Noch Fragen? Sébastien Haller machte in Düsseldorf am Ende alles klar (Foto: imago/ Beautiful Sports).

Bereits zum 13-mal in dieser Saison gelangen Eintracht Frankfurt drei oder mehr Tore. Auch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf musste sich am Ende mit drei gefangenen Gegentoren abfinden. Wenngleich der Sieg in der Höhe etwas zu hoch ausfiel, war die Leistung bei den Rheinländern am gestrigen Abend beachtlich und eine ordentliche Generalprobe für das am Donnerstag stattfindende Europa-League Rückspiel bei Inter Mailand. „Jungbüffel“ Goncalo Paciencia feierte auch bei seinem Startelf-Debüt für die Hessen einen Treffer und Sébastien Haller netzt auch als Joker wie er will. Erneut gelangen zwei Tore in der Nachspielzeit. Bereits gegen die TSG Hoffenheim konnte man zweimal spät zuschlagen.

Unter Berücksichtigung, dass man drei Spiele in sieben Tagen bestreiten muss, rotierte Adi Hütter auf drei Positionen. Evan N’Dicka, Mijat Gacinovic und Haller erhielten zunächst eine schöpferische Pause. Für sie begannen Almamy Touré, der am Donnerstag eh fehlen wird, sowie Jonathan de Guzman und Paciencia. Ante Rebic weilte noch in Belgrad um sich fit für die kommenden Aufgaben zu machen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der zweölf zensierten Spieler den Wert 2,59. Die Einzelnoten der über 260 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Sébastien Haller:
Gute 20 Minuten haben Sébastien Haller gereicht um aus Düsseldorf mit dem Titel „Spieler des Spiels“ zu reisen. Der Franzose erzielte mit eiskalter Mine zwei Tore in der Nachspielzeit und sorgte damit für ausgelassene Stimmung bei seiner Mannschaft und den mitgereisten Fans. Vor allem das befreiende 2:0 war ein Tor der Extraklasse als er Torwart Michael Rensing vernaschte und die Düsseldorfer Hintermannschaft gezielt ausguckte um ins Tor zu schießen. Haller ist bereit für Inter Mailand!

Goncalo Paciencia, Filip Kostic, Kevin Trapp:
Chance bekommen – Chance genutzt! Goncalo Paciencia durfte sich erstmals von Beginn an beweisen und legte einen klasse Auftritt hin. Der Portugiese war wendig und ständig anspielbar. Sein Tor war eine Kopie zum Siegtreffer gegen Hoffenheim, seine Vorlage auf Haller war mit Gefühl und Auge. Das Markenzeichen von Filip Kostic: Volle Power bis zum Abpfiff. Wieder war es der Nationalspieler, der zum Ende hin noch einmal alle Kraft in seine Sprints legte und damit sich in die Scorerliste eintragen konnte. Kevin Trapp durfte eine „Weiße Weste“ bejubeln. In der einen oder anderen brenzligen Situation hielt er seine Mannschaft im Spiel, ohne dabei die ganz großen Paraden auspacken zu müssen.

Martin Hinteregger, Makoto Hasebe:
Martin Hinteregger und Makoto Hasebe waren im Verbund einfach eine unbezwingbare Hürde. Ersterer spielte am Limit was körperliche Einsatzbereitschaft betraf, letzterer löste seine Probleme vor allem mit viel Antizipation und gutem Stellungsspiel. Lediglich in einer Situation unterlief Hasebe ein gefährlicher Fehler, der beinahe bestraft wurde.

Almamy Touré, Sebastian Rode:
Almamy Tourés Auftritt war unaufgeregt und souverän. Die Düsseldorfer Offensive bereitete ihm zu keinem Zeitpunkt Probleme. Sein Zug nach vorne müsste nur noch etwas mutiger und klarer werden. Sebastian Rode zeigte mal wieder, warum er so wichtig für die Mannschaft ist. Mannschaftsdienlich mit enormer Lauffreude und einer gehörigen Portion Mumm. Der ehemalige Dortmunder wird immer wichtiger und findet sich immer besser zurecht an alter Wirkungsstätte.

Danny da Costa, Gelson Fernandes, Luka Jovic, Jonathan de Guzman:
Etwas präziser wirkte das Spiel von Danny da Costa als zuletzt. Dennoch bekam er auch häufig die Härte seiner Gegenspieler zu spüren. Gelson Fernandes rannte sich die Lunge aus dem Leib. 13,29 Kilometer sind ein beachtlicher Wert. Der Kapitän fehlt gegen Mailand und durfte sich somit auspowern. Luka Jovic fand nicht wirklich ins Spiel. Sicherlich blitzte hin und wieder sein Talent und sein Torriecher auf. Doch auf ihn konnten sich die Rheinländer gut einstellen. Jonathan de Guzman schnitt bei der Bewertung auf schlechtesten ab. Dabei zeigte er sich deutlich formverbessert und schlug eine punktgenaue Flanke auf Paciencia, dessen Kopfball zur Führung reichte. Sicherlich musste er sich in etwas ungewohnter offensiver Position zunächst zurecht finden, doch insgesamt war sein Auftritt mehr als ordentlich.

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1 Kommentar

  1. Es würde mir da um jeden Büffel leid tun, aber Haller darf gerne noch ein paar Jährchen hier bleiben.

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