Im kommenden Sommer wird auch der eine oder andere Frankfurter um die begehrte WM-Trophäe kämpfen. (Foto: imago/ActionPictures)

Das letzte WM-Ticket ist gelöst: Mit dem 3:1-Sieg von Peru über Neuseeland (Hinspiel 0:0) steht der letzte Teilnehmer der insgesamt 32 Nationen für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland fest. Das Turnier wird vom 14. Juni bis 14. Juli ausgetragen. Die Gruppenauslosung für diese Endrunde erfolgt am 1. Dezember in Moskau.

Dass bei diesem prestigeträchtigen Aufeinandertreffen der besten Fußballnationen der Welt auch der eine oder andere Frankfurter-Spieler dabei sein wird, ist sicherlich kein Wunder – so stehen Profis aus insgesamt 19 unterschiedlichen Nationen im Kader der Hessen. SGE4EVER.de gibt Euch einen Überblick über die möglichen WM-Fahrer der Multikulti-Truppe aus Frankfurt:

Makoto Hasebe (Japan)

Es wird mit Sicherheit die letzte Chance auf ein großes Turnier sein. Der Kapitän der „blue samurai“, Makoto Hasebe, hat sich als Sieger ihrer Gruppe in Asien automatisch für die WM qualifiziert. Der Defensivspieler verpasst zwar aufgrund diverser Knieprobleme zum Ende hin einen Großteil der Spiele in der Qualifikation, aber es besteht kein Zweifel daran, dass er, sofern er gesund bleibt, sein Heimatland im Sommer 2018 als Kapitän auf dem Platz führen wird. Mit 105 Länderspielen ist er das Aushängeschild Japans und auf und neben dem Platz eine absolute Führungsperson.

Gelson Fernandes (Schweiz)

Die Schweiz musste den Umweg über die Playoffs gehen und konnte sich dort gegen Nordirland (1:0; 0:0) durchsetzen. Gelson Fernandes wird aller Voraussicht nach in diesem Sommer nur eine verkürzte Urlaubszeit in Anspruch nehmen können. Der Defensiv-Stratege wurde zwar zuletzt nicht mehr eingesetzt, ist aber, abgesehen von seinem zwischenzeitlichen Muskelfaserriss, ohne Ausnahme ins Aufgebot der „Nati“ berufen worden. Nach seiner geglückten Qualifikation erklärte Fernandes: „Die Qualifikation fühlt sich gut an. Ich bin glücklich für mein Land und die Mannschaft. Es war schon komisch, dass wir mit 27 Punkten noch nicht durch waren. Aber es ist schön jetzt bei der WM dabei zu sein.“ 64 Länderspiele stehen für Fernandes derzeit zu Buche und in Russland möchte er diese Statistik ausbauen.

Marco Fabian & Carlos Salcedo (Mexiko)

Für Mexiko wird es die 16. WM-Teilnahme der Geschichte sein. Marco Fabian und Carlos Salcedo möchten Teil dieser werden. Zuletzt stand Fabian (35 Länderspiele) im Spiel um Platz 3 des Confed-Cups 2017 (1:2 n.V. gegen Portugal) im Kader der „El Tri“. Seine anhaltenden Lendenwirbelprobleme zwangen ihn seitdem zu einer Pause und so verpasste er die restlichen Qualifikationsspiele für das anstehende Turnier. Der 28-Jährige wird die bestehende Zeit aber dafür nutzen, um fit zu werden, damit der zweiten WM-Teilnahme nach 2014 nichts mehr im Wege steht. Das ist auch das Ziel von Salcedo, dessen Confed-Cup-Teilnahme im vergangenen Sommer ebenfalls unter einem ungünstigen Stern stand. Der Verteidiger zog sich im ersten Gruppenspiel eine Schultereckgelenkssprengung zu und verpasste bis Mitte Oktober alle weiteren Länderspiele Mexikos. In der vergangenen Länderspielpause war er aber bereits wieder ein fester Bestandteil der Mannschaft und hat deshalb Russland fest im Blick. Derzeit kommt Salcedo auf 13 Länderspiele.

Ante Rebic (Kroatien)

Eine Renaissance in der kroatischen Nationalmannschaft erlebte Ante Rebic. Der Stürmer feierte pünktlich zu den Playoffs sein Comeback im Dress des Weltranglisten 18. – und das nach über zwei Jahren Abwesenheit. Im Hin- und Rückspiel gegen Griechenland (4:1; 0:0) durfte er sich jeweils als Einwechselspieler beweisen und kann sich deshalb berechtigte Hoffnung für seine zweite WM-Teilnahme nach 2014 machen. Rebic machte bisher 12 Länderspiele für Kroatien.

Mijat Gacinovic (Serbien)

Bei der Nationalmannschaft Serbiens erwischte Mijat Gacinovic in diesem Jahr ein Traum-Debüt. Direkt im ersten Spiel traf der Außenbahnspieler. Mittlerweile steht der bei 4 Länderspielen, in denen ihm zwei Tore gelangen. Sollte er seine Form behalten, so dürfte auch bei der WM kein Weg an ihm vorbei führen.

Diesen sechs Adlerträgern wird die größte Chance zugerechnet ihr Heimatland bei der 21. Ausgabe des von der FIFA ausgetragenen Turniers zu vertreten. Doch wie vor jeder Endrunde, sind Überraschungskandidaten im Kader jeder Nation beinahe Usus. So feiern bei großen Turnieren regelmäßig Profis ihr Debüt oder tauchen nach längerer Nicht-Berücksichtigung wieder im Kader auf. So könnte für den einen oder anderen SGE-Spieler also doch noch der Traum von Russland wahr werden.

Branimir Hrgota (Schweden)

Schweden sorgte bei den Playoffs sicherlich für eine Überraschung. Die Nordeuropäer kickten den viermaligen Weltmeister Italien raus und sorgten so dafür, dass die „Squadra Azzurra“ erstmals seit 1958 nicht um den großen Pokal mitspielt. Branimir Hrgotas letztes Länderspiel liegt zwar mittlerweile fast drei Jahre zurück, doch zuletzt stand der Stürmer immer wieder im erweiterten Kreis für die WM-Qualifikationsspiele der Schweden und konnte sich auf Abruf bereit machen. Nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic durften sich auf der Mittelstürmer-Position immer wieder unterschiedliche Profis beweisen. Derzeit spricht aber nicht viel dafür, dass Hrgota dabei ist, denn auch bei Eintracht Frankfurt steht er derzeit nur selten im Kader von Niko Kovac.

Luka Jovic (Serbien)

Deutlich präsenter ist hingegen Luka Jovic. Der 19-Jährige Serbe macht bei der Qualifikation zur U21-Europameisterschaft zuletzt immer wieder auf sich aufmerksam und traf bereits viermal in fünf Spielen. Gut möglich also, dass Serbien bei anhaltender Formkurve auch beim Kader der U21-Nationalmannschaft wildert.

Aymen Barkok (Marokko)

Aymen Barkok feierte in diesem Jahr sein Debüt für die U19, U20 und U21 des DFB. Der in Frankfurt geborene Youngster durchlief sämtliche Stationen der deutschen Nationalspieler-Ausbildung. Doch das Heimatland seiner Eltern, Marokko, qualifizierte sich erstmals seit 1998 wieder für eine Weltmeisterschaft. So könnte Barkok theoretisch auch für die Nordafrikaner auf Torejagd gehen, denn für die A-Nationalmannschaft ist er bisher noch nicht berufen worden. Ob sich der 19-Jährige mit dieser Möglichkeit beschäftigt, ist unsicher. Denkbar wäre es aber.

- Werbung -

14 Kommentare

  1. @Anno
    Interessant.
    Bin erstmal froh,dass sie uns Haller nicht im Winter wegschnappen.
    Wenn es die oben genannte Klausel gibt, muss Kovac immer noch wechseln wollen. Während der Saison wird er nicht wechseln und wie es im Mai 2018 aussieht,weiß niemand. Ungelegte Eier.
    Zu den oben aufgezählten WM Fahrern.
    Auch rein hypothetisch.
    Spieler können sich verletzten oder aus anderen Gründen nicht mit ihrem Team mitreisen. Zudem könnten Spieler wie Hgrota im Winter Wechseln. Vermute Vereine wie Köln oder Bremen hätten Interesse oder ein ambitionierter Zweitligist.

  2. @2

    Genau. Deswegen spreche ich in der Einleitung auch bewusst von möglichen WM-Fahrern und halte generell viele Äußerungen im Konjunktiv. Daher gilt meine Unterteilung auch dem Prinzip „Spieler XY“ hat bei der Qualifikation mitgewirkt, wie z.B. Hasebe und „Spieler „YZ“ war nicht dabei, könnte aber noch auf den WM-Zug mit aufspringen, wie Hrgota.

  3. @1 Danke für den Link.
    Meine Meinung:
    Nach Kroatien ist Frankfurt erst Kovacs zweite größere Trainerstation. Nach der Rettung folgten Höhen und Tiefen und momentan sind wir gut bis sehr gut im Soll ( so richtig wird man es dann zur WP sagen können). Kovac ist ein guter Trainer, aber zu den Ansprüchen von Bayern fehlt im noch etwas.

  4. @5. euroadler
    Sehe es ähnlich, außerdem verbrennt man sich schnell in Bayern, soll heißen was auch für Spieler gilt, man kann auch den 3. Schritt vor dem 2. Schritt machen. Sollte er scheitern, aus welchen Gründen auch immer, wie will er sich da noch steigern. Das Ausland hat dann auch nicht unbedingt Interesse, zumindest die Spitzenvereine. Irgend eine Nationalelf, dafür ist er nun wirklich zu jung, wäre ihm viel zu langweilig. Er würde natürlich nicht arbeitslos, aber eine Steigerung ist dann kaum noch möglich.

  5. „Auf jeden Fall in Russland dabei sind Gelson Fernandes und Ante Rebic.“

    Klingt nicht unbedingt nach Konjunktiv – ist aber eh nur Geschwätz von vorgestern…

    @2.
    „Bin erstmal froh, dass sie uns Haller nicht im Winter wegschnappen.“
    Stand das auch in der tz?

    Ob K&K bei den Bayern anheuern oder nicht, entscheidet alleine das einschlägige dortige Personal.
    Warum? Weil sie es können.

  6. wie sagte schon vor Jahren unserer damaliger „Iron Mike“ (Franz) ?! : wenn die Bayern rufen , dann gehst du auch zu Fuß von Frankfurt nach München.
    Daran hat sich nichts geändert. Wäre sehr schade , aber nichts außer einem Gerücht.
    Lasst uns beim Jetzt und Heute bleiben, es kommt sowieso wie es kommt.
    Forza SGE !

  7. Habe eine kleine Anmerkung zum Artikel

    Peru hat 2:0 gegen Neuseeland gewonnen und nicht 3:1

    Ansonsten können wir doch stolz darauf sein, dass im Vergleich zu früher so viele Spieler potentiell bei der WM dabei sind oder dabei sein können! Das spricht für die durchaus vorhandene Qualität im Kader!

    Und das mit Kovac halte ich für eine Ente, weil ich mir sicher bin, dass sich die Bayern nicht mit Kovac als möglichen Trainer beschäftigen.

  8. @Kovac/Bayern So unrealitisch ist Interesse von der Bayernseite für mich nicht. Vor allem weil er weiß wie man mit schwierigeren Spielern umgeht und den Verein kennt. Von den sonstigen Trainereigenschaften sehe ich ihn relativ ähnlich zu Nagelsmann und teilweise auch Tuchel, wobei ich vor allem Tuchel für taktisch ausgefeilter halte. Dafür ist der von der Persönlichkeit her wohl gebrandmarkt.

  9. Kovac wird wohl im erweiterten Blickfeld der Münchener sein. Mehr erstmal nicht. Sie werden seine Entwicklung verfolgen und schauen was er mit der Eintracht erreicht. Kovac hat hier viel bewegt und eine Manschaft geformt. Seine Person stellt seinen Arbeitgeber in ein gutes Licht. Die Wahrnehmung der Eintracht ist durchaus positiver unter ihm geworden, obwohl wir anfangs unter ihn zur „Trettertruppe“ erwachsen sind.

  10. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Brazzo bei den Bayern die Kovacs holen würde, wenn er dürfte. Die kennen sich und sprechen eine Sprache. Seine Vorgesetzten werden wohl eher Nagelsmann präferieren. Daher zumindest bayernseitig nur beschränkte Gefahr.

  11. Wenn Olivier Giroud diese Saison nicht besser wird, dann wäre Haller evtl. sogar eine Alternative für Dechamps. Voraussetzung wäre natürlich, dass er eine exzellente Saison für uns spielt.

  12. @12.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Brazzo für die T-Frage auch nur die geringste Relevanz hat.
    Wenn Nagelsmann Ja sagt, ist er ohne Zweifel der Heynckes-Nachfolger. Er verkörpert am komplettesten, was der FCB ggw. dringend braucht: Umbruch, Aufbruch, Innovation, Frische, Unbekümmertheit.
    Tuchel ist zwar sicherlich (m.M.n.) der fachlich kompetenteste deutsche Trainer, aber abgesehen von seinem Ruf als schwierige Persönlichkeit, passt er als vorläufig vereinslos schon deswegen nicht ins Bayern-Beute-Schema, weil man ihn ja keinem anderen Club abjagen und diesem dadurch adäquaten Schaden zufügen kann.
    Kovac mag der sympathischste, liebenswürdigste der 3 aktuell veranschlagten Kandidaten sein – auch den obligatorischen Stallgeruch würde er mitbringen und wäre von daher sicherlich zugleich der präferierte Trainertyp der einschlägigen Mir-san-mir-Fraktion, welche seinen eher unspektakulär-konservativen Spielstil wohl gar als Pro-Argument anführen würde. Andererseits braucht es nur annähernd eine Rückrunde wie die letzte, und NK ist diesbezüglich ganz schnell nur noch halb so interessant.
    Im Gegensatz zu NK könnte ich mir bei Nagelsmann aber gut vorstellen, dass er den Bayern-Kelch erstmal weiterreicht. Einerseits wegen seines jungen Alters und weil es für ihn vielleicht noch interessanter und aktuell passender wäre, die wohl schon in absehbarer Zeit anstehende Nachfolge von Bosz beim BVB anzutreten.
    Und was Klopp angeht – ich glaube kaum, dass die den so bald wieder von der Insel runter lassen.

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -