Makoto Hasebe war vor allem in Halbzeit eins für die Wölfe nicht zu überwinden.

Bruno Labbadia bleibt auch im zehnten Spiel gegen Eintracht Frankfurt ungeschlagen. Der Cheftrainer der Wölfe stellte seine Mannschaft optimal auf die Offensiv-Power der Hessen ein und die Mannschaft schaffte es mit gezielten Kontern die „Ungeschlagen-Serie“ der Frankfurter zu durchbrechen. Die Mannschaft von Adi Hütter verpasste damit den Sprung auf Platz 2. Der Anschlusstreffer und die damit verbundene Schluss-Offensive kam aus Gastgebersicht einfach zum spät. Jede Serie reißt einmal, doch die Äußerungen von Spielern und Verantwortlichen geben Grund zum Anlass, dass man bereits am kommenden Wochenende in Berlin die nächste Serie starten möchte.

Nach der Rotation aus dem Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille vertraute Hütter wieder seiner „Stammformation“. Evan N’Dicka, Jonathan de Guzman, Filip Kostic und Ante Rebic begannen für Simon Falette, Jetro Willems, Mijat Gacinovic und Taleb Tawatha. Marco Russ ersetzte erneut den verletzten Kapitän David Abraham. „El Titan“ Carlos Salcedo durfte nach seinem Syndesmosebandriss zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,31. Die Einzelnoten der über 350 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Makoto Hasebe, Filip Kostic, Kevin Trapp:
Gefühlt spricht in Frankfurt jeder vom magischen Dreieck. Die Frankfurter Defensive kommt dabei zuletzt etwas zu kurz. Denn die Abwehrreihe um Makoto Hasebe ist maßgeblich für den aktuellen Erfolg verantwortlich. Asiens internationaler Fußballer des Jahres machte hinten einen herausragenden Job und war vor allem in den ersten 45 Minuten unüberwindbar. Super cool, immer da, wenn es brennt. So beschrieb ihn sein Teamkollege Marco Russ. Dafür heimste er sich die Auszeichnung „Spieler des Spiels“ ein. Filip Kostic war an diesem Sonntagabend vermutlich der einzige Offensivspieler, der annähernd seine Leistung abrief. Der Serbe überrannte teilweise seine Gegenspieler und leitete viele gefährliche Situationen ein. Kevin Trapp führte sein Team lautstark an, musste aber zwei Gegentore einstecken.

Jetro Willems, Evan N’Dicka, Luka Jovic:
Jetro Willems leitete mit seinem Freistoß den Anschlusstreffer ein. In neuer Position in der Zentrale machte er nach seiner Hereinnahme vieles richtig und sorgte für frischen Wind. Evan N’Dicka spielte solide. Der junge Verteidiger ist trotz seines Alters bereits ziemlich abgeklärt. Luka Jovic erzielte seinen zehnten Bundesliga-Treffer und war doch am Ende nicht zufrieden mit seiner Leistung. Zu lange war er abgemeldet und konnte sich nicht ausreichend in Szene setzen.

Sebastien Haller, Ante Rebic, Danny da Costa, Jonathan de Guzman:
Sebastien Haller und Ante Rebic waren ebenso über einen zu langen Zeitraum gut gedeckt und mit wenig Platz ausgestattet. Sie konnten ihre Power nur selten auf die Straße bringen. Insbesondere Rebic versuchte es häufig mit dem Kopf durch die Wand, ohne Geduld zu haben. Danny da Costa hatte einen Vollzeit-Job zu erledigen. Hinten musste er häufig bei brandgefährlichen Kontern der Gäste aushelfen, offensiv war er mit vielen Flanken beschäftigt. Beides gelang ihm ganz solide. Jonathan de Guzman leitete in Kooperation mit Russ den ersten Treffer der Wölfe ein. Seine Standardsituationen kamen zu unpräzise und sein Aufbauspiel wurde zu oft von seinen Gegenspielern geschickt unterbunden.

Mijat Gacinovic, Gelson Fernandes:
Die Einwechslung von Mijat Gacinovic verpuffte im Wind. Er rannte ohne festen Plan und verschlampte direkt das 0:2. Das war ein Auftritt zum Vergessen. Gelson Fernandes konnte in dieser Partie zu selten seine Stärken ausspielen. Häufig einen Schritt zu spät oder gedankenlangsam.

Marco Russ:
Für Marco Russ war es ein gebrauchter Tag. Der Ersatz-Kapitän musste häufig mit Stellungsproblemen umgehen, die er auch mangels Geschwindigkeitsdefizite nicht ausgleichen konnte. Vor allem bei 0:1 der Gäste ließ er sich zu leicht abkochen.

- Werbung -

2 Kommentare

  1. Finde es toll, daß wir Asiens Fußballer des Jahres in unseren Reihen haben. Wir wollten ihn eigentlich beim Spiel gegen Olympic Marseille feiern, wurden aber von den standardisierten Anfeuerungsrufen der Ultras übertönt. Die waren zu dem weniger mit dem Spiel beschäftigt, als vielmehr ihre permanente Pyro zu feiern. Schade, hätte dies Hasebe gegönnt.

  2. Hasebe ist eine Klasse für sich und auf seiner Position als „Libero“ ein echter Grundpfeiler für den diesjährigen Erfolg der Offensive.

Kommentiere den Artikel

- Werbung -