Zurück zu alter Stärke: Martin Hinteregger zeigte gegen Barcelona alles was ein Abwehrchef braucht: Spieleröffnung, Zweikampfstärke, Stellungsspiel. (Bild: Foto Rhode)

Das muss man sich einmal vorstellen: Du spielst als Eintracht Frankfurt 1:1 gegen den FC Barcelona und es werden kleine Wermutstropfen vergossen, da insgesamt mehr drin gewesen war. Mit den Fans im Rücken und einer tollen Performance jedes Einzelnen brachte die SGE einen der größten Klubs an den Rande einer Niederlage. Nun gilt es in der kommenden Woche mit der gleichen couragierten Leistung das Halbfinale perfekt zu machen. Und eins ist nach dem gestrigen Abend klar: Die Mannschaft hat das Rüstzeug dafür.

Im Vergleich zur Nullnummer gegen Fürth tauschte Oliver Glasner nur Makoto Hasebe gegen Martin Hinteregger aus. Auf der Bank nahm erstmals wieder Ragnar Ache Platz, der zuvor wochenlang ausgefallen war.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FC Barcelona der elf zensierten Spieler den Wert 2,18. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der 290 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Die SGE4EVER.de-Spielerbenotung wird euch präsentiert von:

mainnova

– Spieler des Spiels: – Martin Hinteregger: Martin Hinteregger war genau der richtige Mann für dieses Spiel. Seine Präsenz und Zweikampfführung sorgte bei den Katalanen regelmäßig für Frust. Wurde für jede Grätsche und jeden gewonnenen Zweikampf gefeiert und sog die Stimmung quasi mit auf. Mit den Fans im Rücken spult er einfach seine Bestform ab.

Ansgar Knauff: Welch ein Glücksgriff für die Eintracht. Die Verpflichtung von Ansgar Knauff trägt immer mehr Früchte. Stark, wie er immer wieder den Mut zusammenpackte und es einfach mal mit einem Schuss versuchte. Kurz nach der Halbzeit gelang ihm dadurch der Führungstreffer und das Stadiondach flog weg. Gefeierter Mann am Ende, der sich sichtlich wohl in Frankfurt fühlt.

Kevin Trapp: Kevin Trapp musste bereits nach drei Minuten sein ganzes Können zeigen. Den Schuss von Ferran Torres wischte er gerade so noch über die Latte. Beim Tiki-Taka Gegentor musste er sich aber geschlagen geben. Bestechend und in der Form seines Lebens. Solch einen Torwart brauchst du, um Großes zu erreichen.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka traute sich vorne vieles zu. Hinten war er streckenweise doch mit dem Passspiel der Gegenspieler überfordert. Beim Gegentor war er wohl einen Tick zu sorglos und unachtsam.

Filip Kostic: Zahlreiche gefährliche Situationen gingen über die Seite von Filip Kostic. Der Flügelflitzer biss sich in das Spiel und seine Gegenspieler. Sorgte für mächtig Alarm, vor allem in der zweiten Hälfte.

Djibril Sow: Djibril Sow hatte die dicke Gelegenheit bereits nach fünf Minuten. Da muss man ehrlich sein und sagen: Den hätte er machen müssen! Aber seine starken Balleroberungen sorgten immer wieder für schnelle Umschaltmomente. Eine Qualität,  die bei der Mannschaft durchaus heraussticht.

Daichi Kamada: Mit Auge und feinem Füßchen. Euro-Kamada zeigte auch gegen Barcelona wieder seine Qualität. Wenn ihm das flächendeckend auch in Spielen wie gegen Fürth gelingt, dann kann der Japaner ein ganz großer Spielmacher werden.

Jesper Lindström: Jesper Lindström suchte dieses Mal häufiger seine Mitspieler als selbst auf das Tor zu schießen. Beinahe gelang ihm aber auch das 2:0, doch seine Fackel strich knapp über die Latte.

Kristijan Jakic: Teilweise überpacte Kristijan Jakic und verbiss sich in orientierungslosen Zweikämpfen. Das sind wir gewohnt, dennoch war er ein wichtiger Bestandteil für diesen Erfolg. Rannte auf jeden Gegenspieler zu, als ginge es um sein Leben.

Tuta: Bitter, dass Tuta mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste. War gut im Spiel, kam allerdings zwei Mal zu spät und wurde dafür hart bestraft. Fakt ist aber auch, dass er trotz seines jungen Alters eine absolut konstante Leistung abrief.

Rafael Santos Borré: Rafael Santos Borré bekam von Glasner am Ende ein Extralob. Das macht ja sonst in den letzten Wochen kaum einer. Der Kolumbianer ist für sein Gegenpressing gefürchtet und rannte und haute alles rein, was er hat. Nur der Torjäger den eine Mannschaft braucht, das wird er nicht mehr.

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8 Kommentare

  1. das ist echt unglaublich aber……hinti spielt in der bl so bei „98%“ und wenn das flutlicht donnerstags angeht ist er bei „100%“ und wenn dann noch die hütte voll ist dann kommt der turbo und hinti ist bei 102%…..der absolute wahnsinn!

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  2. Tuta wird uns fehlen… schade, schade. Hat n super spiel gemacht, seine Formkurve zeigt steil nach oben. Denke hinti bleibt in der Mitte und toure startet gegen barca

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  3. Auf Hessenschau wurde veröffentlicht, dass die Gegentribüne nach Jürgen Grabowski benannt wird. Das hat der Vorstand mal eben gestern Abend entschieden. Eine würdige Geste.

    Gruß SCOPE

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  4. Hab Kamada deutlich und Tuta etwas unter dem Schnitt der Mannschaft gesehen, aber passt schon im großen und ganzen.

    Richtig merkwürdig ist die Kicker-Benotung:

    Kamada: 2,5
    Borré: 4,0

    Da habe ich wirklich ein komplett anderes Spiel gesehen

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  5. Touré war direkt nach seiner Einwechslung zur Stelle und hat gut und sicher verteidigt.

    Aber war das vielleicht eine Finte von Glasner und er bringt im Rückspiel Hase in die 3er Kette von Anfang an? Der hat schließlich sehr starke Spiele gezeigt, wenn er gebraucht wurde.

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  6. @4. Ich habe mir vorhin das Re-live angeschaut. Hier mal mein Eindruck zur 1. Halbzeit.
    Kamada:
    4′ bringt den Ball scharf und platziert flach in den 16er, Lindström schlägt ein Luftloch. Hätte er den Ball getroffen, wäre es eine Tor?Schuss geworden.
    5′ Konter, Kamada läuft einen Super Laufweg, zieht dadurch den IV mit sich, Sow kann dadurch frei abschließen, leider daneben.
    8′ super Doppelpass auf der Linken, Kostic flankt scharf, Gavi klärt im letzten Moment mit der Fußspitze.
    9′ Ecke wird geklärt, K kommt an den Ball und schlägt ihn hoch in den 16er, Ball erreicht fast NDicka nur ter Stegen wäre noch vor ihm gewesen.
    25′ er leitet einen Gegenstoß ein, leider nimmt Borré seinen Pass unsauber an.
    31′ gute Weitergabe an Knauff, aber leider wird der Ball vertendelt.
    37′ guter Ball auf Kostic, der daraufhin flankt, Fastelfmeter.
    45′ schickt wieder Kostic, leider gelingt die Flanke nicht.
    Dazwischen hatte er natürlich hier und da den Ball am Fuss und arbeitete auch gegen den Ball.
    Ich weiß überhaupt nicht, was schwach oder schlechter an seiner Leistung war.

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  7. @6:

    Cool, danke für die Mühe! Wundere mich grade sehr über meine Wahrnehmung, da ich auch alles andere als ein Kamada-Hater bin.

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  8. Auch ich sah Kamada ne ganze Note Note besser, locker. N’Dicka ebenfalls. Hinte hätte ne glatte 1 verdient. Sonst passt das ja so.

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