Adi Hütter ist mit dem Saisonstart seines Teams zufrieden.

Zwei Siege aus drei Bundesligaspielen, die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht, die Qualifikationsrunden zur Europa League überstanden und die Gruppenphase erreicht. Es liegen ereignisreiche, anstrengende, aufregende und vor allem erfolgreiche Wochen hinter der Frankfurter Eintracht. Kein Wunder, dass sich Trainer Adi Hütter nach dem 2:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntagabend erleichtert, gut gelaunt und vollkommen zufrieden mit der bisherigen Saison zeigte: „Ich denke schon, dass man von einem perfekten Saisonstart sprechen kann.“ 

Gute Spieler dank guter Entwicklung

Und die Vorzeichen, dass die Hessen diesen „perfekten Start“ weiterführen und vergolden können, stehen nicht schlecht. Schließlich hat sich die Mannschaft zwar verändert, aber auch auch hochkarätige und vielversprechende Neuzugänge dazubekommen – am gestrigen Montag erfolgte der letzte Transfer, als Stürmer André Silva vom AC Mailand kam. Für Hütter ist auch eine solche Verpflichtung ein Beweis für die starke Entwicklung der Eintracht in den letzten Jahren: „Am Anfang mussten wir kleinere Brötchen backen und anders wirtschaften. In den letzten beiden Jahren konnten sich Spieler entwickeln und der Verein konnte sie für gutes Geld verkaufen. Dann kann man auch mal investieren. Durch die internationalen Auftritte ist die Eintracht ein gutes Pflaster geworden. Daher ist es natürlich schön, wenn man einen Spieler vom AC Mailand, der portugiesischer Nationalspieler ist, zur Eintracht bekommen kann.“ Eben diese Entwicklung zeige sich auch in den Abgängen der Hessen. Hier griffen unter anderem mit West Ham United, dem AC Mailand und Real Madrid wirkliche Fußball-Schwergewicht zu, die die Eintracht jetzt auch auf dem Schirm haben.

Durch den Transfer von Silva hat die Eintracht einen weiteren Stürmer im Kader, der nach Angaben des österreichischen Coaches „mit links, mit rechts und per Kopf treffen kann.“ Es wird jetzt auch die Aufgabe Hütters sein, eben diesen Spielertypen in die Mannschaft und das Spielsystem zu integrieren und den Wegfall von Ante Rebic, der „mit seiner Schnelligkeit, seinem Tiefgang und seiner Dynamik jedem Gegner wehtun konnte“, zu kompensieren. Dies dürfte aber wohl auch gut in die Spielidee von Hütter passen, der bereits in der letzten Spielzeit gerne mit zwei, oft sogar auch mit drei Stürmern spielen ließ. „Grundsätzlich ist jeder Trainer froh, wenn er Spieler bekommt, die Tore schießen können“, zeigte er sich zufrieden.

Gutes Debüt für Sow – Torro muss kämpfen

Ein weiterer Neuzugang, dessen Integration aber schon deutlich weiter sein dürfte, ist Djibril Sow. Der Schweizer kam gegen die Fortuna zu seinen ersten Pflichtspielminuten im Trikot der Eintracht und konnte bereits in diesen wenigen Minuten zeigen, dass er eine echte Verstärkung sein kann. Ruhig und unaufgeregt sortierte er das Spiel der Hessen und fiel durch kluge Pässe auf. Auch Hütter war mit der Leistung seines Mittelfeldspielers zufrieden: „Die Minuten von Djibril Sow habe ich als gut empfunden. Es ist nie einfach, wenn man neu zu einem Verein kommt. Dann war er leider auch noch lange verletzt.“ Ein anderer Spieler, der für das zentrale Mittelfeld eine Alternative darstellen hätte können, ist Lucas Torro. Der Spanier war – wohl auch Leistungsgründen – gar nicht erst im Kader. „Er ist nicht verletzt. Aber wir haben uns gut verstärkt und die anderen machen das sehr gut. Ich muss schauen, dass wir eine gute Mischung auf der Bank haben“, begründet Hütter. Der Tribünenplatz sei aber nicht in Stein gemeißelt, sondern der Spanier könne sich den Bank im Kader wieder zurückholen: „Daher ist es für ihn ein unangenehmes Los, das heißt aber noch lange nicht, dass man sich nicht zurückkämpfen kann.“

Mit dem jetzigen Kader, der auch in diesem Sommer wieder durch zwölf Neuzugänge und 17 Abgänge ordentlich durcheinandergewirbelt wurde, sei er sehr zufrieden so Hütter. Zu diesem gehören aber mit zum Beispiel Felix Wiedwald oder Nicolai Müller auch viele Spieler, die – vorbehaltlich möglichen Verletzungen oder anderen nicht vorhersehbaren Umständen – keine wirkliche Chance auf Einsätze haben. Hütter machte klar, dass es diese Spieler auch in Zukunft nicht leichter haben werden: „Wir versuchen das bestmögliche daraus zu machen, die Situation kennen wir aus dem vergangenen Jahr. Ich werde aber sicherlich nicht mir 30 Spielern trainieren.“

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17 Kommentare

  1. Perfekt würde ich noch nicht sagen, das wäre es gewesen wenn wir gegen Leipzig noch ein Unentschieden rausgeholt hätten. Und formal perfekt ist es nur, wenn man alles gewinnt, aber das muss auch im Verhätlhis sehen. Aber ein sehr guter Start ist das mindest bis jetzt! Denn in Leipzig haben wir zwar verloren, aber sehr gut gespielt. Alle anderen Hürden gemeistert.

    Großer Kader: Wenn ich die Zahlen sehe dann dann haben den Kader netto um 5 verkleinert. Auf tm.de sind 32 Spieler im Kader gelistet. Um mit max. 29 Spielern ins Training zu gehen (Hütter: „Ich werde aber sicherlich nicht mit 30 Spielern trainieren.“) muss also gar nicht mehr viel gemacht werden. Wer sind dann die drei Streichkandidaten? Ich hoffe es löst sich irgendwie auch ohne Streichung und ohne TG2. Das muss doch irgendwie gehen…

  2. Wie ist es eigentlich rechtlich?
    Sollte z.B. bei einem Torhüter der Vertrag aufgelöst werden, dann könnt er doch von einem anderen Verein aufgenommen werden wegen vertragslos? Oder in einem anderen Land, in dem das Transferfenster noch offen ist.
    Klar, gewonnen ist nix, aber man hätte jmd von der Gehaltsliste.
    Nicht, dass das heißt ich wäre dafür einen Torhüter abzugeben, aber vier sind schon was…

  3. @blackforest dafür käme eigentlich nur Wiedwald in Frage und ich hatte auf einen Last minute Deal wie letzte Saison gehofft oder halt einen Verkauf von Rönnow.

  4. Anscheinend war noch nicht mal Hannover von Rönnow restlos überzeugt, so dass es auch zu keinem Tausch mit Esser kam. Der Junge tut mir schon irgendwie etwas leid, aber damals wurde auch von Seiten der Eintracht falsche Hoffnungen geschürt bzw. war klar das mit der Leihe von Trapp er kaum mehr eine Chance hat.
    Das dagegen Falette nicht gegangen ist freut mich, er hat meiner Meinung nach schon seine Qualitäten. Ich glaube wir brauchen ihn noch.

  5. Bei Abraham kann man sich nie sicher sein, ob er nicht zwischendurch ein paar Spiele ausfallen wird, dann gibt es noch Sperren wegen Karten, bei N’Dicka Formschwankungen und auch Hinti kann sich verletzen. Daher gut, dass Fallette bei uns ist – er meckert nicht und liefert wenn man ihn braucht.
    Im Mittelfeld können wir ab dieser Sasion auch endlich ohne großen Qualitätsverlust rotieren und im Sturm können wir Joveljic ranführen und haben drei gestandene gehobene Stürmer.
    Wirkt alles richtig gut auf den ersten Blick. Sofern wir nicht von der Verletzungsseuche aufgesucht werden, sollte die Saison doch ordentlich verlaufen können.

  6. @5: Ich hatte gelesen, dass Wiedwald und Stendera zum Tausch mit Esser standen, aber H96 nicht überzeugt von Wiedwald war.

    Torro: wir suchen doch nach einem Hasebe Backup. Mit seinem Stellungsspiel, Abwehr- und Zweikampfverhalten + seiner Kopfballstärke könnte er mMn in diese Aufgabe hineinwachsen. Sein Passspiel ist auch ganz gut.
    Im Mittelfeld sind wir dieses Jahr ganz gut besetzt, aber bei einem Hasebe Ausfall….

  7. 5. euroadler
    M. e. war Wiedwald für Hannover angedacht und nicht Rönnow. Der will ja auch Nationalspieler bleiben und verdient ja auch ein bisschen. Das Optimum wäre gewesen, Esser zu bekommen und Wiedwald und Stendera abzugeben, ohne weiter Gehalt zahlen zu müssen.

  8. @black Kann mir nur vorstellen, dass man Verträge nur im Transferfenster auflösen kann. Also hätte man bis gestern 18 Uhr die Verträge auflösen müssen, damit die Spieler Vereinslos sind.

  9. @8
    bei einem Hase B Ausfall rückt Hinti in die Mitte und Ndicka übernimmt links. Torro sehe ich eher als Back up auf der 6.

  10. Nee, die Hase/N’Dicka-Geschichte ist schon gut durchdacht. Alles, was man für einen guten „Libero“ braucht, hätte Torró tatsächlich. Eine Umpositionierung würde ich schon befürworten.
    Aber, auch ein Hinti hätte das Zeug, die mittlere Kette der IV auszufüllen. In 3 oder 4 Jahren auch der Rode.

  11. @ 3 und 10
    Maßgeblich ist hier die lizenzordnung spieler der dfl (los-dfl).

    Ich denke relevant ist darin § 14 Ziff. 2 c:
    In einem Spieljahr kann ein Vereinswechsel eines Vertragsspielers, der zum Ablauf der Wechselperiode I vertraglich an keinen Verein als
    Lizenzspieler oder Vertragsspieler gebunden war und danach keine
    Spielerlaubnis für einen Verein, auch nicht als Amateur, hatte, außerhalb der Wechselperiode I bis zum 31. Dezember erfolgen. Das gilt für nationale und internationale Transfers.

  12. @8: Ich glaube auch, dass Torro den Hasebe geben kann ( hat nicht Olga das auch schon vorgeschlagen?). Momentan sicher noch kein Thema, aber bei einem Generationswechsel könnte die letzte Reihe dann Hinteregger – Torro – Ndicka heißen. Klingt für mich gut

  13. @6. Bembelsche, der war schon bissi frech, gar fast schon blöd.

    Torro als Hasebe Ersatz könnt ich mir auch gut vorstellen. Torro spielt wenigstens auch mal nach vorne und nicht nur links recht hinten Alibi Pässe. Anrennen und dann doch wieder abbrechen und sonst wo hin spielen.
    Das könnte Torro sogar wesentlich besser.

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