geht nicht, das habe ich immer so gemacht. So und nicht anders. Basta. Ätschi-Bätschi. Ich schaffe das….Sarkasmus aus +++

  2. @1

    Wenn Hütter Younes morgen wieder nicht von Beginn an spielen lässt, dann muss Bobic Hütter entlassen! Hütter raus!

  3. Younes ist doch wegen Corona rus, oder?

    Marcel Reif hat übrigens 2:2 getippt. Nehme ich!

  4. @2 Damit wäre das Schicksal von Hütter bereits einen Tag vorher besiegelt. Horrido !

  5. @4

    Horrido!

    Yes, dann ist er endlich weg und der Weg zur Champions League frei!

    Ich befürchte ausserdem, dass Hütter morgen die formschwachen Dost, Ilsanker, Touré, Hinteregger, Kamada wieder auflaufen lässt und Rode erst gar nicht im Kader auftauchen wird!

  6. So oder so muss man kein Hellseher sein, dass das nach Bremen, Köln, Stuttgart morgen nicht’s wird. Und ich bin unverbesserlicher Optimist

  7. @Marcel, was los?
    Uffbasse im Fußballgeschäft 😉
    Younes klappt net, corona positiv.
    Rode klappt net, verletzt/angeschlagen.
    Messi klappt net, in anderer Mannschaft 🙂

  8. @7

    Das ist doch Usus hier.

    @9

    Dann kannst du ja deine Abendplanung dementsprechend anpassen.

    @10

    Dann erwarte ich zumindest Ache morgen in der Startelf.

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