Kevin Mbabu und Adi Hütter: Kommt es in Frankfurt zur Reuion der beiden? (Foto: imago/Manuel Winterbeger)

Bisher hielt sich der neue Eintracht-Coach Adi Hütter bei Transferaktivitäten zurück und schob die Verantwortung stets weiter zur sportlichen Leitung. Bei Kevin Mbabu von Hütters Ex-Klub Young Boys Bern könnte der Österreicher aber nun ein gehöriges Wörtchen mitreden. Der Rechtsverteidiger soll in Frankfurt eine ganz heiße Aktie sein.

Wird Mbabu der neue Rekordtransfer?

Nach dem langfristigen Ausfall von Timothy Chandler suchen Fredi Bobic & Co noch eine Verstärkung für die rechte Defensivseite der SGE. In der Schweiz soll man demnach fündig geworden sein wie der „Blick“ berichtet. Auch die geforderte Ablöse von fast neun Millionen Euro soll nun keine Hürde mehr sein. Damit wäre Mbabu auf einen Schlag Frankfurts Rekordtransfer. Nach dem Rückspiel der Champions League-Play-Offs der Berner am Dienstag in Zagreb könnten die Verhandlungen intensiviert werden. Bis dahin dürfte auch bei Mbabu volle Konzentration auf der Qualifkation liegen. Der hatte gegenüber dem Schweizer Medium gesagt: „Ich bin im Moment bei YB. Mein Kopf ist zu hundert Prozent beim Dienstag. Wir wollen Historisches erreichen!“ – was danach passiert? Das ließ der 23-Jährige offen. Es sei eine seiner Stärken, sich zu fokussieren. Im Hinspiel gegen die Kroaten (1:1) traf der Rechtsfuß sehenswert.

Lässt Spycher seinen Rechtsverteidiger ziehen? Hütter als entscheidender Faktor

In der Saison 2016/17 war Mbabu zunächst von Newcastle United an den Schweizer Erstligisten ausgeliehen, ehe Christoph Spycher, Sportdirektor und Ex-Frankfurter in Diensten der Schweizer, den ehemaligen U20-Nationalspieler fest verpflichtete. Bei den Young Boys schaffte er dann den Durchbruch, brachte es in zwei Jahren auf 75 Pflichtspiele (fünf Tore, 13 Vorlagen) für die Schweizer. Das steigerte seinen Marktwert (transfermarkt.de) auf satte 9,5 Millionen Euro. Die Eintracht würde in jedem Fall viel Geld für den Chandler-Ersatz in die Hand nehmen. Geld, das eigentlich in einen zentralen Mittelfeldmann investiert werden sollte. Möglich, dass die Verantwortlichen nach dem Saisonauftakt in Freiburg noch einmal umgedacht haben.

Für Mbabu, der zeitweise auch bei RB Leipzig als potenzieller Neuzugang gehandelt wurde, dürfte vor allem Frankfurts Trainer Adi Hütter ein entscheidender Faktor sein. Mit Hütter wurde der Defensivmann in der vergangenen Saison überraschend Schweizer Meister. Eine Erfolgsgeschichte, die beide nun am Main weiterschreiben könnten. In Frankfurt könnte sich Mbabu, der in Bern noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, weiter in den Fokus spielen und für die „Nati“ ein Thema werden. Bei den Eidgenossen wartet der Rechtssverteidiger noch auf sein Debüt.

 

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56 Kommentare

  1. @50
    Sehr richtig. Besser kann man es nicht ausdrücken

    @45
    Da Costa hat durchgespielt und somit stand auch immer mindestens ein Deutscher auf dem Platz. Nicht das es von Belang wäre aber…

  2. @SGEStephan ich finde schon, dass das von Belang ist, auch wenn sich die Zeiten etwas geändert haben und Cottbus vor langer Zeit der erste Bundesligist war, wo dies der Fall war.
    Wenn Arsenal ohne englische Spieler auflief oder Donzek fast nur mit Brasilianer, dann ist auch nicht mehr weit zu Nationalmannschaften und Katar spielt dann bei der WM (wie schon beim Handball) ohne Einheimische.
    Aber noch wichtiger für mich als die Nationalität in der Mannschaft sind eingentlich Spieler aus dem LZ und schaffen es hoffentlich auch bald wieder welche in die Mannschaft.
    Barkok war ja das letzte große Versprechen was es dann nicht ganz einlösen konnte.

  3. Ich hasse zwar diese Diskussion und sehe auch nicht was die Nationalität mit den Talenten im LZ zu tun hat aber gut.
    Hier für euch alle, die Anzahl der deutschen in jeder Startelf des ersten Spieltages:
    FCB:5
    TSG:5
    BSC:5
    Club:6
    Fortuna:9
    FCA:6
    SCF:11
    SGE:2
    SVW:3
    H96:6
    Golfsburg:3
    S04:4
    BMG:7
    B04:6
    M05:5
    VFB:6
    BVB:4
    RBL:3
    Jeder Verein hatte mehr deutsche in der Startelf als wir. Mitgerechnet habe ich da jetzt aber auch jeden Spieler der 2 Nationalitäten hat. Bspw. Kevin Kampl in Leipzig. War mir neu. Aber er hat z.B. die deutsche und die Slownische Staatsbürgerschaft. Ob man jetzt deswegen wieder diskutieren muss lass ich mal jedem selbst überlassen. Was ich interessant finde ist, dass Leipzip nur 9 Deutsche im Kader hat und 2 davon die Torhüter 3 und 4 sind. Nur weil es bei uns ja Diskussionen gab wegen Erfüllung der Regeln. Gibts nicht nur bei uns offensichtlich.

  4. @ 53: Vielen Dank für Deine Mühe.
    Ich finde schon, daß es ein Punkt ist, den man auch mal ansprechen kann.
    Das soll ja jetzt nicht in eine wilde Diskussion ausarten.
    Darum habe ich ja auch nur nach Euren Meinungen gefragt 😉

  5. Ob ein Spieler aus dem eigenen NLZ ist, spielt für mich schon eine Rolle. Aber wenn er eh nicht aus dem eigenen Verein kommt, ist mir das ziemlich egal ob der Meier oder Meierovic heißt 😉

    @53, 54 Freiburg hat mit 11 Deutschen gespielt und verloren. Nicht dass es da irgendeinen Zusammenhang gäbe, aber für mich zählt alleine der sportliche Erfolg und der hat uns und unserer Kaderzusammenstellung in der letzten Saison recht gegeben. Ich kann mich übrigens mit einem Gacinovic oder Abraham besser identifizieren als mit Blum oder Wiedwald.

  6. Da Blüm jetzt weg ist, müssten wir wohl bis Samstag einen weiteren deutschen Spieler verpflichten, oder?

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